Kontamination

Verseuchung von Gegenständen, Räumen oder Umwelt (Boden) durch giftige Chemikalien, insb. auch radioaktive Substanzen (Radioaktivität).

Kommen Menschen in direkten Kontakt mit radioaktiven Stoffen, z.B. durch Betreten kontaminierter Räume, so werden auch sie als kontaminiert bezeichnet (Inkorporation). Eine Entseuchung oder Dekontamination ist im allgemeinen sehr schwierig.

Die in Kernkraftwerken, Forschung und Medizin (Nuklearmedizin, Strahlentherapie) anfallenden kontaminierten Arbeitsgeräte und die Arbeitskleidung müssen als Atommüll entsorgt werden und dürfen auf keinen Fall in den Normalmüll geraten. Kontaminiertes Wasser darf nicht ins Abwasser gelangen, kontaminierter Boden muss abgetragen und entsorgt werden.

Kontaminierte Menschen können durch Abschmirgeln der äußeren Hautschicht die Aufnahme radioaktiver Substanzen über die Haut verringern und durch Einnahme geeigneter Nahrungsmittel bzw. chemischer Substanzen die Verweildauer der radioaktiven Stoffe im Körper verkürzen (Halbwertszeit). Kontamination von Menschen findet in erster Linie bei Betriebsunfällen in Kernkraftwerken statt und kann zu hohen Strahlenschäden bis hin zu akuten Strahlenschäden führen (Tschernobyl).

Lit.: H.Kater: Atomkraftwerksgefahren aus ärztlicher Sicht, Hameln 1983

Autor: KATALYSE Institut

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