Category Archives: Substanzen & Werkstoffe
Fluorwasserstoff
Farbloses, stechend riechendes, giftiges Gas. Die wäßrige Lösung von F. wird als Flußsäure bezeichnet.
Diese greift Glas an und wird daher in Polyethylenflaschen aufbewahrt (Polyethylen). Flußsäure verursacht bei Hautkontakt schwere, schlecht heilende Verätzungen. Der MAK-Wert von F. beträgt 3 ppm. F. gelangt durch Emissionen der Aluminium-, Keramik- und Phosphorindustrie in die Umwelt (Aluminiumherstellung).
F. führt sogar bei Konzentrationen unter 0,000.15 ppm zu vermindertem Pflanzenwachstum. Infolge der Zersetzung von Chlorfluorkohlenwasserstoffen gelangt F. in die Stratosphäre (Atmosphäre). F. ist einer der Schadstoffe in Abgasen von Müllverbrennungsanlagen.
Autor: KATALYSE Institut
Flüssigseifen
Aus echter Seife hergestellte Produkte, die als Hand- und Haushaltsreinigungsmittel Verwendung finden.
Teilweise werden unter diesem Namen aber auch Mittel angeboten, die statt Seife andere Tenside (oft als Syndets bezeichnet) enthalten.
Autor: KATALYSE Institut
Fleckentferner
F. sind Präparate, die Flecke unterschiedlichster Herkunft aus Materialien wie Geweben, Holz, Metall, Papier etc. beseitigen sollen.
Abhängig von der Art des Fleckes und des verfleckten Gegenstandes können sehr unterschiedlich aufgebaute F. angebracht sein. Dabei kommen bei Textilien folgende Prinzipien zur Anwendung:
- 1. Tensidhaltige F.: Hierbei wirken Tenside konzentriert ein und trennen die fleckbildenden Farbstoffe von der Faser. Wirksam, nur gering umweltbelastend sowie gut hautverträglich ist die
Gallseife, die es als Kern- oder Flüssigseife (Seife) mit Rindergallenzusatz gibt. - 2. Oxidierende oder reduzierende F.: Diese wirken vor allem durch chemische Zerstörung der Farbstoffe (Bleichmittel). Bekannteste Beispiele sind die in letzter Zeit stark gefragten Fleckensalze. Es gibt durchaus auch Kombinationen von Typ 1 und 2, also Kernseifen, in die bleichende Substanzen eingearbeitet sind. Abzuraten ist von Produkten mit aktivem Chlor.
- 3. Lösemittelhaltige F. sind problematische Produkte. Egal ob als Lösemittel allein (Fleckenwasser) oder gemischt mit Tensiden etc. (Fleckenmilch, Fleckenpasten), enthalten sie mehr oder weniger gefährliche Stoffe. Zwar dürfen die giftigsten (Benzol, Tetrachlorkohlenstoff, Tetra- und Pentachlorethan) in F. nicht mehr enthalten sein, es ist aber nicht auszuschließen, daß Spuren davon enthalten sind (z.B. Benzol als Verunreinigung in Aceton).
Eingesetzt werden Waschbenzin, Aceton, Ether und chlorierte Kohlenwasserstoffe.
Abgesehen von der Toxizität und der Umweltbelastung stellen speziell die entzündlichen Lösemittel ein weiteres Risiko dar, wenn beispielsweise benzinbehandelte Textilien vor der vollständigen Abtrocknung in die Waschmaschine gegeben werden. Die sich dort entwickelnden Benzin/Luft-Gemische haben, gezündet durch elektrische Funken in der Maschine, schon zu schweren Unfällen geführt. - 4. Enzymatisch wirkende F. enthalten zusammen mit Tensiden etc. Enzyme, wie sie auch in Waschmitteln u.a. Reinigungsprodukten Verwendung finden.
Autor: KATALYSE Institut
Fleckensalze
F. dienen vornehmlich zur Behandlung nicht auswaschbarer Flecken in Textilien mittels Sauerstoffbleiche, wobei sich wegen der ökologischen Vorbehalte gegen Perborat heute weitgehend Perkarbonat als Aktivsauerstoffverbindung durchgesetzt hat.
In der weiteren Zusammensetzung gibt es aber erhebliche Unterschiede am Markt. Während F. im einfachsten Fall aus reinem Perkarbonat bestehen, allenfalls mit Glaubersalz gestreckt, stellen andere F. mit Zusätzen von Tensiden, Gerüststoffen, Enzymen und Bleichaktivatoren eher selbständige Spezialwaschmittel für stark verschmutzte Wäsche dar.
Prinzipiell ist der Einsatz von F. sinnvoll, wenn als Standardwaschmittel ein bleichmittelfreies Produkt benutzt wird und F. nur im Falle bleichbarer Anschmutzungen und Wäsche zudosiert werden. Aus diesem Grund sind F. des einfach zusammengesetzten Typs als Bleichmittel wichtiger Bestandteil von Baukastenwaschmitteln.
Autor: KATALYSE Institut
Flammschutzmittel
Sammelbezeichnung für anorganische und organische Verbindungen, die Holz, Kunststoffe und Textilien flammfest machen, d.h. die Entzündung behindern bzw. die Verbrennung erschweren.
F. für Holz sind meist Anstrich- oder Beschichtungsstoffe, Kunststoffen werden F. beigemischt, bei Textilien kommen beide Möglichkeiten in Frage.
Als F. verwendet werden Ammoniumphosphate bzw. -polyphosphate, chlorierte und bromierte organische Verbindungen sowie Phosphorsäureester. Die chlorierten und bromierten Verbindungen werden immer zusammen mit Antimontrioxid eingesetzt. Bei der Verarbeitung von F. können Antimontrioxid-Stäube auftreten, welche als eindeutig krebserzeugend eingestuft sind. Phosphorsäureester sind akut toxisch und stellen somit ebenfalls eine Gefährdung am Arbeitsplatz dar.
Der Einsatz von F. ist mit einem hohen Risiko für Mensch und Natur verbunden. Die flammhemmende Wirkung beruht fast immer auf der Abspaltung flammhemmender bzw. nichtbrennbarer Gase, die teilweise sehr giftig sein können (Ammoniak, Schwefeldioxid).
Beim Brand flammgeschützter Kunststoffe werden oft Dioxine und Furane freigesetzt. Kunststoffbrände können teilweise gefährlicher als PCB-Transformatorenbrände sein, da sie mehr Dioxine und Furane freisetzen. Sogar beim Betrieb von Fernsehern, Videorecordern und Computern, die mit bromierten F. flammgeschützt sind, können Dioxine in der Luft nachgewiesen werden.
Obwohl bromierte F. in Deutschland nicht mehr hergestellt werden, stellen ältere flammgeschützte Kunststoffartikel im Brandfall und bei der Verbrennung des Kunststoffmülls eine Gefährdung dar.
Für Textilien ist anzuraten, eher Materialien zu verwenden, die von sich aus weniger brennen (z.B. Wolle), und leicht brennbare Textilien wie Synthesefasern zu vermeiden.
Autor: KATALYSE Institut
Feuerstar
Auch Wärme- oder Glasbläserstar. Es handelt sich hierbei um einen Grauen Star (Trübung der Augenlinse).
F. kann auftreten bei Glasmachern und Glasbläsern, Schmieden, Schmelzern und Gießern. Ursache ist die langjährige Einwirkung (10-20 Jahre) von Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) zwischen 780 bis 1.400 Nanometer. Die Krankheitserscheinungen entsprechen einer vorzeitigen Alterung der Augenlinse. Prävention durch Tragen von Schutzgläsern (Filter) und frühzeitigem Arbeitsplatzwechsel. Anerkannte, entschädigungspflichtige Berufskrankheit (Nr. 2401 der Berufskankheitenverordnung). 1990: 14 angezeigte Fälle.
Autor: KATALYSE Institut
Filterpapier
Sonderform von Filtern. Ungeleimtes, weißes Papier, meist Kreisformat. Wird zur Trennung von Stoffgemischen unterschiedlicher Aggregatzustände verwendet (fest/flüssig, fest/gasförmig).
Im chemischen Labor bedient man sich v.a. der F., deren Beschaffenheit den DIN-Normen 12448 (September 1977) und 53135-53138 (1962-1977) entsprechen muß. Eigenschaften des F. werden durch bestimmte Daten festgelegt, z.B. Flächengewicht, Dicke, Trennfähigkeit, Naßfestigkeit, chemische Reinheit, Aschegehalt und Saughöhe. Die Porenweite von F. ist üblicherweise ca. 0,005 mm. Es gibt Sonderformen von F. für das Filtern von Kaffee. Dieses F. mußte nach einem Gesetz des Bundesgesundheitsamtes aus dem Jahre 1975 gebleicht werden. Nachdem man in chlorgebleichtem F. (Zellstoffbleiche, Chlor) Dioxine nachweisen konnte, wurde seit 1989 auch ungebleichtes F. für Kaffee auf den Markt gebracht. Derzeit (1991) sind rund 75% der verkauften Kaffeefilter ungebleicht. Deutschlands größter Kaffeefilterhersteller Melitta will ab Januar 1992 auf chlorgebleichte Kaffeefilter völlig verzichten. Weiße F. werden dann nur noch mit Sauerstoff gebleicht. Das ist zwar besser als eine Bleiche mit Chlor, bedeutet aber einen erhöhten Energieaufwand gegenüber dem ungebleichten F. (Kaffee, der mit dem ungebleichtem und etwas feinporigerem F. gefiltert wurde, soll sogar besser schmecken). Alternativen zu F. sind Goldfilter, Baumwollfilter oder Aufbrühen des Kaffees. Menschen, die auf den Cholesterinspiegel achten müssen, sollten den Kaffee nicht aufbrühen, da hierbei verstärkt Fette in den Kaffee gelangen.
Autor: KATALYSE Institut
Fingerfarben
F. fördern die Kreativität von Kindern.
Mit Vergällungsmitteln sollen Kinder daran gehindert werden, die Farben zu essen. Den Gehalt an Schwermetallen regelt die EN 71. Bei Schadstoffuntersuchungen von F. haben deutsche Produkte am besten abgeschnitten.
Autor: KATALYSE Institut
Feinwaschmittel
Waschmittel
Autor: KATALYSE Institut
Fettalkoholethtersulfate
Abk.: FAES. Diese bedeutende Gruppe anionischer Tenside wird durch Kombination der Herstellungsprozesse für Fettalkoholethoxylate (bei geringem Ethoxylierungsgrad von 2 bis 3 Einheiten Ethylenoxid) mit der nachfolgenden Anlagerung von Schwefeltrioxid wie bei den Fettalkoholsulfaten hergestellt.
Herausragende Eigenschaft der F. ist die für anionische Tenside ungewöhnliche Toleranz gegenüber der Wasserhärte und das starke Schaumvermögen. Schließlich ist im Vergleich zum aggressiven Natriumlaurylsulfat eine bessere Hautverträglichkeit bei den entsprechenden F. gegeben.
Neben dem günstigen Preis machen diese Eigenschaften die F. zur wichtigsten Tensid-Komponente für Haut- und Haarreinigungspräparate sowie für schaumstarke Reinigungs- und Waschmittel (z.B. Handspül- und Wollwaschmittel). Die Umwelteigenschaften sind nicht so günstig wie bei den Fettalkoholsulfaten und den Seifen, liegen aber im Vergleich zu anderen technischen Tensiden doch recht gut.
Der biologische Abbau erfolgt schnell und vollständig, die aquatische Toxizität ist i.d.R. etwas größer als bei den verwandten Fettalkoholsulfaten (LC50-Werte von 1-10 mg/l im Goldorfentest; Fischtest).
F. gerieten vor einigen Jahren in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, als festgestellt wurde, daß ein Nebenprodukt des F.-Herstellungsprozesses, das Dioxan, als Verunreinigung in Mengen von bis zu einigen hundert ppm in mit F. formulierte Shampoos etc. verschleppt wurde. Heute liegen die Dioxan-Restgehalte in F. für kosmetische Anwendungen unter 50 ppm.
Autor: KATALYSE Institut
Fettalkoholsulfate
Abk. FAS. Eine der älteren Gruppen von anionischen Tensiden, deren erste Vertreter schon vor dem Zweiten Weltkrieg zu Reinigungszwecken Einsatz fanden.
Sie werden durch Reaktion von Schwefelsäure oder Schwefeltrioxid mit Fettalkoholen dargestellt, welche von natürlichen Fetten und Ölen abstammen. Die F. standen lange Zeit im Schatten der billigeren petrochemischen Tenside vom Typ des LAS. Nach der Ölpreiskrise stieg die Nachfrage aber, und weiteres starkes Wachstum wird erwartet. Vorteil der F. ist ihr günstiges ökologisches Profil: sehr schneller und vollständiger biologischer Abbau und vergleichsweise niedrige aquatische Toxizität (die LC50-Werte liegen meist im Bereich von 5-20 mg/l im Goldorfentest; Fischtest). Die Hautverträglichkeit der F. hängt von der Fettalkoholkomponente ab. Speziell das Natriumlaurylsulfat hat deutlich reizende Eigenschaften.
Autor: KATALYSE Institut
Fenstereiniger
Glasreiniger
Autor: KATALYSE Institut
FCKW
FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) sind vergleichsweise wenig giftig. Sie werden als Treibmittel für Spraydosen, als Kältemittel in Klimaanlagen, Kühlschränken und als Lösemittel für die chemische Reinigung eingesetzt.
FCKW sind sehr stabil und nicht brennbar. Verwendung als Kältemittel für Kühl- und Gefriergeräte, Wärmepumpen und Klimaanlagenals Verschäumungsmittel für Kunststoffe, als chemische
Reinigungsmittel u.a. Große Anwendung finden FCKW als Treibgase für Spraydosen.
FCKW zerstören in der Stratosphäre (Atmosphäre) die schützende Ozonschicht. 1998 wurde ein Ozonloch von der doppelten Ausdehnung Europas über der Antarktis beobachtet. Verantwortlich für diese Wirkung sind die in den FCKW enthaltenen Chloratome, die durch Photolyse freigesetzt werden. Die Folge ist eine erhöhte Einstrahlung von UV-Licht zur Erde, was u.a. ein vermehrtes Auftreten von Hautkrebs und Ernteausfälle zur Folge hat (Näheres: Ozonabbau, UV-Strahlung, Hautkrebs, Grauer Star).
Im Vergleich zum klimawirksamen Kohlendioxid besitzen die FCKW eine 3000 bis 8.000fach höheres globales Wärmepotenzial. In Osteuropa werden auch heute noch verbotene FCKWs hergestellt und eingesetzt.
Zwischen 1950 und 1980 wurden allein von R11 und R12 ca. 11,5 Mio. t produziert. In Deutschland gilt seit Mai 1991 die FCKW=-Halon-Verbots-Verordnung, die für die Chlorfluorkohlenstoffe R11, R12, R13, R112, R113, R114 und R115 gilt sowie für (Nummern 1 bis 7: Chlorfluorkohlenstoffe): 8. Bromchlordifluormethan (Halon 1211), 9. Bromtrifluormethan (Halon 1301), 10. Dibromtetrafluormethan (Halon 2402), 11. Tetrachlormethan (Tetrachlorkohlenstoffe) und 12. 1,1,1-Trichlorethan (Methylchloroform).
Ein kurzfristiger Effekt wird sich auf dem Verbot und den anderen Maßnahmen zum Klimaschutz nicht ergeben, da FCKW rund 15 Jahre brauchen bis sie in die Stratosphäre gelangen und dort ihre schädigende Wirkung ausüben.
Für den teilhalogenierten H-FCKW Chlordifluormethan R22 gilt die Verordnung in näher bezeichneten Fällen. Danach dürfen diese FCKW nicht mehr als Kältemittel, in Verpackungsmaterialien, Dämmstoffen und Montageschäumen eingesetzt werden. Für die Verwendung als Löschmittel auf Seeschiffen unter fremder Flagge gilt die Verordnung nicht, für stationäre Anlagen aber kann die zuständige Behörde befristete Ausnahmen erteilen. Bei Instandhaltungsarbeiten dürfen FCKW nicht in die Atmosphäre entweichen.
Die heute als Ersatzstoffe verwendeten Substitute zu FCKW haben ebenfalls ein stark erhöhtes globales Wärmepotenzial; bis 1500-fach auf Kohlendioxid bezogen.
Autor: KATALYSE Institut
FAS
Fettalkoholsulfate
Autor: KATALYSE Institut
Fahrrad
Aufgrund zunehmender Probleme durch den Straßenverkehr (Auto, Verkehr) gilt das F. als das Verkehrsmittel der Zukunft, da es praktisch keine Schadstoff- oder Lärmemissionen verursacht und sich durch einen geringen Flächenverbrauch (Verkehrsflächenbedarf) auszeichnet.
Zudem werden kurze Strecken in Großstädten oft schneller mit dem F. zurückgelegt als mit dem Auto, da Radfahrer z.B. nicht in langen Autoschlangen im Berufsverkehr stehen müssen und weniger Parkplatzprobleme haben. Nach Angaben des Baden-Württembergischen Umweltministeriums liegt jede zweite Autofahrt unter 5 km, fast ein Viertel sogar unter zwei. Solche Fahrten sollten durch F.-Fahrten ersetzt werden. Der Anteil von F. am Kurzstreckenverkehr, der derzeit bei 10-15% liegt, könnte auf 40% gesteigert werden.
Der F.-Verkehr birgt jedoch große Gefahren für die Radler. Neben der hohen Belastung durch Schadstoffe aus Kfz (Sport und Umwelt) besteht ein großes Unfallrisiko. 1989 verunglückten in den alten Bundesländern 808 Radfahrer tödlich (412 davon innerhalb von Ortschaften), und 66.217 wurden verletzt (58.816 innerorts; Verkehrsunfälle).
Daher sind F.-freundliche Maßnahmen im Städtebau unbedingt erforderlich. F.-Wege müssen verbreitert und v.a. von Gehwegen getrennt werden, um die Unfallgefahr für Fußgänger, die häufig als Hauptkritikpunkt am F.-Verkehr gilt, zu senken. In Holland, dem Vorreiterland des F.-Verkehrs, gehen die Forderungen sogar so weit, daß Radfahrer Vorrang vor Autos haben und bislang ausschließlich von Autos befahrene Straßen teilweise F. vorbehalten bleiben sollen.
In Zürich ist dies teils sogar schon realisiert. Um die Verkehrssicherheit zu steigern hat die Stadt Bocholt z.B. Ampelanlagen installiert, an denen die Autos 10 m vor der Kreuzung halten müssen, damit die F.-Fahrer gut sichtbar vorn an der Kreuzung stehen können.
Defizite herrschen derzeit noch beim Transport von F. mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. So dürfen F. im Nahverkehr vielfach nicht oder nur begrenzt in Bussen oder Bahnen transportiert werden. Als Alternative für Radpendler könnten F.-Stationen dienen, die in den Niederlanden schon weit verbreitet sind. Die Radler stellen ihr F. an der Station ab, fahren mit der Bahn und holen am Zielbahnhof ihr Zweitrad ab.
Im Fernverkehr ist die Zahl der F.-Plätze mit Einführung der InterRegio-Züge stark gesunken. Dies führt dazu, daß viele F.-Urlauber mit dem Auto verreisen müssen. Die Deutsche Bundesbahn plant jedoch, bis 1995 in allen InterRegio-Zügen F.-Abteile einzusetzen.
Autor: KATALYSE Institut
Exkremente
Fäkalien
Autor: KATALYSE Institut
FAE
Fettalkoholethoxylate
Autor: KATALYSE Institut
FAES
Fettalkoholethersulfate
Autor: KATALYSE Institut
Fäkalien
F. (Exkremente) sind vom tierischen und menschlichen Organismus nicht weiter verwertbare, ausgeschiedene Stoffe (Kot und Urin).
Sie bestehen aus Wasser, Darmbakterien, abgestoßenen Epithelien (Schleimhäuten), Sekreten (Ausscheidungen) der Verdauungsdrüsen, nicht resorbierbaren (aufnehmbaren) Nahrungsbestandteilen sowie Gärungs- und Fäulnisprodukten. Der typische F.-Geruch rührt v.a. von den bei Fäulnisprozessen entstehenden Verbindungen Indol und Skatol (Kot) und Ammoniak (Urin) her. Die braune oder braungelbe Färbung ist auf die Abbauprodukte der Gallenfarbstoffe zurückzuführen. Da die F. für die Pflanzen wertvolle Nährstoffe enthalten, sind sie nach Umsetzung (Kompostierung) ein optimales Düngemittel.
Autor: KATALYSE Institut
Fallout
Bei Atomwaffenexplosionen und schweren Kernkraftunfällen (GAU) gelangen radioaktive Substanzen (Radioaktivität) in die Atmosphäre und fallen in Form fester Stoffe oder Niederschlag als Fallout auf die Erde zurück.
Auf diese Weise gelangen sie auf Pflanzen, in den Boden, ins Grundwasser und letztendlich in die biologischen Kreisläufe (Anreicherung).
Je nach Explosions- bzw. Unfallablauf und Wetterlage werden die radioaktiven Stoffe nur einige hundert Kilometer weit getragen oder verteilen sich über weite Teile der Erde. Die gesundheitlichen Folgen des Fallout hängen von den radioaktiven Stoffen und ihren Halbwertszeiten ab.
Krebsfälle durch Fallout der oberirdischen Atomwaffenversuche: Atomwaffentests.
Tschernobyl
Autor: KATALYSE Institut
Farben
Der Farbeindruck wird durch Farbmittel (Pigmente) hervorgerufen, welchen, um sie als Mal-F. verwenden zu können, Bindemittel zugemischt sind.
Dies sind pflanzliche Öle und Harze (Öl-F.), Milcheiweiß oder Eigelb (Tempera-F.) oder Pflanzenschleime und Dextrine (Aquarell-F.). Künstler-F. bestehen zu 50 bis 85% aus Pigmenten. Die ältesten anorganischen Pigmente sind die natürlichen Erdfarben, wie z.B. Kreide (Calciumcarbonat), Ocker (Eisenoxidhydrat plus Ton), Umbra (Manganoxid, daneben Eisenoxid und Ton), Graphit (Kohlenstoff) usw., welche ungiftig sind. Unter den künstlichen anorganischen Pigmenten (Mineraloxid-F.) gibt es einige sehr stark giftige oder umweltschädliche, das sind besonders diejenigen, die den chemischen Elementen Arsen, Quecksilber, Blei, Cadmium, Chrom und Uran entstammen.
Die Gruppe der künstlichen organischen Farbstoffe umfaßt eine sehr große Anzahl von Farbtönen. Benzidin-Azofarbstoffe haben sich als krebserregend erwiesen. Generell gilt für den Umgang mit F., daß man Hautkontakt vermeiden sollte, nichts verschluckt und Reste bei kommunalen Sammelstellen für Sonderabfall abgibt. Wasser-F. und Finger-F. für Kinder dürfen keine Schwermetallpigmente enthalten. Aus der Produktion kommen aber Rückstände von Schwermetallen vor, für die Höchstmengen festgelegt sind.
In der Textilfärbung sind die natürlichen Farbstoffe fast vollständig von künstlichen organischen Farbstoffen verdrängt worden. Man unterscheidet zwei Arten von Textilfarbstoffen: die Direktfarbstoffe, die auf die Faser aufziehen, und die Reaktivfarbstoffe, die eine chemische Reaktion mit der Faser eingehen. Wenn auch die verwendeten Farbstoffe nicht oder nur mäßig giftig sind, sollte man beim Färben Handschuhe benutzen, um evtl. Gefahren auszuschließen.
Bei den Direkt-F. werden gelegentlich zusätzlich Fixiermittel und Nachbehandlungsmittel eingesetzt. Diese Mittel können Formaldehyd freisetzen. Andere Nachbehandlungsmittel können Kupfer- und Chromsalze enthalten. Besonders die Salze des 6-wertigen Chroms sind stark giftig und krebserregend. Während natürliche F., die aus Materialien wie Zwiebelschalen, Reseda, Blauholz, Walnußhüllen usw. gewonnen werden, unbedenklich sind, sind es die notwendigen Hilfsmittel nicht immer.
Stoffmal- und Stoffdruck-F. enthalten als Lösemittel Xylol und 20-60% Benzin, deren Dämpfe gesundheitsschädlich sind. Beim Malen sollte man auf gute Belüftung achten.
Das zum Entfärben von Textilien verwandte Natriumdithionit (Hydrosulfit) ist stark giftig und daher auch als solches mit dem Andreaskreuz gekennzeichnet. Das ebenfalls zur Entfärbung benutzte Natriumhypochlorit setzt bei seiner Anwendung Chlor-Dämpfe frei, weshalb von der Benutzung dieses Mittels auch abgeraten werden muss.
Autor: KATALYSE Institut
Farbstoffe
Sammelbezeichnung für lösliche Färbemittel, die den unlöslichen Farbpigmenten (Pigmente) gegenüberstehen.
Man kennt etwa 100 Farbpigmente, aber mehrere zehntausend Farben. Ca. 500 davon werden in größerem Maßstab für die verschiedensten Anwendungen produziert. Der Verbrauch weltweit lag 1978 bei 800.000 t, Produktion BRD 130.000 t (1985). Für einige u.a. in der Textilfärbung wichtige Azo-F. wurden giftige und krebserregende Eigenschaften nachgewiesen.
Körpereigene, auf der Haut befindliche Stoffe können die Azo-F. wieder in die Ausgangskomponenten aromatische Amine spalten, die überwiegend krebserzeugendes Potential besitzen. Textil-F. können Allergien auslösen. Die Stempelfarben Kristallviolett und Methylviolett sind erbgutschädigend, die für Lebensmittel zugelassenen F. teilweise allergen.
In der Natur kommen ungeheuer viele F. vor, die schon früher vom Menschen und auch heute wieder in Naturfarben verwendet werden, wie z.B. das Alizarin des Krapp, Saflorgelb der Färberdistel oder Luteolin der Reseda.
Im Unterschied zu den synthetisch erzeugten F. fallen bei der Bereitstellung der natürlichen F. keine giftigen Nebenprodukte an sowie keine deponierungsbedürftigen Abfälle. Alle Reste sowie die F. selbst sind kompostierbar und damit in den natürlichen Stoffkreislauf eingegliedert (Kompostierung).
Autor: KATALYSE Institut
Eutroph
nährstoffreich (Gegensatz: oligotroph).
Eutrophe Seen besitzen wegen der starken Vermehrung des pflanzlichen Planktons eine geringe Sichttiefe und häufig eine grün-braune Wasserfarbe. Die obere warme Wasserschicht ist durch die Stoffwechselvorgänge der Algen sauerstoffreich, während das kalte Tiefenwasser durch die sauerstoffzehrenden Abbauvorgänge sauerstoffarm ist.
Autor: KATALYSE Institut
Euro-Diesel
E. gibt es noch nicht, soll es aber bald geben.
Die EU hatte 1991 das CEN (Comit Europen de Normalisation) zur europäischen Normung aller Kraftfahrstoffe (z.B. einheitliche Oktanzahl für Ottokraftstoffe oder Schwefelgehalt im Dieselkraftstoff) aufgefordert.
Die Anforderungsnormen für Kraftstoffe sind auf der Basis der europaeinheitlichen EN-Normen als DIN EN 228 (Ottokraftstoff), DIN EN 589 (Autogas) und DIN EN 590 (Dieselkraftstoff) in Deutschland eingeführt und durch die 10. Verordnung zum BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz) verbindlich gemacht worden.
Außer Anforderungsnormen für Mineralölprodukte gibt der FAM auch die Prüfnormen heraus, nach denen die in den Anforderungsnormen festgelegten Eigenschaften untersucht werden. Zu jedem genormten Qualitätsmerkmal gehört wenigstens eine - vielfach international abgestimmte - Prüfnorm.
Für bleifreies Benzin gibt es die Europäische Norm (EN 228, entspricht DIN 51 607).
Laut Dieselkraftstoffnorm DIN EN 590 dürfen Diesel bis zu 5 Prozent Biodiesel beigemischt werden. Für Ottokraftstoffe wie Benzin und Super ist die Norm DIN EN 228 entscheidend, die einen Ethanol-Anteil von bis zu 5 Prozent erlaubt. Im Fall von Ethyl-Tertiär-Butylether (ETBE, ein chemischer Abkömmling von Bio-Ethanol), das ebenfalls Benzin und Super beigemischt wird, sind bis zu 15 Prozent zulässig.
Die Kraftstoffqualitätsverordnung (Verordnung über die Beschaffenheit und die Auszeichnung der Qualitäten von Kraftstoffen - 10. BImSchV, die Anfang 1994 in Kraft getreten ist) hat die frühere Benzinqualitätsverordnung abgelöst. Mit der letzten Änderung der Kraftstoffqualitätsverordnung wurden 1999 die Vorgaben der europäischen Kraftstoffrichtlinie auch für die deutschen Kraftstoffe verbindlich festgeschrieben sowie die Bezeichnungen "schwefelarm" für Kraftstoffe mit weniger als 50 mg Schwefel je kg Kraftstoff bzw. "schwefelfrei" für solche mit weniger als 10 mg/kg verbindlich gemacht.
Autor: KATALYSE Institut
