Wolfsmilch

Die Wolfsmilch ist ein zweijähriges oder einjährig überwinterndes Kraut mit einer Wuchshöhe von bis 1,5 Metern. Sie besitzt kurze dünne Wurzel und kräftige Stängel und Blätter, die Milchsaft enthalten. Wolfsmilch hat einen trugdoldigen Blütenstand mit weiblichen und männlichen Blüten.

  • Systematik: Familie: Euphorbiaceae, (Wolfsmilchgewächse), Art: Euphorbia lathyris L.
    Herkunft: wahrscheinlich ursprünglich ausdem Mittelmeergebiet
  • Klima: wärmere Klimalagen mit mäßiger WinterhärteAnbausystem: Ende Juli, Anfang August; Reihenschluß erfolgt im Mai des darauffolgenden Jahres
  • Düngung: keine Angaben
  • Pflanzenschutz: Befall von Wurzelfäule, Maßnahme: vorbeugender Anbau auf leichteren Böden; Unkrautkonkurrenz, da später Reihenschluss, frühe Unkrautbekämpfung mittels Herbizideinsatz ein- bis zweimal im Frühjahr
  • Ernte: Druschreif nach etwa 14 Monaten; Ernte mit Mähdrescher 1,6 bis 2,6 Tonnen/Hektar
  • Ertrag: Samen enthalten 40 bis 50 Prozent fettes Öl, Fettsäuremuster weist hohen Ölsäureanteil von 80 bis 90 Prozent auf, zudem 5 bis 10 Prozent gesättigte Fettsäuren und bis zwei Prozent Linolsäure
  • Besonderheiten: im Samen ist Ricin und im Stängel und den Blättern Milchsaft (Latex) mit 8 bis 12 Prozent Terpenen und bis zu 18 Prozent Harz enthalten ; Pflanze besitzt hautreizende Stoffe.

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

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