Kartoffel

Die Kartoffel bildet Stauden, deren Sprossen in einen oberirdischen, bis zu zwei Meter langen laubblatttragenden und einen unterirdischen niederblatttragenden Abschnitt gegliedert sind. Die Pflanze hat unterbrochen gefiederteoder violette Blüten und kirschgroße Früchte, die bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können.

 

  • Systematik: Solanaceen, Art: Solanum tuberosum L.
  • Herkunft: Anden Südamerikas
  • Klima: kühl-gemäßigtes, frostfreies Klima mit mittlerer Luftfeuchte, das Anbaugebiet reicht vom Äquator bis etwa 72°Nord, aufgrund großer Sortendiversitäten. Sehr hohe Tagestemperaturen vermindern den Knollenansatz ebenso wie lange Sonnenscheindauer
  • Anbausystem: auf leichten, steinfreien Böden ist die Kartoffel die tragende Frucht innerhalb der Anbaufolge mit einem sehr hohen Vorfrucht wert,ihre eigenen Vorfruchtansprüche sind dagegen sehr gering. Ihr Anteil an der Fruchtfolge sollte, aufgrund des erhöhten Krankheitsdrucks nicht höher als 25 Prozent betragen.
  • Düngung: ein Knollenertrag von 30 Tonnen/Hektar entzieht dem Boden: 150 kg Stickstoff, 45 kg Phosphat, 180 kg Kalium, 15 kg Calcium und 130 kg Magnesium. Steigerung der Stickstoff-Düngung führt zu einer Verminderung des Stärkegehalts.
  • Aussaat: nach Abklingen der Nachtfröste im April/Mai in Reihe gelegt. Der Pflanzgutbedarf liegt bei 6 bis 8 Tonnen/Hektar.
  • Pflanzenchutz: Viruskrankheiten haben wirtschaftlich große Bedeutung; Schädlinge: Kartoffelmotte, Kartoffelkäfer und Nematoden
  • Ernte: erfolgt großtechnisch mit dem Kartoffelsammelroder.
  • Ertrag: in Europa schwanken die Erträge von 7,5 bis 40 Tonne/Hektar

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

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