Mais

Der Mais ist eine einhäusige, getrenntgeschlechtlich (monözisch) Pflanze, die bis zu 2,5 Meter hohe Stängel hat, die in einen männlichen Blütenstand enden. Die weiblichen Blütenstände entspringen der mittleren Stängelhälfte. Die Fremdbestäubung erfolgt durch den Wind.

 

  • Systematik: Familie: Gramineen, Art: Zea mays L.
  • Herkunft: Südbrasilien/Paraguay, ursprüngliche Wildform ist nicht bekannt
  • Klima: verträgt keinen Frost und benötigt zur Keimung >10°C, das Optimum liegt bei 25°C; Niederschlagsmenge: 500 bis 700 mm; Vegetationszeit je nach Sorte und Standort: 95 bis 160 Tage
  • Anbausystem: selbstverträgliche Kulturpflanze ohne spezifische Vorfruchtansprüche
  • Aussaat: Einzelkornsaat mit pneumatischen oder mechanischen Einzelkorn Sähmaschinen; optimale Bestandsdichte in Reinkultur: 40.000 bis 55.000 Pflanzen/Hektar.
  • Düngung: eine Tonne Körner entzieht dem Boden: 20 kg Stickstoff, 8 kg Phosphat: 2 kg
    Kalium, 5 kg Magnesium.
  • Pflanzenschutz: durch Beizen des Saatgutes werden Auflaufkrankheiten vermieden.
    Im Jugendstadium ist Mais sehr empfindlich gegen Unkraut. Insektenschädlinge sind der Stengelbohrer und Maiszünsler.
  • Ernte: der Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn der Trockensubstanzgehalt 60 bis 65 Prozent beträgt
  • Ertrag: 7 bis 9 Tonnen/Hektar, große Erträge werden durch den Anbau von Hybridsorten erzielt.

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

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