Photosynthese

Nur grüne Pflanzen (und einige Mikroorganismen) sind in der Lage, die eingestrahlte Sonnenenergie (Globalstrahlung) in den Kreislauf der Natur einzubringen. Sie legen damit den Grundstein für fast alles irdische Leben. In einem komplexen Prozess, Photosynthese genannt, zerlegen diese Lebewesen mit Hilfe von Sonnenlicht und ihrer Blutfarbstoffe, vor allem den grünen Chlorophyllen, Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff.

Der Wasserstoff wird mit dem Kohlendioxid der Luft zu Glucose (Traubenzucker) zusammengesetzt, der Sauerstoff wird an die Atmosphäre abgegeben. In der Glucose ist nun die Strahlungsenergie der Sonne in den Bindungen zwischen Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff chemisch gespeichert ( chemische Speicher) und kann in einem umgekehrten Prozess, bei der die Glucose wieder aufgespalten wird, von der Pflanze selbst, aber auch von allen anderen Lebewesen, die die Pflanze zu sich nehmen, zur Aufrechterhaltung ihrer Lebensprozesse genutzt werden.

Formal lautet die Gleichung der Photosynthese: 6CO2 + 12 H2O + Strahlungsenergie der Sonne ergibt C6H12O6 + 6O2 +6H2O (Kohlendioxid + Wasser + Strahlungsenergie der Sonne ergibt Glucose + Sauerstoff + Wasser). Viele Umweltgifte reduzieren die Photosyntheseaktivität. Schwefeldioxid wird von Pflanzen wie das lebensnotwendige Kohlendioxid über die Spaltöffnungen der Blätter und Nadeln aufgenommen und zerstört das Chlorophyll ( Chlorose, Nekrose). Auch Fluorwasserstoff, Chlorwasserstoff und Ozon stören die Photosynthese. In Gewässern findet eine Reduktion der Photosynthese beim pflanzlichen Plankton durch Schwermetalle und chlorierte Kohlenwasserstoffe statt. Viele Herbizide wirken ebenfalls hemmend auf die Photosynthese.

Siehe auch unter: Assimilation, Biomasse, Produzenten.

Autor: KATALYSE Institut

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