Raffinerie

In R. wird aus rohem Erdöl durch Destillation v.a. Benzin und Heizöl gewonnen.

Durch thermisches oder katalytisches Cracken von schwerem Heizöl kann die Ausbeute an Benzin gesteigert werden. In petrochemischen Anlagen wird ein Teil der Erdölbestandteile - meist raffinerienah - zu Ausgangsstoffen für die Herstellung von Waschmitteln, Kunststoffen, Pflanzenschutzmitteln usw. weiterverarbeitet.

Im Normalbetrieb sind R. Quellen zahlreicher Schadstoffemissionen. Der stark schwefel- und feststoffhaltige Destillationsrückstand wird zum Erhitzen des Rohöls verbrannt. Hierbei werden u.a. Schwefeldioxid und Staub frei.

Kennzeichnend für R. ist die Geruchsbelästigung (Olfaktometrie) der Umgebung durch die Emission von Kohlenwasserstoffen (z.T. krebserregend) aus Flanschen und Ventilen der Rohrleitungen, beim Abfackeln (hoher Schadstoffanteil durch unvollständige Verbrennung) und Umfüllen der Produkte.

Durch die gesetzlich vorgeschriebene Verwendung von schwefelarmem Brennstoff, den Bau von Rauchgasentschwefelungsanlagen sowie Rückhaltemaßnahmen für Kohlenwasserstoffe (Benutzung von Schwimmdachtanks, wirksamere Abdichtungen, Fackelgasrückgewinnung) konnte bei Neuanlagen von R. in den letzten Jahren v.a. der Ausstoß an Schwefeldioxid und Kohlenwasserstoffen gesenkt werden.

Siehe auch: Benzin

Autor: KATALYSE Institut

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