Umweltfreundliche Produkte

U. ist eine umweltpolitische Handlungsmöglichkeit für die öffentliche Hand und private (Groß-)Beschaffer.

Die öffentliche Hand (Kommunen, Länder, Bundeseinrichtungen) besitzt für bestimmte Produktgruppen ein Nachfragemonopol (z.B. kommunale Nutzfahrzeuge), für andere stellt sie immerhin ein bedeutender Großabnehmer (z.B. Papier, Hoch- und Tiefbaubedarf,
Reinigungsmittel) dar. Diese Marktmacht soll gezielt zugunsten umweltschonender Produkte und Verfahren eingesetzt werden, wobei der öffentlichen Hand eine Vorreiterrolle zukommt. Erwartet wird, daß die Produkte dadurch technologisch gefördert und ökonomisch günstiger produziert werden können.
Nach der 1984 novellierten "Verdingungsordnung für Leistungen" ist sichergestellt, daß die Umweltverträglichkeit von Produkten bei den Ausschreibungskriterien einbezogen und bei der Auftragsvergabe berücksichtigt werden sollen.
In allen Bundesländern sind inzwischen Erlasse zur U. in Kraft, zahlreiche Kommunen sind mit Ratsbeschlüssen, Dienstanweisungen u.ä. gefolgt. Die Bundesländer verankern zunehmend in ihren Landesabfallgesetzen, eine Verpflichtung für alle Behörden, "abfallarm" zu beschaffen. Dies stellt die bisher gültige gesetzliche Verpflichtung zur U. dar.

Autor: KATALYSE Institut

Pyrethrum

P. ist ein natürliches Insektizid (chemisch: Ester sekundärer Alkohole), das aus Chrysanthemenblüten gewonnen wird und schon den Römern als "persisches Insektenpulver" gegen Läuse und Flöhe half.

Zum Anbau von Chrysanthemum-Blüten werden Anbaubedingungen benötigt, die denen von Tee oder Kaffee gleichen. Die Temperatur beeinflußt den P.-Gehalt in der Blüte. Der sehr arbeitsintensive Anbau von Chrysanthemum führt dazu, dass er nur in sehr kleinem Maßstab erfolgt. Dadurch bedingt ist P. eines der teuersten Insektizide, das es gibt. Es findet aus diesem Grund und wegen seiner geringen Stabilität (es zerfällt in seiner chemischen Struktur innerhalb von ca. 2 Wochen) in der Landwirtschaft kaum Anwendung. P. wird in erster Linie im Haushaltsbereich als Wirkstoff in Insektensprays eingesetzt. P. wird in der Literatur als für Säuger leicht bis mäßig giftig angegeben. Menschen mit regelmäßigem P.-Kontakt können allergische Hautreaktionen zeigen (Allergie).
Der MAK-Wert für P. beträgt 5 mg/m3 (gemessen als Gesamtstaub).
Biologische Schädlingsbekämpfung

Autor: KATALYSE Institut

PXDF

Abk. für die Stoffgruppe der 3.300 chlorierten und/oder bromierten Dibenzofurane (X ist die in der organischen Chemie übliche Abk. für Halogen).
Dioxine und Furane

Autor: KATALYSE Institut

PXDD

Abk. für die Stoffgruppe der 1.720 chlorierten und/oder bromierten Dibenzo-p-dioxine (das X ist die in der organischen Chemie übliche Abk. für Halogen).
Dioxine und Furane

Autor: KATALYSE Institut

Proton

Elektrisch positiv geladenes Elementarteilchen, dessen Masse mit der eines Neutrons nahezu übereinstimmt.

P. bilden zusammen mit den Neutronen den Atomkern, der zusammen mit den Elektronen das Atom darstellt. Das einfachste Atom, das Wasserstoff-Atom, besteht aus einem P. und einem Elektron.
Energiereiche P.-Strahlen werden benutzt, um künstliche Isotope herzustellen.

Autor: KATALYSE Institut

Proteomik

In den 1990er Jahren wurden die Begriffe Proteomik und Transkriptomik geschaffen, hinter denen sich neue Techniken und Methoden in Forschung und Diagnostik durch Automatisierung und Einsatz von Chiptechnologie verbergen.

In der Molekularbiologie werden ständig neue, stark verfeinerte Methoden entwickelt, mit deren Hilfe man schnellere und genauere Forschungsergebnisse erzielen kann. In Anlehnung an den Begriff Genom – der Gesamtheit der Gene eines Lebewesens – ist ein Proteom die Gesamtheit der Proteine (Eiweiße), die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Organismus vorhanden sind. Ein Transkriptom ist die Gesamtheit der messenger-RNA (mRNA), die zu einem bestimmten Zeitpunkt von aktiven Genen erzeugt wird. Im Unterschied zu den Genen, die in jeder Zelle eines Individuums gleich und immer vorhanden sind, ist die Protein- und RNA-Zusammensetzung in jeder Körperzelle verschieden und verändert sich ständig, abhängig von der Art und der Aktivität der Zelle. Eine Nervenzelle beispielsweise hat somit einen anderen Protein- und RNA-Gehalt als eine Leber- oder Muskelzelle. Das Transkriptom ist für jede Zellart verschieden, da die Zelle ständig andere Proteine braucht, um ihren Stoffwechsel zu bewerkstelligen.

Transkriptom und Proteom sind eng gekoppelt. An einem aktiven Gen wird im Zellkern mRNA erzeugt, die mRNA verlässt den Zellkern und im Zellplasma wird mit dieser das entsprechende Protein zusammengesetzt (Translation).

Transkriptomik und Proteomik schließlich sind die Fachgebiete, die sich mit Protein- und mRNA-Zusammensetzung in Zellen befassen oder, anders ausgedrückt, die Wissenschaft von Protein- und mRNA-Gehalt einer Zellart. Mit Transkriptomik und Proteomik können also momentane Zustände in einer Zelle dargestellt werden: welche Gene aktiv sind, welche und wie viel RNA und welche Art von Proteinen und in welcher Konzentration gebildet wurden. Dieses Wissen gibt u. a. Aufschluss über Schädigungen von Zellen bei bestimmten Krankheiten oder auch Veränderungen in Zellen durch schädliche Einflüsse auf die Zellen von außen.

Autor: KATALYSE Institut

Propan

siehe Treibgase

Autor: KATALYSE Institut

Projekt

Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert.

Von einem Projekt kann gesprochen werden, wenn:

  • es klar formulierte, konkrete Projektziele gibt.
  • das Projekt an einem festen Termin beginnt und an einem geplanten Termin endet.
  • das Budget (Kosten, aufzuwendende Arbeitszeit) zu Beginn des Projektes geplant wird.
  • es für das Projekt eine eigenständige Projektorganisation gibt.
  • im Projekt planmäßig und systematisch vorgegangen wird.
  • es eine neuartige komplexe Aufgabe ist.

Autor: KATALYSE Institut

Produzenten

P. (= autotrophe Organismen) bauen mit Hilfe von Lichtenergie (grüne Pflanzen, Photosynthese) oder mittels chemischer Energie (manche Bakterien) aus energiearmen anorganischen Stoffen komplizierte energiereichere organische Verbindungen auf.

P. wandeln Lichtenergie oder chemische Energie in Nahrungsenergie um. Alle anderen Organismen (= heterotrophe Organismen) leben von der Primärproduktion.
Ökosystem

Autor: KATALYSE Institut

Produktionsfaktoren

P. sind Güter, die zur Produktion anderer Güter eingesetzt werden, sog. produzierende Produktionsmittel.

Die klassischen P. der Volkswirtschaftslehre sind Arbeit, Boden und Kapital. In letzter Zeit werden jedoch auch Faktoren wie unternehmerische Leistung, Umwelt und Energie als betriebliche P. diskutiert (Betriebswirtschaftslehre).

Autor: KATALYSE Institut

Prisma

siehe Lichtlenkung

 

Autor: KATALYSE Institut

Umweltwärme

U. ist die natürlich gespeicherte Sonnenwärme (Globalstrahlung) in Oberflächenwasser, Erde und Luft oder die natürliche Wärme des Grundwassers bzw. der Erdwärme in tieferen Schichten.

I.d.R. fällt U. auf niedrigem Temperaturniveau an und kann über Wärmepumpen unter Zuführung von hochwertiger Energie (z.B. mechanischer Antriebsenergie) auf höherem Temperaturniveau direkt nutzbar gemacht werden.
U. auf mittlerem Temperaturniveau: Geothermische Energie

Autor: KATALYSE Institut

UNEP

(United Nations Environmental Program) Die UNEP ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN) und wurde 1972 gegründet.

Ihr gehören 136 Staaten an, der Verwaltungsrat setzt sich aus 58 von der UN-Generalversammlung gewählten Mitgliedern zusammen. Sitz der Institution ist Nairobi. Ziel ist die Koordination der Umweltschutzmaßnahmen der Vereinten Nationen, die Hauptbemühungen gelten z.Z. der Bekämpfung des Treibhauseffektes.

Autor: KATALYSE Institut

Uran

Chemisches Element, Symbol U, Ordnungszahl 92, Schmelzpunkt 1.132 Grad C, Siedepunkt 3.818 Grad C, Dichte 19,2 g/cm3, Schwermetall, dessen Verbindungen sehr giftig sind (MAK-Wert 0,25 mg/m3).

Uran ist ein natürlich vorkommender radioaktiver Stoff (Radioaktivität, Natürliche
Strahlenbelastung, Terrestrische Strahlung) und das schwerste in der Natur vorkommende chemische Element. Natur-Uran besteht aus den Uran-Isotopen U 235 (Anteil 0,72%) und U 238 (99,27%). Physikalische Halbwertszeit 700 Mio Jahre (U 235) bzw. 4,5 Mrd Jahre (U 238), biologische Halbwertszeit 300 Tage. Uran zerfällt unter Aussendung von Alpha- und Gammastrahlung.

Wichtigste Folgeprodukte: Thorium-230 (physikalische Halbwertszeit 75.000 Jahre), Radium-226 (1.600 Jahre), Polonium-210 (138 Tage) und Radon-222 (3,8 Tage). U 235 wird als Spaltstoff (Kernspaltung) in Kernkraftwerken und Atomwaffen benutzt. Zur Verwendung in Leichtwasserreaktoren muß das Natur-Uran auf einen U 235-Anteil von 3% angereichert werden (Brennstoffkreislauf). U 238 ist kein Spaltstoff, sondern wird als Brutstoff für Plutonium benutzt (Schneller Brüter).
Bei steigender Nutzung der Kernenergie reichen die weltweiten Uran-Vorräte nur noch für einige Jahrzehnte (Energiereserven). Eine längere Nutzung der Kernspaltung ist nur mit Hilfe des Schnellen Brüters realisierbar.

Umweltgefahren durch Uran: Uran kommt im Boden, in Baumaterialien (Radioaktive Baustoffe), Düngemitteln, Porzellan, Keramik etc. vor. Mit der Nahrung oder der Atemluft aufgenommen, führt es im Körper zu Strahlenschäden. Die größte Gefahr geht nicht von Uran selber, sondern von seinen radioaktiven Folge- und Spaltprodukten aus. Spaltprodukte entstehen bei der Kernspaltung von Uran (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitung, Brennstoffkreislauf).

Bei der Uran-Erzgewinnung und -Bearbeitung gelangen große Mengen radioaktiver Uran-Folgeprodukte in die Umwelt. Um 1 t 3%-angereichertes Uran zu erhalten, müssen etwa 3.000 t Uran-Erz gefördert werden. Die Uran-Bergarbeiter sind dabei großen radioaktiven Belastungen durch das Edelgas Radon und Schwebeteilchen ausgesetzt. Folgen: Ermüdung, Blutbildveränderungen und bis zu 45fach erhöhtes Lungenkrebsrisiko (Strahlenschäden).

Nach der chemischen Abtrennung des Uran aus dem Erz bleiben große Mengen an Abfallerz übrig, die u.a. Thorium und Radium enthalten. Das Abfallerz wird fast ausschließlich oberirdisch gelagert. Regen wäscht die löslichen radioaktiven Stoffe, z.B. Radium, in den Boden, in Grundwasser und Flüsse. Radium reichert sich beim Menschen in den Knochen an (Anreicherung). Radon entweicht noch Hunderttausende von Jahren aus den Abfallhalden in die Luft.
Infolge der Radonemissionen werden innerhalb von 500 Jahren durch den Uran-Jahresbedarf eines Kernkraftwerks 2-3 Krebstote erwartet. Die Umweltbelastungen können stark reduziert werden, wenn das Abfallerz wie schwachradioaktiver Atommüll behandelt und in tiefe Bergwerke deponiert würde.

Während es in den alten Bundesländern nur unbedeutende Uran-Vorkommen im Schwarzwald gibt, liegen in Thüringen und Sachsen ehem. bedeutende Uran-Abbaugebiete. Die Uran-Bergbaugesellschaft Wismut war früher einer der größten Uran-Produzenten der Welt. Beim Uran-Abbau entstanden in den vergangenen 40 Jahren schwere Umweltschäden. Die Kosten für Sanierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen für das verstrahlte Erdreich (z.B. Abfallerzhalden) werden auf 15 Mrd DM geschätzt.

Die anvisierten Sanierungsarbeiten gefährden ihrerseits infolge der Mobilisierung radioaktiver Substanzen das Trinkwasser von einer Million Menschen in Sachsen.
Obwohl die Uran-Förderung offiziell seit dem 1.1.91 beendet wurde, fördert die Wismut, angeblich im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen, weiter Uran (1991: 4.000 t Uran-Erz).

Die Häuser in den Uran-Abbaugebieten sind durch extrem hohe Radon-Werte (z.B. aus den Uran-Bergwerksstollen) belastet. Spitzenwerte bis zu 30.000 Bq/m3 wurden gemessen.

Autor: KATALYSE Institut

Umweltticket

U. werden in mehreren deutschen Städten solche Monatskarten für öffentliche Verkehrsmittel genannt, die besonders kostengünstig sind und zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel animieren sollen. U. sind meist übertragbar.

Dem Beispiel Basels folgend, führte Freiburg Mitte der 80er Jahre als erste deutsche Stadt ein U. ein. Inzwischen beteiligen sich Freiburg und umliegende Landkreise an der "Regiokarte", die für das größte Tarifgebiet des öffentlichen Personennahverkehrs in Westdeutschland gilt.

Autor: KATALYSE Institut

Umwelttelefon

Zahlreiche Städte, Landesministerien und Umweltbehörden haben U. als erste Anlaufstelle für Bürgeranfragen eingerichtet.

Die Bürger können Beschwerden vortragen, Fragen stellen, Anregungen geben. Sofern eine Umweltberatung vorhanden ist, werden U. meist dort integriert. Z.T. wird unter U. auch die Einrichtung verstanden, unter einer festen Nummer wochen- oder monatsweise Umweltinformationen vom Band abrufen zu können. Geschätsstellen und Büros vieler Bürgerinitiativen und Umweltverbände erfüllen als Anlaufstelle für Umweltprobleme ähnliche Funktionen wie U.. Für Lärmprobleme wurden z.T. eigene Lärmschutztelefone eingerichtet.

Autor: KATALYSE Institut

ppm, ppb, ppt

Angaben für sehr geringe Stoffkonzentrationen.

1 ppm (parts per million) = 1 Millionstel = 0,000.1% = 1 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) bzw. 1 Milliliter pro Kubikmeter (ml/m3);
1 ppb (parts per billion) = 1 Milliardstel = 0,000.000.1% = 1 mycrog/kg bzw. 1 mycrol/m3;
1 ppt (parts per trillion) = 1 Billionstel = 0,000.000.000.1% = 1 ng/kg bzw. 1 nl/m3.
Ob die Angaben in p. gewichts- oder volumenbezogen sind, hängt vom jeweiligen Kontext ab.

Autor: KATALYSE Institut

Polyvinylchlorid

P. (Polyvinylchlorid) ist ein Kunststoff mit einem breiten Einsatzspektrum und wird v.a. für die Herstellung von Verpackungen und Spielwaren und im Baubereich verwendet.

Die Produktion in Deutschland betrug 1990 1,3 Mio t. Damit ist Deutschland Europas größter P.-Produzenten dar, gefolgt von Frankreich mit einer Jahresproduktion von 1 Mio t. P. wird durch Polymerisation von Vinylchlorid hergestellt.

Vinylchlorid wirkt eindeutig krebserregend, auch die Mutagenität ist experimentell und die Teratogenität in epidemologischen Studien nachgewiesen.

P. kann bis zu 400 ppm Vinylchlorid , weiterverarbeitetes P. kann bis 20 ppm Vinylchlorid enthalten. Der Vinylchloridrestgehalt in P.-Lebensmittelverpackungen darf daher 1 mg/kg nicht überschreiten. Aus P.-Verpackungen dürfen keine messbaren Anteile an Vinylchlorid auf verpackte Lebensmittel übergehen. Aus dem Ausland importiertes P. erfüllt diese Anforderungen nicht immer, so dass hier eine Gesundheitsgefährdung durch Lebensmittelverpackungen besteht (Rest-Monomere).

Mehr als die Hälfte aller P.-Produkte werden für die Bauindustrie produziert (Fensterrahmen, Rohre, Bodenbeläge). Weiterhin wird P. zu Verpackungen (z.B. Plastikfolien und Verbundverpackungen), Kabelummantelungen und Spielzeug verarbeitet.

P. enthält im Vergleich zu anderen Kunststoffen größere Mengen an Additiven. Die im P. enthaltenen Stabilisatoren und Farbstoffe sind meist schwermetallhaltig. In Müllverbrennungsanlagen können diese Schwermetalle freigesetzt werden, ebenso können dabei Chlorwasserstoff und Dioxine entstehen. Nur eine getrennte Abfallsammlung und ein Verzicht auf P.-Produkte kann diese Probleme lösen.

Autor: KATALYSE Institut

P. ist ein zur Gruppe der Polyvinylester gehörender, geruch- und geschmackloser, witterungsbeständiger Kunststoff, der durch Polymerisation von Vinylacetat entsteht.

Ob P., das selbst als nicht giftig gilt, umweltbelastend wirkt oder nicht, hängt von den Zusatzstoffen ab (Kunststoffe). P. ist zugelassen als Bestandteil von Kaugummimassen, als Teppichrückseitenbeschichtung, als Käsebeschichtung, zur Papierherstellung u.a. P., das in Form von Dispersionen ins Abwasser gelangen kann, wird dort nur sehr langsam abgebaut (Abbau).

Autor: KATALYSE Institut

Polyurethan

P. abgekürzt PUR, ist eine Gruppe von Kunststoffen, die aus Polyisocyanaten und Polyalkoholen hergestellt werden.

P. gehört wie die Epoxidharze zu den Duroplasten (= harten, aber nicht flexiblen Kunststoffen). Eine Reihe von Modifikationen bei der Verwendung von Grundstoffen und Katalysatoren in der Herstellung führt zur Herstellung von Weich- und Hartschaumvarianten aus P..
P. wird einerseits als Schaum zur Wärmedämmung und Schallisolierung (Lärmschutz), Polster- und Matratzenherstellung, als Dichtungsmasse im Bau verwendet und andererseits als Hartkunststoff z.B. in der Automobilbranche eingesetzt (Autokauf, Autorecycling).
P.-Hartschaumplatten enthalten zusätzlich Flammschutzmittel, wie Phosphorsäureester, sowie Stabilisatoren und Katalysatoren. Sie sind sehr gut wärmedämmend, aber nicht sorptionsfähig und dampfdicht (in Verbindung mit den benötigten Klebstoffen), sie sind fäulnisresistent, aber Ameisen bauen ihre Nester hinein. Diese Aussagen gelten auch für P.-Ortschäume, die z.B. als Kerndämmung in mehrschaligem Mauerwerk eingesetzt werden.
Montageschäume in Spraydosen zur Abdichtung von Fugen im Handwerker- und Heimwerkerbereich können giftige Ausgangsstoffe (Isocyanate) enthalten. Das Brandverhalten von P. ist problematisch, da neben Diisocyanaten auch Blausäuregas entsteht.
P.-Schäume werden nur noch zu einem geringen Anteil mit FCKWs (Chlorfluorkohlenstoffe) geschäumt, die weitgehend durch einen erhöhten CO2-Anteil bei Schäumung oder durch Pentan ersetzt wurden.
Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg von 4,4 kg (1982) auf rd. 14 kg an. 1990 wurden 1,2 Mio t P. in Deutschland hergestellt.
Die Produktion von P. ist aus einer Fülle von Gründen des Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes langfristig abzulösen.
k-Wert

Autor: KATALYSE Institut

Polytetrafluorethylen

PTFE ist ein durch Polymerisation von Tetrafluorethylen entstehender, sehr kälte-, wärme- und chemikalienbeständiger, nichthaftender und selbstschmierender Kunststoff. Handelsprodukte sind u.a. Teflon und Hostaflon.

Hauptanwendungsgebiete sind Beschichtungen, Auskleidungen und Dichtungen im chemischen Apparatebau, Flugzeugbau und Raumfahrtindustrie sowie Spezialtextilien (z.B. Goretex) und Haushalt.

PTFE ist bei bestimmungsgemäßen Gebrauch gesundheitlich unbedenklich und wird aufgrund seiner Eigenschaften u.a. zur Beschichtung von Kochgeräten und Bratpfannen verwendet. PTFE ist zwischen -200 Grad C und +260 Grad C einsetzbar.

PTFE-beschichtete Pfannen dürfen nicht überhitzt werden, was v.a. an zerkratzten Stellen geschehen kann. Bei Temperaturen über 360 °C zersetzt sich Teflon und bildet giftige, fluorierte Verbindungen und Partikel, die in schweren Fällen zu Bronchiopneumonie und Lungenödem führen können. Bei geringeren Konzentrationen kann sich nach mehrstündiger Latenzzeit ein grippeartiges Kranksheitsbild ergeben (Teflonfieber). Für die Bildung von Zersetzungsprodukten aus PTFE, die für Ratten tödlich sind, sind Temperaturen von 425 bis 450 °C notwendig. Eine 15-minütige Inhalation von ultrafeinen PTFE-Partikeln verursacht bei Ratten schwere Lungenschädigungen.

Jahrzehntelang wurden Gesundheitsrisiken durch die Hersteller wie DuPont verschwiegen, die bei der Teflon-Herstellung durch den Grundstoff Perflouroktansäure (PFOA) auftreten können. Kinder von Arbeiterinnen aus der PTFE-Herstellung, die dem Stoff  PFOA ausgesetzt waren, erlitten häufiger Missbildungen. PFOA ist bei Ratten krebserregend. Grenzwerte für die Verwendung gibt es nicht. PFOA baut sich wie PCB und Dioxin nicht ab; der menschliche Körper benötigt daher Jahre, um es auszuscheiden.

Ein erhebliches Umweltproblem stellt PTFE in der Entsorgung dar, da die freigesetzten Emissionen bei der Verbrennung die Umwelt belasten.

Autor: KATALYSE Institut

Polypropylen

Polypropylen ist neben Polyethylen das zweite bedeutende Polyolefin.

Die Produktionsmenge von Polypropylen betrug 1990 in der BRD 550.000 t. Bei der Kunststoff-Produktion in Westeuropa verzeichnet Polypropylen seit 1982 die größten Zuwachsraten.
Verwendet wird Polypropylen als Verpackungsmaterial, Folie und als Beschichtung für Verbundverpackungen.
Toxikologie und Umweltverträglichkeit: Hier ist Polypropylen ähnlich wie Polyethylen einzustufen.

Autor: KATALYSE Institut

Polyphosphate

Salze bzw. Ester der Polyphosphorsäuren, die in Düngemitteln (Ammonium-Phosphate), in Wasch- und Reinigungsmitteln, in der Wasseraufbereitung (Trinkwasseraufbereitung) sowie in der Lebensmitteltechnologie (Phosphate) verwendet werden.

Autor: KATALYSE Institut

Polyolefine

Sammelbezeichnung für Kunststoffe, die durch Polymerisation von Alkenen (Ethylen, Propen) entstehen.

Die wichtigsten P. sind das Polyethylen und das Polypropylen, die in Westdeutschland am gesamten Kunststoffmarkt mit über 50% beteiligt sind.

Autor: KATALYSE Institut