Raps

Raps zählt zu den wichtigsten einheimischen Ölpflanzen. Der mit Kohl verwandte Raps ist ein- oder zweijährig. Das gelbblühende Kraut wird bis 1,2 Meter hoch und hat lange Pfahlwurzel und einen kräftigen bis zu zwei Meter langen Stängel.

  • Systematik: Brassica napus L. ssp. oleifera (Metzg.) Sinsk.)Raps wurde nachweislich aus dem Genom des Rübsen und des Kohls zusammengesetzt.
  • Herkunft: wahrscheinlich Südeuropa
  • Klima: gemäßigt; Winterraps: Kältebedürfnis, Winterfestigkeit bei -15 bis -20°C; Langtagspflanze
  • Anbausystem: als Sommner- und Winterraps zur Grünfuttergewinnung oder als Gründüngung eingesetzt, heute v.a. als Quelle für die Herstellung von Speiseöl oder Biodiesel
  • Aussaat: Mitte August bis Anfang September; Bestandsdichte 50 bis
    150 Pflanzen pro mz; 2 bis 4 Tonnen Saat/Hektar
  • Düngung: Stickstoff 60 bis 100 kg/Hektar; Gülle kann einen Teil der Mineraldüngung ersetzen
  • Pflanzenschutz: Bekämpfung tierischer Schädlinge und Krankheitserreger (v.a. Pilze) notwendig
  • Ertrag: der Ölgehalt des Rapes liegt zwischen 40 und 50 Prozent
  • Anbaufläche: als nachwachsender Rohstoff im Jahr 2005: 1.064.000 Hektar in Deutschland
  • Qualitätsmerkmale: hoher Öl- und Eiweißgehalt, geringer Gehalt an Rohfasern, geringer Glucosinolatgehalt
  • Ökologie: Da Raps außerordentlich eiweißreich ist, hat die Pflanze einen erhöhten Stickstoffbedarf, der sich bei konventionellem Rapsanbau in Nitrat- und Nitritbelastungen des Grundwassers widerspiegeln kann.

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

Posted in Ernährung, Landwirtschaft, N - S, R.