Feuchtgebiete

F. sind Flächen, die zum Teil ständig von seichtem Wasser bedeckt sind. Darunter fallen Auenlandschaften, Feuchtwiesen, Moor- und Sumpfgebiete sowie im erweiterten Sinne auch Gewässer.

2% der Fläche Westdeutschlands werden als F. bezeichnet. F. sind Gebiete hoher biologischer Produktion und großen Artenreichtums. Von den 649 höheren Tierarten der alten BRD ist fast jede zweite auf F. angewiesen, und zwar 13% der Säuger, 46% der Vögel, 23% der Reptilien und fast alle Lurch- und 150 Fischarten. F. regulieren den Wasserhaushalt und schützen den Boden vor Erosion.

Da sie für den Menschen nicht direkt nutzbar sind, werden sie z.B. häufig zur landwirtschaftlichen Nutzung ausgetrocknet. Eine Vielzahl der vom Aussterben bedrohten Arten ist von diesen Maßnahmen betroffen. Von den gefährdeten Vogelarten der Roten Liste sind über 80% Bewohner der F..

1971 wurde in Ramsar/Iran eine Internationale Konvention über den Schutz von F. abgeschlossen, der gegenwärtig 48 Staaten beigetreten sind. Am 25.6.1976 trat in der BRD das Ramsar-Übereinkommen über Feuchtgebiete, insb. als Lebensraum für Wat- und Wasservögel von internationaler Bedeutung, in Kraft. Zunächst werden 17 F., die wichtige Rast- und Überwinterungsgebiete von Watt- und Wasservögeln sind, unter Schutz gestellt.

Autor: KATALYSE Institut

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