Eibisch

Eibisch ist eine mehrjährige, gering verzweigte Pflanze vom 60 bis 120 cm Höhe mit samtig behaartem Stengel, gezähnten, eiförmigen Blättern und rötlichen Blüten mit Außenkelch.

  • Systematik: Familie: Malvaceae (Malvengewächse), Art: Althea officinalis
  • Herkunft: Osteuropa bis Westasien
  • Klimaansprüche: feuchtwarm
  • Anbausystem: zweijähriger Anbau; Selbstunverträglichkeit: Einhaltung einer Anbaupause von 4 bis 5 Jahren
  • Düngung: Stickstoff: 100 kg/Hektar in drei Teilgaben, Kalium: 120 kg/Hektar, Phosphat: 70 kg/Hektar, Calcium: 400 kg/Hektar
  • Aussaat: Vorkultur: April bis Juni und/oder September bis Oktober; Direktsaat im August; 7 Pflanzen/m2
  • Pflanzenschutz: Pilze: Malvenrost; Schädlinge: Malvenblattfloh, -motte, Blattläuse, Hopfenspinnmilbe; Sonstige: Wühlmäuse
  • Ernte: Wurzeln: Oktober bis November und/oder Februar bis April; Blätter: Mai bis Juni maschinell
  • Ertrag: Wurzeln: 8 bis 12 Tonnen/Hektar, 2,0 bis 4,0 Tonnen/Hektar Droge;
    1,2 Tonnen/Hektar Blätter; 400 kg/Hektar Droge
  • Ertragsmerkmale: Wurzel (geschält): Schleim (10 bis 15 Prozent), Pektin (11 Prozent), Stärke (37 Prozent), Zucker, Gerbstoff
  • Wirkspektrum: Schutz der Schleimhäute; gegen Hustenreiz

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

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