Zuckerrübe

Die Zuckerrübe ist eine zweijährige Langtagpflanze. Sie bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und eine fleischige Rübe (bis zu 20 Prozent Saccharose) aus der Hauptwurzel. Im zweiten Jahr wird ein Spross ausgebildet.

 

  • Systematik: Familie: Chenopodiaceae, Art: Beta vulgaris L.
  • Herkunft: Stammform vermutlich an Mittelmeer- und Nordseeküste, daraus gingen Zuckerrübe, Futterrübe, Rote Rübe und Mangold hervor
  • Klimaansprüche: heimisch, Mitteleuropa, nicht zu hohe, aber regelmäßige Niederschläge (mindestens 500 mm), Frostempfindlichkeit erfordert rechtzeitiges Einbringen, zur Saatgutgewinnung geschützte Überwinterung nötig
  • Fruchtfolge: geringe Selbstverträglichkeit (Rübenmüdigkeit), daher weitgestellte Fruchtfolge sinnvoll
  • Aussaat: in Europa ab März/April, da frostempfindliche und wärmeliebende Jungpflanzen; 5 bis 8 Pflanzen/m2, Einzelkornaussaat mit Monogermsaatgut, die durch Züchtung einfrüchtiger Samenträger gewonnen werden, zur Saatgutgewinnung geschützte Überwinterung oder Saatgutimport
  • Düngung: 140 bis 160 kg Stickstoff/Hektar, 140 bis 160 kg Phosphat/Hektar, 180 bis 240 kg Kalium/Hektar; Hoher Nährstoffbedarf wegen großer Massebildung, ausreichende Borversorgung ist für gesundes Wachstum wichtig
  • Pflanzenschutz: Beikrautbekämpfung wegen des langsamen Jugendwachstums notwendig, Anfälligkeit gegen Krankheiten und Schädlinge, daher hoher Aufwand an Pflanzenschutzmitteln; Resistenzzüchtungen
  • Ertrag: Je nach Pflege und Klima 40 bis 80 Tonnen Rüben/Hektar
  • Ernte: In Europa zwischen September und Dezember mit Bunkerköpf-Roder (Köpfung und Rodung in einem Arbeitsgang).

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

 

 

Autor: KATALYSE Institut

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