Wildschäden

Verbißschäden an Forstpflanzen sind meist auf die Überhege des Wildes durch private Jäger ohne forstliche Ausbildung zurück zu führen.

Forstflächen, die von Förstern betreut werden, stehen meist in Einklang mit der Vegetation, da die Wildbestände so gesteuert und bejagt werden, das ein unbeschädigtes Aufwachsen neuer Pflanzen (Verjüngung) des Forster möglich ist.
Ein erhöhter Wildbestand kann durch W. das Ökosystem Wald empfindlich stören. W. sind u.a.:
- Verbiß: Abbeißen von Knospen an Jungpflanzen verhindert die Verjüngung. Insbesondere die zarten Tannen- und Laubbaumtriebe sind betroffen, so dass das Entstehen von Mischwäldern erheblich erschwert ist, wenn der Förster nicht geeignete Maßnahmen ergreift (z.B. Zäune, Spritzung gegen Verbiß).
- Schälen: Rotwildhirsche wetzen mit ihrem Geweih wird als Fegen bezeichnet) im Winter häufig die Rinde von Bäumen ab. Auch wird die Rinde durch Abbeißen und Abziehen von Rindenstreifen mit den Zähnen verletzt. Dies führt im "günstigsten" Fall zu Vernarbungen am Stamm (mit Verlust der Holzqualität), im schlimmsten Fall zum Absterben des betroffenen Baumes. Etwa 10 Prozent des alpinen Gebirgswaldes ist geschält (Schutzwald).

Autor: KATALYSE Institut

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