Arnika ist eine mehrjährige Pflanze mit aufrechtem, flaumig behaartem Stengel (20 bis 50 cm), lanzettlichen dichthaarigen bodenanliegenden Rosettenblättern und gelben Einzelblütenköpfen.
- Systematik: Familie: Asteraceae (Korbblütler), Art: Arnica montana, chamissonis
- Herkunft: heimisch (Mitteleuropa)
- Klimaansprüche: gemäßigt
- Anbausystem: dreijähriger Anbau
- Aussaat: Vorkultur Februar bis März, Pflanzung im Mai; 12 bis 16 Pflanzen/m2
- Düngung: Stickstoff <50 kg/Hektar
- Pflanzenschutz: Pilze: Alternaria, Grauschimmel, Mehltau; Schädlinge: Bohrfliegenlarven
- Ernte: A. Chamissonis: Mai bis Juni und A. montana: Juni bis August
- manuelle Ernte von Blüten, Rhizom und Wurzeln
- Ertrag: A. montana: Blüten: 2,5 bis 5,0 Tonnen/Hektar, 400 bis 800 kg/Hektar Droge;
Wurzeln: 4,0 bis 8,0 Tonnen/Hektar, 1,0 bis 20 Tonnen/Hektar Droge;
A. Chamissonis: Blüten: 4,5 bis 6,0 Tonnen/Hektar, Drogen: 700 bis 800 kg/Hektar - Qualitätsmerkmale: Gehalt an ätherischem Öl über 0,1 Prozent, Glycoside, Cholin und Flavonoide
- Besonderheiten: Hohe Salz- und Kalkempfindlichkeit
- Wirkspektrum: entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, Herztonikum
Literatur:
- Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
- Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
- KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
- Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
- Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005
Autor: KATALYSE Institut