Embryotoxizität

Giftigkeit, Schädigungsmöglichkeit des sich entwickelnden Kindes im Mutterleib durch Einwirkung chemischer Substanzen auf die Mutter.

E. bezeichnet strenggenommen nur die Schädigung des Embryos (18. Tag-8. Woche). Schwere Schädigungen vor dem 18. Tag führen zum Keimtod. Geringgradige Schäden vor dem 18. Tag heilen größtenteils ohne Defekt aus.
Schädigungen des Embryos führen zu Organschäden. Dabei kommt es weniger auf die Art des Stoffes als auf den Zeitpunkt an, zu dem der Stoff wirkt. Die größte Gefahr von Mißbildungen besteht zwischen der 4.-8. Woche. In der Zeit nach der 8. Woche (Fetalzeit) rufen Schädigungen meist keine Mißbildungen, sondern nur noch mangelhaft funktionierende Organe hervor.

Die E. von Stoffen hängt hauptsächlich davon ab, ob diese Stoffe in die Plazenta eindringen können. Die Liste solcher Stoffe ist sehr lang. Z.B. ist E. die schwerwiegendste Nebenwirkung von Arzneimitteln. Die Tierversuche zur Erprobung neuer Stoffe sind nicht generell auf den Menschen übertragbar. I.A. gilt für Schwangere, den Kontakt mit aggressiven Chemikalien (Lacke, Pflanzenschutzmittel, spezielle Reiniger) zu meiden und Arzneimittel nur auf Verordnung von Ärzten einzunehmen.

Autor: KATALYSE Institut

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