Bio-Kennzeichnungsverordnung

Europäische Regelungen zur Kennzeichnung von landwirtschaftlichen und verarbeiteten Produkten und des ökologischen Landbaus von 1991.

Siehe: EU-Bio-Kennzeichnungsverordnung

Autor: KATALYSE Institut

Batteriehaltung

B. ist die Form der Massentierhaltung bei Hühnern.

Die Haltung der Hühner erfolgt nach rein betriebstechnischen und arbeitswirtschaftlichen Überlegungen, wobei dem Bedürfnis des Tieres gerade so weit Rechnung getragen wird, daß es in einer an der normalen Lebenserwartung gemessen sehr kurzen Zeitspanne (ca. 14 Monate) ein Höchstmaß an Eiern produziert (ca. 280), in Dänemark sogar 380.

Die räumliche Enge (für jede Henne eine Fläche die, kleiner als ein DIN A4-Blatt ist) führt bei diesen "KZ-Hühnern" zu Verhaltensstörungen wie panikartigem Fluchtverhalten, Federpicken und ständiger Unruhe. Dazu kommen Krankheiten wie z.B. Störungen des Mineralstoffwechsels und Vergrößerung der Schilddrüse. Bei Käfigmasthähnchen kommt es zu generellen Skeletterkrankungen (brüchige Knochen).

Etwa 20% der Käfighühner sterben vorzeitig oder müssen notgeschlachtet werden. In Deutschland werden ca. 90 Prozent der Hühner in Batterien gehalten.

Weitere Probleme sind: Verstärkter Einsatz von Tierarzneimitteln (z.B. Chloramphenicol), Futterzusatzstoffen und die regionale Konzentration der Massentierhaltung (z.B. norddeutsche Landkreise Vechta und Oldenburg).

Ein Verbot der B. hätte eine ertragsmindernde betriebswirtschaftliche Umstellung (z.B. Bodenhaltung), höhere Kosten und damit höhere Preise sowie eine Qualitätsverbesserung der Eier zur Folge.

Nach 10jähriger Übergangsfrist sind Legebatterien in der Schweiz seit Anfang 1992 verboten. Die meisten Betriebe (99,3 Prozent) konnten in dieser Zeit auf andere, tierschutzgerechte Haltungsformen umstellen und es werden auch heute kaum mehr Eier in die Schweiz importiert wie vor der Umstellung.

Autor: KATALYSE Institut

Agrarwende

Die BSE-Krise hat gezeigt, dass es in der Landwirtschaft nicht mehr weiter gehen kann wie bisher. Der Ausweg soll nun die Agrarwende bringen.

A. Agrarwende- Ein neues Leitbild in der Landwirtschaft
Beim Lebensmittelangebot soll "Klasse statt Masse" zum neuen Grundsatz werden. Jahrzehntelang wurde die Landwirtschaft von Politik und Handel auf die Steigerung der Produktionsmengen bei niedrigen Preisen getrimmt. Diese Politik, großzügig mit EU-Steuergeldern gefördert, hat zuerst zu Butterbergen, Milchseen und Fleischbergen, dann zur Vernichtung der Überschüsse und schließlich auch noch zur BSE-Krise geführt. Mit der Agrarwende gilt es, gesunde und vollwertige Lebensmittel unter Schonung der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Luft herzustellen. Gute Lebensmittel haben ihren Preis. Deshalb muss der Kunde im Geschäft bereit sein, für bessere Produkte mehr zu bezahlen.

B. Abkehr von der Massentierhaltung
Die Verbesserung der Haltungsbedingungen von Tieren ist eine der dringendsten Aufgaben der Agrarwende. Im modernen Agro-Business werden Tiere häufig unter qualvollen Umständen gehalten. Nicht nur bei Rindern sind die ethnischen Grenzen überschritten: Hühner, Puten und Schweine müssen in vielen Betrieben auf engstem Raum überleben. Die Züchtung neuer Turbo-Rassen, die besonders hohen Ertrag bei geringst möglicher Aufwuchszeit garantieren, ist nur ein Beispiel für den Irrweg einer industriell geprägten Landwirtschaft.

C. Effektiver Verbraucherschutz
Die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung hat dem Verbraucher vor allem günstige Preise beschert. Doch was nützt das beste Schnäppchen, wenn nicht mehr die Herkunft des Produkts und dessen Zutaten erkannt werden kann? Die BSE-Krise und der Hormon-Skandal haben gezeigt: Der Verbraucherschutz muss dringend verbessert werden. Neue Gütesiegel sollen auf einwandfrei hergestellte Produkte hinweisen. Die neuen Label bedürfen strenger Überprüfungen, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhalten.

D. Neue Förderrichtlinien
Die Ausgaben für die Landwirtschaft machen mehr als zwei Drittel des gesamten Budgets der Europäischen Union aus. Doch das Geld wird derzeit mit falschen Prioritäten verteilt. Belohnt werden vor allem große Betriebe, die viel produzieren, wachsen und weiter rationalisieren. Eine neue Politik sollte die Förderung zur Erhaltung der Landwirtschaft an Kriterien koppeln und ökologisches Wirtschaften, ungeachtet von der Größe des jeweiligen Betriebs, belohnen.

E. Förderung des ökologischen Landbaus und der Tierhaltung
Selbst die optimistischsten Prognosen zur Agrarwende gehen nicht davon aus, dass auf absehbare Zeit alle Bauernhöfe in Deutschland auf Öko-Landwirtschaft umstellen werden. Ziel ist es daher auch konventionelle Betriebe an den Leitlinien der ökologischen Landwirtschaft auszurichten. Für umstellungswillige Betriebe und die Biobauern sollen die staatlichen Förderungen erhöht werden. Die Steigerung dieses Anteils auf 10 Prozent innerhalb der nächsten zehn Jahre wäre schon ein erster Erfolg.

Anfang 2005 wurden in Deutschland 734.027 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche von 16.476 Betrieben nach den EU-weiten Regelungen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Im Jahr 2003 wurde eine Wachstumsrate von 5,3 Prozent erzielt. Besonders hoch ist der Anteil des Ökolandbaus in Brandenburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern und Baden- Württemberg. Knapp 60 Prozent der ökologisch wirtschaftenden Betriebe in Deutschland sind den Öko- Anbauverbänden wie Demeter, Natur- oder Bioland angeschlossen.

Autor: KATALYSE Institut

Kurzumtriebsplantagen

Die Kurzumtriebsplantage (KUP) zeichnet sich durch eine extensive Landwirtschaftsbenutzung aus, in der schnell wachsende Baumarten für die Holzproduktion angebaut werden.

In Form von Hackschnitzeln oder Holzpellets wird der nachwachsende Rohstoff Holz vor allem für die Wärmeerzeugung genutzt. Die steigende Nachfrage nach Energie, gekoppelt mit den steigenden Preisen für fossile Energieträger und dem Ausbau erneuerbarer Energien, macht Holz als nachwachsenden Energieträger (erneut) immer populärer. Überlegungen, diesen steigenden Bedarf durch Kurzumtriebsplantagen zu decken, werden zurzeit nachgegangen.
KUPs zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch schnell wachsende, hochproduktive Baumarten, die in hoher Dichte angepflanzt und regelmäßig geerntet werden (1-20 Jahre), in verhältnismäßig kurzer Zeit viel Holz (für z.B. die Energieerzeugung) liefern. (vgl. Rösch/Jörissen 2012: 194) Eine stoffliche Verwertung (Zellstoff-, Papier- und Holzwerkstoffindustrie) ist nach längeren Umtriebszeiten (etwa 10 Jahre) auch möglich. (vgl. NABU o.J.). Laut BUND (2010: 6) verringert sich das Stockausschlagvermögen nach mehren Ernten. "Meist wird mit einer mindestens 20jährigen Nutzungsdauer gerechnet, allerdings gibt es hierzu in Deutschland noch keine Erfahrungswerte" (BUND 2010:6).

Die Merkmale dieser Baumarten sind:
- schnelles Jugendwachstum,
- schnelle Vermehrbarkeit,
- gutes Stockausschlagevermögen,
- vegetative Vermehrbarkeit,
- Dichtstandsverträglichkeit,
- Resistenz
(vgl. Rösch/Jörissen 2012:195)

KUPs besitzen geringere Beeinträchtigungen für Klima und Umwelt gegenüber anderen - hauptsächlich für die Biogaserzeugung angebauten - 'Energiepflanzen':

  • Geringere Dünge- und Planzenschutzmitteleinsatz (u.a. geringerer Bedarf an Stickstoffdünger, dessen Herstellung viel Energie benötigt)
  • CO2-neutraler Energiequelle
  • Geringere Treibhausgasemissionen
  • Für unterschiedliche Standorte geeignet (auch auf Flächen, die für den Ackerbau nicht ge-eignet sind). Dadurch besteht auf diesen Flächen keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion.
  • Keine Umwandlung in Biogas nötig, sondern direkt als Energieträger nutzbar

Positive Effekte durch KUPs sind u.a.:

  • eine Rekultivierung durch KUPs ist möglich, da die Bäume die oberen Bodenschichten lo-ckern und viel Kohlenstoff speichern (vgl. Rösch/Jörissen 2012:195-196).
  • Erhöhung der Strukturvielfalt in ackerbaudominierten Gebieten (wichtig für den Lebensraum von Pflanzen und Tieren)
  • Erosionsgefährdete Standorte werden geschützt
  • geringerer Produktionsdruck für einheimischen Wäldern (KUPs als Alternative zur starken Abholzung der einheimischen Wälder)
  • Beschränkung des Holzimports für Energiezwecke
  • Qualität des Grundwassers wird verbessert (durch hohe Nährstoffbindung der KUPs)

Negative Auswirkungen:

  • Rückgang der Sickerwassermenge (Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes, z.B. Grundwas-serabsenkung und verringerte Grundwasserneubildung ist möglich)
  • Meist Monokulturen
  • Konkurrenz zu Naturschutzflächen, z.B. wenn Brachflächen und Grünflächen als KUP genutzt werden und somit ein Verlust der biologischen Vielfalt droht (vgl. BUND 2010:7)
  • Gefahr des Anbaus von gentechnisch veränderten Bäumen oder von invasiven Baumarten
  • hohe Holzerträge nur auf leistungsfähigen Böden. Dies kann zu Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion führen.

Obwohl Kurzumtriebsplantagen in letzter Zeit an Bedeutung und Aufmerksamkeit gewinnen, werden erst 4.000 Hektar als KUPs (vgl. Rösch/Jörissen 2012:195) in Deutschland genutzt. Allerdings sind die Flächenpotenziale sehr hoch. Weiterhin werden KUPs im Rahmen der GAP und des
EEG gefördert.

Lit.

  • Rösch, Christine/ Jörissen, Juliane (2012): Hoffnungsträger Kurzumtriebsplantagen? – Perspektiven und Herausforderungen im Überblick. – In: GAiA, 2012, Nr. 3, S.194-201.
  • BUND (2010): Kurzumtriebsplantagen für die Energieholzgewinnung – Chancen und Risiken. [Stand:28.02.2013]
  • NABU: Kurzumtriebsplantagen. [Stand: 28.02.2013]
  • Dr. habil. Röhricht (2008): Anbauergebnisse mit schnellwachsenden Baumarten. [Stand: 28.02.2013]

Autor: KATALYSE Institut

Stroh

Stroh war früher ein begehrtes Material für die Tierhaltung, da es als Streu verwendet wurde.

Heute, durch die zweifelhafte moderne Viehzucht mit automatischem Dungaustrag, wird in diesem Bereich kein Stroh mehr benötigt. In biologisch geführten Bauernhöfen wird natürlich Stroh traditionell als Streu verwendet, welches die Unmengen von Gülle vermeidet und dafür ein wichtiges Düngemittel produziert oder als Grundstoff für eine Biogasanlage verwendet werden kann. Geringe Mengen an Stroh werden zu Heizzwecken in speziellen Feuerungsstätten benutzt.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit von Stroh bietet das Baugewerbe. Früher wurde Stroh als Wärmedämmstoff oder als Zuschlagsstoff für Lehm eingesetzt. Aufgrund der heutigen baubiologischen Erkenntnisse kann sich das Einsatzgebiet von Stroh im Bau in naher Zukunft positiv entwickeln. Stroh-Bauplatten, speziell für den Innenausbau und zur Wärmedämmung, werden schon industriell hergestellt. Nach dem Pressen des Stroh bei ca. 250 Grad C wird beidseitig ein Spezialpapier aufgeklebt.
Die entstandene Bauplatte zeichnet sich durch eine gute Wärmedämm- und Sorptionsvermögen aus. Imprägnierung macht Stroh verrottungsfest und resistent gegen Ungeziefer. Die Stroh-Bauplatte hat keine toxischen Ausgasungen (wenn die Pflanzen nicht vorher gespritzt wurden, Pflanzenschutzmittel) und ist nach dem Ausbau gut kompostierbar.
Stroh könnte sicherlich noch weiter als vielseitiger Werkstoff für den Hausbereich z.B für Stroh-Matratzen eingesetzt werden. Nachwachsende Rohstoffe und deren Verwendung werden vom Bundesminister für Forschung und Technologie durch Forschungsgelder unterstützt.

Autor: KATALYSE Institut

Akarizide

Substanzen zur Bekämpfung von Milben.

A. werden bevorzugt eingesetzt zur Bekämpfung von Spinnmilben im Obst-, Gemüse- und Weinanbau.

Siehe auch: Pestizide, Pflanzenschutzmittel

Autor: KATALYSE Institut

Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL)

Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) wurde 1962 gegründet.
Ziel der Stiftungsaktivität ist, den ökologischen Landbau zu fördern und zu unterstützen. Die SÖL setzt sich mit den Auswirkungen der ökologischen Landwirtschaft auf Boden, Wasser und Klima auseinander und stellt den Biolandbau mit seinen regionalen Vermarktungsstrukturen als wichtiges alternatives Konzept für die derzeitige Agrarpolitik dar.

Sie fungiert dabei durch Sammlung, Aufbereitung und Verbreitung von Informationen als "Informationsdrehscheibe". Im Bundesprogramm Ökolandbau werden von der SÖL mehrere Projekte betreut.

Aktuelle Aktivitäten der SÖL:/liste}

  • Seminarbauernhof Gut Hohenberg
  • Publikationen zum ökologischen Landbau
  • Koordination des Erfahrungs- und Erkenntnissaustausches
  • Beratung (Rundbrief, Seminare)
  • Erfahrungsaustausch zwischen Studentengruppen
  • Forschung(Wissenschaftstagungen)
  • zwischen Institutionen
  • Forschung für die Praxis (Projekt Ökologische Bodenbewirtschaftung,Projekt Weierhof)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Projekttage, Öko-Markttage Bad Dürkheim)
  • Dokumentation (Bibliothek, Archiv)
  • Fördertätigkeit (Karl-Werner-Kieffer-Preis,Stiftungsprofessur Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur
    Die Stiftung gibt vier mal jährlich die Zeitschrift „Ökologie & Landbau“, sowie den „SÖL- Berater- Rundbrief“ (€ 14 pro Jahr) heraus.

    Kontakt:
    Stiftung Ökologie & Landbau
    Weinstraße Süd 51
    67098 Bad Dürkheim
    www.soel.de

 

 

Autor: KATALYSE Institut

Naturland

Naturland, Verein für naturgemäßen Landbau e.V., wurde 1982 mit Sitz in Gräfelfing bei München gegründet.

Die 1357 Mitgliedsbetreibe bewirtschaften in der BRD insgesamt 55.000 ha Anbaufläche. Die wichtigsten Zielsetzungen des Verbandes sind gezielte Bodenpflege, Aufbau einer fruchtbaren Humusschicht, artgerechte Tierhaltung mit Verfütterung betriebseigener Futtermittel und insbesondere die Förderung der Vermarktung der naturgemäß erzeugten Produkte. Daher arbeitet der Verband eng mit der Marktgenossenschaft der Naturland- Bauern zusammen.

Die Grundsätze/ Philosophie des Verbandes lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:
Zehntausende von Hektar fruchtbaren Landes gehen durch die Folgen der landwirtschaftlichen Intensiv-bewirtschaftung verloren. Ökologischer Landbau nach den Naturland Richtlinien steuert dagegen. Angepasste Bodenbearbeitung, durchdachte vielseitige Fruchtfolgen und die Einheit aus Viehwirtschaft und Ackerbau reduzieren den Bodenabtrag. Durchwurzelung und intensives Bodenleben bewirken, dass Böden Wasser besser speichern. Der vollständige Verzicht auf Agrarchemie stoppt das Sterben der Böden, die Krume bleibt fruchtbar und lebendig.

Ökologischer Landbau bedeutet aktiven Klimaschutz durch Energieeinsparung, Aufforstung und vielen anderen Aktivitäten. Ökologische Begleitmaßnahmen fördern die
Artenvielfalt und sind in den Bewirtschaftungsrichtlinien verankert
Ökologischer Landbau erhält die Lebensgrundlagen der Natur - eine Investition in die Zukunft. Internationale Klimakonferenzen haben schon viele wichtige Beschlüsse gefasst.

Die Naturland Erzeuger setzen sie praktisch um. Es sind Bauern und Verarbeiter, die den Klimagipfel von Rio ernst nehmen und die Beschlüsse zum Schutz von Menschen und Klima auf ihre Art umsetzen. Sie arbeiten selbst ökologisch. Und sie helfen mit, den ökologischen Landbau weltweit zu verbreiten - die einzige Art der Landwirtschaft, die dauerhaft das Klima entlastet, Boden und Wasser schont und die Fruchtbarkeit fördert. Jetzt und für die Zukunft.

  • Naturland im Ausland - die Ziele
  • Verbreitung des anerkannt ökologischen Landbaus weltweit
  • Entwicklung konsequenter Richtlinien für Erzeugung und Verarbeitung ökologischer Produkte in allen Klimaregionen
  • Volles Mitspracherecht für Mitglieder im Ausland bei Naturland und damit bei der Entwicklung ihrer Richtlinien
  • Entwicklung von Qualitätssicherungssystemen mit Dokumentation
  • Aus- und Fortbildung der Mitglieder, Organisation von Trainingsprogrammen
  • Förderung der Forschung und der Entwicklung im ökologischen Landbau
  • Unterstützung von Aufbau und Entwicklung nationaler Kontrollstellen und Zertifizierungsorganisationen
  • Zertifizierung ökologischer Anbausysteme international
  • Förderung sozialer und fairer Bedingungen in Anbau und Handel

Die Mitliederzeitschrift „Naturland-Magazin“ erscheint vier mal Jährlich und ist für €10 pro Jahr zu abbonieren, ein Einzelexemplar ist für € 2,50 zu erhalten

Kontakt:
Naturland - Verband für naturgemäßen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing
Tel.: 089 - 898 08 20
Fax: 089 - 89 80 82 90
Naturland@naturland.de
www.naturland.de

Autor: KATALYSE Institut

Nahrungskette

Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt).

Am Anfang der Nahrungskette stehen die Produzenten (insbesondere Pflanzen), die die zum Wachstum benötigte Energie aus dem Sonnenlicht mittels der Photosynthese gewinnen.

Die Konsumenten 1. Ordnung (Phytophagen= Pflanzenfresser) ernähren sich von den Produzenten und dienen wiederum zur Ernährung der Konsumenten höherer Ordnung (Zoophagen= Räuber (Fleischfresser) oder Parasiten). Beispiel: Pflanze, Schmetterlingsraupe, Raubinsekt, Insektenfresser, Greifvogel.

Geschlossen wird die Nahrungskette durch zersetzende Organismen (Destruenten oder Saprophagen= Bestandsabfallfresser), die die abgestorbenen Lebewesen erneut für die Pflanzen verwertbar machen (Detritus, Mikroorganismen).

Wird ein Glied der Nahrungskette beseitigt (z.B. durch Pestizideinsatz, Pestizide), so kann sich das vorhergehende Glied ungehemmt entwickeln, während die nachfolgenden Glieder durch Nahrungsmangel vermindert werden.

Bei der Verwertung der Nahrung geht ein großer Teil der im Nährorganismus gespeicherten Energie verloren. In jeder Stufe der Nahrungskette kann der Verlust bis zu 90% betragen. Deshalb kommt auf einen Konsumenten höherer Ordnung eine sehr große Anzahl von Produzenten. Ein solcher Energieverlust entsteht z.B. bei der Rinder- oder Schweinefütterung mit hochwertigem Importgetreide (Veredelungsprodukte). Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis von Energieeinheiten beträgt z.B. bei Rindern 10:1, Milch 5:1, Schweinen 3:1. Stellt man die Mengenverhältnisse graphisch dar, erhält man eine Nahrungspyramide.

Von Bedeutung ist die Nahrungskette auch bei Schadstoffen in Lebensmitteln. Werden schwer abbaubare Schadstoffe von einem am Anfang der Nahrungskette stehenden Organismus aufgenommen (z.B. Pflanzen, Samen), so kann sich dieser Schadstoff im Verlauf der Nahrungskette immer stärker anreichern, so dass das Endglied, der sogenannte Top-Konsument, bereits für ihn toxische Mengen des Schadstoffs aufnimmt und chronisch oder tödlich dadurch geschädigt wird (z.B. die Abnahme der Eischalendicke durch DDT oder PCB im Fettgewebe von Graureihern).

Autor: KATALYSE Institut

Nährstoffkreislauf des Waldes

Der Wald ist ein sich selbst erhaltendes Ökosystem, das seine Energie mit Hilfe der Photosynthese seiner Pflanzen aus dem Licht der Sonne gewinnt (Globalstrahlung).

Die Nährstoffe befinden sich in einem ständigen Kreislauf. Die Pflanzen nehmen sie mit ihren Wurzeln aus dem Boden auf und verwenden sie für ihren Stoffwechsel. Sterben die Pflanzen später wieder ab oder verlieren sie im Herbst ihre Blätter, werden sie durch die Bodenlebewelt des Waldes mineralisiert; die Nährstoffe werden wieder frei. Nährstoffverluste treten im Wald v.a. durch Auswaschung ins Grundwasser, Erosion und Holzernte (

Holz, Forstwirtschaft) auf.

Sie können durch den Eintrag aus der Luft und durch die im Boden ablaufende Gesteinsverwitterung ersetzt werden. Natürliche Waldsysteme haben die Tendenz, Nährstoffe anzureichern (der Verlust ist geringer als die Zufuhr), so daß in der Geschichte eines Waldes immer anspruchsvollere Pflanzenarten heranwachsen können (Sukzession).
Die Bodenversauerung (Saurer Regen) kann den N. empfindlich stören.

Die Bodenlebewelt verändert sich negativ, was u.a. zu einer langsameren Verrottung abgestorbener Pflanzen und Pflanzenteile führt. Außerdem kommt es zu einer bevorzugten Auswaschung von Nährstoffen.

Siehe auch: Waldboden, Waldsterben, Waldschadenserhebung, Ökosystem.

Autor: KATALYSE Institut

Leguminosen

Leguminosen oder auch Hülsenfrüchtler genannt, sind eine der artenreichsten Pflanzenfamilien.

Die Hülsenfrüchtler haben ihren Namen von der Hülse. Aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes und der großen Erträge auf kleinen Flächen sind Früchte und Samen der Hülsenfrüchtler fast weltweit ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung.

nsbesondere bei fleischarmer oder vegetarischer Kost sind sie fast unverzichtbar. Beispiele sind etwa Erbsen, Bohne und Linse, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler gehören. Umgangssprachlich werden diese Pflanzen meist Hülsenfrüchte genannt.

Einige Hülsenfrüchte können auch roh gegessen werden, wie etwa Zuckererbsen, viele sind im rohen Zustand aber gesundheitsschädlich und müssen vor dem Verzehr unbedingt vollständig durchgegart werden. Leguminosen werden auch in der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft verbreitet als Futtermittel für Wiederkäuer und Schweine eingesetzt. Die meisten Leguminosen gehen in ihren Wurzelknöllchen eine Mit S. ist eine Beziehung zwischen zwei Arten gemeint, von der beide Beteiligten profitieren. Symbiose mit Stickstoff-Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern.Bakterien ein und tragen dadurch zur Fruchtbarkeit des Bodens bei, der so genannten Gründüngung, die im ökologischen Landbau eine große Bedeutung besitzt.

Autor: KATALYSE Institut

KATALYSE Institut

Das kölner KATALYSE Institut ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.

Der Name KATALYSE versinnbildlicht unseren Anspruch, Vorgänge zu beschleunigen oder in eine andere Richtung zu lenken.
Das KATALYSE Institut versteht sich als „Denkfabrik“ für zukunftsfähige Konzepte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeit ist dem Ansatz der sozial-ökologischen Forschung verpflichtet. Methoden und Instrumente aus der klassischen Umweltforschung werden bei der Bearbeitung der komplexen Fragestellungen einer sich globalisierenden Umwelt- und Entwicklungsproblematik hinzugezogen.

Die Unabhängigkeit des KATALYSE Instituts gewährleistet unsere kritische Arbeit in den Bereichen Umweltforschung und Verbraucherschutz. Als gemeinnützige Organisation finanzieren wir uns durch Zuwendungen für Projekte, Spenden, Fördermitgliedschaften und Auftragsarbeiten.

Das KATALYSE Institut berät Unternehmen, öffentliche Institutionen, Medien, Verbände und Privatpersonen. Unsere Teams werden problembezogen aus Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen zusammengestellt. Auf der Basis langjähriger Erfahrungen erarbeiten wir Grundlagen- und Fallstudien ebenso wie individuelle Lösungen im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeitsfelder sind:

Sozialökologische Forschung
Die sozialökologische Forschung wurde zur Stärkung einer transdisziplinär orientierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Programms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) "Forschung für die Umwelt" eingerichtet.

Der neue Förderschwerpunkt “Sozialökologische Forschung” trägt der Erkenntnis Rechnung, dass ökologische, ökonomische, soziale und technische Problemlagen eng mit einander verschränkt sind und zu ihrer Lösung transdisziplinäre, problemorientierte Forschungsansätze gefragt sind. Solche Ansätze, die naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche, universitäre und außeruniversitäre Forschung miteinander verzahnen, werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunktes gezielt gefördert.

Das KATALYSE Institut stellte bereits 1994 erste Impulse für eine sozialökologische Forschung vor. Aber erst im Jahr 1999 wurde im Auftrag des BMBF mit den deutschen Ökoforums-Instituten (ISOE, Ökoinstitut, IÖW, KATALYSE) der neue Forschungsschwerpunkt erarbeitet.

Im Jahr 2001 hat das KATALYSE Institut eine der Sondierungsstudien (Biodiversitätsmanagement) zur Vorbereitung des neuen Forschungschwerpunktes erstellt. Mitte des Jahres 2002 nimmt der Arbeitsbereich Landwirtschaft und Ernährung mit vier anderen Ökoforumspartnern ein dreijähriges BMBF-Verbundvorhaben "Ernährungswende - Transformationen für eine nachhaltige Ernährung" auf.

Landwirtschaft und Ernährung
Im Zentrum des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Ernährung. Wir beraten Politik und Wirtschaft bei der Umsetzung der Agrarwende und nachhaltiger Ernährungskonzepte.

  • Wir erstellen Konzepte für eine nachhaltige Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen,
  • beraten Sie bei der Konzeption gesundheitlich und ökologisch verträglicher Verpflegungssysteme,
  • führen Untersuchungen durch zur Risikokommunikation und
  • entwickeln Strategien für eine nachhaltigere Ernährungskommunikation.

Konkrete Beispiele aus dem aktuellen Beratungs- und Dienstleistungsangebot des KATALYSE Instituts sind:

  • die Ausrichtung des "Förderpreis Ökologischer Landbau" für das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) und
  • die Entwicklung von Strategien für eine Ernährungswende im Rahmen des Förderschwerpunkts: Nachhaltige Entwicklung im Spannungsfeld „Umwelt-Ernährung-Gesundheit“ des Bundesforschungsministeriums (BMBF).

Bio- und Gentechnologie
Die Erkenntnisse und Methoden der klassischen Bio- und der neuen Gentechnologien bilden als Life Sciences heute die Grundlagen für eine Fülle technisch neuer, oft heftig umstrittener Anwendungen in Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion sowie in der Medizin und im Umweltschutz.

Unsere Wissenschaftler beteiligen sich seit Jahren aktiv an der kontroversen öffentlichen Diskussion um die Gentechnik. In Studien, Vorträgen und Publikationen beziehen unsere Experten Stellung in den aktuellen Debatten.

Als Beratungsunternehmen stehen wir zivilgesellschaftlichen Organisationen, staatlichen Institutionen und Unternehmen bei Projektbewertungen sowie Entscheidungsfindung und Positionierung zur Seite.

Typische Beispiele sind etwa die „Untersuchung biotechnologischer Innovationspotenziale für das Land NRW“ oder Risikoabschätzungen gentechnologischer Anwendungen.

  • Wir erstellen für Sie Risikostudien, Technikfolgenabschätzungen sowie Erhebungen und Umfragen, begutachten neue Verfahren und Produkte in Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung
  • entwickeln biotechnologische Anwendungen in Textilveredelung und Biogastechnik und konzipieren
    Weiterbildungsmaßnahmen.

Bauen und Wohnen
Im Mittelpunkt des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung und der Einsatz energie- und ressourcenschonender, umwelt- und gesundheitsverträglicher Baumaterialien und Bau-weisen. Unsere Experten beraten Institutionen, Unternehmen und private Kunden in allen Fragen nachhaltigen Bauens und Wohnens. Unsere Leistungen für Sie:

  • Begutachtung umweltbezogener, gesundheitlicher und material-technischer Anforderungen an Baustoffe und Bauprodukte
  • Entwicklung von Schulungsmaterialien und Praxisleitfäden, wie z. B. im Praxisratgeber „Bauteilplanung mit ökologischen Baustoffen“
  • Bewertung und Zertifizierung von Gebäuden auf der Basis der von unseren Experten entwickelten Kriterien.

Wir beraten und begleiten Sie fachlich bei der Auswahl geeigneter Baustoffe für Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, der Planung und Durchführung ökologisch orientierter Bauvorhaben
und unterstützen Sie bei der Auswahl von Einrichtungsgegenständen durch Qualitäts- und Schadstoffprüfungen und die Vergabe des ÖkoControl-Zeichens des Europäischen Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser für schadstoffgeprüftes Mobiliar sowie die Produktprüfungen der Arbeitsgemeinschaft kontrolliert, deklarierte Rohstoffe (ARGE kdR).

Raumluftqualität und Elektrosmog
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schadstoffe und elektromagnetische Felder im Wohn- und Arbeitsumfeld gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ermittlung und Verringerung von Umweltbelastungen in Innenräumen ist eines unserer Kernarbeitsfelder.

Öffentliche Träger, gewerbliche Nutzer und private Bewohner von Gebäuden profitieren von der langjährigen Erfahrung unserer Teams im Bereich Innenraumschadstoffe und damit verbundener Gesundheitsprobleme. Unsere Mitarbeiter

  • beraten Sie zu Innenraumschadstoffen und Elektrosmog,
  • identifizieren für Sie Schadstoffquellen in öffentlichen Gebäuden, Büros und Wohnungen,
  • beproben und analysieren Innenraumschadstoffe (z. B. PCB, Asbest, Schimmelpilze),
  • messen elektromagnetische Felder,
  • bewerten Meßergebnisse und Belastungssituationen und
  • geben Handlungsempfehlungen zur Reduzierung und Vermeidung von Belastungen,
  • erstellen Sanierungskonzepte und begleiten deren technische Durchführung.

Umweltmanagement
Zielsetzung des Umweltmanagements ist es, Produkte, Herstellungsverfahren und Arbeitsabläufe hinsichtlich ihrer Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit so zu optimieren, dass Stoff-, Energieströme und Schadstoffbelastungen minimiert werden.

Das KATALYSE Institut unterstützt Unternehmen und Institutionen bei Schwachstellenanalyse, Entwicklung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen und allen Fragen des betrieblichen Umweltschutzes. Wir qualifizieren Ihre Mitarbeiter durch Fortbildungsmaßnahmen und unsere Experten begleiten Sie bei der Ausarbeitung von Kriterien und der Umsetzung von:

  • Öko- und Qualitäts-Auditing (ISO 14.000/EMAS),
  • Umweltcontrollingsystemen und betrieblichem Benchmarking/Umweltmanagementsystemen und
  • bereiten Sie auf die entsprechenden Zertifizierungen vor.

Wir erarbeiten für Sie:

  • Produkt- und produktlinienbezogene Ökobilanzen,
  • Konzepte zur umweltbezogenen Verfahrensoptimierung,
  • Konzepte zu umweltverträglichem Logistikmanagement,
  • Umweltverträgliche Beschaffung im Büro- und Baustoffbereich.

KATALYSE Institut e.V.
Institut für angewandte Umweltforschung
Beethovenstr. 6
50674 Köln
Tel: 0221-94 40 48-0
Fax: 0221-94 40 48-9
Email: info@katalyse.de
Internet: www.katalyse.de
Facebook
www.umweltjournal.de

(Stand 08.2022)

 

Autor: KATALYSE Institut

Demeter

Demeter ist das Markenzeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise.

Angeregt durch Rudolf Steiners "Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft" und anknüpfend an Goethes Methode der Naturerkenntnis betrachten Demeter-Bauern ihren Hof als lebendigen, einzigartigen Organismus. Sie haben nicht allein die konkreten materiellen Substanzen, die physischen Kräfte der Natur, im Blick, sondern auch die gestaltenden Kräfte des Kosmos.

Sensible Naturbeobachtungen schulen und beeinflussen die tägliche Arbeit. Im Bemühen um einen ganzheitlichen Ansatz und ein spirituelles Verständnis entwickeln die Demeter-Bauern auch eigene Strategien, mit Ressourcen umzugehen. Deshalb gibt es hier viele Vorreiter in Sachen alternative Energien und nachwachsende Rohstoffe.

Verantwortung für die Gesundheit von Mensch und Erde erfordert mehr als das Weglassen von Chemie, mehr als Kompostwirtschaft und Gründüngung - sie braucht die aktive Unterstützung und Gestaltung der Lebensprozesse 1924 hielt Steiner einige Vorträge. Der "Versuchsring anthroposophischer Landwirte" erprobt umgehend die Angaben Steiners in der landwirtschaftlichen Praxis.

Die "Verwertungsgenossenschaft für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsmethode" wird drei Jahre später gegründet. 1928 wurde das Demeter- Warenzeichen eingeführt. 1950 erschien die erste "Lebendige Erde", die Zeitschrift des Forschungsrings. Das "Institut für biologisch-dynamische Forschung" wird in Darmstadt gegründet woraus sich 1954 der; Demeter-Bund, konstituierte. Demeter International e.V. wurde 1997 als Zusammenschluss aller 19 Demeter- Organisationen gegründet, wodurch Demeter auf jedem Kontinent vertreten ist.

1999 richtet sich Demeter (der Verband wurde nach der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit benannt) auf den globalisierten Handel ein und die Verarbeitungsrichtlinien gelten weltweit, das Erscheinungsbild und das Markenzeichen werden überarbeitet. Mehr als 3500 Demeter- Produkte sind mittlerweile im Sortiment, 1350 Mitgliedsbetriebe sind in Deutschland tätig, die insgesamt 50,000 ha Anbaufläche bewirtschaften.

Kontakt:
Demeter-Bund e. V.
Brandschneise 1
64295 Darmstadt
Tel: 06155 - 84 69-0
Fax: 06155 - 84 69-11
E-Mail: info@demeter.de
www.demeter.de

Autor: KATALYSE Institut

Beizmittel

B. werden zur Haltbarmachung von Saatgut in der Landwirtschaft und Gartenbau eingesetzt. Zum Einsatz kommen dabei zugelassene Pflanzenschutzmittel.

Mit der Beendigung der Übergangsvorschriften des Pflanzenschutzgesetzes zum 1. Juli 2001 herrscht bei Saatgutzüchtern, Beizbetrieben, landwirtschaftlichen und gärtnerischen Anwendern und in der Beratung Unklarheit über die rechtliche Situation der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln als B. in Indikationen, die nicht mit der Zulassung festgesetzt sind bzw. genehmigt sind.

Auch ist unklar, ob der Import von Saatgut aus dem Geltungsbereich der EU-Mitgliedstaaten nach Deutschland zulässig ist, wenn dem Saatgut in Deutschland oder in anderen EU-Mitgliedstaaten zwar zugelassene Pflanzenschutzmittel anhaften, die aber in der betreffenden Kultur in Deutschland nicht mit der Zulassung festgesetzt worden sind.

Der Import und Inverkehrbringen sind möglich, auch wenn mit der Zulassung der betroffenen Pflanzenschutzmittel in Deutschland kein die Beizung beinhaltendendes Anwendungsgebiet festgesetzt worden ist. Es ist davon auszugehen, dass alle in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel den Anforderungen gemäß Richtlinie 91/414/EWG des Rates vom 15. Juli 1991 - Artikel 4 Abs. 1 Buchstabe b bis e entsprechen.

Autor: KATALYSE Institut

Öko-Institut, Freiburg

Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie -

wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben, gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg. Derzeit arbeiten ca. 95 Mitarbeiter- und innen im Institut, aus welchen für jedes Forschungsprojekt ein passendes interdisziplinäres Projektteam zusammengestellt wird. Das Anliegen des Institutes ist es, Umweltprobleme zu analysieren und zu beurteilen, auf Risiken aufmerksam zu machen und Strategien und Maßnahmen für Problemlösungen zu entwickeln und zu verwirklichen. Dabei folgt die Arbeit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung und mit dem Grundsatz, dass Lösungsmodelle nur dann eine Chance haben, wenn sie ökologisch angemessen, gesellschaftlich gerechtfertigt und wirtschaftlich durchführbar sind. Darum verbindet die Forschung am Öko-Institut die Bereiche Grundlagenforschung, Konzeptionsentwicklung und Umsetzung in die Praxis.
Die Zahl der Mitglieder beträgt 4000. Das Öko-Institut arbeitet mit der Stiftung Zukunftserbe, der Forschungskooperation ökoforum, dem Verein Energie-Vision und dem Environmental Law Network International zusammen und verfügt außerdem über einen eigenen Verlag.
Die Forschungsschwerpunkte sind:
Risikoforschung: Arbeiten zu Analyse, Verständnis, Erfahrung und Kommunikation von Risiken in den Bereichen Klimaschutz, Gentechnik, Chemie und Kernenergie
Systemanalyse: Entwicklung und Evaluierung von Planungs- und Analyse-Instrumenten (z.B. Emissions- und Stoffstromanalysen), Szenarienentwicklung, Ermittlung volkswirtschaftlicher Effekte
Implementierung: Entwicklung, Verbesserung und Umsetzung von Instrumenten der Umweltpolitik und des Umweltmanagements (Gesetze, Abgaben, Finanzierungsmodelle, Managementleitfäden, Beteiligung an Planungsprozessen usw.)
Konzeptentwicklung: Entwicklung von sektoralen Konzepten zur Reduzierung von Umweltauswirkungen, insbesondere beim Klimaschutz, Verkehr und Müll; ökonomische und ökologische Auswirkungen
Umweltkommunikation: Wissenschaftliche Unterstützung von Mediationsverfahren, Leitung von "Runden Tischen" und Agendaprozessen, Ausrichtung von Kongressen und Workshops, Vortragstätigkeit, institutseigene Verlagstätigkeit
Ausschuss-, Gutachter- und Beratertätigkeit: UN-Arbeitsgruppen, Bundeskommissionen, Normungsausschüsse, Antragsbegutachtung, politische Beratung.

Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Auftragsforschung, v.a. für Ministerien, EU, Industrie und öffentliche Einrichtungen.

Kontakt:
Geschäftsstelle Freiburg
Postfach 6226
D-79038 Freiburg
Tel.: 0761-4 52 95-0
Fax: 0761-47 54 37
info@oeko.de
www.oeko.de

Autor: KATALYSE Institut