Flüssigseifen

Aus echter Seife hergestellte Produkte, die als Hand- und Haushaltsreinigungsmittel Verwendung finden.

Teilweise werden unter diesem Namen aber auch Mittel angeboten, die statt Seife andere Tenside (oft als Syndets bezeichnet) enthalten.

Autor: KATALYSE Institut

Fleckentferner

F. sind Präparate, die Flecke unterschiedlichster Herkunft aus Materialien wie Geweben, Holz, Metall, Papier etc. beseitigen sollen.

Abhängig von der Art des Fleckes und des verfleckten Gegenstandes können sehr unterschiedlich aufgebaute F. angebracht sein. Dabei kommen bei Textilien folgende Prinzipien zur Anwendung:

  • 1. Tensidhaltige F.: Hierbei wirken Tenside konzentriert ein und trennen die fleckbildenden Farbstoffe von der Faser. Wirksam, nur gering umweltbelastend sowie gut hautverträglich ist die
    Gallseife, die es als Kern- oder Flüssigseife (Seife) mit Rindergallenzusatz gibt.
  • 2. Oxidierende oder reduzierende F.: Diese wirken vor allem durch chemische Zerstörung der Farbstoffe (Bleichmittel). Bekannteste Beispiele sind die in letzter Zeit stark gefragten Fleckensalze. Es gibt durchaus auch Kombinationen von Typ 1 und 2, also Kernseifen, in die bleichende Substanzen eingearbeitet sind. Abzuraten ist von Produkten mit aktivem Chlor.
  • 3. Lösemittelhaltige F. sind problematische Produkte. Egal ob als Lösemittel allein (Fleckenwasser) oder gemischt mit Tensiden etc. (Fleckenmilch, Fleckenpasten), enthalten sie mehr oder weniger gefährliche Stoffe. Zwar dürfen die giftigsten (Benzol, Tetrachlorkohlenstoff, Tetra- und Pentachlorethan) in F. nicht mehr enthalten sein, es ist aber nicht auszuschließen, daß Spuren davon enthalten sind (z.B. Benzol als Verunreinigung in Aceton).
    Eingesetzt werden Waschbenzin, Aceton, Ether und chlorierte Kohlenwasserstoffe.
    Abgesehen von der Toxizität und der Umweltbelastung stellen speziell die entzündlichen Lösemittel ein weiteres Risiko dar, wenn beispielsweise benzinbehandelte Textilien vor der vollständigen Abtrocknung in die Waschmaschine gegeben werden. Die sich dort entwickelnden Benzin/Luft-Gemische haben, gezündet durch elektrische Funken in der Maschine, schon zu schweren Unfällen geführt.
  • 4. Enzymatisch wirkende F. enthalten zusammen mit Tensiden etc. Enzyme, wie sie auch in Waschmitteln u.a. Reinigungsprodukten Verwendung finden.

Autor: KATALYSE Institut

Fleckensalze

F. dienen vornehmlich zur Behandlung nicht auswaschbarer Flecken in Textilien mittels Sauerstoffbleiche, wobei sich wegen der ökologischen Vorbehalte gegen Perborat heute weitgehend Perkarbonat als Aktivsauerstoffverbindung durchgesetzt hat.

In der weiteren Zusammensetzung gibt es aber erhebliche Unterschiede am Markt. Während F. im einfachsten Fall aus reinem Perkarbonat bestehen, allenfalls mit Glaubersalz gestreckt, stellen andere F. mit Zusätzen von Tensiden, Gerüststoffen, Enzymen und Bleichaktivatoren eher selbständige Spezialwaschmittel für stark verschmutzte Wäsche dar.

Prinzipiell ist der Einsatz von F. sinnvoll, wenn als Standardwaschmittel ein bleichmittelfreies Produkt benutzt wird und F. nur im Falle bleichbarer Anschmutzungen und Wäsche zudosiert werden. Aus diesem Grund sind F. des einfach zusammengesetzten Typs als Bleichmittel wichtiger Bestandteil von Baukastenwaschmitteln.

Autor: KATALYSE Institut

Flammschutzmittel

Sammelbezeichnung für anorganische und organische Verbindungen, die Holz, Kunststoffe und Textilien flammfest machen, d.h. die Entzündung behindern bzw. die Verbrennung erschweren.

F. für Holz sind meist Anstrich- oder Beschichtungsstoffe, Kunststoffen werden F. beigemischt, bei Textilien kommen beide Möglichkeiten in Frage.
Als F. verwendet werden Ammoniumphosphate bzw. -polyphosphate, chlorierte und bromierte organische Verbindungen sowie Phosphorsäureester. Die chlorierten und bromierten Verbindungen werden immer zusammen mit Antimontrioxid eingesetzt. Bei der Verarbeitung von F. können Antimontrioxid-Stäube auftreten, welche als eindeutig krebserzeugend eingestuft sind. Phosphorsäureester sind akut toxisch und stellen somit ebenfalls eine Gefährdung am Arbeitsplatz dar.

Der Einsatz von F. ist mit einem hohen Risiko für Mensch und Natur verbunden. Die flammhemmende Wirkung beruht fast immer auf der Abspaltung flammhemmender bzw. nichtbrennbarer Gase, die teilweise sehr giftig sein können (Ammoniak, Schwefeldioxid).

Beim Brand flammgeschützter Kunststoffe werden oft Dioxine und Furane freigesetzt. Kunststoffbrände können teilweise gefährlicher als PCB-Transformatorenbrände sein, da sie mehr Dioxine und Furane freisetzen. Sogar beim Betrieb von Fernsehern, Videorecordern und Computern, die mit bromierten F. flammgeschützt sind, können Dioxine in der Luft nachgewiesen werden.

Obwohl bromierte F. in Deutschland nicht mehr hergestellt werden, stellen ältere flammgeschützte Kunststoffartikel im Brandfall und bei der Verbrennung des Kunststoffmülls eine Gefährdung dar.
Für Textilien ist anzuraten, eher Materialien zu verwenden, die von sich aus weniger brennen (z.B. Wolle), und leicht brennbare Textilien wie Synthesefasern zu vermeiden.

Autor: KATALYSE Institut

Feuerstar

Auch Wärme- oder Glasbläserstar. Es handelt sich hierbei um einen Grauen Star (Trübung der Augenlinse).

F. kann auftreten bei Glasmachern und Glasbläsern, Schmieden, Schmelzern und Gießern. Ursache ist die langjährige Einwirkung (10-20 Jahre) von Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) zwischen 780 bis 1.400 Nanometer. Die Krankheitserscheinungen entsprechen einer vorzeitigen Alterung der Augenlinse. Prävention durch Tragen von Schutzgläsern (Filter) und frühzeitigem Arbeitsplatzwechsel. Anerkannte, entschädigungspflichtige Berufskrankheit (Nr. 2401 der Berufskankheitenverordnung). 1990: 14 angezeigte Fälle.

Autor: KATALYSE Institut

Filterpapier

Sonderform von Filtern. Ungeleimtes, weißes Papier, meist Kreisformat. Wird zur Trennung von Stoffgemischen unterschiedlicher Aggregatzustände verwendet (fest/flüssig, fest/gasförmig).

Im chemischen Labor bedient man sich v.a. der F., deren Beschaffenheit den DIN-Normen 12448 (September 1977) und 53135-53138 (1962-1977) entsprechen muß. Eigenschaften des F. werden durch bestimmte Daten festgelegt, z.B. Flächengewicht, Dicke, Trennfähigkeit, Naßfestigkeit, chemische Reinheit, Aschegehalt und Saughöhe. Die Porenweite von F. ist üblicherweise ca. 0,005 mm. Es gibt Sonderformen von F. für das Filtern von Kaffee. Dieses F. mußte nach einem Gesetz des Bundesgesundheitsamtes aus dem Jahre 1975 gebleicht werden. Nachdem man in chlorgebleichtem F. (Zellstoffbleiche, Chlor) Dioxine nachweisen konnte, wurde seit 1989 auch ungebleichtes F. für Kaffee auf den Markt gebracht. Derzeit (1991) sind rund 75% der verkauften Kaffeefilter ungebleicht. Deutschlands größter Kaffeefilterhersteller Melitta will ab Januar 1992 auf chlorgebleichte Kaffeefilter völlig verzichten. Weiße F. werden dann nur noch mit Sauerstoff gebleicht. Das ist zwar besser als eine Bleiche mit Chlor, bedeutet aber einen erhöhten Energieaufwand gegenüber dem ungebleichten F. (Kaffee, der mit dem ungebleichtem und etwas feinporigerem F. gefiltert wurde, soll sogar besser schmecken). Alternativen zu F. sind Goldfilter, Baumwollfilter oder Aufbrühen des Kaffees. Menschen, die auf den Cholesterinspiegel achten müssen, sollten den Kaffee nicht aufbrühen, da hierbei verstärkt Fette in den Kaffee gelangen.

Autor: KATALYSE Institut

Filzstifte

F. haben sich in Deutschland zu den beliebtesten Schreib- und Malgeräten entwickelt. Die Farbstoffe sind meistens verflüssigte Harze mit einem Zusatz von Tensiden zur Verbesserung der Fließeigenschaften.

Zwei Arten von F. werden unterschieden: F. mit organischen Lösemitteln, z.B. Alkohole oder Methylbenzol (Toluol), deren Farbstoffe durch einen Weichmacherzusatz auch auf nicht saugendem Untergrund (z.B. Glas) haften. Die zweite Art sind F. mit Wasser als Lösemittel. Zur Konservierung (Schutz vor Bakterien und Pilzen) der Tinte wird häufig Formaldehyd eingesetzt. Das Austrocknen verhindern meistens Glykole (Ethylenglykol). Diese F. eignen sich nur für einen saugenden Untergrund.

Autor: KATALYSE Institut

Fingerfarben

F. fördern die Kreativität von Kindern.

Mit Vergällungsmitteln sollen Kinder daran gehindert werden, die Farben zu essen. Den Gehalt an Schwermetallen regelt die EN 71. Bei Schadstoffuntersuchungen von F. haben deutsche Produkte am besten abgeschnitten.

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Fettalkoholethtersulfate

Abk.: FAES. Diese bedeutende Gruppe anionischer Tenside wird durch Kombination der Herstellungsprozesse für Fettalkoholethoxylate (bei geringem Ethoxylierungsgrad von 2 bis 3 Einheiten Ethylenoxid) mit der nachfolgenden Anlagerung von Schwefeltrioxid wie bei den Fettalkoholsulfaten hergestellt.

Herausragende Eigenschaft der F. ist die für anionische Tenside ungewöhnliche Toleranz gegenüber der Wasserhärte und das starke Schaumvermögen. Schließlich ist im Vergleich zum aggressiven Natriumlaurylsulfat eine bessere Hautverträglichkeit bei den entsprechenden F. gegeben.

Neben dem günstigen Preis machen diese Eigenschaften die F. zur wichtigsten Tensid-Komponente für Haut- und Haarreinigungspräparate sowie für schaumstarke Reinigungs- und Waschmittel (z.B. Handspül- und Wollwaschmittel). Die Umwelteigenschaften sind nicht so günstig wie bei den Fettalkoholsulfaten und den Seifen, liegen aber im Vergleich zu anderen technischen Tensiden doch recht gut.

Der biologische Abbau erfolgt schnell und vollständig, die aquatische Toxizität ist i.d.R. etwas größer als bei den verwandten Fettalkoholsulfaten (LC50-Werte von 1-10 mg/l im Goldorfentest; Fischtest).

F. gerieten vor einigen Jahren in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, als festgestellt wurde, daß ein Nebenprodukt des F.-Herstellungsprozesses, das Dioxan, als Verunreinigung in Mengen von bis zu einigen hundert ppm in mit F. formulierte Shampoos etc. verschleppt wurde. Heute liegen die Dioxan-Restgehalte in F. für kosmetische Anwendungen unter 50 ppm.

Autor: KATALYSE Institut

Fettalkoholsulfate

Abk. FAS. Eine der älteren Gruppen von anionischen Tensiden, deren erste Vertreter schon vor dem Zweiten Weltkrieg zu Reinigungszwecken Einsatz fanden.

Sie werden durch Reaktion von Schwefelsäure oder Schwefeltrioxid mit Fettalkoholen dargestellt, welche von natürlichen Fetten und Ölen abstammen. Die F. standen lange Zeit im Schatten der billigeren petrochemischen Tenside vom Typ des LAS. Nach der Ölpreiskrise stieg die Nachfrage aber, und weiteres starkes Wachstum wird erwartet. Vorteil der F. ist ihr günstiges ökologisches Profil: sehr schneller und vollständiger biologischer Abbau und vergleichsweise niedrige aquatische Toxizität (die LC50-Werte liegen meist im Bereich von 5-20 mg/l im Goldorfentest; Fischtest). Die Hautverträglichkeit der F. hängt von der Fettalkoholkomponente ab. Speziell das Natriumlaurylsulfat hat deutlich reizende Eigenschaften.

Autor: KATALYSE Institut

Fernseher

Beim F. werden mittels eines auf einen fluoreszierenden Schirm treffenden Elektronenstrahles zeilenweise kodierte Bilder sichtbar gemacht.

Der F. ist von elektromagnetischer Strahlung verschiedener Frequenzbereiche umgeben (netzfrequentes 50-Hz-Feld, 625 Hz und 16,25 Hz zur Bilderzeugung sowie hochfrequente Anteile bis ca. 40 MHz). Im Vergleich zu Computer-Bildschirmen gehen von F. erheblich höhere Belastungen aus, zumal hier keine entsprechend strengen Empfehlungen gelten (Bildschirm). Wird jedoch ein Mindestabstand von 2 m eingehalten, so liegt die Belastung aufgrund der größeren Entfernung unter der von strahlungsarmen Bildschirmen in 50 cm Abstand.

F. hinterlassen nach dem Abschalten ein relativ großes elektrostatisches Feld, das bis zu 48 h anhalten kann und sich negativ auf das Innenraumklima auswirkt. F. sollten daher nicht in Schlafräumen betrieben werden.
Die an der Bildröhre erzeugte Röntgenstrahlung ist zumindest bei neueren F. zu vernachlässigen.

Autor: KATALYSE Institut

FCKW

FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) sind vergleichsweise wenig giftig. Sie werden als Treibmittel für Spraydosen, als Kältemittel in Klimaanlagen, Kühlschränken und als Lösemittel für die chemische Reinigung eingesetzt.

FCKW sind sehr stabil und nicht brennbar. Verwendung als Kältemittel für Kühl- und Gefriergeräte, Wärmepumpen und Klimaanlagenals Verschäumungsmittel für Kunststoffe, als chemische
Reinigungsmittel u.a. Große Anwendung finden FCKW als Treibgase für Spraydosen.

FCKW zerstören in der Stratosphäre (Atmosphäre) die schützende Ozonschicht. 1998 wurde ein Ozonloch von der doppelten Ausdehnung Europas über der Antarktis beobachtet. Verantwortlich für diese Wirkung sind die in den FCKW enthaltenen Chloratome, die durch Photolyse freigesetzt werden. Die Folge ist eine erhöhte Einstrahlung von UV-Licht zur Erde, was u.a. ein vermehrtes Auftreten von Hautkrebs und Ernteausfälle zur Folge hat (Näheres: Ozonabbau, UV-Strahlung, Hautkrebs, Grauer Star).

Im Vergleich zum klimawirksamen Kohlendioxid besitzen die FCKW eine 3000 bis 8.000fach höheres globales Wärmepotenzial. In Osteuropa werden auch heute noch verbotene FCKWs hergestellt und eingesetzt.

Zwischen 1950 und 1980 wurden allein von R11 und R12 ca. 11,5 Mio. t produziert. In Deutschland gilt seit Mai 1991 die FCKW=-Halon-Verbots-Verordnung, die für die Chlorfluorkohlenstoffe R11, R12, R13, R112, R113, R114 und R115 gilt sowie für (Nummern 1 bis 7: Chlorfluorkohlenstoffe): 8. Bromchlordifluormethan (Halon 1211), 9. Bromtrifluormethan (Halon 1301), 10. Dibromtetrafluormethan (Halon 2402), 11. Tetrachlormethan (Tetrachlorkohlenstoffe) und 12. 1,1,1-Trichlorethan (Methylchloroform).

Ein kurzfristiger Effekt wird sich auf dem Verbot und den anderen Maßnahmen zum Klimaschutz nicht ergeben, da FCKW rund 15 Jahre brauchen bis sie in die Stratosphäre gelangen und dort ihre schädigende Wirkung ausüben.

Für den teilhalogenierten H-FCKW Chlordifluormethan R22 gilt die Verordnung in näher bezeichneten Fällen. Danach dürfen diese FCKW nicht mehr als Kältemittel, in Verpackungsmaterialien, Dämmstoffen und Montageschäumen eingesetzt werden. Für die Verwendung als Löschmittel auf Seeschiffen unter fremder Flagge gilt die Verordnung nicht, für stationäre Anlagen aber kann die zuständige Behörde befristete Ausnahmen erteilen. Bei Instandhaltungsarbeiten dürfen FCKW nicht in die Atmosphäre entweichen.

Die heute als Ersatzstoffe verwendeten Substitute zu FCKW haben ebenfalls ein stark erhöhtes globales Wärmepotenzial; bis 1500-fach auf Kohlendioxid bezogen.

Autor: KATALYSE Institut

Fauna

Die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem begrenzten Areal lebende Tierwelt.

Flora

Autor: KATALYSE Institut

FAS

Fettalkoholsulfate

Autor: KATALYSE Institut

Fahrzyklus

Um den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen verschiedener Kfz miteinander vergleichen zu können, hat man gut reproduzierbare Meßbedingungen festgelegt, die den realen Fahrbedingungen möglichst nahe kommen sollen (Europa-Abgastest).

Zu diesen Meßbedingungen gehört auch der F.. Bis heute wird in den EG-Ländern der ECE-Zyklus angewendet. Er entspricht etwa einer Fahrt im Stadtinnern und wurde bisher zur Bestimmung der Grenzwerte von Pkw-Abgasen zugrunde gelegt.

Um künftig auch den Außerortsverkehr stärker zu berücksichtigen, wurde der ECE-Test um den "Extra Urban Driving Cycle (EUDC)" ergänzt, der eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h aufweist. Dieser erweiterte "Neue europäische Fahrzyklus" soll ab 1.7.1992 bei der Grenzwertbestimmung EG-weit zugrunde gelegt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Fahrverhalten

Durch ökonomisches F. lassen sich die Lärm- und Abgasemissionen des Autos z.T. mehr mindern als durch technische Maßnahmen.

Insb. zählt hierzu eine ausgeglichene Fahrweise (Vermeiden von kräftigen Brems- und Beschleunigungsvorgängen), das Fahren in leisen und benzinsparenden Gängen und das Vermeiden von Höchstgeschwindigkeitsfahrten. Diese Fahrweise vermindert auch das Unfallrisiko (Verkehrsunfälle).

Autor: KATALYSE Institut

Fahrgeschwindigkeit

Die F. eines Kfz hat folgende Auswirkungen auf die Umwelt:

  • Die benötigte Leistung zur Überwindung des Luftwiderstands steigt mit der dritten Potenz der F. (cW-Wert). Annähernd gleich steigt der Kraftstoffverbrauch,
  • die Schadstoffemissionen (Schadstoffe aus Kfz) steigen mit zunehmender F. (s. Graphik),
  • Anzahl, Breite und Kurvenradius von Straßen müssen für höhere F. vergrößert und Steigungen verkleinert werden, was großen Einfluß auf den Landschaftsverbrauch hat (Verkehrsflächenbedarf),
  • die Bewegungsenergie und damit der Bremsweg eines Fahrzeugs steigt mit dem Quadrat der F. und damit die Häufigkeit und Schwere von Unfällen (Verkehrsunfälle),
  • der Lärm (Straßenverkehrslärm) steigt mit der Fahrgeschwindigkeit an, und
  • der Herstellungsaufwand und der Verschleiß sind bei Fahrzeugen für höhere Fahrgeschwindigkeiten größer.

Autor: KATALYSE Institut

Fahrrad

Aufgrund zunehmender Probleme durch den Straßenverkehr (Auto, Verkehr) gilt das F. als das Verkehrsmittel der Zukunft, da es praktisch keine Schadstoff- oder Lärmemissionen verursacht und sich durch einen geringen Flächenverbrauch (Verkehrsflächenbedarf) auszeichnet.

Zudem werden kurze Strecken in Großstädten oft schneller mit dem F. zurückgelegt als mit dem Auto, da Radfahrer z.B. nicht in langen Autoschlangen im Berufsverkehr stehen müssen und weniger Parkplatzprobleme haben. Nach Angaben des Baden-Württembergischen Umweltministeriums liegt jede zweite Autofahrt unter 5 km, fast ein Viertel sogar unter zwei. Solche Fahrten sollten durch F.-Fahrten ersetzt werden. Der Anteil von F. am Kurzstreckenverkehr, der derzeit bei 10-15% liegt, könnte auf 40% gesteigert werden.

Der F.-Verkehr birgt jedoch große Gefahren für die Radler. Neben der hohen Belastung durch Schadstoffe aus Kfz (Sport und Umwelt) besteht ein großes Unfallrisiko. 1989 verunglückten in den alten Bundesländern 808 Radfahrer tödlich (412 davon innerhalb von Ortschaften), und 66.217 wurden verletzt (58.816 innerorts; Verkehrsunfälle).

Daher sind F.-freundliche Maßnahmen im Städtebau unbedingt erforderlich. F.-Wege müssen verbreitert und v.a. von Gehwegen getrennt werden, um die Unfallgefahr für Fußgänger, die häufig als Hauptkritikpunkt am F.-Verkehr gilt, zu senken. In Holland, dem Vorreiterland des F.-Verkehrs, gehen die Forderungen sogar so weit, daß Radfahrer Vorrang vor Autos haben und bislang ausschließlich von Autos befahrene Straßen teilweise F. vorbehalten bleiben sollen.

In Zürich ist dies teils sogar schon realisiert. Um die Verkehrssicherheit zu steigern hat die Stadt Bocholt z.B. Ampelanlagen installiert, an denen die Autos 10 m vor der Kreuzung halten müssen, damit die F.-Fahrer gut sichtbar vorn an der Kreuzung stehen können.

Defizite herrschen derzeit noch beim Transport von F. mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. So dürfen F. im Nahverkehr vielfach nicht oder nur begrenzt in Bussen oder Bahnen transportiert werden. Als Alternative für Radpendler könnten F.-Stationen dienen, die in den Niederlanden schon weit verbreitet sind. Die Radler stellen ihr F. an der Station ab, fahren mit der Bahn und holen am Zielbahnhof ihr Zweitrad ab.

Im Fernverkehr ist die Zahl der F.-Plätze mit Einführung der InterRegio-Züge stark gesunken. Dies führt dazu, daß viele F.-Urlauber mit dem Auto verreisen müssen. Die Deutsche Bundesbahn plant jedoch, bis 1995 in allen InterRegio-Zügen F.-Abteile einzusetzen.

Autor: KATALYSE Institut

FAE

Fettalkoholethoxylate

Autor: KATALYSE Institut

FAES

Fettalkoholethersulfate

Autor: KATALYSE Institut

Fäkalien

F. (Exkremente) sind vom tierischen und menschlichen Organismus nicht weiter verwertbare, ausgeschiedene Stoffe (Kot und Urin).
Sie bestehen aus Wasser, Darmbakterien, abgestoßenen Epithelien (Schleimhäuten), Sekreten (Ausscheidungen) der Verdauungsdrüsen, nicht resorbierbaren (aufnehmbaren) Nahrungsbestandteilen sowie Gärungs- und Fäulnisprodukten. Der typische F.-Geruch rührt v.a. von den bei Fäulnisprozessen entstehenden Verbindungen Indol und Skatol (Kot) und Ammoniak (Urin) her. Die braune oder braungelbe Färbung ist auf die Abbauprodukte der Gallenfarbstoffe zurückzuführen. Da die F. für die Pflanzen wertvolle Nährstoffe enthalten, sind sie nach Umsetzung (Kompostierung) ein optimales Düngemittel.

Autor: KATALYSE Institut

Fallout

Bei Atomwaffenexplosionen und schweren Kernkraftunfällen (GAU) gelangen radioaktive Substanzen (Radioaktivität) in die Atmosphäre und fallen in Form fester Stoffe oder Niederschlag als Fallout auf die Erde zurück.

Auf diese Weise gelangen sie auf Pflanzen, in den Boden, ins Grundwasser und letztendlich in die biologischen Kreisläufe (Anreicherung).

Je nach Explosions- bzw. Unfallablauf und Wetterlage werden die radioaktiven Stoffe nur einige hundert Kilometer weit getragen oder verteilen sich über weite Teile der Erde. Die gesundheitlichen Folgen des Fallout hängen von den radioaktiven Stoffen und ihren Halbwertszeiten ab.

Krebsfälle durch Fallout der oberirdischen Atomwaffenversuche: Atomwaffentests.
Tschernobyl

Autor: KATALYSE Institut

Farben

Der Farbeindruck wird durch Farbmittel (Pigmente) hervorgerufen, welchen, um sie als Mal-F. verwenden zu können, Bindemittel zugemischt sind.

Dies sind pflanzliche Öle und Harze (Öl-F.), Milcheiweiß oder Eigelb (Tempera-F.) oder Pflanzenschleime und Dextrine (Aquarell-F.). Künstler-F. bestehen zu 50 bis 85% aus Pigmenten. Die ältesten anorganischen Pigmente sind die natürlichen Erdfarben, wie z.B. Kreide (Calciumcarbonat), Ocker (Eisenoxidhydrat plus Ton), Umbra (Manganoxid, daneben Eisenoxid und Ton), Graphit (Kohlenstoff) usw., welche ungiftig sind. Unter den künstlichen anorganischen Pigmenten (Mineraloxid-F.) gibt es einige sehr stark giftige oder umweltschädliche, das sind besonders diejenigen, die den chemischen Elementen Arsen, Quecksilber, Blei, Cadmium, Chrom und Uran entstammen.

Die Gruppe der künstlichen organischen Farbstoffe umfaßt eine sehr große Anzahl von Farbtönen. Benzidin-Azofarbstoffe haben sich als krebserregend erwiesen. Generell gilt für den Umgang mit F., daß man Hautkontakt vermeiden sollte, nichts verschluckt und Reste bei kommunalen Sammelstellen für Sonderabfall abgibt. Wasser-F. und Finger-F. für Kinder dürfen keine Schwermetallpigmente enthalten. Aus der Produktion kommen aber Rückstände von Schwermetallen vor, für die Höchstmengen festgelegt sind.

In der Textilfärbung sind die natürlichen Farbstoffe fast vollständig von künstlichen organischen Farbstoffen verdrängt worden. Man unterscheidet zwei Arten von Textilfarbstoffen: die Direktfarbstoffe, die auf die Faser aufziehen, und die Reaktivfarbstoffe, die eine chemische Reaktion mit der Faser eingehen. Wenn auch die verwendeten Farbstoffe nicht oder nur mäßig giftig sind, sollte man beim Färben Handschuhe benutzen, um evtl. Gefahren auszuschließen.

Bei den Direkt-F. werden gelegentlich zusätzlich Fixiermittel und Nachbehandlungsmittel eingesetzt. Diese Mittel können Formaldehyd freisetzen. Andere Nachbehandlungsmittel können Kupfer- und Chromsalze enthalten. Besonders die Salze des 6-wertigen Chroms sind stark giftig und krebserregend. Während natürliche F., die aus Materialien wie Zwiebelschalen, Reseda, Blauholz, Walnußhüllen usw. gewonnen werden, unbedenklich sind, sind es die notwendigen Hilfsmittel nicht immer.

Stoffmal- und Stoffdruck-F. enthalten als Lösemittel Xylol und 20-60% Benzin, deren Dämpfe gesundheitsschädlich sind. Beim Malen sollte man auf gute Belüftung achten.
Das zum Entfärben von Textilien verwandte Natriumdithionit (Hydrosulfit) ist stark giftig und daher auch als solches mit dem Andreaskreuz gekennzeichnet. Das ebenfalls zur Entfärbung benutzte Natriumhypochlorit setzt bei seiner Anwendung Chlor-Dämpfe frei, weshalb von der Benutzung dieses Mittels auch abgeraten werden muss.

Autor: KATALYSE Institut