Regenwurm

R. stellen die bekanntesten Vertreter der Bodenorganismen dar.

Sie leben im Boden und Kompost. R. sind Dunkeltiere, längere Einwirkung von Tageslicht, insb. von UV-Strahlung, bedeuten den Lichttod. R. sind auf eine ausreichende Sauerstoffversorgung angewiesen, sie können nicht länger als 24 h im stehenden Wasser leben.

Bei längerem Regen verlassen sie oft wegen Erstickungsgefahr ihre Gänge und verenden durch Lichteinwirkung an der Oberfläche.
R. sind als Humusbildner sowie für die Durchmischung, Lockerung, Lüftung und Durchwurzelbarkeit des Bodens von großer Bedeutung (Bodenverdichtung).

R. ernähren sich von zersetzendem, organischem Material, wozu sie abgestorbene Blätter in ihre Gänge ziehen und so mit den Mineralbodenteilchen in Verbindung bringen. Unverdaubare Erde wird in Kottürmchen an der Röhrenmündung abgesetzt. Die meisten R. kommen nur in schwach sauren bis alkalischen Böden vor; in sauren, humusarmen, trockenen Sandböden fehlen sie ganz (Bodenversauerung, Saurer Regen).

Durch Bodenbearbeitung, insb. mit rotierenden Geräten, und Biozideinsatz (z.B. Fungizid Benomyl) werden R. negativ beeinflußt. Im Wald leben ca. 40-80, im Grünland bis zu 300 und im Acker 0-110 Tiere/m2.

Siehe auch: Bodenorganismen.

Autor: KATALYSE Institut

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