Beim H. werden dem Bürger zusätzlich zur üblichen grauen Mülltonne weitere Wertstoffbehälter (grüne Tonne, Biotonne oder Wertstoffsäcke) zur Verfügung gestellt.
Autor: KATALYSE Institut
Beim H. werden dem Bürger zusätzlich zur üblichen grauen Mülltonne weitere Wertstoffbehälter (grüne Tonne, Biotonne oder Wertstoffsäcke) zur Verfügung gestellt.
Autor: KATALYSE Institut
H. dienen der Sortierung von Wertstoffen aus der getrennten Sammlung und gemischt gesammelten Abfällen (Hausmüll).
Der Hausmüll wird teils manuell, teils maschinell in seine verschiedenen Fraktionen getrennt. Die verwertbaren Rohstoffe werden einer stofflichen Verwertung zugeführt (Recycling, Kompostierung) und der Restmüll deponiert oder verbrannt (Deponie, Müllverbrennung). 1990 existierten in Deutschland rund 40 H..
Problematisch sind Verschmutzungen der Wertstoffe sowie die nichtsortenreine Gewinnung, die die Verwertbarkeit stark erschweren (Kunststoffrecycling). Um Absatzchancen und Verwertbarkeit von Wertstoffen aus dem Hausmüll zu steigern und die Kosten geringzuhalten, muß die Trennung schon vor Ort in den Haushalten und nicht erst in einer H. erfolgen (getrennte Sammlung).
Siehe auch Brennstoff aus Müll.
Autor: KATALYSE Institut
Siehe Deponie.
Autor: KATALYSE Institut
Büro- oder Küchenabfälle, die in Gewerbebetrieben anfallen und gemeinsam mit dem Hausmüll entsorgt werden.
Siehe Gewerbeabfälle, Abfall.
Autor: KATALYSE Institut
Als H. werden feste Abfälle bezeichnet, die im Rahmen einer normalen Haushaltsführung in Privathaushalten entstehen und durch die Müllabfuhr abgefahren werden (hausmüllähnlicher Gewerbemüll).
Die in Westdeutschland jährlich pro Kopf zu entsorgende H.-Menge liegt zwischen 235 und 250 kg (Zusammensetzung s. Tab.).
Die H.-Menge in der ehem. DDR betrug 1988 180 kg pro Einwohner und Jahr. Müllzusammensetzungen sind nicht bekannt. Man kann davon ausgehen, daß sich die Kennwerte weitestgehend westdeutschen Werten annähern werden (Sekundärrohstoffsystem).
Haupteinflußfaktor auf Mengen und Zusammensetzung von H. ist der zur Verfügung stehende Müllbehältertyp.
In großen Müllgefäßen (240 l-Müllgroßbehälter und 1.100 l-Container) fällt wesentlich mehr H. an als in kleinen (35 l-Mülleimer und Müllsäcke), da die Notwendigkeit,
Abfall zu vermeiden oder einer Verwertung zuzuführen, bei großen Behältern gering ist. Maßnahmen zur Verringerung von Müllmengen und Schadstoffgehalten sind Abfallberatungen, in denen die Bevölkerung gezielt über bestehende Möglichkeiten der Abfallvermeidung oder -verwertung informiert wird, sowie eine Umstrukturierung der Abfallgebühren, die Abfallvermeidung honoriert und die Kosten für Haushalte mit hohem H.-Aufkommen erheblich steigert.
Ein Großteil des westdeutschen H. (70%) wird auf Deponien verbracht und ca. 25% in Müllverbrennungsanlagen verbrannt (s. Tab. zu
Abfall).
Eine besondere Problematik bei der H.-Entsorgung stellen die enthaltenen Schadstoffe dar, die bei einer Abfallbehandlung in die Umwelt gelangen. Besonders schadstoffhaltig sind Batterien, Medikamente sowie Lacke und Anstrichfarben, die sich leider noch viel zu oft im H. finden. Diese Materialien gehören in die Sonderabfallsammlung oder zur Apotheke.
Auch einige typische H.-Bestandteile wie Kunststoffe (insb. PVC), Textilien,
Gummi, Leder, beschichtetes Papier und Verbundverpackungen bergen zahlreiche Schadstoffe.
Mit 30 Gew.-% haben die Verpackungsmaterialien einen großen Anteil am H. Diese sollen durch die Verpackungsverordnung verringert werden (Grüner Punkt, Verpackungsmüll, duales System).
Das H.-Aufkommen in verschiedener anderen Staaten geht aus der Tabelle hervor.
Lit.: UBA (Hrsg.): Bundesweite Hausmüllanalyse 1983-85, Berlin 1985
Autor: KATALYSE Institut
Der G. kennzeichnet Verpackungen, die zur Verwertung geeignet sind und durch das duale System entsorgt werden, d.h. die Beschaffenheit der Verpackungen muß eine Abnahme und Verwertung außerhalb der kommunalen Abfallbeseitigung garantieren.
Für den G. wird eine Nutzungsgebühr erhoben, über die Erfassung und Sortierung finanziert werden. Kosten, die darüber hinaus entstehen, müssen von den Verpackungsherstellern getragen werden.
Die Vergabe erfolgt an inländische und ausländische Firmen. Kritisch zu sehen ist allerdings, daß Mehrwegverpackungen keinen G. tragen können und somit diskriminiert werden.
So könnten Einwegverpackungen mit dem G. vom Verbraucher möglicherweise als besonders umweltfreundliche Verpackungen angesehen werden, was schließlich zu Lasten etablierter Mehrwegverpackungen geht. Der G. dient somit auch der Absatzförderung.
Siehe Auch Duales System, Umweltzeichen.
Autor: KATALYSE Institut
Gefäß zur getrennten Sammlung von Wertstoffen (Altpapier, Altglas, Weißblechdosen, Kompost o.ä.) aus dem Hausmüll.
Siehe auch Holsystem.
Autor: KATALYSE Institut
Durch mikrobiellen Abbau von organischen Abfällen in Deponien entsteht D.
Pro t Hausmüll entstehen ca. 150-250 m3 D.. Dieses entweicht aus der Deponie und gelangt in die Luft oder in den angrenzenden Boden. D. besteht zu bis zu 55% aus Methan (CH4) und bis zu 45% aus Kohlendioxid (CO2) (Prozentangaben bezogen auf das Volumen). Wegen des hohen Methangehaltes ist D. brennbar und kann zur Wärme- oder Stromerzeugung genutzt werden. Der Heizwert von 2,5 m3 D. entspricht hierbei ca. dem von 1 l Heizöl.
Werden stillgelegte Deponien bebaut, so kann durch Ansammeln von D. in Gruben, Kellern o.ä. Luft-Sauerstoff soweit verdrängt werden, daß Erstickungsgefahr besteht. Auch Pflanzen können durch D. geschädigt werden. D. enthält außerdem noch ca. 2% Geruchs- und Spurenstoffe (Halogenwasserstoffe, Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid, Quecksilber etc.). Diese Stoffe können zu Korrosion in Aufbereitungsanlagen und Motoren führen.
Die exakte Zusammensetzung des Gases und dessen Gefährlichkeit ist abhängig von der Art der zu deponierenden Abfälle. Durch technisch aufwendige Einrichtungen kann das Gas weitestgehend aufgefangen werden. Je nach Zusammensetzung ist es verwertbar oder muß beseitigt werden, wobei die Behandlung geruchlos erfolgen sollte. Bei einer Verbrennung können Schadstoffe freigesetzt bzw. gebildet werden. Besonders hervorzuheben sind hier Dioxine und
Furane,
polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und höhere Kohlenwasserstoffe.
Um die Entstehung dieser gefährlichen Stoffe zu vermeiden, sind Verbrennungstemperaturen von mindestens 1.200 Grad C erforderlich.
Die D.-Behandlung erfolgte 1991 im alten Bundesgebiet zu 18% in Verbrennungsmotoren, zu 6% in Feuerungen, zu 39% durch Abfackeln, und in 37% der Deponien erfolgt keine Gaserfassung.
Siehe: Einspeisevergütung, Abfälle
Autor: KATALYSE Institut
Die GRÜNE LIGA – Netzwerk ökologischer Bewegungen – hat die Wurzeln in der DDR. Die in der Grünen Liga engagierten Bürger der ehemaligen DDR forderten die Offenlegung von Umweltdaten.
Da aber aktives Umweltmanagement seitens der Regierung kritisch betrachtet wurde (die staatliche GNU – Gesellschaft für Natur und Umwelt war seit 1980 für umweltpolitische Fragen zuständig) organisierten sich die Mitglieder erst nach der Wende, endgültig wurde die GRÜNE LIGA Anfang 1990 gegründet. Das Ziel ist es, die Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen unter besonderer Berücksichtigung der Situation in den neuen Bundesländern zu koordinieren und zu unterstützen.
Die Schwerpunktthemen bilden dabei:
Inhaltlich setzt sich die Grüne Liga in vielen Bereichen ein, z.B. legt sie nahe, die Veräußerbarkeit von Grund und Boden neu zu überdenken. Ebenso setzt sie sich dafür ein, die Stoffkreisläufe zu Regionalisieren (Nahrung wie auch Energie), die Ökonomie mehr mit der Ökologie zu verflechten, und nicht zuletzt die Konfliktlösungsmechanismen zu überdenken, da die physische und /oder psychische Gewalt nicht im Einklang mit der ökologischen Lebensweise steht. Kurz: Die Grüne Liga will den gewohnten und verschwenderischen Lebensstil der Industrienationen so kritisch hinterfragen (und verändern) und auf konkrete Aktivitäten der wirtschaftlichen und politischen Gruppen besonders außerhalb der BRD hinweisen, dass sich positive Auswirkungen auf die Situation der Entwicklungs- und Schwellenländer ergeben.
Kontakt:
GRÜNE LIGA e.V. Bundesverband
Greifwalder Straße 4
10405 Berlin
Telefon: 0 30/ 2 04 47 45
Telefax: 0 30/ 2 04 44 68
E-Mail: bundesverband@grueneliga.de
www.grueneliga.de
Autor: KATALYSE Institut
Eine Deponie ist ein lokal begrenzter, langfristig angelegter Ablagerungsort von Abfällen. Eine Müllkippe ist dagegen eine unorganisierte Abfallansammlung, die je nach Zusammensetzung des Abfalls Umwelt und Menschen gefährden kann.
Die vielseitigen Maßnahmen zur Deponiesicherung sind abhängig von den zur Ablagerung kommenden Abfällen wie z.B. Sonderabfälle (Sondermülldeponie, Hausmüll, Rückstände aus Müllverbrennungsanlagen, Bauschutt oder Erdaushub. In Westdeutschland wurden bisher rund 70 Prozent der festen Siedlungsabfälle, 90 Prozent der Inertabfälle (Bauschutt, Erdaushub) und ca. 50 Prozent der Sonderabfälle deponiert. Siedlungsabfälle wurden in der DDR fast ausschließlich auf Deponien verbracht.
Um Emissionen aus Deponien so gering wie möglich zu halten, sind eine Reihe von technischen Maßnahmen erforderlich: Es muß weitestgehend verhindert werden, dass schadstoffbelastetes Deponiesickerwasser aus der Deponie in den Untergrund oder in das Grundwasser gelangen kann.
Durch anaerobe Vergärung des organischen Materials entsteht Deponiegas. Dieses entweicht dem Deponiekörper und kann zu Schadstoffanreicherungen und Geruchsbelästigungen führen, wenn keine ausreichenden technischen Maßnahmen zur Ableitung, Entgiftung oder Verwertung getroffen werden.
Deponien können noch weitere Auswirkungen auf die Umwelt haben: Belästigungen von Nachbarn durch den Anlieferverkehr und durch Staub- oder Papierverwehungen, Einwirkungen auf das Landschaftsbild, auf die land- und forstwirtschaftliche Nutzung sowie Freizeit und Erholung, Bodenverbrauch (Bodenbelastung, Flächennutzung) und Beeinträchtigung durch massenhaftes Auftreten von Insekten, Ratten und Vögeln. Um diese Beeinträchtigungen möglichst niedrig zu halten, ist eine sorgfältige Betriebsweise und eine günstige Standortwahl einer Deponie besonders wichtig.
Die Problematik wird noch dadurch verschärft, dass eine Vielzahl ehemaliger Braunkohleabbaue und andere Restlöcher, die aus geologischer Sicht kaum zur Abfallablagerung geeignet sind, ohne jegliche Sicherungsmaßnahme als D. genutzt wurden (Altlasten).
Autor: KATALYSE Institut
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet. Der Verein ging aus dem 1979 gegründeten "Verein zur Rettung und Erhaltung von Walen und Robben" hervor. In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind. Heute gibt es Jugend-AG`s (JAGs) und das "Senioren-Team" Fünfzig PLUS.
Es kristallisieren sich drei Arbeitsweisen heraus, nämlich zum einen die langfristig orientierte Arbeit (Öffentlichkeits-, Informations-, Lobby- und Recherchearbeit), die mittel- und langfristige Arbeit (mit Themen kombinierte Projektarbeit, z.B. Umstellung auf Recyclingpapier in Copy- Shops) und zum dritten die kurzfristig orientierte Arbeit (Aktionen, Informationsveranstaltungen, Unterschriftensammlungen, etc.)
Aktuelle Kampagnen und Aktionen richten sich gegen Konzerne (z.B. Bayer), die in ärmeren Ländern gegen europäische Umweltstandards verstoßen, gegen den Ausstoß von Umweltgiften, v.a. Dioxinen (Besetzung einer Müllverbrennungsanlage in der Türkei) und gegen Atommülltransporte.
Gegen das US-Amerikanische Raketenabwehrsystem und die damit verbundene Gefahr eines atomaren Wettrüstens wird und wurde genauso wie gegen den Import von tropischen Hölzern protestiert, was auch den Schwerpunkt des zukünftigen Engagements von Greenpeace sein soll.
Die Greenpeace-Nachrichten sind nur für Mitglieder erhältlich. Das Greenpeace-Magazin hingegen erscheint alle zwei Monate und ist an allen größeren Kiosken für € 4,50 zu erhalten. Diese werden im eigenen „Greenpeace Umweltschutzverlag GmbH“ publiziert.
Kontakt:
Greenpeace e.V.
Große Elbstr. 39
22767 Hamburg
Tel. 040/30618-0
www.greenpeace.de
Autor: KATALYSE Institut
siehe Elektronikschrott
Autor: KATALYSE Institut
Dem Bürger wird die Möglichkeit gegeben, getrennt gesammelte Wertstoffe (getrennte Sammlung, Recycling) zu Recyclingcontainern, die an zentralen Punkten aufgestellt sind, oder zu Recyclinghöfen zu bringen.
Durch ein B. können 15-30 Gew.-% des Hausmülls als Wertstoff (Altpapier, Altglas, Metall etc.) getrennt erfaßt und recycelt werden. Die Wertstoffe beinhalten wenig Fremdstoffe und sind daher gut verwertbar. Höhere Recyclingquoten können durch das Holsystem erzielt werden, da die Bereitschaft der Bevölkerung, Wertstoffe einer getrennten Sammlung zuzuführen, mit zunehmender Entfernung zwischen Wohnung und Wertstoffcontainer abnimmt.
Der Vorteil des B. gegenüber dem Holsystem liegt in den niedrigen Kosten und der Möglichkeit, weit mehr Materialien getrennt erfassen zu können. So gibt es z.B. Mehrkammercontainer, mit denen man bis zu 5 Fraktionen aus dem Hausmüll getrennt voneinander sammeln kann.
Autor: KATALYSE Institut
Global 2000 ist eine unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien, welche Umweltthemen auf internationaler Ebene zur Sprache bringt. Das Ziel von Global 2000 ist es gewaltfrei und unter Ausschöpfung aller demokratischer Mittel, nicht nur die Symptome (End of Pipe- Lösungen) zu behandeln, sondern auch Ursachenbekämpfung zu praktizieren.
Die Umweltschutzorganisation setzt sich kritisch mit der Globalisierung auseinander, macht sich gegen die Nutzung der Gentechnik und Atomkraft stark. Sie unterstützen die indigenen Völker, mit dem Ziel den Regenwald zu erhalten und setzten sich kritisch mit dem
Klimawandel und dem Treibhauseffekt auseinander. Ebenso wird im Projekt NAWARO für die verstärkte Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen gekämpft. Global 2000 setzt sich gegen den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft ein und zeigt als Alternative den ökologischen Landbau auf. Der Umgang mit Wasser, Strom und Verkehr wird ebenfalls kritisch hinterfragt und Anregungen gegeben, wie jeder seinen Beitrag leisten kann, um die Ressourcen der Erde zu schonen. Für genauere Informationen sendet Global2000 kostenlose Broschüren zu.
Viermal jährlich erscheint das Magazin „Global News“
Global 2000 ist österreichisches Mitglied im „Friends Of The Earth International“.
Kontakt:
Flurschützstraße 13
1120 Wien
Tel. 01/812 57 30-0
Fax 01/812 57 28
Autor: KATALYSE Institut
Der Boden bedarf aufgrund seiner hohen B. durch Schadstoffe und andere menschliche Eingriffe eines besonderen Schutzes.
Bis in die erste Hälfte der 80er Jahre ging man davon aus, daß Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Naturschutz ausreichende Instrumente seien, auch den Schutz des Bodens zu gewährleisten. Obwohl ein Bodenschutzgesetz mehrfach angekündigt wurde, fehlt bis heute ein solches eigenes rechtliches Instrumentarium zum Schutz des Bodens, wie Umweltverbände es seit Jahren fordern. Auch im Bundesnaturschutzgesetz fehlen bisher entsprechende Ausführungsbestimmungen.
Der Boden (Pedosphäre) ist die außenliegende belebte Deckschicht der Erdkruste, die die Bodenorganismen beherbergt. Als Lebensgrundlage und integrierender Bestandteil der natürlichen Umwelt des Menschen bedarf er besonderen Schutzes und besonderer Vorsorge. In Substanz und Gesundheit ist der Boden durch eine Vielzahl menschlicher Eingriffe (Bodennutzung, direkter und indirekter Schadstoffeintrag) stark gefährdet. An sich ist der Boden als komplexes System ineinandergreifender und sich bedingender Regelkreise mit hoher Regenerationsfähigkeit ausgestattet. Im Gegensatz zu den relativ stabilen Medien Luft und Wasser verfügt er über eine außerordentlich hohe Speicherkapazität und nimmt daher im System globaler Stoffkreisläufe die Funktion eines Zwischenlagers ein.
Der Boden filtert Schadstoffe aus Luft und Gewässern und speichert sie im Rahmen bestimmter, je nach Bodenart verschiedener Belastungsgrenzen auf bzw. baut sie ab. Die Eigenschaft als Puffer bringt es mit sich, daß störende Einflüsse oder Schädigungen über lange Zeiträume kaum oder gar nicht zu erkennen sind. Erst bei Überschreiten der B.-Grenze werden die vorher gebundenen Schadstoffmengen mobilisiert und können dann nicht nur Bodenfauna und -flora nachhaltig schädigen, sondern den gesamten Naturhaushalt beeinträchtigen (Remobilisierung).
Erschwerend für B. und Bodenschutz wirkt sich aus, daß die Bodenentwicklung, ein jahrhundertelanger Prozeß von Verwitterung, chemischer und biologischer Zersetzung.
Autor: KATALYSE Institut
Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das sich, ohne merklich zu kristallisieren, abkühlen lässt und erstarrt.
Die Rohstoffe für die Glasherstellung sind Sand (70 Prozent), Kalkstein/Dolomit, Feldspat und Soda. Für diese Materialien sind sowohl in Deutschland als auch weltweit ausreichend Ressourcen vorhanden. Auch die flächendeckenden Altglas-Sammlungen sind inzwischen zu einer guten Rohstoffquelle bei der Herstellung bestimmter Glassorten v.a. farbiger Gläser geworden. Je nach Glas-Sorte und Verwendungszweck sowie Herstellungsverfahren variiert die Zusammensetzung der Rohstoffe und Zusätze. Die Erzeugnisse der Glasindustrie bestehen aus Flachglas (Fenster), Glasfasern, Mineralwolle), Schaumglas und Hohlglas. Letzteres umfasst vor allem die Kategorie Behälter-Glas (z.B. Flaschen), die etwa 2/3 der gesamten Glasproduktion ausmacht.
Autor: KATALYSE Institut
Gefäß zur getrennten Sammlung von kompostierbaren Bestandteilen aus dem Hausmüll.
siehe Holsystem, Kompostierung
Autor: KATALYSE Institut
B. ist ein eingetragenes Warenzeichen des Unternehmen ICI für einen abbaubaren Kunststoff (Copolymere), aus Hydorxybuttersäure (HB) und der ihr verwandten Hydroxyvaleriansäure (HV).
HB-reiche Coplymere sind hart und spröde wie hart-PVC; HV-reiche Copolymere ähneln dem weichen, zähen Polyethylen.
B. wir biotechnologisch als Bakterien-Stoffwechselprodukt aus Kohlenhydraten gewonnen. V.a. der relativ hohe Zuckerpreis sorgt dafür, dass B. mindestens doppelt so teuer ist wie der Massenkunststoff Polypropylen.
Aufgrund seiner biologischen Abbaubarkeit ist B. als Bestandteil von Injektionsverpackungen in der Human- und Veterinärmedizin geeignet. Darüber hinaus eignet sich B. als Rücklage für Windeln, Damenbinden sowie medizinisches Material.
Anfang der 90er Jahre wurde B. als Material für Shampooflschen getestet, hier haben sich v.a. Probleme in der Entsorgung der kompostierbaren B.-Verpackung durch Anhaftung von Shampooresten ergeben, die eine Kompostierung erschweren. Weiterhin ist eine Vermischung der üblichen Massenkunststoffe mit B. in der Wertstoffsammlung unerwünscht.
Autor: KATALYSE Institut
Geschätzte 5-6 Mio t Sonderabfall fallen in Deutschland alljährlich an, die Tendenz ist steigend.
Die Menge könnte sich mit Inkraftreten der neuen TA Abfall auf 11-18 Mio t erhöhen. In Deutschland kostet die Entsorgung 1 t Sonderabfall 280-350 DM, im Einzelfall können die Preise jedoch erheblich höher liegen (bis zu 4.000 DM z.B. für die Verbrennung PCB-haltiger Abfälle). Stärker noch als beim "normalen" Müll, der z.T. auch legal aus finanziellen Gründen ins Ausland gebracht wird (Abfalltourismus), ist beim G. der Gewinnanreiz ausschlaggebend.
Der "Handel" folgt dem bekannten Wirtschaftsgefälle aus den westlichen Industrieländern in die armen und ärmsten Länder der Welt, die im Extremfall für die Annahme 1 t Sonderabfall 100 DM und weniger erhalten. Während sich vor allem die afrikanischen Staaten gegen diese Geschäfte zu wehren beginnen, entsteht in Osteuropa gerade ein aufnahmewilliger, weil devisenbedürftiger Markt.
Ein Überblick über die Menge der anfallenden Sonderabfälle und damit eine Einschätzung des Ausmaßes illegaler Exporte ist nicht vorhanden. Es existieren allenfalls offizielle Daten, die niedriger sind als die wirklichen. G. ist in Deutschland wie in anderen westlichen Industrieländern offiziell geächtet, Kontrollen greifen allerdings nur im Einzelfall.
Nach Schätzungen von Greenpeace haben die westlichen Industrieländer von 1986 bis 1991 10 Mio t hochgiftigen Müll exportiert, weitere 160 Mio t versuchte man vergeblich loszuwerden. Die Profite dieser illegalen Geschäfte lassen sich nach Schätzungen mit denen im Drogen- und Waffenhandel vergleichen.
Lit.: C.Grefe/A.Bernstorff: Zum Beispiel Giftmüll, Göttingen 1992
Autor: KATALYSE Institut
Organischer Anteil (Kompost) im Hausmüll.
siehe Kompostierung, Biogas
Autor: KATALYSE Institut
Siehe Sonderabfälle.
Autor: KATALYSE Institut
Unter Bioabfall (auch Biomüll genannt) werden v.a. organische (pflanzliche und tierische) Abfälle aus privaten Haushalten und Garten verstanden, die durch Mikroorganismen, Bodenlebewesen und Enzyme abgebaut werden können.
Seit 1990 hat sich die Erfassung von Bioabfällen in den Kommunen fast flächendeckend durchgesetzt. Bioabfälle werden biologisch durch Kompostierung oder Vergärung behandelt. Die Folgeprodukte Kompost und Gärgut, werden im Garten- und Landschaftsbau sowie der Landwirtschaft eingesetzt. Das Gärgut und der Kompost müssen dabei die strengen hygienischen Anforderungen der Bioabfallverordnung erfüllen.
Organische Abfälle machen rund ein Drittel unseres Hausmülls aus. Sie können in modernen Kompostieranlagen oder im eigenen Garten zu wertvollem Kompost verarbeitet werden.
Neben Gartenabfällen, wie Rasenschnitt, Laub und verblühte Blumen gehören nur biologisch abbaubare Abfälle, wie Obst- und Gemüsereste, einschließlich Kaffeesatz samt Filter, Teebeutel, Essensreste, Knochen, Eierschalen, verdorbene Lebensmittel in den Biomüll. Tierische Lebensmittel, wie Wurst, Fleisch und Fisch dürfen in einigen Kommunen nicht in den Biomüll gegeben werden. Plastik und Verpackungen gehören dagegen nicht in den Biomüll.
Autor: KATALYSE Institut
In industriellen Betrieben fallen Abfälle an, die wegen ihrer Mengen oder Schadstoffgehalte nicht gemeinsam mit Hausmüll entsorgt werden.
Die Tab. gibt Mengen von industriellen Abfällen und deren Verbleib an. Bei einer Eigenentsorgung verfügen die Betriebe über eigene Abfallbehandlungsanlagen, und bei Fremdentsorgung werden die Abfälle von einem Fremdunternehmen abgeholt und entsorgt.
Man erkennt, daß die Verwertungsgrade für G. sehr gering sind. Durch verschiedene Maßnahmen wird versucht, die Gewerbemüllmenge zu verringern:
Mit ca. 95 Gew.-% kommt ein Großteil der G. aus der verarbeitenden (chemischen) Industrie und aus dem Baugewerbe.
Ein Problem bilden die in großen Mengen anfallenden Sonderabfälle, die i.d.R. auf Sondermülldeponien gebracht werden, da in Deutschland keine ausreichenden Behandlungsanlagen vorhanden sind. Besonders hervorzuheben sind dabei das verarbeitende Gewerbe und Krankenhäuser.
Hausmüllähnlicher Gewerbemüll
Lit.: UBA (Hrsg.): Berlin, Daten zur Umwelt (erscheinen in zweijährigen Abständen)
Autor: KATALYSE Institut
Unter B. fasst man Bodenaushub, Straßenaufbruch und Baustellenabfälle zusammmen.
B. besteht aus mineralischen Stoffen und beinhaltet alle Abfälle, die während und durch eine Baumaßnahme anfallen, wie Beton, Fliesen und Keramik, Mörtel, Putz und Rigips, Steine und Ziegel. Zu B. zählen nur Aushub, Steine oder Ziegelschutt; Kunststoffe,
Holz, Papier usw. müssen als
Abfall gesondert entsorgt werden. Der mineralische Bauschutt wird meist in geeigneten Anlagen zerkleinert und der Wiederverwendung beispielsweise im Straßenbau zugeführt.
B. ist hauptsächlicher Beansprucher von knappem Deponieraum. In den nächsten Jahren wird sich dieser Trend durch den immensen Sanierungsbedarf in den neuen Bundesländern noch verstärken.
Um die Mengen zu verringern, müssen Bemühungen zu B.-Vermeidung und -recycling dringend verstärkt werden. Möglichkeiten hierzu sind:
Bisher wird B. als Untergrundmaterial im Straßenbau und sofern es sich um reinen Bodenaushub handelt, zu Schüttung von Lärmschutzwänden und zur Rekultivierung von Auskiesungsflächen verwendet.
B. kann Schadstoffe enthalten, die eine Gefahrenquelle bei der Entsorgung bzw. Verwertung darstellen. Fensterrahmen aus PVC vergrößern den Eintrag von Chlor in die Müllverbrennung und sind Ursachen für die Entstehung von Dioxinen und Furanen. Reste von Farben und Lacken können aus Deponien ausgewaschen werden und das Grundwasser gefährden.
Damit B.überhaupt recycelt und Schadstoffe aus dem B. ferngehalten werden können, muss direkt auf der Baustelle eine möglichst sortenreine Trennung stattfinden. Dies ist nur möglich, wenn bereits bei der Planung eines Gebäudes darauf geachtet wird, dass möglichst einfache Konstruktionen mit geringer Materialvielfalt und einfach trennbaren Schichten sowie weniger umweltgefährdene Stoffe eingesetzt werden.
Autor: KATALYSE Institut
Durch die G. können die im Abfall enthaltenen Wertstoffe sortenrein erfaßt und einer Wiederverwertung zugeführt werden.
Nahezu flächendeckend werden in der alten BRD Papier und Glas getrennt gesammelt, in kleinerem Umfang auch Kunststoffe, Metalle, Textilien und Biomüll. Zur Erfassung der Wertstoffe werden in der Praxis verschiedene Sammelsysteme angewendet, wobei man zwischen Holsystemen (grüne Tonne,
Biotonne, Mehrkammermüllsystem) und Bringsystemen (Container, Recyclinghöfe) unterscheidet. Durch die G. ist theoretisch eine Reduzierung der Hausmüllmenge um 15 bis 75 Gew.-% zu erzielen. Mit der G. erfaßte Wertstoffe können i.a. gut verwertet werden.
Getrennt gesammeltes Mischglas ist relativ unproblematisch zur Erzeugung von Buntglas einsetzbar. Um auch Weißglas als Recyclingprodukt herstellen zu können, sollte die Glassammlung möglichst nach Farben getrennt (Weiß-, Grün- und Braunglas) erfolgen. Aufgrund der Recyclingschwierigkeiten sollte der Einsatz von Weißglas jedoch ganz vermieden werden, zumal Lebensmittel (z.B. Milchprodukte) in Buntglas länger haltbar sind und lediglich aus optischen Gründen in Weißglas verkauft werden. Kunststoffe sind nur dann verwertbar, wenn sie sortenrein getrennt sind (Kunststoffe, Kunststoffabfälle, Kunststoffrecycling).
Diese sortenreine Trennung ist jedoch für häusliche Abfälle nur schwer und unter erheblichem Sortieraufwand zu bewerkstelligen. Aluminium ist gut verwertbar, sollte jedoch aufgrund des hohen Energieeinsatzes möglichst vermieden werden. Probleme bereitet auch das Recycling von Weißblechdosen, da sie mit Zinn legiert sind. Getrennt gesammelter organischer Müll läßt sich zu hochwertigem Kompost verarbeiten, der im Gegensatz zu Kompost aus Hausmüllsortieranlagen wenig mit Schadstoffen belastet ist. Daher ist er gut für einen Einsatz als Bodenverbesserungsmaterial geeignet (Kompostierung).
Eine kostensparende und ökologisch sinnvolle Alternative zur G. von organischem Material stellt die Eigenkompostierung dar, deren Förderung durch entsprechende Maßnahmen der
Abfall- und Umweltberatung anzustreben ist. Um möglichst hohe Verwertungserfolge zu erzielen, ist eine ausführliche Aufklärung der Bevölkerung zu Fragen der G. notwendig.
Bei allen Bemühungen zur G. ist es jedoch besser, Müll zu vermeiden, als ihn zu verwerten.
Siehe auch Abfallvermeidung, Abfallverwertung
Autor: KATALYSE Institut
