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Abfackeln
Als Abfackeln wird das Verbrennen von Abgasen beim Austritt aus einem Rohrleitungssystem bezeichnet.
Das Abfackeln wurde in Raffinerien und in der Chemischen Industrie häufig zur billigen Beseitigung von Abgasen benutzt sowie zur Beseitigung großer austretender Gasmengen in Störfällen. Diese Fackeln sind als sog. Hochfackeln mit ihrem Feuerschein weithin sichtbar.
Nach der TA Luft von 1986 müssen nun Gase, die in Raffinerien bei An- oder Abfahrvorgängen sowie durch Druckentlastungs- und Entleerungseinrichtungen austreten können, generell einer Nachverbrennung oder einer Verbrennung in Prozeßfeuerungen zugeführt werden.
Soweit dies nicht möglich ist, dürfen die Gase nach wie vor einer Fackel zugeführt werden, wobei allerdings für organische Stoffe ein Emissionsgrad von 1% - bezogen auf Gesamtkohlenstoff - nicht überschritten werden darf.
Deponiegas aus Mülldeponien wird oft ebenfalls abgefackelt. Sinnvoller ist in vielen Fällen die Nutzung der austretenden Gase z.B. in Blockheizkraftwerken.
Autor: KATALYSE Institut
ABC-Waffen
Sammelbezeichnung für atomare (Atomwaffen), biologische (biologische Waffen) und chemische Waffen (chemische Kampfstoffe)
Die Pariser Verträge von 1945 verbieten Deutschland Herstellung, Anwendung oder Besitz von ABC-Waffen.
Autor: KATALYSE Institut
Abbeizmittel
Alkalische, saure oder neutrale Mittel zur Entfernung von Anstrichfarben.
- 1. Alkalische A., z.B. Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Salmiakgeist (Ammoniak), ätzend, zum Abbeizen von Kunstharzfarben (nach Anwendung zum Schutz des Untergrundes Neutralisation mit schwachen Säuren).
- 2. Lösende A.: Mischungen aus organischen Lösemitteln, stark giftig: hauptsächlich Dichlormethan (Methylenchlorid) und Methanol, Beimischungen von Wachsen und Celluloseesthern, verhindern schnelles Verdunsten. Herabsetzung der Entflammbarkeit durch Zusatz von chlorierten Kohlenwasserstoffen (Dichlorethan, o-Dichlorbenzol). Handelsüblich sind kombinierte A..
Gesundheitsschädigende Wirkung bei Hautkontakt, durch Verschlucken und Inhalation. Bei Hautkontakt und Augenspritzern treten starke Rötungen und Blasenbildung auf (mit viel Wasser abspülen, Kleidung wechseln). Bei Verschlucken und Inhalation: Husten, Erbrechen, Atemnot, Schwindel, Koma (Arzt rufen! Frischluftzufuhr als Sofortmaßnahme). Schwere Inhalationsvergiftungen können in kleinen ungelüfteten Räumen durch Dichlormethan auftreten.
Vorsicht: In Gegenwart von offenen Flammen oder heißen Heizkörpern entsteht aus Dichlormethan das außerordentlich giftige Phosgen!
Aufgrund der starken Giftigkeit lösender A. sollten möglichst "Ablaugmittel" benutzt werden. Bei sachgemäßem Gebrauch (Hautkontakt meiden, lüften, mit Schutzbrille arbeiten!) sind Ablaugmittel relativ ungefährlich.
Nach Gebrauch gehören Laugen und A. mit den darin aufgelösten Farben/Lacken zum Sonderabfall.
Anstelle von A. ist auch thermisches Ablösen mit einem Heißluftfön möglich; allerdings können auf diese Weise Gase freigesetzt werden, die die Atemwege belasten und möglicherweise krebserregende Stoffe enthalten. Das Absaugen über Aktivkohlefilter oder das Tragen von Masken ist anzuraten.
Zum Abbeizen alter Möbel (keine Kunstharzlacke) können Soda oder Pflanzenseifen Verwendung finden. Bei mechanischer Entfernung durch Abhobeln, Schleifen das Einatmen des Farb- und Holzstaubes vermeiden. Auch das Abziehen mit dem "Abzieher" ist ökologisch unbedenklich, eignet sich aber nur für große, ebene Flächen. Werden trotzdem handelsübliche A. verwandt, ist bis zur Neutralisation (z.B. mit Zitronen- oder Essigsäure) auf ausreichende Belüftung zu achten. Es ist zu bedenken, daß neben Gesundheitsschäden auch Materialschäden entstehen können.
Siehe auch: Alkalische.
Autor: KATALYSE Institut
Abbaubare Kunststoffe
Kunststoffe zerfallen unter dem Einfluß von Sonneneinstrahlung in kleinere Bruchstücke (H2O und O2). Sind die Bruchstücke genügend klein, kann ein sehr langsamer biologischer Abbau von der Oberfläche her stattfinden.
Die Witterungsbeständigkeit der abbaubaren Kunststoffen wird durch Zusatzstoffe erhöht. Die meisten Kunststoffe sind innerhalb eines kurzen Zeitrahmens nicht abbaubar.
Die einzigen biologisch abbaubare Kunststoffe sind aliphatische Polyester. Hierzu gehören Polycaprolacton, das in der Landwirtschaft für Saatgut-Anzuchttöpfe verwendet wird, die nach 6 Monaten zu 40 Gew.-% und nach 12 Monaten zu 95 Gew.-% abgebaut sind, Polyglykolaten, das zur Herstellung von Wundfäden dient, die vom Körpergewebe resorbiert werden können, Polyhydroxybuttersäure und
Biopol.
Neben den biologisch abbaubare Kunststoffe gibt es eine Reihe auf Abbau getrimmter Kunststoffe:
- Folien aus Polyethylen (PE), die Stärke enthalten (z.B. für Einkaufstüten). Wenn die Stärke jedoch biologisch abgebaut ist, bleiben feine PE-Partikel zurück, die zu groß sind, um biologisch abgebaut werden zu können.
- Für die Landwirtschaft sind spezielle PE- und PVC-Abdeckfolien hergestellt worden, die u.a. Maisstärke enthalten. Sie zerfallen unter Abbau der Maisstärke innerhalb einer Vegetationsperiode zu nicht sichtbaren Rückständen, die eingepflügt werden. Daten zur Umweltverträglichkeit der Rückstände, bei einer Anreicherung über viele Jahre im Boden, liegen bislang nicht vor.
- Die Polymere PE, Polystyrol und PVC können empfindlich gemacht werden für den Zerfall bei UV-Strahlung (Einpolymerisieren von Ketonen; Beimischung radikalbildender Substanzen). In den USA liefern PE-Hersteller Getränke-Sechserpackungen, die nach dreistündiger Einwirkung von Sonnenlicht zu einer bröckeligen Masse zerfallen. Verwendung finden Polymere dieser Art auch als Packmittel, Trinkbecher, Einweggeschirr, Eierverpackungen.
Die Verwendung von abbaubare Kunststoffe ist in Deutschland bislang nur eingeschränkt möglich, da sie zur Verpackung von Lebensmitteln nicht zugelassen sind. Unter den Umweltbedingungen, die auf einer Deponie gegeben sind (geringe Licht-, O2-, H2O-Zufuhr), werden selbst biologisch leicht abbaubare Kunststoffe nur geringfügig abgebaut.
Siehe auch: nachwachsende Rohstoffe.
Autor: KATALYSE Institut
Abbau
- 1. Photochemischer Abbau: Durch die Einwirkung von UV-Strahlen können bestimmte reaktive Bindungen polymerer Kunststoffe "geknackt" werden, so daß vielfach ein weiterer Abbau möglich wird.
- 2. Chemischer Abbau.: Chemische Reaktionen, wie z.B. die Spaltung von Bindungen unter Einwirkung von Säuren (saure Hydrolyse) können zum Abbau synthetischer und organischer Substanzen beitragen.
- 3. Physiologischer Abbau: Dabei werden im Stoffwechsel stufenweise energiereiche Nährstoffe (z.B. Stärke) in energieärmere, einfachere Moleküle (z.B.Traubenzucker) zerlegt. Die dabei frei werdende Energie wird für die ununterbrochene Stoffwechselarbeit des Organismus benötigt.
- 4. Biologischer Abbau im Boden: Der endgültige Abbau der in den lebenden Systemen festgelegten organischen Materie erfolgt in erster Linie durch Bakterien und Pilze (Destruenten) oder Zersetzer im Boden (Bodenorganismen).
Kohlenstoffhaltige Verbindungen werden zu Kohlendioxid und Wasser, Stickstoffhaltige Verbindungen zu Ammoniak, Nitrit und Nitrat abgebaut.
Oft kann jedoch eine Bakterien- oder Pilzart nur einen Abbau-Schritt vollziehen, es ist also meist die Zusammenarbeit von zahlreichen verschiedenen Lebewesen nötig, um eine Verbindung in die Endbestandteile zu zerlegen (Biozönose). Gut abbaubar sind die meisten in der Natur vorkommenden oder nur wenig veränderten Verbindungen wie z.B. Seife.
Synthetische Verbindungen können ebenfalls gut abbaubar sein. Je weiter jedoch der Molekülaufbau von in der Natur vorkommenden Stoffen abweicht, desto schwerer abbaubar werden die Verbindungen i.a. Dies kann so weit gehen, daß sie sogar den Abbau anderer Stoffe verhindern, also giftig wirken.
Mit Hilfe des biologischen Abbaubarkeitstests kann gemessen werden, wieviel einer organischen Substanz von biologischen Systemen abgebaut werden kann. Dabei gibt man Bakterien zusammen mit der Prüfsubstanz als Energiequelle in einen Reaktionsbehälter. Der Abbau der gelösten organischen Substanz wird z.B. durch die CO2-Produktion bzw. O2-Abnahme gemessen. Dabei ist zu prüfen, ob Stoffe vollständig abgebaut werden oder ob stabile Zwischenprodukte entstehen.
Bei Abwasser erhält man aus dem Verhältnis von BSB zu CSB einen Anhaltswert für die Abbaubarkeit der organischen Verbindungen. Gut abbaubar ist eine organische Verbindung dann, wenn BSB gleich CSB ist.
Siehe auch: Mikrobielles Transformationsvermögen.
Autor: KATALYSE Institut
Hygroskopisch
Als hygroskopisch bezeichnet man die Eigenschaft von bestimmten Stoffen wie beispielsweise von Magnesiumchlorid. So zieht Kochsalz bei längerer Lagerung an der Luft Feuchtigkeit an. Dies resultiert aus dem Spurengehalt an Magnesiumchlorid im Kochsalz.
Soweit es sich um feste Stoffe handelt, zerfließen oder verklumpen diese durch die Wasserbindung. Hygroskopische Stoffe wie Calciumchlorid, Magnesiumchlorid und Silicatgel finden Verwendung als Trockenmittel.
Auch die Bremsflüssigkeit von
KFZ können Wasser binden, wodurch die Bremsleistung des Bremssystems erheblich verringert werden kann. Ein regelmäßiger Wechsel der Bremsflüssigkeit ist daher vorgeschrieben.
Autor: KATALYSE Institut
Kalksandsteine
K. werden aus dem Zuschlagsstoff Sand und dem Bindemittel Kalk hergestellt.
Es kommen verschiedene K. zum Einsatz: Vollstein, Lochstein, Hohlblocksteine und Planblöcke verschiedener Ausführungen, die als Trockenmauerwerk ausgeführt werden können. Ein besonderer K. ist der Yali. Als Zuschlagsstoff dient hier ein poröser Naturbims aus Griechenland, welcher erhöhte wärmedämmende Eigenschaften besitzt.
Die Herstellung erfolgt in folgenden Schritten: Mischen von Kalk, Sand und Wasser, Formen, Pressen und Härten bei 160-220GradC und Sattdampfdruck. Der Primärengergiebedarf variiert je nach Rohgewicht sehr weit (189-436 kWh/m3). Die K. zeichnen sich v.a. durch ihre gute Sorptionsvermögen und, aufgrund der Dichte, durch gute Schalldämmung und Wärmespeicherung (k-Wert) aus. Die K. sind als ökologisch empfehlenswert einzustufen.
Autor: KATALYSE Institut
Kalkputz
Der K. besteht aus dem Bindemittel Kalk, und den Zuschlägen Kalksteinmehl und Sand, ggf. auch Traß.
Aufgrund der Abbindungsart des Kalkes werden die Verarbeitungsschritte und das Einsatzgebiet festgelegt. Unter den angewandten Kalken unterscheidet man: Luftkalk, Wasserkalk, hydraulischer Kalk und hochhydraulischer Kalk. Der wesentliche Unterschied dieser Baukalksorten besteht in ihrem Anteil an ungebundenem, löschbarem Calciumoxid, der vom Luftkalk mit fast 100% zum hochhydraulischen Kalk auf nahezu 0% abnimmt. Luft- und Wasserkalke werden für den Innenputz verwendet, hydraulischer und hochhydraulischer Kalk für Außenputze.
Der K. als Innenputz bindet Schadstoffe, wirkt desinfizierend sowie ausgleichend auf Raumfeuchte und Oberfläche und wird als warm empfunden. Der K. als Außenputz ist feuchte-resistent, eine schlagregensichere Ausführung ist möglich, sehr elastisch und gut geeignet auf Wänden mit Wärmedämmung. Für beide Anwendungsgebiete ist er eine langlebige und empfehlenswerte Wandbeschichtung. Bei der Verarbeitung kann K. bei fehlender Schutzbekleidung evtl. Verätzung und Maurerkrätze führen.
Autor: KATALYSE Institut
Kalkgipsputz
Der K. besteht aus dem Bindemitteln Luft-/Wasserkalk (Kalk), Naturgips oder Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA-Gips) sowie den Zuschlägen Kalksteinmehl und Sand.
Alle Rohstoffe sind fast flächendeckend in Deutschland in ausreichender Menge erhältlich. Der K. wird aufgrund seines guten Sorptionsvermögens, der hohen Wasseraufnahme- und -abgabefähigkeiten und der angenehmen Oberflächentemperatur als Innenputz eingesetzt. Seine Oberfläche ist gegenüber Gipsputz rauher und sollte nicht geglättet, sondern abgefilzt werden. Da der K. zweilagig aufgebracht werden muss, ist er etwas teurer als z.B. Gipsputz.
Autor: KATALYSE Institut
Waldboden
Der W. ist ein relativ naturnahes Bodensystem, da es in der Regel nicht oder nur selten bearbeitet oder gedüngt wurde. In vielen Wäldern Mitteleuropas wurden allerdings seit dem Mittelalter bis ins 19. Jh. Dem Wald Laubstreu oder Plaggen entnommen, was Nährstoffentzug und (Bodenversäuerung) zur Folge hatte.
Erst in den letzten Jahrzehnten erfolgten Düngungs- und Kalkungsmassnahmen, hauptsächlich um den Eintrag von Säuren durch die Luftverschmutzung mit Stickoxiden und Schwefeldioxid zu kompensieren. In manchen Regionen wie zum Beispiel in Schweden ist der pH-wert des Waldbodens bereits auf Werte um 3,5 pH abgesunken (Saurer Regen).
Die Versauerung bewirkt die Freisetzung von Aluminium-(Zellgift)- und Scwermetallionen und mindert die Organismentätigkeit mit der Folge, dass sich die Intensität des Abbaus des Laubstreus verringert, Humus langsamer gebildet wird und die Pflanzenverfügbarkeit der Nährstoffe abnimmt.
Waldböden unterliegen vor allem unter Nadelhölzern einem natürlichen Prozess der Versauerung mit der neigung zur Podsolierung (Bodentypen).
Waldböden tropischer Breiten unterliegen wegen ungünstiger Bindungsverhältnisse zwischen Nährstoffen und Tonmineralien in starkem Ausmass der Nährstoffauswaschung. Im Falle der Rodung verlieren diese Böden daher aufgrund mangelnder Nährstoffnachlieferung durch Laubfall schnell ihre Fruchtbarkeit (Regenwald).
Autor: KATALYSE Institut
Verschuldensunabhängige Haftung
Siehe Umwelthaftungsgesetz.
Autor: KATALYSE Institut
Verkehrsclub Deutschland (VCD)
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) setzt sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik, die langfristig eine ökologische und sozialverträgliche Mobilität aller Verkehrsteilnehmer sichert, ein.
Der VCD macht sich u.a. stark:
- für die intelligente Verknüpfung aller Mobilitätsarten: Zufußgehen, Fahrrad-, Bus-, Bahn- und Autofahren
- für die kundenfreundliche Bahn
- für einen besseren Nahverkehr
- für die Förderung des Fahrradverkehrs (Mit dem Masterplan Fahrrad)
- für die Lkw-Gebühr
- für die clevere Autonutzung
- für den Schutz besonders gefährdeter Verkehrsteilnehmer (Behinderte, Kinder, Senioren)
Die rund 70000 Mitglieder erhalten sechsmal jährlich das Magazin „fairkehr“, worin über Umwelt, Verkehr, Freizeit und Reisen berichtet wird. Der VCD bietet ebenfalls eine ökologische Autoversicherung an, wo sich die Prämienhöhe an der ökologischen Qualität des Autos orientiert.
Weitere Angebote wie Car-Sharing, Verkehrsberatung (lieber Diesel oder Benzin?) und eine Mitfahrzentrale sind für Mitglieder und Nicht-Mitglieder zugänglich. Im Großraum Bonn baut der VCD in einem Pilotprojekt ein Netz auf, das Mitfahrgelegenheiten bei dem täglichen Weg zur Arbeit zu vermitteln versucht.
Kontakt:
Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. Bundesverband
Kochstraße 27
10969 Berlin
Telefon: 030 / 28 03 51-0
Fax: 030 / 28 03 51-10
www.vcd.org
Autor: KATALYSE Institut
Trias
T. bedeutet übersetzt Dreiheit und ist der erste Abschnitt der Erdgeschichte Dieser umfasst das ältere Drittel des Erdmittelalters (Mesozoikums).
Im Zeitalter der T. gab es erste Säugetiere und Dinosaurier. Die T. begann vor 250 Millionen Jahren und endete vor 200 Millionen Jahren. Das Ende der T. ist durch ein Massensterben von Tieren und Pflanzen geprägt.
Die T. fasst die drei Fossilienabschnitte bzw. geologische Formen von Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper zusammen.
Autor: KATALYSE Institut
Transformationsvermögen
siehe Mikrobielles Transformationsvermögen.
Autor: KATALYSE Institut
Tanklager
Siehe Lagertank.
Autor: KATALYSE Institut
Straßenbau
Die Belastung des deutschen Fernstraßennetzes ist in zunehmendem Maße kritisch. Je nach unterstelltem Szenario wird bis 2015 ein weiteres Verkehrswachstum
von 52 bis 60 Prozent prognostiziert.
Der Ausbau des Fernstraßennetzes ist grundsätzlich originäre Staatsaufgabe; die Bundesinvestitionen in Fernstraßen betragen 4,6 Mrd./Jahr auf Bundesebene.
Etwa ein Drittel der Einnahmen des Straßenverkehrs fließen wieder in die Straßeninfrastruktur zurück.
Der Straßengüterverkehr soll nun bald durch die Einführung einer streckenabhängigen Autobahngebühr für schwere Lkw, welche die bisherige Autobahnvignette ersetzt, ab März 2005 Einnahmen von ca. 3,4 Mrd. € p.a. erzielen. Abzüglich der bisherigen Vignetteneinnahmen von ca. 450 Mio. €/Jahr und von ca. 300 Mio. € p.a., die als Kompensation für das Transportgewerbe vorgesehen sind, bedeutet dies für die LKW-Nutzer zusätzliche Kosten von etwa 2,65 Mrd. € jährlich.
Während die Speditionen protestieren sieht etwa der BUND grundsätzlich keinen weiteren Neu- und Ausbaubedarf für das Bundesfernstraßennetz. Im Sinne einer nachhaltigen Mobilitätspolitik sollten die knappen Investitionsmittel statt in
Straßenbau auf die Sanierung der vorhandenen Verkehrswege, ein umfassendes Lärmschutzprogramm und den zügigen Ausbau der umweltgerechten Verkehrsmittel
konzentriert werden.
Der Bau neuer Autobahnen im Verkehrwegeplan 2003 ist aufgrund der hohen Eingriffsintensität und der verkehrlichen Wirkungen abzulehnen. Umweltpolitisch und auch verkehrlich sinnvoller ist sind ggf. die Optimierung und der teilweise Ausbau des untergeordneten Straßennetzes. Der Ausbau der bestehenden Autobahnkapazitäten hat zwar eine vergleichsweise geringe Eingriffsintensität und bringt für die Anwohner aufgrund der Rechtslage ggf. eine Verbesserung des Lärmschutzes mit sich, ist jedoch verkehrspolitisch kontraproduktiv, da damit die Konkurrenzfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene weiter geschwächt wird.
Generell abgelehnt werden vom BUND Projekte
- mit einer durchschnittlichen Belastung von unter 10.000
Kfz pro 24 Stunden (kein verkehrlicher Bedarf, insbesondere bei hohem oder sehr hohem Umweltrisiko) - parallel zu einem geplanten Ausbau der Autobahn (auch bei mehr als 5 km Entfernung von der Autobahn)
In den BVWP sollten nur verkehrs- und umweltpolitisch sinnvolle Projekte eingestuft werden. Der Nutzen-Kosten-Faktor bietet für diese Einstufung nur eine grobe Orientierung zur Einschätzung des verkehrlichen Nutzens und der
Umweltauswirkungen eines Projektes. Für die Bedarfseinstufung der Straßenbauprojekte müssen die Ergebnisse der gesamtwirtschaftlichen Bewertung in Verbindung mit den Ergebnissen der Raumwirksamkeitsanalyse und der Umweltrisikoeinschätzung differenziert interpretiert werden.
Mit der Einstufung eines Projektes in den vordringlichen Bedarf sollte außerdem nur über den verkehrlichen Handlungsbedarf im jeweiligen Planungsraum, nicht aber die generelle Bauwürdigkeit eines Projektes in der zu Grunde gelegten Dimensionierung entschieden werden. Die optimale Lösung des jeweiligen Verkehrsproblems im Sinne einer integrierten Verkehrsplanung muss in den folgenden Planungsstufen unter Einbeziehung der örtlichen Gegebenheiten ermittelt werden (Raumordnungsverfahren mit SUP, Planfeststellungsverfahren mit UVP).
Autor: KATALYSE Institut
Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL)
Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) wurde 1962 gegründet.
Ziel der Stiftungsaktivität ist, den ökologischen Landbau zu fördern und zu unterstützen. Die SÖL setzt sich mit den Auswirkungen der ökologischen Landwirtschaft auf Boden, Wasser und Klima auseinander und stellt den Biolandbau mit seinen regionalen Vermarktungsstrukturen als wichtiges alternatives Konzept für die derzeitige Agrarpolitik dar.
Sie fungiert dabei durch Sammlung, Aufbereitung und Verbreitung von Informationen als "Informationsdrehscheibe". Im Bundesprogramm Ökolandbau werden von der SÖL mehrere Projekte betreut.
Aktuelle Aktivitäten der SÖL:/liste}
- Seminarbauernhof Gut Hohenberg
- Publikationen zum ökologischen Landbau
- Koordination des Erfahrungs- und Erkenntnissaustausches
- Beratung (Rundbrief, Seminare)
- Erfahrungsaustausch zwischen Studentengruppen
- Forschung(Wissenschaftstagungen)
- zwischen Institutionen
- Forschung für die Praxis (Projekt Ökologische Bodenbewirtschaftung,Projekt Weierhof)
- Öffentlichkeitsarbeit (Projekttage, Öko-Markttage Bad Dürkheim)
- Dokumentation (Bibliothek, Archiv)
- Fördertätigkeit (Karl-Werner-Kieffer-Preis,Stiftungsprofessur Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur
Die Stiftung gibt vier mal jährlich die Zeitschrift „Ökologie & Landbau“, sowie den „SÖL- Berater- Rundbrief“ (€ 14 pro Jahr) heraus.Kontakt:
Stiftung Ökologie & Landbau
Weinstraße Süd 51
67098 Bad Dürkheim
www.soel.de
Autor: KATALYSE Institut
Schwesterchromatid-Austausch
Schwesterchromatiden sind die beiden gleichartigen DNA-Stücke, die in diesem Stadium des Zellzyklus parallel angeordnet sind.
Während dieser Phase kann ein Austausch von ganzen, mehr oder weniger großen Chromosomenstücken stattfinden. Einerseits weil die DNA-Stränge nahe beieinander liegen und andererseits weil die DNA-Moleküle von Enzymen auseinander gezogen werden, um für die neu entstehende Zelle verdoppelt zu werden, wobei es zu Spannungen im Molekül kommt. An diesen offenen Stellen, den Replikationsgabeln, finden die Überkreuzungen der Chromosomenstücke statt (crossing over). Dabei kommt es – auch unter natürlichen Bedingungen – zu Strangbrüchen, die vom Reparatursystem der Zelle wieder geflickt werden. Bei der Reparatur kann es passieren, dass „falsche“ Stücke zusammengefügt werden. Dadurch erhält die DNA neue Eigenschaften, ein normaler Vorgang in der Evolution. Es kommt auch zu Vernetzungen (cross-linking) der DNA-Moleküle, was zur Hemmung oder gar dem Verlust der DNA-Funktion führen kann. Die Vernetzungen sind wieder feste kovalente chemische Bindungen, die nicht leicht zu lösen sind.
Im Labor werden zur Erhöhung der Strangbruchraten Chemikalien eingesetzt wie z. B. Mitomycin C (seit langem gut bekannt als Auslöser von Schwesterchromatid-Austauschen) oder Phytohämagglutinin (eine Substanz aus Bohnen, die menschliche Blutzellen verklumpen – agglutinieren – lässt und Lymphozyten zur Teilung anregt), um die Stabilität bzw. Anfälligkeit vom Chromosomen zu testen. Der Schwesterchromatid-Austausch-Test ist eine gängige Methode zur Charakterisierung der Chromosomeneigenschaften. Außer mutagenen Chemikalien kann auch ionisierende Strahlung (Röntgen- und UV-Strahlung) zu Strangbrüchen und Schwesterchromatid-Austausch führen. Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob auch hoch- und niederfrequente Felder solche Auswirkungen haben können. Viele Experimente sprechen dafür.
Nach der gängigen Vorstellung kann jeder Eingriff in die DNA-Struktur eine Entartung von Zellen zur Folge haben. Entartung bedeutet, dass Wachstum, Funktion und Absterben einer Zelle nicht mehr den eigentlichen Regeln.
Autor: KATALYSE Institut
SAR-Wert
Der SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate) ist ein Maß für die in Lebewesen oder Gegenstände eingedrungene elektromagnetische Strahlung. Die Einheit dafür ist Watt pro Kilogramm Körpergewebe (W/kg).
Die Eindringtiefe hängt von der Wellenlänge und der Beschaffenheit des Materials ab. Er gibt also an, wie viel im Körpergewebe oder von anderen Materialien aufgenommen (absorbiert) wird. Strahlung, die in Materie eindringt, kann dort Auswirkungen haben. Die bekannteste Wirkung ist z. B. die Erzeugung von Wärme (thermischer Effekt). Dieser Effekt wird beim Mikrowellenherd ausgenutzt. Neben dem thermischen Effekt gibt es die athermischen Effekte, die bei Strahlungsdichten unterhalb der so genannten thermischen Schwelle auftreten. Diese Effekte sind z. B. Radikalbildung, Veränderung von Eigenschaften der Zellmembranen und der Hirnströme (
EEG).
Die Strahlung verteilt sich in Körpergewebe nicht gleichmäßig, denn jede Gewebeart hat eine andere Absorptionsfähigkeit. Stark wasserhaltiges Gewebe absorbiert stärker als wasserarmes. Zudem werden die Strahlen an Organgrenzen gebeugt oder reflektiert, so dass es einerseits Bereiche gibt, in denen eine geringere Strahlungsdichte vorhanden ist, und andererseits kann es zu „hot spots“ kommen.
Handys müssen so konstruiert werden, dass sie einen Grenzwert von 2 W/kg, gemittelt über 10 g Körpergewebe, bei maximaler Leistung einhalten. Das Messverfahren dafür ist genau festgelegt. Überprüft wird die Einhaltung des Grenzwertes an einem mit Flüssigkeit gefüllten Kunstkopf, der die Verhältnisse im menschlichen Kopf darstellen soll. Natürlich kann ein Kopf aus Kunststoff nicht die wahren Verhältnisse am lebendigen Körper repräsentierten.
Beim Telefonieren mit dem Handy wird meistens der Grenzwert unterschritten, weil das Gerät nur selten mit maximaler Leistung sendet, dank der automatischen Leistungsregelung. Trotzdem kann es bei langen Telefongesprächen zur Erwärmung des Gewebes am Kopf kommen.
Die heute auf dem Markt angebotenen Handys unterscheiden sich stark bezüglich der SAR-Werte. Darauf sollte man beim Kauf achten. Informationen dazu bekommt man z. B. unter www.handywerte.de.
Autor: KATALYSE Institut
Riffe
Abhängig von ihrer Form, der Entfernung zur Küste und ihrer Entstehungsgeschichte können Korallenriffe verschiedenen Rifftypen zugeordnet werden:
Saumriffe
Saumriffe beginnen mehr oder weniger direkt an der Küste und wachsen von dort seewärts weiter. Wie weit sie sich ins Meer erstrecken hängt vor allem davon ab, wie steil der Meeresboden abfällt. Sie sind der häufigste und weltweit verbreiteste Rifftyp. Die Riffe im Roten Meer gehören zum Beispiel fast ausschließlich diesem Typ an.
Plattformriffe
Dieser Rifftyp kann überall dort entstehen, wo das Wasser flach genug für Korallen ist und andere ökologische Bedingungen ihr Wachstum zulassen. Große Plattformriffe können im Lauf der Zeit Atollen sehr ähnlich werden, wenn sich in ihrem Zentrum eine Lagune einsenkt. In diesem Fall spricht man von Pseudoatollen, da sie eine andere Entstehungsgeschichte als die eigentlichen Atolle haben (s.u.).
Barriereriffe
Barriereriffe sind von der Küste durch eine tiefe und breite Lagune getrennt. Für ihre Entstehung sind geologische Absenkungsprozesse des Untergrunds oder größere Anstiege des Meeresspiegels nötig. Die größten Barriereriffe der Welt sind das Great Barrier Reef Australiens und das Barriereriff vor Belize.
Atolle
Atolle bestehen aus einem ringförmigen Riffkranz, der eine Lagune umschließt. Der Riff-Außenhang fällt manchmal mehrere tausend Meter steil ab. Für die Entstehung von Atollen ist das Absinken einer Insel notwendig. Dieser Rifftyp ist vor allem in der Südsee und auf den Malediven häufig zu finden.
Durch die Abhängigkeit der Korallen von warmem Wasser findet man Korallenriffe in relativer Nähe des Äquators. Dass die Grenze des Riffvorkommens nicht überall den gleichen Abstand zum Äquator hat, liegt an den großen Meeresströmen. So verdanken beispielsweise die weit im Norden gelegenen Bermudas ihre Korallenriffe dem warmen Golfstrom. Der kalte Humboldt-Strom verhindert dagegen das Wachstum hermatypischer Korallen an weiten Teilen der Pazifikküste Südamerikas.
Quelle und Text von Gerd Haegele, freier Mitarbeiter der Zoologischen Staatssammlung München und Autor der CD-ROM:
Korallenriffe - ein Lebensraum und seine Bewohner
Habitat Verlag Gerd Haegele
+49 (0)89-52 38 90 37
www.habitat-verlag.de
info@gerd-haegele.de
ISBN: 3-9809516-0-X
Anzahl Abbildungen: 1800 Unterwasser-Fotografien plus Grafiken und Animationen
Preis: 24,80 €;
Hier gelangen Sie zu unserer Rezension der CD-ROM
Hier können Sie die CD-ROM Korallenriffe - ein Lebensraum und seine Bewohner
direkt bestellen: www.habitat-verlag.de
Autor: KATALYSE Institut
Remobilisierung
Zurückführen einer fest gebundenen chemischen Verbindungsform eines Stoffes (z.B. Schwermetall) in eine weniger stark gebundene oder lösliche Form.
Die R. ist in folgenden Bereichen relevant:
- Im Boden können Stoffe, die in löslicher oder leicht austauschbarer Bindungsform vorliegen, von Pflanzen oder Bodenorganismen aufgenommen und akkumuliert (Bioakkumulation) und in tiefere Bodenschichten oder ins Grundwasser verlagert werden (Bodenaustauscher, Bodenbelastung).
- In Gewässersedimenten kann die R. zu einer Erhöhung der Konzentration eines Stoffes im Wasser führen (EDTA).
- Auch im menschlichen Körper liegen Stoffe in mehr oder weniger stark gebundener Form vor und Mobilisierungsvorgänge führen zum Transport in andere Organe oder zur Erhöhung der Konzentration eines Stoffes in Blut oder Urin.
Autor: KATALYSE Institut
Regenwurm
R. stellen die bekanntesten Vertreter der Bodenorganismen dar.
Sie leben im Boden und Kompost. R. sind Dunkeltiere, längere Einwirkung von Tageslicht, insb. von UV-Strahlung, bedeuten den Lichttod. R. sind auf eine ausreichende Sauerstoffversorgung angewiesen, sie können nicht länger als 24 h im stehenden Wasser leben.
Bei längerem Regen verlassen sie oft wegen Erstickungsgefahr ihre Gänge und verenden durch Lichteinwirkung an der Oberfläche.
R. sind als Humusbildner sowie für die Durchmischung, Lockerung, Lüftung und Durchwurzelbarkeit des Bodens von großer Bedeutung (Bodenverdichtung).
R. ernähren sich von zersetzendem, organischem Material, wozu sie abgestorbene Blätter in ihre Gänge ziehen und so mit den Mineralbodenteilchen in Verbindung bringen. Unverdaubare Erde wird in Kottürmchen an der Röhrenmündung abgesetzt. Die meisten R. kommen nur in schwach sauren bis alkalischen Böden vor; in sauren, humusarmen, trockenen Sandböden fehlen sie ganz (Bodenversauerung, Saurer Regen).
Durch Bodenbearbeitung, insb. mit rotierenden Geräten, und Biozideinsatz (z.B. Fungizid Benomyl) werden R. negativ beeinflußt. Im Wald leben ca. 40-80, im Grünland bis zu 300 und im Acker 0-110 Tiere/m2.
Siehe auch: Bodenorganismen.
Autor: KATALYSE Institut
Kalkfarben
Bindemittel Kalk und Leim im Verhältnis 9:1.
Farbe mit guter Deckkraft, die aber vor jedem Neuanstrich entfernt werden muss.
Autor: KATALYSE Institut
Radioaktiver Zerfall
Siehe Radioaktivität.
Autor: KATALYSE Institut
