Phosphorwasserstoff

(Phophor(III)hydrogen) P. ist ein farbloses Gas, das zur Vernichtung tierischer Schädlinge (Kornkäfer, Mäuse), z.B. als Räuchermittel für Getreide, gebraucht wird.

Er bildet sich bei der Einwirkung feuchter Luft auf trockenes Zink- oder Aluminiumphosphid. Wichtigste Vergiftungsquelle durch gasförmigen P. ist technisch unreines Acetylen, aber auch Ferrorsilicium entwickelt beim Feuchtwerden P. und Arsenwasserstoff.
P. wirkt auf das zentrale Nervensystem und irritiert die Lungen. P. gilt für Fische als sehr toxisch. Bei der Anwendung als Schädlingsbekämpfungsmittel hat P. schon zur Vergiftung von Menschen geführt. Vergiftungserscheinungen: Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit, Krämpfe, die zum Tode führen können. Chronische Vergiftungen sind nicht bekannt; die zugeführten kleinen Dosen werden im Blut laufend entgiftet. MAK-Wert 0,1 ppm (ml/m3), Nachweis: Konstante Bestimmung in der Luft mit Dräger-Röhrchen.
P. wird auch in der Elektronikindustrie eingesetzt.
Saatgutbehandlung, Schädlingsbekämpfung

Lit.: W.Wirth, C.Gloxhuber: Toxikologie, Stuttgart 1985

Autor: KATALYSE Institut

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