Henna

Henna ist ein mehrjähriger Busch. Er wird zwei bis sechs Meter hoch in Kultur aber auf 60 bis 70 cm gehalten. Die Blätter sind gegenständig, glatt, oval gespitzt, sehr kurzstielig. Weiße Blüten sind in Büscheln angeordnet.

  • Systematik: Familie: Blutweiderichgewächse (Lythraceae), Art: Lawsonia inermis L.
  • Herkunft/Vorkommen: Nordafrika bis China, v.a. Indien
  • Klimaansprüche: tropische und heiße Klimazonen
  • Anbausystem: mehrjährige Hennafelder
  • Ernte: Das Erntegut sind dunkelgrüne Blätter, die zweimal im Jahr geerntet werden. Maximale Erträge werden 4 bis 8 Jahre erreicht.
  • Ertrag: unter intensiven Anbaubedingungen 2,5 bis 3,0 kg Trockenmasse/Hektar getrocknete Blätter; enthalten etwa ein Prozent Farbstoff
  • Besonderheiten: Der rot-orange-Farbstoff findet v.a. Verwendung als Haarfärbemittel.
  • Wirkspektrum: Farbstoff zur Haut- und Haarfärbung, lokal auf Furunkel, Verbrennungen und Hautkrankheiten, zum Gurgeln bei Halsentzündungen und brennenden Füßen.

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

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