Batterieentsorgung

Der geschätzte Verbrauch allein an Primärbatterien liegt für 1992 bei 500 Mio Stück. Batterien machen somit einen erheblichen Anteil der metallischen Schadstoffe in Haushalten aus. Im Jahr 1988 enthielten die in der BRD verbrauchten Primärbatterien rund 63 t Quecksilber, 3.000 t Zink, 10 t Silber und 47 t Cadmium. Es existieren je nach Anforderung verschiedene Batterietypen, die auf unterschiedlichen elektro-chemischen Verfahren basieren und sich somit in ihrer Zusammensetzung erheblich unterscheiden.

Enthalten Batterien besonders viel Quecksilber, Cadmium oder Blei, sind diese neuerdings mit dem ISO-Symbol 7000/1135 gekennzeichnet (Verbrauchsmengen solcher Batterien: quecksilberhaltige Knopfzellen - 41 t/a, Nickel-Cadmium-Akkumulatoren - 1.200 t/a, Blei-Akkumulatoren - 120.000 t/a). Solche Batterien müssen seit dem 1.4.1989 nach Gebrauch dem Händler oder einer Sammelstelle zugeführt werden. Werden diese Batterien nach chemischen Systemen getrennt eingesammelt, ist oftmals ein Recycling der enthaltenen Stoffe lohnenswert.

Blei aus Blei-Akkumulatoren wird heute schon zu rund 95% wiederverwertet. Andere Batteriearten (z.B. Zink-Kohle-Batterien oder Alkali-Mangan-Batterien) enthalten so wenig wertvolle Metalle, daß ein Recycling noch zu teuer ist und zur Zeit nur wenige Pilotanlagen in Betrieb sind. Obwohl die Hersteller von Batterien eine "Entsorgung" von nicht mit dem ISO-Symbol gekennzeichneten Batterien mit dem normalen Hausmüll empfehlen, ist es sinnvoll diese zu einer Sammelstelle für Altbatterien zu bringen, da sie auch Spuren gefährlicher Metalle enthalten können. Es ist jedoch wichtig, daß sie nicht mit den für ein Recycling nach chemischen Systemen getrennt gesammelten Batterien vermischt werden.

Es hat sich gezeigt, daß der Rücklauf verbrauchter Batterien zur verkauften Menge nur rund 25% beträgt, wovon 83% ungegliedert vorliegen. Ein verünftiges Recycling ist so noch nicht möglich.
Beim Recycling von Batterien und Akkumulatoren werden erhebliche Mengen an Stäuben freigesetzt, die Blei, Antimon, Arsen und Cadmium enthalten können. In den bisherigen Anlagen wird der Staubauswurf mit der Abluft auf 20 mg/m3 begrenzt (TA Luft 1986), in den letzten Jahren sanierte Anlagen erreichen weniger als 5 mg/m3 durch den Einsatz von Gewebefiltern. Dabei wird der abgeschiedene Staub zurückgewonnen.
Bleihütte

Lit.: Wirtschaft und Umwelt, 12/1991

Autor: KATALYSE Institut

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