Brennessel

Die Brennessel ist eine zweihäusige Pflanze mit 60 bis 150 cm hohem starkem vierkantigem Stängel. Die männlichen und weiblichen Blüten sitzen meist auf verschiedenen Pflanzen und besitzen kreuzgegenständige, lanzett- bis herzförmige Blätter.

 

  • Systematik: Familie: Urticaceae (Brennesselgewächse), Art: Urtica dioica
  • Herkunft: Südeuropa
  • Klimaansprüche: gemäßigte Breiten Eurasiens und Nordamerikas; inzwischen weltweit verbreitet
  • Anbausystem: ein- und/oder mehrjähriger Anbau
  • Aussaat: Vorkultur von Jungpflanzen; Pflanzung im Mai, 13.600 bis 17.000 Stecklinge pro Hektar
  • Düngung: Stickstoff: 150 kg/Hektar, Phosphat: 80 kg/Hektar, Kalium: 100 kg/Hektar
  • Pflanzenschutz: Pilze: Fusarium, Rhizoctonia; Schädlinge: Schmetterlingsraupen
  • Ernte: Das Kraut steht von August bis Oktober in Vollblüte. Maschinelle Fasergewinnung zum Blühende; Ernteprodukte: Kraut, Wurzeln und Blätter für Pharmazie und Kosmetikindustrie und Verwendung als Futter und Gemüse
  • Ertrag: Ab dem zweiten Jahr etwa 8 bis 10 Tonnen Stengelstroh ergibt etwa
    1.200 kg Reinfasern/Hektar und bis zu 2.400 kg technische Fasern/Hektar; Blätter: 20 bis 40 Tonnen/Hektar; 2,5 bis 4,0 Tonnen/Hektar Droge
  • Wirkspektrum: entwässernd, blutzuckersenkend

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

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