Abfackeln

Als Abfackeln wird das Verbrennen von Abgasen beim Austritt aus einem Rohrleitungssystem bezeichnet.

Das Abfackeln wurde in Raffinerien und in der Chemischen Industrie häufig zur billigen Beseitigung von Abgasen benutzt sowie zur Beseitigung großer austretender Gasmengen in Störfällen. Diese Fackeln sind als sog. Hochfackeln mit ihrem Feuerschein weithin sichtbar.
Nach der TA Luft von 1986 müssen nun Gase, die in Raffinerien bei An- oder Abfahrvorgängen sowie durch Druckentlastungs- und Entleerungseinrichtungen austreten können, generell einer Nachverbrennung oder einer Verbrennung in Prozeßfeuerungen zugeführt werden.
Soweit dies nicht möglich ist, dürfen die Gase nach wie vor einer Fackel zugeführt werden, wobei allerdings für organische Stoffe ein Emissionsgrad von 1% - bezogen auf Gesamtkohlenstoff - nicht überschritten werden darf.
Deponiegas aus Mülldeponien wird oft ebenfalls abgefackelt. Sinnvoller ist in vielen Fällen die Nutzung der austretenden Gase z.B. in Blockheizkraftwerken.

Autor: KATALYSE Institut

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