Wasserhärte

Die W. ist ein Maß für den Gehalt an gelösten natürlich vorkommenden Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser.

Diese Mineralstoffe bewirken eine Stabilisierung des pH-Wertes und eine Geschmacksverbesserung des Wassers. Beim Erhitzen über 50-60 Grad C fällt die sog. Carbonathärte, der Anteil der W., der aus der Lösung von Kalkstein stammt, aus. Dies führt zur Verkalkung der Heizstäbe von Waschmaschinen und Kaffeemaschinen. Die Ablagerungen können durch Säuren, z.B. Essig- oder Zitronensäure, wieder aufgelöst werden. Seife verbindet sich mit Calcium und Magnesium zur unlöslichen Kalkseife ("Grauschleier") und wird dadurch unwirksam.

Häufiger als die offiziellen Angaben der W. in Millimol pro l (mmol/l) wird die Bezeichnung Deutsche Härtegrade (früher Grad dH, heute Grad d) verwendet. 1 Grad dH entspricht 18 mg/l Kalk. Nach Waschmittelgesetz werden je 7 Härtegrade zu einem Härtebereich zusammengefaßt (s. Tab).

Die Wasserversorgungsunternehmen müssen einmal jährlich den Härtebereich des verteilten Trinkwassers mitteilen. Entsprechende Dosiervorschriften müssen auf den Waschmittelpackungen angegeben werden.

Wegen der gesundheitlichen Bedeutung der W. darf Trinkwasser nicht unter 1,5 mmol/l entsprechend 8,4 Grad dH enthärtet werden. Im Haushalt wird meist mit Ionenaustauschern enthärtet. Diese müssen mit Kochsalz regeneriert werden und belasten damit das Abwasser.
Gleichzeitig erhöht sich die Natriumkonzentration im Trinkwasser.

Lit.: KATALYSE e.V.: Das Wasserbuch, Köln 1990

Autor: KATALYSE Institut

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