Meeresverschmutzung

Meeresverschmutzung wird im Umweltprogramm der Bundesregierung definiert als die Summe der Einflüsse, die das Ökosystem der Hohen See und der Küstengewässer einschl. des Meeresbodens in solcher Weise verändern, daß Schädigungen im Pflanzen- und Tierreich sowie beim Menschen auftreten, bzw. das Meerwasser und der Meeresboden einschl. der Strände durch Abfallstoffe verunreinigt werden.

Die Meere sind Endstation sämtlicher weltweiter Verunreinigungen von Luft, Boden und Wasser (Flüssen), da sie keinen Abfluß besitzen. Die Meeresverschmutzung führt zur Bedrohung der globalen Sauerstoffproduktion, da die Sauerstoffmenge, die von den pflanzlichen Organismen im Meer erzeugt wird, unersetzbar ist. Schätzungen zufolge ist diese Menge weit größer als die von den Wäldern produzierte.
Die Meeresverschmutzung erfolgt durch:

  • Schadstoffeintrag über die Luft bzw. den Regen (Regenwasser, saurer Regen, Stickoxide),
  • Schadstoffeintrag über die Flüsse (Rhein, Elbe),
  • Schadstoffeintrag durch Abfallbeseitigung auf See,
  • Schadstoffeintrag durch den Schiffsverkehr wie z.B. bei Tankerunfällen oder durch Ablassen von Bilgenölen (Ölpest).

Erheblich gefährdet sind v.a. flache Meere wie die Nordsee, die Ostsee und das Mittelmeer. Ein Totalverbot für die Einleitung und Einbringung einer ganzen Reihe von giftigen und gefährlichen Stoffen gilt zwar, aber Ausnahmeregelungen und die Schwierigkeiten der Überprüfung dieser Verbote belasten das Großökosystem Meer weiterhin in einem besorgniserregenden Maße.

Autor: KATALYSE Institut

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