Möbel

Seit der Industrialisierung (auch der Handwerksbetriebe - dort Verwendung von Industrieprodukten) wird die M.-Herstellung fast ausschließlich mit Kunststoffprodukten betrieben.

Soweit überhaupt noch Holzarten zum Einsatz kommen, sind diese durch gesundheitsgefährdende Zusätze (Spanplatten) oder Oberflächen (Lacke sind aus Filmbildnern, Farbstoffen bzw. Pigmente, Lösemitteln sowie Hilfsstoffen zusammengesetzt.Lacke und Anstrichfarben) bedenklich. Vielfach werden heute auch M. aus Metall (Messing/Eisen) angeboten.
Nach der Gefahrstoffverordnung von 1986 dürfen Holzwerkstoffe wie Spanplatten, Tischlerplatten, Furnierplatten und Faserplatten, die ab 1989 hergestellt wurden, nur noch in E1-Qualität verkauft werden. Emissionsklassen bei Spanplatten: E1 - maximal 0,1 ppm, E2 - maximal 1 ppm Formaldehyd-Innenraumluftkonzentration.

Jedoch können auch aus der Summe geringemittierender M.-Teile nicht akzeptable Belastungen der Innenraumluft entstehen.
Für fertige M. kann der blaue Engel (Umweltzeichen) vergeben werden, wenn mit speziellen Platten oder mit beschichteten E1-Platten eine Prüfraumkonzentration von 0,05 ppm Formaldehyd erreicht wird. Wegen der entstehenden giftigen Gase gehen im Brandfall von vielen M. sogar tödliche Gefahren aus (PVC). Beim M.-Kauf oder bei der Selbstherstellung sollte auf folgendes geachtet werden:

  • Massives Vollholz oder emissionsklassenfreies (max. aber E1) Schicht- oder Verbundholz verwenden;
  • Oberflächenversiegelung durch diffusionsdichte Lacke vermeiden;
  • Polster, Untermaterial und Dekoration nicht in Kunststoff ausführen, z.B. statt Schaumstoff besser Federkern verwenden.

siehe auch: Polyacryl, Spanplatte

Autor: KATALYSE Institut

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