Ökologischer Landbau

(Syn.: Organisch-biologischer Landbau, alternativer Landbau). Der Ö. versteht den landwirtschaftlichen Betrieb als ein mehr oder weniger geschlossenes Ökosystem.

Ziel ist es die landwirtschaftliche Produktion mit möglichst geringem Verbrauch an nicht erneuerbaren Hilfsquellen; Gesamtheit aller natürlichen Rohstoffe, Hilfs- und Produktionsmittel für die wirtschaftende Tätigkeit des Menschen.Ressourcen durchzuführen. Der ökologisch wirtschaftende Betrieb orientiert sich dementsprechend am Leitbild eines möglichst geschlossenen Nährstoffkreislaufes im Betrieb, d.h. die Erträge und Aufwendungen von Ackerbau und Viehhaltung bilden ein gekoppeltes System: die Ernährung der Tiere erfolgt überwiegend mit hofeigenen Futtermitteln, die pflanzlichen Abfälle und der tierische Dung werden entweder frisch oder kompostiert den Ackerflächen, von denen sie letztlich stammen, rückgeführt.

Der Einsatz zugekaufter, betriebsfremder Futtermittel ist im Ö. nach Eine A. umfasst alle Lebewesen, die sich miteinander fortpflanzen können; es ist eine potentielle Fortpflanzungsgemeinschaft.
Art und Menge begrenzt. Damit es nicht zu einem Nährstoffüberschuß kommt, der zur Belastung von Als U. werden, geprägt durch deutlich anthropogene Sichtweise, die den Menschen umgebenden Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) mit den dort lebenden Organismen in ihrer Gesamtheit bezeichnet.Umwelt und Grundwasser führen kann, darf die Tierzahl pro Fläche von z.B. zwei Milchkühen pro Hektar nicht überschritten werden. Der für das Pflanzenwachstum notwendige Stickstoff wird über den Anbau von Leguminosen, welche mit Hilfe von symbiontischen Bakterien Luftstickstoff binden, in den Boden gebracht.

Aus diesem Grund ist ein gewisser Anteil an Leguminosen in der Zur Erhaltung einer möglichst naturnahen Vielfalt von Pflanzen und Tieren auch in einer Acker- und Gemüsekultur empfiehlt es sich, mehrere Pflanzenarten zeitlich nacheinander auf einem Feldstück anzubauen. Fruchtfolge (20 - 25% Hauptfruchtleguminosen) unabdingbar. Mineralische Stickstoffdünger dürfen im Ö. nicht eingesetzt werden, synthetische Mineraldünger, Pestizide zur Vernichtung von unerwünschtem Pflanzenwuchs. In Deutschland werden jährlich rund 17.000 Tonnen H. (Pflanzenvertilgungsmittel) in der Land- und Forstwirtschaft gegen „Unkräuter“ eingesetzt. Herbizide sowie P. sind bioaktive Substanzen, die ubiquitär in der Umwelt verteilt sind. Der Begriff P. steht auch häufig als Synonym für Pflanzenschutzmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel.Pestizide sind ebenfalls nicht zulässig, wie auch die tiefe Bodenwendung mit dem Pflug abgelehnt wird.

Die durch Entnahme und Verkauf von Erntegut entstehenden Nährstoffverluste können durch Zukauf organischer Dünger ersetzt werden. Als Mineralstoffgaben werden P, S, K, Ca und Mg enthaltende Gesteine in Form von Gesteinsmehl auf den Boden aufgebracht, wie z.B. Basalt, Granit, Gneis u. Porphyr (Si), Silikatgestein, Patentkali und Holzasche (K), Kalkstein, Der Begriff Kreide hat zwei Bedeutungen. Zum einem ist es weißer Kalkstein, der besonders in England, Nordfrankreich, Dänemark und Norddeutschland abgelagert wurde. Andererseits beschreibt der Begriff des Erdzeitalter der Kreide, das vor etwa 135 Mio. Jahren begann.Kreide, Mergel (Ca) und Silikatgestein, Dolomit (Mg).

Das zentrale Gestaltungselement des ökologischen Ackerbaus ist die Zur Erhaltung einer möglichst naturnahen Vielfalt von Pflanzen und Tieren auch in einer Acker- und Gemüsekultur empfiehlt es sich, mehrere Pflanzenarten zeitlich nacheinander auf einem Feldstück anzubauen. Fruchtfolge. Unter Zur Erhaltung einer möglichst naturnahen Vielfalt von Pflanzen und Tieren auch in einer Acker- und Gemüsekultur empfiehlt es sich, mehrere Pflanzenarten zeitlich nacheinander auf einem Feldstück anzubauen. Fruchtfolge versteht man die Anbaufolge verschiedener Kulturen (die auch Hackfrüchte und Leguminosen mit einbezieht). Da verschiedenen Kulturpflanzen unterschiedliche Ansprüche an den Boden stellen gilt es, die Wirkungen der Vorfrucht mit den Ansprüchen der nachfolgenden Frucht auf möglichst optimale Weise abzustimmen.
Eine ausgewogene Zur Erhaltung einer möglichst naturnahen Vielfalt von Pflanzen und Tieren auch in einer Acker- und Gemüsekultur empfiehlt es sich, mehrere Pflanzenarten zeitlich nacheinander auf einem Feldstück anzubauen. Fruchtfolge ist unerlässlich für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und die vorbeugende Unkraut- und Schädlingsbekämpfung. Die Planung einer Zur Erhaltung einer möglichst naturnahen Vielfalt von Pflanzen und Tieren auch in einer Acker- und Gemüsekultur empfiehlt es sich, mehrere Pflanzenarten zeitlich nacheinander auf einem Feldstück anzubauen. Fruchtfolge, die den Ansprüchen der einzelnen Kulturen Rechnung trägt, muss Standortverhältnisse, pflanzenbauliche Faktoren, Ackerflächenverhältnisse, Futterbedarf, Arbeitskapazitäten sowie betriebs- und marktwirtschaftliche Aspekte in Einklang bringen.

 

Fehler bei der Zur Erhaltung einer möglichst naturnahen Vielfalt von Pflanzen und Tieren auch in einer Acker- und Gemüsekultur empfiehlt es sich, mehrere Pflanzenarten zeitlich nacheinander auf einem Feldstück anzubauen. Fruchtfolge wirken sich im Ö. besonders stark aus, weil sie nicht ohne weiteres durch Einsatz von Betriebsmitteln kompensiert werden dürfen. Dem Schädlingsbefall wird durch die Wahl resistenter Arten, durch den Erhalt von Hecken und Rainen (Lebensraum von Fraßfeinden der Schädlinge) sowie dem Verzicht auf Monokulturen auf Ö.-Höfen vorgebeugt.
Als Pestizide zur Bekämpfung von Insekten. Bei den I. unterscheidet man vier Gruppen von Wirkstoffen: Chlorierte zyklische Kohlenwasserstoffe (wie DDT, HCB, Endrin) Organische Phosphorsäureester (wie Chlorpyrifos, Parathion), Carbaminsäureester (wie Carbofuran, Methiocarb)und Dithiocarbamate (wie Maneb, Ziram).Insektizide werden u.a. Brennesseljauche, Algenkalk u. Silikatgesteinmehl (als Bei S. handelt es sich um in der Luft verteilte, feste Teilchen, die je nach Größe in Grob- und Fein-S. unterschieden werden.Staub) sowie pflanzliche Pestizide zur Bekämpfung von Insekten. Bei den I. unterscheidet man vier Gruppen von Wirkstoffen: Chlorierte zyklische Kohlenwasserstoffe (wie DDT, HCB, Endrin) Organische Phosphorsäureester (wie Chlorpyrifos, Parathion), Carbaminsäureester (wie Carbofuran, Methiocarb)und Dithiocarbamate (wie Maneb, Ziram).Insektizide (Quassia, P. ist ein natürliches Insektizid (chemisch: Ester sekundärer Alkohole), das aus Chrysanthemenblüten gewonnen wird und schon den Römern als "persisches Insektenpulver" gegen Läuse und Flöhe half. Pyrethrum, Rotenon) eingesetzt. Als Chemikalien zur Bekämpfung parasitärer Pilze und unerwünschter Mikroorganismen in der Landwirtschaft sowie bei Textilien, Teppichen, Farben, Futtermitteln und in der Medizin.Fungizide sind Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Ordnungszahl 16, leuchtendgelbe Kristalle, Dichte 1,96 g/cm3, Nichtmetall. Schwefel und Kupfersalze erlaubt.
Gesetzliche Bestimmungen: In der EWG-VO Nr. 2092/91 des Rates über den Ö. und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel sind Erzeugungs- u. Kennzeichnungs-Vorschriften erlassen. Dort sind die Grundregeln des Ö. geregelt, die während einer Umstellzeit von mindestens zwei bzw. drei Jahren befolgt werden müssen.
Sie beinhalten Hinweise zur siehe Melioration.Bodenverbesserung und zur Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden. Erzeugnisse des Ö. dürfen nach der VO nicht mit ionisierenden Strahlen behandelt oder mit gentechnischen Methoden hergestellt werden.
Erzeugnisse aus Ö. werden durch die in den EU-Mitgliedsstaaten gebräuchlichen Angaben - in Deutschland: „Öko“ und „Bio“ - gekennzeichnet. Seit Herbst 2000 ist der Gültigkeitsbereich dieser VO auch auf den Bereich der Tierhaltung und tierische Lebensmittel erweitert worden.
Im Jahr 2002 wurden 696.978 Hektar, dass entspricht 4,1 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands im Ö. von 15.626 Betrieben (das sind rund 3,3 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe) bewirtschaftet. Die Nachfrage nach Lebensmitteln aus Ö. ist in den letzten Jahren stark gestiegen und beträgt derzeit etwa 2 Prozent des gesamten deutschen Lebensmittelumsatzes. Rund ein Drittel der Ökoprodukte werden im Lebensmitteleinzelhandel verkauft.

Willer/Lünzer/Haccius: Ökolandbau in Deutschland; Sonderausgabe Nr. 80 der Stiftung Ökologie und Landbau, Bad Dürkheim 2002
Lit.: EWG-VO Nr. 2092/91 des Rates über den ökologischen Landbau u. die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse u. Lebensmittel vom 24.6.1991
AGÖL - Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (Hrsg.): Rahmenrichtlinien für den ökologischen Landbau - Richtlinien der AGÖL für eine gemeinsame Grundlage der angeschlossenen Anbauverbände; 1996
Manuel Schneider: Mythen der Landwirtschaft - Fakten gegen Vorurteile, Irrtümer und Unwissen - Argumente für eine ökologische Agrarkultur; Verlag Stiftung Ökologie & Landbau, Bad Dürkheim, 2000

Autor: KATALYSE Institut

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