Bodenversalzung

Der Prozeß der Bodenversalzung läßt sich gliedern in eine unter natürlichen Bedingungen ablaufende Versalzung und in eine künstliche Versalzung, die durch Bewässerung (Melioration) hervorgerufen wird.

Nach den Quellen der Versalzung ist nach Salzzufuhr aus Grundwasser, Niederschlag, Düngung oder winterlichen Streumaßnahmen zu unterscheiden.

1.) Natürliche Versalzung kommt in unserem Klimabereich (humid) nur im Einflußbereich des Meeres vor (Marschböden). Im trocken-heißen Klima (arid) versalzen dagegen auch Böden im Binnenland, da mit dem Verdunstungssog gelöste Salze nach oben steigen und sich an der Bodenoberfläche als Salzkruste ansammeln. Zu starker Bodenversalzung kann es bei Böden mit Grundwasseranschluß kommen.

2.) Eine künstliche Versalzung findet in den Böden humider Klimate einmal bei der Abwasserverrieselung (Natriumreich) und zum anderen am Straßenrand bei starkem Streusalzeinsatz (Streumittel) statt. Im ariden Klima erfolgt die künstliche Versalzung von Böden bei unsachgemäßer Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen.

Durch Bodenversalzung infolge Bewässerung sind weite Gebiete z.B. in Indien, im Irak, in Ägypten, in der Sowjetunion, in den USA usw. völlig unproduktiv geworden (Indus-Wasser mit nur 0,03% an löslichen Salzen hinterläßt z.B. bei einer Bewässerung von 300 mm jährlich 900 kg Salze je ha).
Der Salzgehalt von Böden kann über die Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeit ermittelt werden.

Siehe auch: Bewässerung, Melioration.

Autor: KATALYSE Institut

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