Grundumsatz

Der Grundumsatz ist die niedrigste Energiemenge, die der Mensch bei völliger Ruhe zur Aufrechterhaltung seines Grundstoffwechsels (z.B. Herztätigkeit, Auf- und Abbau körpereigener Eiweiße) und seiner Körpertemperatur benötigt.

Gemessen wird der Grundumsatz:

  • unbekleidet
  • bei absoluter Ruhe und Entspannung (keine Körperbewegung)
  • bei einer Umgebungstemperatur von 20 Grad
  • 12 bis 24 Stunden nach der letzten Mahlzeit.

Der Grundumsatz liegt bei Erwachsenen zwischen 5020 und 7530 kJ.

Beeinflusst wird der Grundumsatz beispielsweise durch:

  • Alter, Geschlecht
  • Körperoberfläche
  • Körpermasse
  • Körperzusammensetzung
  • Ernährungsstatus
  • Schwangerschaft, Menstruation
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Krankheit mit Fieber
  • sportlichen Aktivitäten
  • Schlaf
  • lang anhaltendes Fasten.

Der Körper, kann sich mittelfristig an einen niedrigeren Grundumsatz anpassen. Das Körpergewicht steigt jedoch abrupt an, wenn beispielsweise nach einer Reduktionsdiät oder Fastenkur das ursprüngliche Ernährungsverhalten wieder angenommen wird (Jojo-Effekt).

Der gesamte Energiebedarf setzt sich aus Grundumsatz und Leistungsumsatz zusammen. Der Leistungsumsatz ist die Energie, die der Körper benötigt um die zusätzliche Arbeit zum Grundumsatz zu verrichten. Als Minimalwert für eine ausreichende Energieversorgung legt die Food and Agriculture Organization (FAO) das 1,54-fache des Grundumsatzes zugrunde.

Der Leistungsumsatz wird beispielsweise beeinflusst durch:

  • Muskeltätigkeit
  • Energiebedarf für Wachstum
  • Wärmeregulation
  • Verdauungstätigkeit
  • geistige Tätigkeit.

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001.
SPEKTRUM: Lexikon der Ernährung. Heidelberg 2001.
http://www.ernaehrung.de

Autor: KATALYSE Institut

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