Neutron

Elektrisch neutrales Elementarteilchen, dessen Masse mit der eines Protons nahezu übereinstimmt.

N. bilden zusammen mit den Protonen den Atomkern, der zusammen mit den Elektronen das Atom darstellt. N. haben eine entscheidende Bedeutung bei der Umwandlung und Spaltung von Atomkernen (Kernreaktor, Kernspaltung, Neutronenstrahlung).

Autor: KATALYSE Institut

Neutralseife

Name eines Handelsproduktes und kein chemischer Begriff.
Tatsächlich ist die Bezeichnung N. in sich widersprüchlich. Echte Seifen sind nämlich mehr oder weniger stark alkalisch und nicht neutral (pH-Wert = 7). Tatsächlich enthält der bereits seit Jahrzehnten als N. vermarktete Allzweckreiniger hauptsächlich petrochemische anionische Tenside (Alkansulfonate). Da in der BRD der Begriff Seife rechtlich nicht geschützt ist, versuchen viele Hersteller mit Bezeichnungen wie N., grüne Seife o.ä. vom guten Ruf, den die echte Seife bei vielen Konsumenten besitzt, zu profitieren, ohne daß in diesen pastösen bis flüssigen Allzweckreinigern auch nur eine Spur von Seife enthalten zu sein braucht.

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Netzwerk

Der Begriff Netzwerk bezeichnet soziale Beziehungsgeflechte zwischen Menschen, oder Organisationen/Institutionen. Der Begriff Netzwerk wird auch für einen Verbund von Computern benutzt.

Der Begriff Netzwerk bezeichnet soziale Beziehungsgeflechte zwischen Menschen, oder Organisationen/Institutionen. Menschen sind beispielsweise durch Beziehungen in der Familie und Verwandtschaft, aber auch mit der Nachbarschaft und in der Arbeitswelt vernetzt. Im Zusammenhang sozialem Netzwerk gibt es weitere Begriffe wie zum Beispiel Netzwerkansatz, Netzwerkarbeit, Netzwerkförderung oder Netzwerkanalyse.

Der Begriff Netzwerk wird auch für einen Verbund von Computern benutzt, die über verschiedene Leitungen verbunden sind und sich gemeinsame Ressourcen wie Daten und Peripheriegeräten teilen. Im Netzwerk ist meist ein spezieller Rechner (Server) für die Datenverwaltung zuständig, auf den alle Arbeitsstationen (Clients) zugreifen, und die über Netzwerkprotokolle miteinander Daten austauschen können. Hierfür ist ein geeignetes Betriebssystem nötig.

Weiterhin unterscheidet man LANs, die meist innerhalb eines Hauses oder Organisation eingesetzt werden, sowie WANs, die beispielsweise Niederlassungen in verschiedenen Städten und Ländern verbinden. Das weltweit verbreitete Internet ist heutzutage das wichtigste Netzwerk.

Autor: KATALYSE Institut

Nervenkampfstoffe

Bei systematischen Untersuchungen in den 30er Jahren hatten Forscher entdeckt, dass organische Ester der Phosphorsäure eine schädlingsbekämpfende (insektizide) Wirkung besitzen.

Hierbei fand man, dass einige dieser Substanzen auch für Säugetiere eine hohe Giftigkeit aufwiesen. Daher lässt sich die hohe strukturelle Ähnlichkeit zwischen den Pflanzenschutzmitteln Parathion (E605) und Malathion einerseits und den N. Tabun, Sarin, Soman und VX andererseits erklären. In normalen Produktionsanlagen für Pflanzenschutzmittel lassen sich durch kleine Veränderungen und Verwendung anderer Ausgangssubstanzen relativ leicht N. herstellen.

Die Aufnahme von N. erfolgt über Haut, Atmungsorgane und Augen. Ein Schutz ist nur durch Ganzkörperschutzanzüge möglich, und daher unter Kampfbedingungen oder für die Zivilbevölkerung nahezu nicht möglich. Ihre Wirkung beruht auf einem Eingriff in die normale Reizübertragung in den Nervenbahnen. Normalerweise wird ein Reiz zwischen zwei Nervenzellen durch den Neurotransmitter Acetylcholin übertragen, der schnell über den Zellzwischenraum auf die Rezeptoren gelangt und dort wieder einen Reiz auslöst. Anschließend wird die Substanz von einem Enzym wieder entfernt und steht für eine neue Reizübertragung zur Verfügung. Die N. ähneln nun dem Acetylcholin von der Struktur her so stark, daß sie die aktiven, eigentlich für den Neurotransmitter vorgesehenen Stellen am Enzym belegen. Als Folge ergibt sich eine Dauerreizung des Nervensystems, die zu Schweißausbrüchen, Erbrechen, Krämpfen und schließlich zu Atemlähmung und Kreislaufkollaps führt, da der angelagerte N. nicht oder nur sehr langsam von den Rezeptoren abgelöst werden kann.
Die Behandlung einer Vergiftung mit N. ist sehr schwierig, da sie abhängig von Zeitpunkt und Stärke der Vergiftung erfolgen muß. Das wichtigste Gegenmittel ist der Antagonist Atropin, ein Stoff, der sich auf noch freie Rezeptoren setzt, selbst keinen Reiz auslöst und so eine stärkere Reizung des Nervensystems verhindert; die Wirkung von Atropin hängt jedoch sehr stark vom eingesetzten N. ab, beim äußerst giftigen VX zeigt es kaum noch Erfolg. Auch muß nach der Gabe von Atropin schleunigst dafür Sorge getragen werden, daß das vom N. blockierte Enzym wieder reaktiviert wird, doch setzt die Dosierung des dazu nötigen Medikaments, des sog. Antidots (z.B. H-Oxim, Toxogonin) Bedingungen voraus, die unter den Bedingungen eines Krieges nicht gewährleistet werden können.
Die intensiv betriebene Suche nach noch effektiveren Antagonisten und Antidoten wird wahrscheinlich nicht zu einer Entschärfung der N. sondern, eher zu einem neuen Rüstungswettlauf mit der Entwicklung einer neuen Generation chemischer Kampfstoffe führen, gegen die die heutigen Gegenmittel wirkungslos sind.

  • Hautkampfstoffe

Lit.: I.Stark: Insektizide und Nervengase, in: Chemie in unserer Zeit, 1984, S.96; D.Wöhrle, D.Meissner: Die zunehmende Verbreitung eines Massenvernichtungsmittels, in: Nachrichten aus Chemie, Technik und Laboratorium, 1989

 

Autor: KATALYSE Institut

Waschanlage

siehe Autowäsche.

Autor: KATALYSE Institut

Wäscher

Wäscher sind Anlagen, in denen die Schadstoffe aus den Rauchgasen durch eine Waschflüssigkeit entfernt werden.
Abgasreinigungsverfahren , Rauchgasentschwefelungsanlagen

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Waschmaschine

Waschmaschinen belasten die Umwelt durch Stromverbrauch (Kraftwerk),Trinkwasserverbrauch und Waschmittel.

In Westdeutschland werden 14% des Trinkwassers und 9% des Haushaltsstroms zum Wäschewaschen verbraucht. Jährlich gelangen ca 700.000 t Waschmittel ins Abwasser .
In den letzten 10 Jahren konnte der Wasserverbrauch von W. um 45% (von 150 auf 80 l) und der Stromverbrauch um 33% (von 3 auf 2 kWh) gesenkt werden. Sparsame Geräte benötigen sogar nur 70 l Wasser und 1,8 kWh (Daten für Kochwäsche). Auch die heute am Markt erhältlichen W. unterscheiden sich drastisch im Verbrauch, so daß der richtigen Wahl beim Kauf einer W. eine wichtige Bedeutung zukommt

(Haushaltsgeräte). Der Effekt sparsamerer W. wird allerdings durch verändertes Verbraucherverhalten überkompensiert. So stieg die wöchentliche pro-Kopf-Wäschemenge von 1900 bis 1991 fast um den Faktor 4!
Wasser- und Stromverbrauch stehen in direktem Zusammenhang. Je weniger Wasser pro Waschgang erhitzt werden muß, desto weniger Energie wird hierzu benötigt. Dasselbe gilt für die Waschtemperaturen. Wird eine Kochwäsche durch eine 60-Grad-Wäsche ersetzt, so können 40% Energie gespart werden.
V.a. technische Neuerungen können Strom- und Wasserverbrauch senken:
Eine Mengenautomatik z.B. sorgt dafür, daß nur wenig mehr Wasser in die W. einfließt als von der Wäsche aufgesogen wird. So wird für die Wäsche von Synthetik-Textilien oder kleinen Mengen weniger Wasser verbraucht als für Baumwolle oder eine volle Trommel. Zu der aufgesogenen Wassermenge kommen noch knapp 5 l hinzu, die ständig abgepumpt und von oben wieder auf die Wäsche gesprüht werden.
Eine Dosierautomatik sorgt für die optimale Dosierung von Waschmittel, Enthärter , Bleichmittel und auf Wunsch auch Weichspüler je nach eingestelltem Programm, wodurch Überdosierungen durch leider viel zu oft auftretende Bedienungsfehler vermieden und die Mengen der einzusetzenden Mittel reduziert werden. Dosierautomatiken sind allerdings noch sehr teuer.
Eine weitere, billigere Methode, Waschmittel, Strom und Wasser zu sparen, ist das Einweichen vor der Wäsche und/oder die Verlängerung der Waschzeit. Einige W. haben entsprechende Sparprogramme. Dieser Effekt ist aber auch durch das zwischenzeitliche Ausschalten nach der ersten Wasserzufuhr zu erzielen. Hierdurch kann z.B. eine Koch- durch eine 60-Grad- oder eine 60-Grad- durch eine 40-Grad-Wäsche ersetzt werden, da durch die längere Verweildauer das Waschmittel besser einwirken kann und auch stärker verschmutzte Kleidung sauber wird.
Für Gegenden mit extrem hartem Wasser (Wasserhärte) sind vorgeschaltete Anionenaustauscher (Ionenaustauscher) empfehlenswert, die an alle W. angeschlossen werden können. Sie tauschen die härtebildenden Calcium- und Magnesiumionen im Wasser gegen Natriumionen aus und sorgen dafür, daß weniger Waschmittel bzw. Enthärter benötigt wird. Eine weitere Methode, die Wasserhärte zu senken, ist die Verwendung von sehr weichem Regenwasser (Regenwassernutzung).
Nur wenige W.-Modelle ermöglichen eine direkte Nutzung des Warmwassers aus der gas- oder ölgefeuerten Zentral-Heizung oder von Sonnenkollektoren, wodurch beträchtliche Mengen Strom eingespart werden können. Standardmodelle benötigen zur Einspeisung von Warmwasser externe Vorschaltgeräte, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind.
In älteren W. fanden häufig PCB-haltige Kondensatoren Verwendung, die durch Auslaufen (bräunliche Flüssigkeit) und bei der Verschrottung zur gesundheitlichen Gefahr werden können.

Autor: KATALYSE Institut

Waschmittelkonzentrate

Vorwiegend im Pulverbereich angebotene Produkte, die sich äußerlich häufig durch kleinere Verpackungen von den herkömmlichen Waschmitteln unterscheiden.

Dabei sind zwei Arten zu unterscheiden:
1. Die sog. Volumenkonzentrate oder Schwerpulver besitzen eine deutlich höhere Schüttdichte (0,6-0,9 g/cm3) im Vergleich zu den üblichen Waschmitteln (0,5-0,6 g/cm3), sind aber in ihrer Zusammensetzung, abgesehen vielleicht von einem weitgehenden Verzicht auf den Füllstoff Natriumsulfat (Glaubersalz), nicht nennenswert verändert. So wird mit diesen W. zwar nicht der Eintrag von Chemikalien ins Abwasser verringert, da aber die gleiche Menge Pulver ein kleineres Volumen beansprucht, resultiert immerhin eine Verpackungseinsparung.
2. Eine Weiterentwicklung stellen die sog. Superkonzentrate dar. Hier tritt neben höhere Schüttdichte und Verzicht auf Füllstoff eine etwas veränderte Zusammensetzung, so daß im Ergebnis bei empfehlungsgemäßer Dosierung sich auch eine verringerte Abwasserbelastung ergeben kann. Diese gemeinhin als Kompaktwaschmittel angebotenen W. erleben momentan eine stürmische Absatzentwicklung.
W. werden sowohl bei den Universal- als auch den Spezialwaschmitteln angeboten.

Autor: KATALYSE Institut

NAX

siehe hier Natur-Aktien-Index

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Naturkosmetik

Nicht klar definierte Bezeichnung für einen Kosmetikansatz (Kosmetika), in dem v.a. möglichst aus ökologischem Landbau stammende, weitestgehend naturbelassene Inhaltsstoffe sowie keine Konservierungsstoffe oder Rohstoffe von getöteten Tieren eingesetzt werden.

In der Praxis werden diese Kriterien in unterschiedlichem Ausmaß verwirklicht. Während die Rechtsprechung aus Gründen des Verbraucherschutzes bei N. eine 100%ige Zusammensetzung aus Naturstoffen fordert, bieten fast alle N.-Hersteller kosmetische Seifen, Shampoos etc. an, deren wesentliche Wirkstoffe, die Tenside, zwar natürlicher Herkunft sind, aber letztlich durch chemische Synthese gewonnen werden. Konsequente N.-Anbieter fühlen sich allerdings den Prinzipien der sanften Chemie verbunden und halten die Verarbeitungsintensität ihrer Rohstoffe so niedrig wie möglich.

Autor: KATALYSE Institut

Natronlauge

Wäßrige Lösung von Natriumhydroxid.

Autor: KATALYSE Institut

Natriummonofluorphosphat

Diese anorganische Verbindung dient als Fluorquelle in Zahnputzmitteln und soll damit ähnlich wie Fluorosilicate und andere Fluoride vorbeugend gegen Karies wirken (Fluor).

Dies ist die einzige in Deutschland zugelassene Art der Karies-Prophylaxe mit Fluorid, da die im Ausland häufig durchgeführte Trinkwasserfluoridierung hier verboten ist. Die Wirkung des Fluorids besteht in der Umwandlung des im Zahnschmelz enthaltenen weichen Hydroxyapatits in den harten, säurebeständigen Fluorapati.
Umstritten ist, ob die Einwirkzeit während des Zähneputzens ausreicht, um diesen Vorgang im erforderlichen Ausmaß ablaufen zu lassen. Wegen der Toxizität von Fluorverbindungen bei einem bestimmten Dosis ist der Gehalt von N. in Zahnpasten auf max. 0,15% beschränkt und muss durch die Aufschrift "Enthält N." auf der Verpackung kenntlich gemacht werden.

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Natriumhydroxid

N. auch als Ätznatron bezeichnet mit der chemischen Formel NaOH ist ein weißer stark hydroskopischer Feststoff mit einem Schmelzpunkt bei 318 °C.

Der Siedepunkt liegt bei 1.390 °C. Der MAK-Wert ist mit 2 mg/m3 Luft festgesetzt. An der Luft geht N. unter Bindung von Kohlendioxid in Natriumcarbonat über. Feste N. ergibt auf der Haut starke Verätzungen, die sofort mit Wasser gespült werden müssen und mit schwachen Säuren wie Haushaltsessig oder Zitronensäure behandelt werden sollten.

Bei Verletzungen der Augen diese 15 – 20 Minuten nur mit Wasser spülen. In wässriger Lösung ergibt N. Natronlauge, die stark alkalisch und ätzend reagiert. Verschlucken von 10-20 ml einer 15%igen Lösung kann zum Tode führen.

N. findet in der Seifen- und Waschmittel-, Papier-, Textil- und Glasindustrie sowie der Leiterplattenherstellung Verwendung.

Autor: KATALYSE Institut

Natriumchlorid

Natriumchlorid hat die chemische Formel NaCl und ist das Natriumsalz der Salzsäure (HCl). Es besteht aus farblosen Kristallen und wir dauch als Kochsalz oder Speisesalz bezeichnet.

N. kommt in großen Mengen vor, wie etwa im Meerwasser, mineralisches Steinsalz (Halit) in Salzstöcken.

Mindestbedarf des Menschen: ca. 200 mg Natrium/Tag, das entspricht etwa 0,5 Gramm N. Die durchschnittliche N.-Aufnahme in Deutschland liegt bei über 11 Gramm/Tag. Die vertretbare Aufnahme wird mit etwa vier Gramm bei normaler Tätigkeit angegeben.

N. wird v.a. zur Würzung von fast allen Speisen verwendet. Viel N. enthalten Wurstwaren, Brot und Backwaren, Käse und einige Mineralwässer sowie Fertiggerichte. N. wird auch zur Konservierung von Lebensmittel wie etwa Pökelfisch und -fleisch eingesetzt.

Weniger N. enthalten Milch, Sahne, Eier und unverarbeitete Fleischsorten. Wenig N. enthalten Früchte, Gemüse und Mehl.

N. dient der chemischen Industrie zur Herstellung von Chlor und Natriumhydroxid. Im Haushalt wird N. als Regeneriersalz für Geschirrspülmaschinen und Wasseraufbereitungsanlagen eingesetzt.

Die sogenannte physiologische Kochsalz-Lösung ist eine 0,9%ige N.-Lösung in Wasser und wird zur Auffüllung des Blutvolumens verwendet.

Autor: KATALYSE Institut

Natrium

(englisch und französisch: sodium) Chemisches Element der I. Hauptgruppe, Symbol Na, Ordnungszahl 11, Schmelzpunkt 97,8 Grad C, Siedepunkt 882,9 Grad C, Dichte 0,97 g/cm3. Leichtmetall, das an feuchter Luft sofort oxidiert.

Kann sich an der Luft bereits oberhalb 115 Grad C entzünden, in der Reaktionszone treten Temperaturen bis 1.000 Grad C auf. Bei Kontakt mit Wasser entsteht unter stürmischer Reaktion Wasserstoff, der an der Luft als Knallgas zu heftigen Explosionen führen kann, sowie Natronlauge (Natriumhydroxid). Der Umgang mit N. erfordert größte Vorsicht. N. verursacht Verätzungen der Haut, in flüssiger Form zusätzlich Brandverletzungen. N.-Brände sind nur schwer zu löschen, z.B. mit trockenem Kochsalz, Sand, Zement; nicht jedoch mit Wasser. N. wird in Deutschland mit der Bahn in Kesselwagen transportiert (bis zu 45 t/Waggon). Straßenfahrzeuge müssen in Deutschland ab 3 t Nettoladung orangefarbene Warntafeln führen. In vielen anderen europäischen Ländern gilt diese Vorschrift ohne Rücksicht auf die beförderte Menge.
Verwendung: Herstellung von Antiklopfmitteln (Kraftstoffzusätze), Metallurgie, Beleuchtungszwecke (Gasentladungslampen) u.v.m. Ein besonderes Gefahrenpotential stellt die Verwendung von N. als Kühlmittel dar. N. findet aufgrund seiner guten Wärmeleitfähigkeit und seiner hohen Siedetemperatur Verwendung als Kühlmittel in schnellen Brütern und in Solartürmen (Solarkraftwerk).

Autor: KATALYSE Institut

Naphthalin

Rohstoff für N. ist Steinkohlenteer, in dem N. als mengenmäßig wichtigste Einzelkomponente vorkommt.

N. wird verarbeitet zu Phthalsäureanhydrid (PVC-Weichmacher), zu Azofarbstoffen, zu Carbamaten (Pflanzenschutzmittel), zu Chlornaphthalinen (Holzschutzmittel) u.a. N. war früher ein viel gebrauchtes Mottenschutzmittel. Einige Gramm N. wirken tödlich. Das Einatmen von N.-Dampf führt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszuständen. Auf der Haut erzeugt N. Ekzeme, am Auge Hornhauttrübung.
Der MAK-Wert von N. ist 10 ml/m3 (ppm) entsprechend 50 mg/m3.

Autor: KATALYSE Institut

Naphtha

N., auch Chemiebenzin genannt, ist eine Bezeichnung für eine bestimmte Fraktion, die bei der Rohöldestillation anfällt.

Bei der Rohöldestillation erhält man insgesamt vier Fraktionen:
Heizöl (75%), Benzin (15%), Raffineriegase (5%) und N. (5%).
Durch die Spaltung von N. erhält man die Stoffe Ethylen (30%), Propylen (15%), Benzol (5%), Butadien (5%), Toluol und Xylol u.a. In der Vergangenheit bestimmte die Nachfrage an Heizöl den Gesamtverbrauch an Erdöl, die zwangsläufig anfallenden anderen Fraktionen waren eher unerwünschte Nebenprodukte, für welche ein entsprechender Absatzmarkt fehlte.

In Westeuropa und Japan hat die Verwendung von N. in so starkem Maße zugenommen, daß N. für diese Länder den wichtigsten Rohstoff der chemischen Industrie darstellt. In den USA dagegen ist Erdgas noch der wichtigste Rohstoff, doch sind auch hier starke Zuwächse beim N.-Verbrauch zu verzeichnen.
Der N.-Bedarf in Westdeutschland wird zu 65-70% aus der inländischen Rohölaufbereitung gedeckt. 96% der Produkte der petrochemischen Industrie basieren auf Erdöl- und Erdgas.

Autor: KATALYSE Institut

Nachverbrennung

Die N. dient der Verminderung von Kohlenwasserstoff-Emissionen aus Kraftfahrzeugen (Schadstoffe aus Kfz), Industrieanlagen u.a

Das Abgas wird hierbei in eine Brennkammer geleitet, wo die Kohlenwasserstoffe oder andere brennbare Schadstoffe bei ausreichend hohen Temperaturen im wesentlichen zu Kohlendioxid und Wasser verbrennen. Neben der thermischen gibt es auch die katalytische N., bei der zusätzlich ein Katalysator zur Anwendung kommt. In der Industrie werden z.B. Abluftströme aus Lackierereien, die einen hohen Anteil an Lösemitteln enthalten, durch N. gereinigt.

Autor: KATALYSE Institut

Nachtfahrverbot

Ein N. hat die österreichische Regierung mit
Gültigkeit vom 1.12.1989 erlassen, um Naturraum und Bevölkerung vor den nachteiligen Folgen des Alpentransitverkehrs zu schützen.

Es gilt für die Zeit zwischen 22 und 5 Uhr und betrifft Lastkraftwagen über 7,5 t und mit mehr als 80 Dezibel Fahrgeräusch; ab 1994 soll es auch auf leisere Lkws ausgedehnt werden. In der Schweiz existiert ein N. bereits seit den 30er Jahren.

Mit dem N. soll die problematische Zunahme des Straßen-Güterverkehrs gebremst werden (in Österreich von 1970 bis 1991 um annähernd 600% von 3,2 Mio t auf 22 Mio t), zu dessen Gunsten die Bahn (Schienenverkehr) als Verkehrsmittel anteilig zurückgedrängt wurde:

Bei einem prozentualen Wachstum von 18% fiel der Anteil der Bahn am Warentransport von ursprünglich 70% (1970) auf derzeit 22% (5,5 Mio t). Tatsächlich hat diese Regelung Erfolg: Nach Einführung des N. ging der Anteil des Lkw-Verkehrs um 10% zurück, v.a. sank die Zahl der grenzüberschreitenden Lkw-Nachtfahrten erheblich, während der kombinierte Verkehr um 43% zunahm.

Der Anteil leiser Lkw stieg bereits im ersten Jahr von 7% (1989) auf 55% (1990). Sowohl in Österreich wie in der Schweiz soll der kombinierte Verkehr in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Lkw-Verkehr

Autor: KATALYSE Institut

Mutante

Individuum mit einer durch Mutation veränderten Erbinformation.

M. sind i.d.R. nur als solche zu identifizieren, wenn die Mutation zu physiologischen Veränderungen geführt hat.

Autor: KATALYSE Institut

Motorkapselung

Sowohl Elektromotoren als auch Verbrennungsmotoren lassen sich durch Kapselung schalldämmen.

Von dieser Möglichkeit wird jedoch kaum Gebrauch gemacht, da vielfach die Bereitschaft fehlt, die relativ hohen Kosten hierfür zu tragen.

Autor: KATALYSE Institut

Mortalität

(Lateinisch mortalitas.) Sterblichkeit, Verhältnis der Zahl der Todesfälle zur Zahl der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum.

Nicht zu verwechseln mit Letalität.

Autor: KATALYSE Institut

Monomere

M. sind niedermolekulare, gleichartige Moleküle, die durch Polymerisation, Polyaddition oder Polykondensation miteinander zu Polymeren reagieren können.

Bei der Bildung von Polymeren aus M. bleiben stets kleine Anteile von M. im Polymerisat zurück, welche als Rest-M. bezeichnet werden. In Kunststoffteilen und –produkten können Rest.-M. an die Oberfläche wandern und dadurch in den angrenzenden Stoff (Migration) oder in die Atemluft gelangen.

Durch die gesundheitsgefährdenden Eigenschaften einiger M., wie etwa von Vinylchlorid und Styrol, ist bei der Kunststoffproduktion auf die Einhaltung niedrigster Restmonomergehalte zu achten. Neue M. unterliegen im Gegensatz zu den Polymeren der vollen Anmeldepflicht des Chemikaliengesetz mit gesetzlicher Verpflichtung zur gesundheitlichen und ökologischen Prüfung.

Autor: KATALYSE Institut