Jod

Iod

Autor: KATALYSE Institut

Jura

J. ist das zweite Erdzeitalter des Mesozoikum vor 208 - 146 Mio. Jahren.

Während des frühen J. brach die einzige große Landmasse Pangäa zu den ersten Groß-Kontinenten Nordamerika, Eurasien und Gondwana auseinander.

Der J. ist geprägt durch die große Verbreitung der Dinosaurier. Im J. gab es überwiegend Nadelbäume (Mammutbäume, Kiefern, Ginko). Dominant vertreten waren v.a. Palmfarne, weshalb man das Jura auch als „Zeitalter der Palmfarne“ bezeichnet.

Autor: KATALYSE Institut

Jute

Jute ist eine einstengelige Pflanze von 1,5 bis 4,5 Meter Höhe mit glatten, länglich-ovalen gezähnten Blättern und blassgelben Blüten.

 

  • Systematik: Familie: Tiliaceae, Art: Corchorus capsularis L., Corchorus olitorius L.
  • Herkunft: Corchorus capsularis L: Burma; Corchorus olitorius L.: Afrika
  • Klimaansprüche: tropisch
  • Anbausystem: einjähriger Anbau
  • Aussaat: unmittelbar vor der Regenzeit; 250 Pflanzen/m2
  • Düngung: Stickstoff: 35 kg/ Hektar, Phopshat: 45 kg/ Hektar, Kalium: 45 kg/ Hektar
  • Pflanzenschutz: Pilze: Macrophomina phaseoli, Pellicularia; Schädlinge: Juteeule, Bärenraupe, Milben
  • Ernte: nach 4 bis 5 Monaten zur Blüte; maschinell oder manuell
  • Ertrag: Fasern: 1200 bis 1500 kg/ Hektar
  • Qualitätsmerkmale: Fasergehalt und -feinheit

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

Jojoba

Jojoba ist ein immergrüner, trockenresistenter, Wüstenstrauch, der zwischen 0,6 bis 5 Meter hoch wird. Er besitzt Pfahlwurzeln mit einer Länge von bis zu 10 Metern. Jojoba ist zweihäusig und seine Früchte sind dünnschalige Nüsse. Jojoba hat eine Lebensdauer von 100 bis 200 Jahren.

 

  • Systematik: Familie: Simmondsiaceae (Buchsaceae), Art: Simmondsia chinensis L.
  • Herkunft: Sonorawüste (Mexiko)
  • Klima: trockene Standorte, verträgt extreme Wüstentemperaturen von 43 bis 46°C; Niederschlagsoptimum 380 bis 500 mm pro Jahr; kurz zeitige Frosttoleranz
  • Anbausystem: Dauerkultur bei wenig Niederschlägen erfolgt Bewässerung
  • Aussaat: Direktsaat oder vegetativ durch Anzucht von Jungpflanzen; Vereinzelung wüchsiger Pflanzen auf 1,5 Meter Abstand; bei Pflanzungen muss auf ein Verhältnis weiblicher zu männlicher Pflanzen von 6:1 geachtet werden
  • Düngung: Nur auf extrem nährstoffarmen Böden wirtschaftlich
  • Pflanzenschutz: relativ unanfällig; ggf. Pilzbefall; Fruchtschäden durch Insektenlarven; Fraßschäden in Junganlagen durch weidende Tiere
  • Ernte: 3 bis 5 Jahre nach Aussaat; die Fruchtentwicklung dauert 6 bis 7 Monate, die Samenreife fällt in die Trockenperiode; Ernte durch Handpflücken oder Erntemaschinen
  • Ertrag: nach 5 Jahren: 400 bis 500 Gramm Nüsse, nach 12 Jahren 2 bis 4 kg, nach 25 Jahren bis 13 kg Nüsse je Busch
  • Besonderheiten: Nüsse enthalten 48 bis 56 Prozent Jojoba-Öl, das überwiegend aus Estern primärer Alkohole mit Fettsäuren (30 Prozent) besteht; chemisch ist es ein Wachs, aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes (7°C).

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

Johanniskraut

Johanniskraut ist eine mehrjährige Pflanze von 30 bis 60 cm Höhe mit markigem, aufrechtem, reichästigem, zweikantigem Stengel, durchscheinend fein durchlöcherten Blättern und gelben Blüten mit rötlich punktierten Kronblättern.

 

  • Systematik: Familie: Hypericaceae (Johanniskraut-/Hartheugewächse), Art: Hypericum perforatum
  • Herkunft: heimisch, Mitteleuropa
  • Klimaansprüche: gemäßigt
  • Anbausystem: zwei- und mehrjähriger Anbau
  • Düngung: Nährstoffentzug bei 20 Tonnen Frischmasse/Hektar: Stickstoff: 108 kg/ Hektar, Kalium: 114 kg/ Hektar, Phosphat: 41 kg/ Hektar, Calcium: 40 kg/ Hektar, Magnesium: 13 kg/ Hektar
  • Aussaat: Mitte Mai und/oder Anfang September bis November; 8 Pflanzen/m2
  • Pflanzenschutz: Pilze: Welkekrankheiten, Schädlinge: Johanniskrautkäfer, Wickler
  • Ernte: ab Juni mehrere Schnitte; Triebspitzen (20 cm) des blühenden Krautes; maschinell
  • Ertrag: Blühendes Kraut: 10 bis 20 Tonnen/ Hektar; Droge pro Schnitt: 2 bis 5 Tonnen/ Hektar; und ca. 800 kg/Hektar Saatgut.
  • Qualitätsmerkmale: Blütenanteil, Gehalt an ätherischem Öl, Hypericin und Flavonoiden.
  • Besonderheiten: sehr feines Saatbett erforderlich, Auswinterungsgefahr durch Krankheiten; Cadmium-Sammler
  • Wirkspektrum: durchblutungsfördernd, gegen Depressionen und hysterische Zustände.

Literatur:

  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005

Autor: KATALYSE Institut

Jauche

J. besteht aus dem mit Stroh- und Kotteilchen, Regen- und Sickerwasser gemischten Harn von Tieren.

Sie ist also eine kotarme Gülle. J. ist ein Phosphor-Kalium-Dünger und enthält nur wenig Stickstoff.

Autor: KATALYSE Institut

Jojo-Effekt

Der Jojo-Effekt tritt v.a. nach Diäten auf. Während in der Diätzeit der Körper seinen Energieverbrauch senkt, nimmt nach Ende der Diät der Energieverbrauch nicht oder kaum zu. Die Folge davon ist, dass man viel schneller zunimmt, obwohl nicht mehr gegessen wird als vor der Diät.

Nach drei bis sieben Tagen kann der Körper, seinen Energiebedarf an einen niedrigeren

Grundumsatz anpassen. Der Grundumsatz steigt jedoch abrupt an, wenn beispielsweise nach einer Reduktionsdiät oder Fastenkur das ursprüngliche Ernährungsverhalten wieder angenommen wird, da sich der Grundumsatz aus dem „Hungerstoffwechsel“ nur langsam wieder umstellt. Bei häufigen "Blitzdiäten" (abrupte und harte Reduktionsdiäten) gerät der Energiestoffwechsel durcheinander. Daraus ergibt sich eine ständige Zu- und Abnahme des Körpergewichts. In der Wissenschaft wird diskutiert, ob der JoJo-Effekt das Mortalitätsrisiko bei Herz- Kreislauferkrankungen erhöht. Einen dauerhaften Erfolg der Gewichtsreduktion und Stabilisierung verspricht nur eine konsequente Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung (z.B. Vollwert-Ernährung) kombiniert mit ausreichender Bewegung.

Quellen:
DER BROCKHAUS: Ernährung. Mannheim 2001
SPEKTRUM: Lexikon der Ernährung. Heidelberg 2001

Autor: KATALYSE Institut