Glas als Fenstermaterial

Normales Bauglas absorbiert fast völlig UV-Strahlung. Quarzglas und einige Kunststoffgläser sind dagegen durchlässig für UV-Strahlen.

Manche Baubiologen empfehlen UV-durchlässiges Glas als Südverglasung, um das natürliche Lichtspektrum (Licht) weitgehend unverändert zu erhalten. Hierbei ist allerdings zu beachten, daß von UV-Strahlung auch Gesundheitsgefahren ausgehen (Ozonabbau, UV-Strahlung, Hautkrebs, Grauer Star).

Farbig getönte Absorptionsgläser und metallbedampfte Reflexionsgläser (Wärmeschutzverglasung) sind energie- und schadstoffintensiver in der Herstellung, teurer, absorbieren mehr Tageslicht als normales Glas und sind schlechter einem Recyclingsprozeß zu unterziehen. Unbeschichtetes Glas läßt sich unter Einsparung von 30% des Primärenergieeinsatzes wiederverwenden (Altglas).

Für Bürohäuser wurden in den letzten Jahren Glasfassaden mit integrierten Solarzellen vorgestellt.
Fenster, Schadstoffemissionen bei der Glasproduktion: Glas

Autor: KATALYSE Institut

Gipsputz

Der G. besteht aus den Bindemitteln Naturgips oder REA-Gips und aus den Zuschlägen Sand und Kalk.Zusätze, z.B. Methylcelluslose, oder Füllstoffe, z.B. Perlite, werden v.a. den Fertigputzen beigemischt.

Der G. wird als Innenputz eingesetzt. Er lässt sich gut und einfach verarbeiten und wird meist maschinell als Maschinenputz aufgetragen. Es ist ein sehr langlebiger Putz, der jedoch nicht in Feuchträumen eingesetzt werden darf. Der G. zeichnet sich durch sein gutes Sorptionsvermögen, hohe Wasseraufnahme und Wasserabgabe aus. G. sollte, um seine Eigenschaften voll entfalten zu können, nicht geglättet, sondern abgefilzt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Gasbeton

Alte Bezeichnung für Porenbetonstein

 

Autor: KATALYSE Institut

MVA

Abkürzung für Müllverbrennungsanlage

Siehe Müllverbrennung.

Autor: KATALYSE Institut

Müllverbrennung

Bei der M. unterscheidet man die Hausmüllv. und die Sondermüllv. Bei der Verbrennung erfolgt eine möglichst vollständige Oxidation vor allen der organischen Stoffe aber auch sonst oxidierbarer Stoffe.

Die M. ist in weiten Teilen der Bevölkerung seit Jahrzehnten umstritten; angesichts der vor der Schließung stehender Mülldeponien setzt sich in vielen Regionen die M. jedoch als langfristige "Lösung" der Abfallprobleme zunehmend durch.

siehe auch Stichwörter Sondermüllverbrennungsanlage und
Abfall

Autor: KATALYSE Institut

Müllteppich

Siehe: Plastikmüll in den Ozeanen

Autor: KATALYSE Institut

Müllstrudel

Siehe: Plastikmüll in den Ozeanen

Autor: KATALYSE Institut

Müllinsel

Siehe Plastikmüll in den Ozeanen.

Autor: KATALYSE Institut

Mülldeponie

siehe Stichwort Deponie

Autor: KATALYSE Institut

Müll

Umgangssprachliche Bezeichnung für
Abfall.

Siehe auch Stichworte Hausmüll und
Abfall

 

Autor: KATALYSE Institut

Mehrwegverpackungen

Verpackungen für mehrfachen Gebrauch

M. verbrauchen i.d.R. weniger Rohstoffe und Energie und verursachen eine geringere Abfallmenge. Durch Personaleinsparungen im Einzelhandel werden zunehmend M. verdrängt.

Siehe außerdem: Abfallgesetz, Verpackungsmüll, Einkaufstasche, Verpackungsverordnung

Autor: KATALYSE Institut

Kunststoffe

Als Kunststoff (organisches Polymer) (umgangssprachlich Plastik) bezeichnet man einen Festkörper, dessen Grundbestandteil synthetisch oder halbsynthetisch aus reaktionsfähigen organischen Molekülen hergestellt wird.

In Europa werden Kunststoffe mehrheitlich auf Erdölbasis (Naphtha, Erdöl) hergestellt, während in den USA hauptsächlich Erdgas als Rohstoff eingesetzt wird.

Innerhalb Europas ist Deutschland der größte Kunststoff-Produzent. Die Jahresproduktion betrug in Deutschland 2011 11,86 Mio. t (vgl. UBA 2013), 1,13 Mio. Tonnen mehr als im Jahr 2009. Die größte Menge entfiel bei der Plastikherstellung auf die Verpackungen (34,7% der verarbeiteten Kunststoffe, vgl. UBA 2013). „2008 wurden weltweit 260 Mill. T Kunststoffe produziert; 8% der weltweiten Ölproduktion wurde dafür benötigt“. (R.C. Thompson et al.: Plastics, the environment and human health. Current consenses and future trends, in: Philosophical Transactions of the royal Science B 364, 2009, S. 2153-2166, Zit. n. Callum 2013:220).

Auf jeden deutschen Bürger kommen im Jahr über 20kg Plastikverpackungen.

Der weltweite Anstieg der Kunststoffproduktion zieht auch eine zunehmende Anzahl an Kunststoffabfälle nach sich. 2011 fielen 5,45 Mio. t. Kunststoffabfälle an. Seit 2009 ist die Menge an Kunststoffabfälle um 10% angestiegen. Laut UBA (2013) „waren ca. 4,44 Mio. t Post-Consumer-Abfälle und ca. 1,01 Mio. t Produktions- und Verarbeitungsabfälle. […] Von den ermittelten 5,448 Mio. t Kunststoffabfällen wurden rund 42 % (2,295 Mio. t) einer werkstofflichen, 56 % (3,034 Mio. t) einer energetischen (Müllverbrennungsanalagen) sowie 1 % (0,053 Mio. t) einer rohstofflichen Verwertung (im Ausland) zugeführt. Der Rest (0,066 Mio. t) wurde beseitigt.“.

Die Recyclingrate liegt bei der Kunststoffindustrie bei 71% (Kunststofferzeugung) und 90% (Kunststoffverarbeitung). Bei Abfällen aus den privaten Haushalten und gewerblichen Verbrauchern liegt die Recyclingsrate aufgrund von Verschmutzungen nur bei 30-35%. Aus Umweltschutzgründen möchte man eine möglichst werkstoffliche Verwertung des Plastikabfalls erzielen.

Kunststoffe besitzen gegenüber anderen Werkstoffen wie

Holz und Metallen durchaus Vorzüge, wie die hohe Flexibilität und gute Verarbeitung sowie der geringere Energieaufwand bei der Herstellung. Durch das geringe spezifische Gewicht werden Kunststoffe als Transportgefäße häufig anderen, schweren Materialien vorgezogen. Zudem ist Plastik in vielen Anwendungsgebieten praktisch: Es ist leicht, stabil, sehr gut formbar und billig. Vorteile von Kunststoffverpackungen bestehen darin, dass sie z.B. Lebensmittel länger haltbar machen und vor Verunreinigungen schützen.

Je nachdem, welche Eigenschaften das Plastik haben soll (leicht, stabil, verformbar, etc.) werden andere Inhaltstoffe verwendet.

Die verschiedenen Arten von Kunststoffe werden unter ihrem jeweiligen Eigennamen besprochen (Polyethylen, Polypropylen, PVC, Polystyrol, Polyethylenterephthalat etc.). Hier sollen nur die Probleme und Risiken dargestellt werden, die beim Umgang mit Kunststoffen auftreten:

  1. Durch die Wanderung von Inhaltsstoffen der Kunststoffe (insbesondere von nicht festgebundene hormonähnliche Stoffe wie BPA und Weichmacher) in angrenzende Stoffe (Migration) treten Gesundheitsgefährdungen auf, zumal in Plastik viele giftige Additive enthalten sind. Dies geschieht vor allem bei Hitze. So findet man Stoffe aus Verpackungen oder aus Produktionsprozessen in den verpackten Lebensmitteln. Besonders relevant ist dies für Lebensmittelverpackungen und Haushaltsgegenstände aus Kunststoffe. In Plastik sind häufig Weichmachern (Phtalate), BPA Bisphenol A (die u.a. Konserven länger haltbar machen sollen), Farbstoffe, Hilfsstoffe, Gleitmittel, Zähigkeitsverbesserer und Silikone. Einige der Bestandteile des Plastiks stehen im Verdacht gesundheits- und umweltschädlich zu sein, möglich ist z.B. die Förderung von Fettleibigkeit, Diabetes, Krebs, Unfruchtbarkeit und Störung der Gehirnentwicklung. BPA ist z.B. ein chem. Dickmacher und ruft u.a. Veränderungen im Gehirn (Hyperaktivität, Aggressivität) hervor. Schon in geringer Dosis (noch unter Grenzwerten) ist Bisphenol A wahrscheinlich schädlich. Besonders gefährlich ist es für Schwangere und Kleinkinder besonders (fruchtschädigend für Kind im Mutterleib).
  2. Kunststoffe sind nicht kratzfest. Beim täglichen Gebrauch können sich Späne ablösen, die unbemerkt verschluckt und aus denen Additive des Kunststoffs im Magen freigesetzt werden können (z.B. Zahnbürste, Hausrat, Schreiber).
  3. Kunststoffe sind wenig temperaturbeständig. Beim Erhitzen von einigen Kunststoffe (z.B. PVC, Polystyrol) bilden sich giftige Zersetzungsprodukte.
  4. Einige Kunststoffe können gesundheitsschädliche Dämpfe abgeben. Besonders die Formaldehydharze müssen in diesem Zusammenhang genannt werden (Bindemittel für Spanplatten und Beschichtungen). Aus Kunststoffe entweichen in geringen Mengen Rest-Monomere und zahlreiche Additive und belasten somit die Umgebungsluft.
  5.  Bei der Produktion von Kunststoffe werden erhebliche Mengen an Erdöl und anderen nicht nachwachsenden Rohstoffen, z.B. Erdgas, verbraucht (Nachwachsende Rohstoffe).
  6. Kunststoffe sind typische Wegwerfprodukte (Abfallvermeidung).

Bei der Verbrennung von PVC in Müllverbrennungsanlagen entstehen Dioxine und Chlorwasserstoff; daneben werden Schwermetalle (Cadmium) freigesetzt. Kunststoffe können unterteilt werden in solche, die bei der Verbrennung wenig Schadstoffe freisetzen (Polyethylen, Polypropylen) und solche, die viel Schadstoffe freisetzen (PVC, Polystyrol). Für den Verbraucher ist eine Unterscheidung der Kunststoffe praktisch schwer möglich, da eine Kennzeichnungspflicht nicht besteht. Daher sollte auf Kunstoff-Einwegprodukte und Kunststoffe für den Lebensmittelkontakt weitgehend verzichtet werden.

Für den Verbraucher gibt es fast gar keine Hinweise, welche Stoffe im Plastik enthalten sind und ob sie gesundheitsschädlich sind. Dies wird heftig kritisiert.

Um die Verbraucher trotzdem zu schützen, gibt es zum Beispiel für Phtalate und Bisphenol A festgelegte gesetzliche Grenzwerte( es darf nur eine geringe Mengen ins Lebensmittel übergehen). Allerdings gibt es nicht für alle Substanzen, die im Plastik enthalten sind, Grenzwerte. Zudem sind die Grenzwerte häufig viel zu hoch festgesetzt (vgl. Behlendorf & Halim 2013).

Deshalb wird gefordert, dass nur noch Chemikalien verwendet werden dürfen, die nachweislich unbedenklich sind. Einige Länder arbeiten an einem besseren Verbraucherschutz, z.B. Dänemark, die bestimmte Phtalate verboten haben, Schweden, die an einem Totalverbot von BPA arbeiten, Frankreich, in dem  BPA in Lebensmittelverpackungen ab 2015 verboten sein wird. In Deutschland gibt es bis jetzt keine Verbote von Phtalaten oder BPA. Hierzulande wartet man  auf die Ergebnisse der europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, die diese Substanzen prüft.

Man kann als Verbraucher die Gefährdung, die vom Plastik ausgehen kann, nicht feststellen, darum wird geraten, soweit wie möglich Plastik und unnötige Plastikverpackungen zu vermeiden.

Aus Umwelt- und Gesundheitsgründen wird immer mehr  auf BioPlastik gesetzt. Diese Sorte Plastik besteht aus
Mais (Stärke anstatt Erdöl). Durch die Verwendung von Milchsäure wird kein BPA, keine Weichmacher, Phtalate und kein Styrol verwendet. Die Unternehmen, die dieses natürlich hergestellte Kunststoffgranulat verarbeiten wollen, müssen sich auch verpflichten, keine Schadstoffe zu verwenden. Bis jetzt ist BioPlastik noch ein Nischen-Produkt. Es wird vor allem in der Biobranche verwendet (Verpackung von Biogemüse/Obst). Man erkennt BioPlastik-Verpackungen daran, dass sie laut knistert, ein grünes Biosymbol trägt und teurer ist.

Lit.

  • Behlendorf, Nina/Hosny, Halim (2013): ZDFzoom: Eingeschweißt und abgepackt - Wie sicher ist unser Essen?. [Reportage].Mainz: ZDF
  • UBA (2013): Aufkommen und Entsorgung von Kunststoffabfällen. [Stand: 12.06.2013].

Autor: KATALYSE Institut

Kreislaufwirtschaftsgesetz

Im 1996 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz werden Grundsätze und Grundpflichten der Kreislaufwirtschaft festgelegt. Das Gesetz fordert, Abfälle in erster Linie zu vermeiden und in zweiter Linie stofflich zu verwerten oder zur Gewinnung von Energie zu nutzen.

Siehe auch Abfallgesetz.

Autor: KATALYSE Institut

Kommunale Abfallbeseitigung

Nach dem Abfallgesetz sind Kreise und kreisfreie Städte verpflichtet, die K. zu regeln.

Die praktische Durchführung der Beseitigung häuslicher Abfälle (Hausmüll, Sperrmüll, hausmüllähnlicher Gewerbemüll) kann privaten Unternehmen übertragen werden. Die Abfallbeseitigung umfaßt das Sammeln, Transportieren und Verwerten des Abfalls in Sortierungs- oder Kompostierungsanlagen bzw. das Beseitigen auf Deponien oder in Müllverbrennungsanlagen.

Die Abfälle werden von den Haushalten überwiegend in Müllbehältern unterschiedlicher Größe oder in Säcken für die Abfuhr bereitgestellt. Eine lose Sammlung erfolgt bei Sperrmüllsammlungen. Die Abfälle werden mit Hausmüllsammelfahrzeugen gesammelt und zur Beseitigung transportiert. Beseitigungsmethoden sind: Recycling (getrennte Sammlung), Müllverbrennung, Kompostierung, Pyrolyse. Bei allen Beseitigungsmethoden fallen Reststoffe an, die auf der Deponie abgelagert werden müssen.

Durch die Verpackungsverordnung, die die Hersteller von Verpackungen verpflichtet, ein stoffliches Verwertungssystem außerhalb der K. einzurichten, ist eine Verlagerung der Abfallmengen zu erwarten.

Autor: KATALYSE Institut

Klärschlammverordnung

(AbfKlärV). Am 25.6.1982 erlassene Rechtsverordnung der Bundesregierung zur Kontrolle der Klärschlammverwertung in der Landwirtschaft.

Sie legt die maximal tolerierbaren Gehalte an Schwermetallen im Klärschlamm und im beaufschlagten Boden fest und schreibt entsprechende Untersuchungen vor.
Nach der Novelle der K. im Juli 1992 wurden die Grenzwerte für Schwermetalle deutlich strenger und erstmals Grenzwerte für Dioxine und
Furane, AOX und PCB festgelegt.
Es dürfen pro Hektar innerhalb von 3 Jahren maximal 5 t Trockenmasse ausgebracht werden, was durch verschärfte Nachweispflichten besser überwacht werden soll.
Die bodenverbessernde und düngende Wirkung von Klärschlamm kann durch die Verunreinigung mit Schwermetallen und organische Schadstoffe wie chlorierte Kohlenwasserstoffe oder Dioxine nicht genutzt werden.
Nach der K. darf Klärschlamm auf einem landwirtschaftlichen Boden nicht ausgebracht werden, wenn der Klärschlamm oder der Boden die in der Tabelle angegebenen Grenzwerte überschreiten.

Autor: KATALYSE Institut

Hydrozyklon

Als H. bezeichnet man die zur Zeit leistungsfähigste Anlage zur Sortierung von Kunststoffgemischen; eine sortenreine Rückgewinnung der Polyolefine ist möglich.

Nach dem Zermahlen des angelieferten Gemischs werden die Kunststoffschnitzel in Wasser aufgerührt und in einer Zentrifuge aufgrund ihrer spezifischen Dichte getrennt. Aus der Polyolefin-Fraktion lassen sich wieder relativ hochwertige Produkte herstellen. Als Probleme bei diesem Verfahren sind die Entsorgung der anfallenden Reststoffe sowie die Notwendigkeit eines geschlossenen Wasserkreislaufs zu nennen. In Deutschland werden nach erfolgreichem Betrieb einer Pilotanlage in Blumenrod (Lkr. Coburg) mit 4.000 t/a mehrere Anlagen betrieben bzw. errichtet

 

Siehe auch Recycling.

Autor: KATALYSE Institut

Holsystem

Beim H. werden dem Bürger zusätzlich zur üblichen grauen Mülltonne weitere Wertstoffbehälter (grüne Tonne, Biotonne oder Wertstoffsäcke) zur Verfügung gestellt.

 

Autor: KATALYSE Institut

Hausmüllsortieranlage

H. dienen der Sortierung von Wertstoffen aus der getrennten Sammlung und gemischt gesammelten Abfällen (Hausmüll).

Der Hausmüll wird teils manuell, teils maschinell in seine verschiedenen Fraktionen getrennt. Die verwertbaren Rohstoffe werden einer stofflichen Verwertung zugeführt (Recycling, Kompostierung) und der Restmüll deponiert oder verbrannt (Deponie, Müllverbrennung). 1990 existierten in Deutschland rund 40 H..

Problematisch sind Verschmutzungen der Wertstoffe sowie die nichtsortenreine Gewinnung, die die Verwertbarkeit stark erschweren (Kunststoffrecycling). Um Absatzchancen und Verwertbarkeit von Wertstoffen aus dem Hausmüll zu steigern und die Kosten geringzuhalten, muß die Trennung schon vor Ort in den Haushalten und nicht erst in einer H. erfolgen (getrennte Sammlung).

Siehe auch Brennstoff aus Müll.

Autor: KATALYSE Institut

Hausmüllähnlicher Gewerbemüll

Büro- oder Küchenabfälle, die in Gewerbebetrieben anfallen und gemeinsam mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Siehe Gewerbeabfälle, Abfall.

Autor: KATALYSE Institut

Hausmüll

Als H. werden feste Abfälle bezeichnet, die im Rahmen einer normalen Haushaltsführung in Privathaushalten entstehen und durch die Müllabfuhr abgefahren werden (hausmüllähnlicher Gewerbemüll).

Die in Westdeutschland jährlich pro Kopf zu entsorgende H.-Menge liegt zwischen 235 und 250 kg (Zusammensetzung s. Tab.).
Die H.-Menge in der ehem. DDR betrug 1988 180 kg pro Einwohner und Jahr. Müllzusammensetzungen sind nicht bekannt. Man kann davon ausgehen, daß sich die Kennwerte weitestgehend westdeutschen Werten annähern werden (Sekundärrohstoffsystem).
Haupteinflußfaktor auf Mengen und Zusammensetzung von H. ist der zur Verfügung stehende Müllbehältertyp.

In großen Müllgefäßen (240 l-Müllgroßbehälter und 1.100 l-Container) fällt wesentlich mehr H. an als in kleinen (35 l-Mülleimer und Müllsäcke), da die Notwendigkeit,
Abfall zu vermeiden oder einer Verwertung zuzuführen, bei großen Behältern gering ist. Maßnahmen zur Verringerung von Müllmengen und Schadstoffgehalten sind Abfallberatungen, in denen die Bevölkerung gezielt über bestehende Möglichkeiten der Abfallvermeidung oder -verwertung informiert wird, sowie eine Umstrukturierung der Abfallgebühren, die Abfallvermeidung honoriert und die Kosten für Haushalte mit hohem H.-Aufkommen erheblich steigert.
Ein Großteil des westdeutschen H. (70%) wird auf Deponien verbracht und ca. 25% in Müllverbrennungsanlagen verbrannt (s. Tab. zu
Abfall).

Eine besondere Problematik bei der H.-Entsorgung stellen die enthaltenen Schadstoffe dar, die bei einer Abfallbehandlung in die Umwelt gelangen. Besonders schadstoffhaltig sind Batterien, Medikamente sowie Lacke und Anstrichfarben, die sich leider noch viel zu oft im H. finden. Diese Materialien gehören in die Sonderabfallsammlung oder zur Apotheke.

Auch einige typische H.-Bestandteile wie Kunststoffe (insb. PVC), Textilien,

Gummi, Leder, beschichtetes Papier und Verbundverpackungen bergen zahlreiche Schadstoffe.
Mit 30 Gew.-% haben die Verpackungsmaterialien einen großen Anteil am H. Diese sollen durch die Verpackungsverordnung verringert werden (Grüner Punkt, Verpackungsmüll, duales System).
Das H.-Aufkommen in verschiedener anderen Staaten geht aus der Tabelle hervor.

Lit.: UBA (Hrsg.): Bundesweite Hausmüllanalyse 1983-85, Berlin 1985

Autor: KATALYSE Institut