Bleirohre

Das Problem B. ergibt sich in Altbauten. B. wurden in den alten Bundesländern bis 1960 verlegt.

Blei wird aus dem Rohrleitungsmaterial herausgelöst, insbesondere dann, wenn das Wasser einen niedrigen pH-Wert hat (Problem bei Eigenversorgern aus Privatbrunnen), wenn das Wasser lange in der Leitung steht (über Nacht), bei langen Leitungen (obere Stockwerke) und wenn das Wasser arm an härtebildenden Ionen (Calcium und Magnesium, Wasserhärte) ist, die bei Ausfällung eine Kalkschutzschicht bilden können. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegt bei 40 mycrog/l und wird bei ungünstigen Bedingungen häufig überschritten.

Autor: KATALYSE Institut

Biologische Reinigung

Siehe Abwasserreinigung, Belebtschlamm, Mikroorganismen.

Autor: KATALYSE Institut

Bewässerung

B. ist die Versorgung von Agrar- und Kulturland mit Wasser, um das Wachstum von Pflanzen bei fehlenden Niederschlägen zu gewährleisten. Die B. ist eine uralte Technik der Landwirtschaft. Bereits in den Hochkulturen von Ägypten, Mesopotamien, Indien und China wurden ausgiebig B.-techniken eingesetzt.

B. soll dafür sorgen, dass genügend Frischwasser über die Bodenfläche geführt wird. Insbesondere in ariden Gebieten, in denen der Niederschlag oft niederer als die Verdunstung ist, muss zur Vermeidung der Versalzung des Bodens über den Pflanzenbedarf hinaus bewässert und dieses Wasser wieder abgeführt werden

  • Wasserstau auf horizontalen Flächen
  • Rieselsysteme und Tröpfchenb.
  • Verrieselung über geneigte Flächen
  • Versprühung von Wasser über den zu beregnenden Flächen (Beregnungsanlage)

Beregnungsanlagen sind in der modernen Landwirtschaft am weit verbreitet. Neben Regnern mit kleiner Reichweite kommen auch selbstfahrende Beregnungsmaschinen zum Einsatz. Mit diesem Verfahren ist auch die Frostschutzberegnung, wie etwa im Obstbau zur Blütezeit möglich. Dabei wird bei Frosttemperaturen beregnet. Die beim Gefrieren des Wassers freiwerdende Energie und die Bildung eines Eismantels schützt die Pflanzen vor schädigende Auswirkungen des Frosts.

Bei der Tröpfchenb. werden an Schläuchen Abflüsse installiert, die nur geringe Wassermengen unabhängig vom Druck im Schlauch abgeben. In trockenen Ländern zum wassersparenden Einsatz entwickelt, findet dieses Verfahren in Mitteleuropa auch im Weinbau, im Hausgarten und in Parkanlagen Anwendung. Durch die genaue Aufbringung des Wassers ohne Verdunstungsverluste, werden die Blätter nicht benetzt, so dass Pilzerkrankungen der Pflanzen nicht gefördert werden.

Die Qualität des B.-wassers muss den Anforderungen der zu kultivierenden Planzen und den hygienischen Mindeststandards entsprechen. Internationale Richtlinien dazu wur-den von der FAO in Rom heraus gegeben.

Die B. in der Landwirtschaft spielt bei der Bekämpfung von Hunger und Unterernährung eine entscheidende Rolle. Mit Hilfe von kostengünstigen, in den Entwicklungsländern selbst erzeugten B.-technologien wie Pumpen und wassersparender Tropfb. kann mehr Nahrung, Arbeitsplätze und Einkommen geschaffen werden. Rund 40 Prozent der weltweit erzeugten Nahrung stammen von bewässerten Feldern.

Die Weltbevölkerung wird von heute rund 5,9 Milliarden Menschen auf voraussichtlich 8 Milliarden Menschen im Jahre 2025 steigen. Rund 60 Prozent der in Zukunft erforderlichen zusätzlichen Nahrungserzeugung muss dann mit Hilfe von B. produziert werden. Kleine und angepasste B.-systeme helfen den Bauern, mehr Nahrung zu erzeugen. Angepasste B.-systeme schaffen mehr Arbeitsplätze.

In Bangladesch ist beispielsweise die Zahl der Beschäftigten im ländlichen Raum zwischen 1985 und 2002 um rund 250 Prozent gestiegen. In Kenia und Zimbabwe verfügen Kleinbauern aufgrund der B. inzwischen über regelmäßige Einkünfte. B.-systeme für Kleinbauern müssen leicht anwendbar und dürfen nicht zu teuer sein. Die Armen müssen unterstützt werden, ihre Wasserrechte gegen konkurrierende Wassernutzer wie große Farmen und Industrie zu verteidigen.

Siehe auch: Melioration und Bodenversalzung

Autor: KATALYSE Institut

Belebtschlamm

B. oder belebter Schlamm ist die Ansammlung sehr vieler verschiedener Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), die in der biologischen Stufe einer Kläranlage (Abwasserreinigung) die löslichen organischen Stoffe abbauen.

Wichtig ist eine ausreichende Sauerstoffversorgung des B. durch Einblasen von Luft oder Sauerstoff. Im Tropfkörperverfahren wächst der B. auf der Tropfkörperfüllung (Kies, Schlacke, Kunststoff), das Abwasser wird oben auf den Tropfkörper verrieselt. Hohe Schadstoffbelastungen im Abwasser können die Reinigungswirkung des B. beeinträchtigen.

Siehe auch: Mikroorganismen, Abwasserreinigung

Autor: KATALYSE Institut

Azidität

= Maß für den Säuregehalt.

Die A. eines Mediums wie z.B. des Bodens, des Wassers, eines Nahrungsmittels oder beispielsweise einer Waschlotion wird durch den Gehalt an Wasserstoff-Ionen (H+-Ionen) bestimmt. Sie wird als pH-Wert angegeben.

Die A. eines Nahrungsmittels oder einer Gebrauchssubstanz ist von großer Bedeutung für die Gesundheitsverträglichkeit für den Menschen und die Verträglichkeit in der Umwelt. Die Ansäuerung von Nahrungsmitteln kann der Konservierung dienen (z.B. Sauerkraut).

Die A. von Lebensräumen, wie z.B. dem Boden oder dem Wasser, bestimmt in entscheidender Weise die Aktivität und Überlebensfähigkeit der darin auftretenden Organismen. Die erhöhte A. des Regens (Saurer Regen) und des Waldbodens (Bodenversauerung) sind u.a. Ursachen für das Absterben von Waldbäumen (Waldsterben).

Verschiedene Tier- und Pflanzenarten oder auch Mikroorganismen sind an extreme A. oder extrem niedrige Säuregehalte angepaßt und leben fast ausschließlich an diesen Standorten (Zeigerpflanzen).

Autor: KATALYSE Institut

Algenblüte

Algenblüte ist eine explosionsartige Vermehrung vorwiegend einzelliger Algen. A. entstehen durch Wassererwärmung, geringen Wasseraustausch und durch Überversorgung mit Nährstoffen.

Häufige Ursache der sogenannten Eutrophierung sind Einleitungen von Abwässer in die küstenahen Bereiche und Düngemittel aus der Landwirtschaft. Aber auch Bodenerosion als Folge von Abholzungen in Küstengebieten kann zur A. beitragen.

A. können massive Umweltprobleme verursachen. Bestimmte Algen produzieren Giftstoffe und ersticken andere Wasserbewohner durch ihren hohen Sauerstoffverbrauch, v.a. wenn die Algen absterben und ein dichter Teppich aus Algenschlick entsteht.

Siehe auch: Algen, Algenpest, Eutrophierung

Autor: KATALYSE Institut

Aktivkohlefilter

A. werden zur Trinkwasser- und Luftreinigung eingesetzt, vereinzelt auch für besonders schwierige Abwässer.

In großtechnischen Anlagen bestehen sie aus mehrere Meter dicken Schichten aus gekörnter Aktivkohle (Körnchen mit etwa 1 bis 3 mm Durchmesser). Im Gebrauch belädt sich die Aktivkohle mit den unerwünschten Wasser- und Luftinhaltsstoffen: Nach einer bestimmten Zeit muß sie aus dem Filter entfernt und regeneriert werden.

Geschieht dies nicht rechtzeitig, können die adsorbierten Schadstoffe wieder herausgewaschen werden (man sagt, der Filter "bricht durch"). Dies ist insbesondere kritisch bei Haushalts-Wasserfiltern, die mit A. ausgestattet sind, da deren Beladungs-Zustand nicht - wie etwa im Wasserwerk - regelmäßig analytisch kontrolliert wird.

Siehe auch: Trinkwasseraufbereitung, Trinkwasser

Autor: KATALYSE Institut

Aktivkohle

A. ist reiner Kohlenstoff, der aufgrund seiner porösen Struktur eine riesige innere Oberfläche besitzt (3 g gute A. hat etwa die Oberfläche eines Fußballfeldes), auf der sich Moleküle anlagern können (Adsorption).

Da die A. selbst unpolar ist, lagern sich bevorzugt unpolare Stoffe an. Hergestellt wird sie z.B. aus Steinkohle, Braunkohle, Torf, Holz, Kokosnußschalen, Pfirsichkernen durch ein Aktivierungsverfahren bei höheren Temperaturen (500-800 Grad C).

A. wird u.a. eingesetzt als Tierkohle bei Durchfallerkrankungen, als Filter-Material in der Dunstabzugshaube in der Küche und zur Reduzierung von giftigen Substanzen (z.B. chlorierte Kohlenwasserstoffe) im Rohwasser bei der Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk (Aktivkohlefilter).

Siehe auch: Kohlenstoff, Moleküle, Adsorption

 

Autor: KATALYSE Institut

Abwasserreinigung

Die Abwasserreinigung wird meist in Kläranlagen durchgeführt. In der mechanischen ersten Stufe einer Kläranlage werden durch Rechen, Sandfang und Absetz- oder Vorklärbecken grobe Bestandteile, Sand und absetzbare Stoffe abgetrennt. Die biologische zweite Stufe bringt die restlichen gut löslichen Abwasserbestandteile in Kontakt mit Bakterien und anderen Kleinlebewesen.

Diese Mikroorganismen leben vom Abbau der organischen Stoffe und vermehren sich dabei (Belebtschlamm). Bezogen auf den BSB liegt die Reinigungswirkung solcher Kläranlagen i.d.R. bei 90 bis 95 Prozent. Die Entfernung der restlichen 5 bis 10 Prozent und der Stickstoff- und Phosphorverbindungen ist Aufgabe der weitergehenden Abwasserreinigung (Dritte Reinigungsstufe, Nitrifikation, Fällung).

Ein weiteres Abwasserreinigungsverfahren ist die Wurzelraumentsorgung wie etwa in Schilfkläranlagen. Sie ist eine dezentrale Abwasserreinigung und eignet sich für Siedlungsgebiete ohne eigene Kanalisation.

Industrieabwässer werden entweder gemeinsam mit häuslichem Abwasser gereinigt oder erfordern gesonderte Anlagen (Indirekt- und Direkteinleiter).

Siehe auch: Kläranlagen, Bakterien, Eutrophierung, Abwasser

 

Autor: KATALYSE Institut

Abwasserbeseitigungsplan

Abwasserbeseitigungsplan werden nach überörtlichen Gesichtspunkten von den Ländern aufgestellt (vgl. Abfallbeseitigungsplan).

Es handelt sich um eine Fachplanung, in der Standort und Einzugsbereich von Kläranlagen, Grundzüge für die Abwasserreinigung sowie die Träger der Maßnahmen festgelegt werden. Der A. kann von den Ländern für verbindlich erklärt werden (z.B. NRW, LWG NW 55 ff.).

Autor: KATALYSE Institut

Abwasserabgabengesetz

Die Neufassung des Abwasserabgabengesetz (AbwAG) vom 6.11.1990 trat in den alten Bundesländern am 1.1.1991 in Kraft. In den neuen Bundesländern gilt das Abwasserabgabengesetz für die nach der Anordnung vom 1.6.1987 am 30.6.1990 entgeltpflichtigen Einleiter ebenfalls ab dem 1.1.1991. Für alle übrigen Einleiter in den neuen Bundesländern tritt das Abwasserabgabengesetz am 1.1.1993 in Kraft.

Nach dem Abwasserabgabengesetz wird für das Einleiten von Abwässern in Gewässer (Vorfluter) eine Abgabe erhoben (1). Ausgenommen werden die Einleitungen im Rahmen landbaulicher Bodenbehandlung. Die Abgabehöhe richtet sich nach der Schädlichkeit, ausgedrückt in Schadeinheiten auf der Grundlage der Abwassermenge, der oxidierbaren Stoffe (CSB), des Phosphors (Phosphat), des Stickstoffs, der organischen Halogenverbindungen (AOX), der Metalle Quecksilber, Cadmium, Chrom, Nickel, Blei, Kupfer und der Fischgiftigkeit (3).

Die zugrundeliegenden Schadstofffrachten werden außer für Niederschlagswasser (Regenwasser) (7) und Kleineinleitungen (8) dem Einleitungsbescheid entnommen (4). Der Abgabesatz (9) beträgt ab dem 1.1.1991 je Schadeinheit 50 DM. Er wird bis 1999 alle 2 Jahre um 10 DM auf 90 DM erhöht. Orientiert an den Werten für die genannten Parameter aus dem Einleitungsbescheid wird bei Überschreitung (4,IV) der höchste ermittelte Wert in die Abgabenrechnung einbezogen. Bei Einhalten der Werte (9) wird der Abgabesatz in den ersten vier Jahren um 75%, in den nächsten vier Jahren um 40% und danach um 20% vermindert.

Investitionen zur Gewässerreinhaltung (10), die eine Verminderung der Schadstofffracht um mindestens 20% erwarten lassen, können mit der Abwasserabgabe verrechnet werden. Die Abwasserabgaben müssen zweckgebunden für Gewässerschutzmaßnahmen verwendet werden. Das Abwasserabgabengesetz wendet sich ausschließlich an Direkteinleiter. Indirekteinleitungen werden in den Landesgesetzen geregelt (z.B. LWG NW 59, Indirekteinleiterverordnungen (VGS), kommunale Abwassersatzungen). I.d.R. orientieren sich die Regelungen der Länder an 7a WHG und den darauf aufbauenden VwV (Rahmen-AbwasserVwV, 2.-48. AbwVwV).

In Zusammenhang mit dem Abwasserabgabengesetz sind zwei EG-Richtlinien bedeutsam. Die EG-Richtlinie zur Verschmutzung von Gewässern durch Einleiten gefährlicher Stoffe (Amtsbl. EG 18.5.1976, Nr. L 129/23) fordert für die Einleitung besonders gefährlicher Stoffe (schwarze Liste) in Gewässer einheitliche EG-Grenzwerte. Für die Einleitung gefährlicher Stoffe (graue Liste) sollen nationale Programme aufgestellt werden. Die EG-Richtlinie zum Schutz des Grundwassers gegen die Verschmutzung durch gefährliche Stoffe (Amtsbl. EG 26.1.1980, Nr. L 20/43) enthält für die Einleitung besonders gefährlicher Stoffe in das Grundwasser (schwarze Liste) Verbote und für die Einleitung gefährlicher Stoffe (graue Liste) Einschränkungen.

Autor: KATALYSE Institut

Abwasser

Man unterscheidet kommunales Abwasser und Industrieabwasser. Kommunales Abwasser enthält neben schadstoffbelastetem Regenwasser (z.B. Auswaschung von Fahrbahnen/Parkplätzen) häusliche Abwässer mit Fäkalien, Speiseresten, Desinfektionsmitteln und Spül- und Reinigungsmitteln, die schwer abbaubare Bestandteile enthalten können (Abbau, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Tenside, Autowäsche).

Häufig werden häusliche und Regenabwässer zusammen in Mischkanalisationen zur Kläranlage (Abwasserreinigung) geleitet. Bei starken Regenfällen führt kann die Kapazität der Kläranlagen überschritten werden und Abwasser ungeklärt in den Vorfluter gelangen. Daher sollten getrennte Kanalisationen für häusliche und Regenwasser vorhanden sein. Da Abwasser aus Waschmaschinen oder Duschen meist relativ warm ist, könnte die enthaltene Wärme zur Wärmerückgewinnung genutzt werden. So kann eine Wärmepumpe die Energie aus dem Abwasser nutzen.

In Deutschland sind über 95 Prozent der Bevölkerung (2001) an das rund 450.000 km lange Kanalnetz angeschlossen. Über 10.000 öffentliche Kläranlagen erfüllen die EU-Anforderungen bei der Abwasserreinigung. Der größte Teil der Kläranlagen in Deutschland ist mit der biologischen Grundreinigungsstufe und einer weiteren Stufe zur Behandlung von Stickstoff und Phosphor ausgestattet.

Industrie-Abwässer sind je nach Branche sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Bei der Papierindustrie z.B. fallen hochkonzentrierte organische Abwässer an, bei Galvanikfirmen (Metallindustrie) v.a. Schwermetalle, organische Lösungsmittel und Säuren.

Siehe auch: Industrieabwasser, Regenwasser, Autowäsche, Abbau, Autowäsche

 

Autor: KATALYSE Institut

Stiftung Ökologie & Landbau

Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) wurde 1962 gegründet.
Ziel der Stiftungsaktivität ist, den ökologischen Landbau zu fördern und zu unterstützen. Die SÖL setzt sich mit den Auswirkungen der ökologischen Landwirtschaft auf Boden, Wasser und Klima auseinander und stellt den Biolandbau mit seinen regionalen Vermarktungsstrukturen als wichtiges alternatives Konzept für die derzeitige Agrarpolitik dar.

Sie fungiert dabei durch Sammlung, Aufbereitung und Verbreitung von Informationen als "Informationsdrehscheibe". Im Bundesprogramm Ökolandbau werden von der SÖL mehrere Projekte betreut.

Aktuelle Aktivitäten der SÖL:/liste}

  • Seminarbauernhof Gut Hohenberg
  • Publikationen zum ökologischen Landbau
  • Koordination des Erfahrungs- und Erkenntnissaustausches
  • Beratung (Rundbrief, Seminare)
  • Erfahrungsaustausch zwischen Studentengruppen
  • Forschung(Wissenschaftstagungen)
  • zwischen Institutionen
  • Forschung für die Praxis (Projekt Ökologische Bodenbewirtschaftung,Projekt Weierhof)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Projekttage, Öko-Markttage Bad Dürkheim)
  • Dokumentation (Bibliothek, Archiv)
  • Fördertätigkeit (Karl-Werner-Kieffer-Preis,Stiftungsprofessur Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur
    Die Stiftung gibt vier mal jährlich die Zeitschrift „Ökologie & Landbau“, sowie den „SÖL- Berater- Rundbrief“ (€ 14 pro Jahr) heraus.

    Kontakt:
    Stiftung Ökologie & Landbau
    Weinstraße Süd 51
    67098 Bad Dürkheim
    www.soel.de

 

Autor: KATALYSE Institut

Öko-Institut, Freiburg

Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie - wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben, gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg. Derzeit arbeiten

ca. 95 Mitarbeiter- und innen im Institut, aus welchen für jedes Forschungsprojekt ein passendes interdisziplinäres Projektteam zusammengestellt wird. Das Anliegen des Institutes ist es, Umweltprobleme zu analysieren und zu beurteilen, auf Risiken aufmerksam zu machen und Strategien und Maßnahmen für Problemlösungen zu entwickeln und zu verwirklichen. Dabei folgt die Arbeit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung und mit dem Grundsatz, dass Lösungsmodelle nur dann eine Chance haben, wenn sie ökologisch angemessen, gesellschaftlich gerechtfertigt und wirtschaftlich durchführbar sind. Darum verbindet die Forschung am Öko-Institut die Bereiche Grundlagenforschung, Konzeptionsentwicklung und Umsetzung in die Praxis.
Die Zahl der Mitglieder beträgt 4000. Das Öko-Institut arbeitet mit der Stiftung Zukunftserbe, der Forschungskooperation ökoforum, dem Verein Energie-Vision und dem Environmental Law Network International zusammen und verfügt außerdem über einen eigenen Verlag.
Die Forschungsschwerpunkte sind:
Risikoforschung: Arbeiten zu Analyse, Verständnis, Erfahrung und Kommunikation von Risiken in den Bereichen Klimaschutz, Gentechnik, Chemie und Kernenergie
Systemanalyse: Entwicklung und Evaluierung von Planungs- und Analyse-Instrumenten (z.B. Emissions- und Stoffstromanalysen), Szenarienentwicklung, Ermittlung volkswirtschaftlicher Effekte
Implementierung: Entwicklung, Verbesserung und Umsetzung von Instrumenten der Umweltpolitik und des Umweltmanagements (Gesetze, Abgaben, Finanzierungsmodelle, Managementleitfäden, Beteiligung an Planungsprozessen usw.)
Konzeptentwicklung: Entwicklung von sektoralen Konzepten zur Reduzierung von Umweltauswirkungen, insbesondere beim Klimaschutz, Verkehr und Müll; ökonomische und ökologische Auswirkungen
Umweltkommunikation: Wissenschaftliche Unterstützung von Mediationsverfahren, Leitung von "Runden Tischen" und Agendaprozessen, Ausrichtung von Kongressen und Workshops, Vortragstätigkeit, institutseigene Verlagstätigkeit
Ausschuss-, Gutachter- und Beratertätigkeit: UN-Arbeitsgruppen, Bundeskommissionen, Normungsausschüsse, Antragsbegutachtung, politische Beratung.

Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Auftragsforschung, v.a. für Ministerien, EU, Industrie und öffentliche Einrichtungen.

Kontakt:
Geschäftsstelle Freiburg
Postfach 6226
D-79038 Freiburg
Tel.: 0761-4 52 95-0
Fax: 0761-47 54 37
info@oeko.de
www.oeko.de

Autor: KATALYSE Institut

Institut für sozial- ökologische Forschung

Das Frankfurter Institut für sozial- ökologische Forschung (ISOE), welches 1989 gegründet wurde, verfolgt einen theoriegeleiteten und zugleich umsetzungsorientierten Forschungsansatz mit dem Ziel die Grenzen zwischen Wissenschaft, Natur und Gesellschaft, zwischen den Disziplinen zu überschreiten.
22 Mitarbeiter arbeiten derzeit in den folgenden fünf wissenschaftlichen Bereichen:

  • Wasser und nachhaltige Umweltplanung
  • Wissenschaft und Forschungspolitik
  • Alltagsökologie, Konsum und Stoffströme
  • Mobilität und Lebensstilanalysen
  • Ökologie, Demokratie und Entwicklung

Ausgangspunkt der Forschungsarbeit ist die Beobachtung, daß sich in der ökologischen Krise gesellschaftliche Handlungsmuster und natürliche Wirkungszusammenhänge wechselseitig durchdringen und eine krisenhafte Dynamik auslösen. Die miteinander verknüpften Problembereiche können daher nur mit einem Forschungsansatz angemessen bearbeitet werden, der natur- und sozialwissenschaftliche Disziplinen von Anfang an gleichberechtigt einbezieht. Deshalb arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen natur- und sozialwissenschaftlichen Bereichen in einer problem- und umsetzungsorientierten interdisziplinären Umweltforschung zusammen.
Der sozial-ökologische Forschungsansatz wird im Institut sowohl in Einzeluntersuchungen als auch in konzeptioneller, methodischer und theoretischer Grundlagenarbeit konkretisiert und weiterentwickelt
Das Institut finanziert sich weitgehend durch eingeworbene Forschungsaufträge. Auftraggeber sind u.a. das Umweltbundesamt, die Europäische Kommission und Bundes- und Länderministerien, Kommunen sowie Verbände. Im Rahmen von Verbundprojekten arbeitet das Institut in den letzten Jahren verstärkt mit der Wirtschaft zusammen. Darüber hinaus erhält das ISOE eine institutionelle Unterstützung durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt.
Das ISOE ist in ein vielfältiges Kooperationsnetzwerk eingebunden. Es reicht von regionalen Akteuren über nationale Institutionen bis hin zu internationalen Kooperationen mit Hochschulinstituten und Beratungseinrichtungen. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Zusammenarbeit im Rahmen der Forschungskooperation ökoforum.

Kontakt:

Institut für sozial-ökologische
Forschung (ISOE) GmbH
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt am Main
Tel. +49 - 69 - 7076919-0
Fax +49 - 69 - 7076919-11
info@isoe.de
www.isoe.de

Autor: KATALYSE Institut

Autowäsche

Die A. geschieht i.d.R. mit Trinkwasser. Der jährliche Trinkwasserverbrauch beträgt hierbei in Deutschland mehr als 100 Mio m3.

Gewässer und Kläranlagen werden durch die A. mit Öl, Fett, Teer, Ruß und Schwermetallen belastet (Gewässerbelastung, Abwasserreinigung). Bei der A. auf der Straße können die stark tensidhaltigen Autowaschmittel (Waschmittel, Tenside) über die Regenwasserkanalisation ungeklärt in die Gewässer (Abwasser) gelangen. Daher verbieten die meisten Kommunen die A. auf der Straße. Pro Waschgang werden bei der A. mit einem Schlauch ca. 500 l Wasser verbraucht.

Autowaschanlagen benötigen 150 l Wasser und kommen bei Kreislaufführung mit 50 l Frischwasser aus. Solche Autowaschanlagen tragen das Umweltzeichen. Man kann also durch die Benutzung einer A.-Anlage Gewässerbelastungen und Wasserverbrauch erheblich reduzieren.

Die größte Umweltentlastung läßt sich jedoch nur durch seltenere A. erreichen. Eine A. ist im Sommer nicht so häufig nötig wie im Winter, wenn Streusalz (Streumittel) den Lack angreifen kann. Auf dem Land sind größere Waschpausen möglich als in der Stadt, da die Luft nicht so stark mit aggressiven Schadstoffen belastet ist. Prinzipiell genügt es, wenn ein Auto alle 4-6 Wochen gewaschen wird.

Siehe auch: Autopflege, Trinkwasser, Trinkwasserverbrauch.

Autor: KATALYSE Institut

Wasserschutzgebiet

Das W. ist ein spezielles gesetzliches Instrument, Grundwassernutzungen für die öffentliche Wasserversorgung zu schützen.

Es ist in mehrere Zonen gegliedert, für die abgestufte Handlungsbeschränkungen und Verbote gelten. Das W. wird von der Kreisverwaltungsbehörde auf Antrag des Betreibers der Wasserversorgung festgesetzt.

Der unmittelbare Einzugsbereich von Trinkwassergewinnungsanlagen muss frei von wassergefährdenden Stoffen sein. Die zuständige Wasserbehörde kann für ein genau bezeichnetes Gebiet ein Wasserschutzgebiet festlegen. In diesem Wasserschutzgebiet können Handlungen (z.B. Transporte von Gefahrgut) verboten werden, die das Gewässer gefährden.
Für die öffentliche Trinkwasserversorgung sind grundsätzlich Wasserschutzgebiete einzurichten.

Autor: KATALYSE Institut

Trinkwasserschutzgebiet

Nach der DIN 2000 soll Trinkwasser als Naturprodukt so naturbelassen wie möglich sein.

Das Wasserschutzgebiet wird durch Verordnung festgesetzt. Vom DVGW und Länderarbeitsgemeinschsft sind gemeinsam Schutzgebietsrichtlinien erstellt worden.

siehe auch Stichwort Wasserschutzgebiet

Autor: KATALYSE Institut

Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.

KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.

Der Name KATALYSE versinnbildlicht unseren Anspruch, Vorgänge zu beschleunigen oder in eine andere Richtung zu lenken.
Das KATALYSE Institut versteht sich als „Denkfabrik“ für zukunftsfähige Konzepte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeit ist dem Ansatz der sozial-ökologischen Forschung verpflichtet. Methoden und Instrumente aus der klassischen Umweltforschung werden bei der Bearbeitung der komplexen Fragestellungen einer sich globalisierenden Umwelt- und Entwicklungsproblematik hinzugezogen.

Die Unabhängigkeit des KATALYSE Instituts gewährleistet unsere kritische Arbeit in den Bereichen Umweltforschung und Verbraucherschutz. Als gemeinnützige Organisation finanzieren wir uns durch Zuwendungen für Projekte, Spenden, Fördermitgliedschaften und Auftragsarbeiten.

Das KATALYSE Institut berät Unternehmen, öffentliche Institutionen, Medien, Verbände und Privatpersonen. Unsere Teams werden problembezogen aus Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen zusammengestellt. Auf der Basis langjähriger Erfahrungen erarbeiten wir Grundlagen- und Fallstudien ebenso wie individuelle Lösungen im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeitsfelder sind:

Sozialökologische Forschung
Die sozialökologische Forschung wurde zur Stärkung einer transdisziplinär orientierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Programms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) "Forschung für die Umwelt" eingerichtet.

Der neue Förderschwerpunkt “Sozialökologische Forschung” trägt der Erkenntnis Rechnung, dass ökologische, ökonomische, soziale und technische Problemlagen eng mit einander verschränkt sind und zu ihrer Lösung transdisziplinäre, problemorientierte Forschungsansätze gefragt sind. Solche Ansätze, die naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche, universitäre und außeruniversitäre Forschung miteinander verzahnen, werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunktes gezielt gefördert.

Das KATALYSE Institut stellte bereits 1994 erste Impulse für eine sozialökologische Forschung vor. Aber erst im Jahr 1999 wurde im Auftrag des BMBF mit den deutschen Ökoforums-Instituten (ISOE, Ökoinstitut, IÖW, KATALYSE) der neue Forschungsschwerpunkt erarbeitet.

Im Jahr 2001 hat das KATALYSE Institut eine der Sondierungsstudien (Biodiversitätsmanagement) zur Vorbereitung des neuen Forschungschwerpunktes erstellt. Mitte des Jahres 2002 nimmt der Arbeitsbereich Landwirtschaft und Ernährung mit vier anderen Ökoforumspartnern ein dreijähriges BMBF-Verbundvorhaben "Ernährungswende - Transformationen für eine nachhaltige Ernährung" auf.

Landwirtschaft und Ernährung
Im Zentrum des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Ernährung. Wir beraten Politik und Wirtschaft bei der Umsetzung der Agrarwende und nachhaltiger Ernährungskonzepte.

  • Wir erstellen Konzepte für eine nachhaltige Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen,
  • beraten Sie bei der Konzeption gesundheitlich und ökologisch verträglicher Verpflegungssysteme,
  • führen Untersuchungen durch zur Risikokommunikation und
  • entwickeln Strategien für eine nachhaltigere Ernährungskommunikation.

Konkrete Beispiele aus dem aktuellen Beratungs- und Dienstleistungsangebot des KATALYSE Instituts sind:

  • die Ausrichtung des "Förderpreis Ökologischer Landbau" für das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) und
  • die Entwicklung von Strategien für eine Ernährungswende im Rahmen des Förderschwerpunkts: Nachhaltige Entwicklung im Spannungsfeld „Umwelt-Ernährung-Gesundheit“ des Bundesforschungsministeriums (BMBF).

Bio- und Gentechnologie
Die Erkenntnisse und Methoden der klassischen Bio- und der neuen Gentechnologien bilden als Life Sciences heute die Grundlagen für eine Fülle technisch neuer, oft heftig umstrittener Anwendungen in Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion sowie in der Medizin und im Umweltschutz.

Unsere Wissenschaftler beteiligen sich seit Jahren aktiv an der kontroversen öffentlichen Diskussion um die Gentechnik. In Studien, Vorträgen und Publikationen beziehen unsere Experten Stellung in den aktuellen Debatten.

Als Beratungsunternehmen stehen wir zivilgesellschaftlichen Organisationen, staatlichen Institutionen und Unternehmen bei Projektbewertungen sowie Entscheidungsfindung und Positionierung zur Seite.

Typische Beispiele sind etwa die „Untersuchung biotechnologischer Innovationspotenziale für das Land NRW“ oder Risikoabschätzungen gentechnologischer Anwendungen.

  • Wir erstellen für Sie Risikostudien, Technikfolgenabschätzungen sowie Erhebungen und Umfragen, begutachten neue Verfahren und Produkte in Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung
  • entwickeln biotechnologische Anwendungen in Textilveredelung und Biogastechnik und konzipieren
    Weiterbildungsmaßnahmen.

Bauen und Wohnen
Im Mittelpunkt des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung und der Einsatz energie- und ressourcenschonender, umwelt- und gesundheitsverträglicher Baumaterialien und Bau-weisen. Unsere Experten beraten Institutionen, Unternehmen und private Kunden in allen Fragen nachhaltigen Bauens und Wohnens. Unsere Leistungen für Sie:

  • Begutachtung umweltbezogener, gesundheitlicher und material-technischer Anforderungen an Baustoffe und Bauprodukte
  • Entwicklung von Schulungsmaterialien und Praxisleitfäden, wie z. B. im Praxisratgeber „Bauteilplanung mit ökologischen Baustoffen“
  • Bewertung und Zertifizierung von Gebäuden auf der Basis der von unseren Experten entwickelten Kriterien.

Wir beraten und begleiten Sie fachlich bei der Auswahl geeigneter Baustoffe für Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, der Planung und Durchführung ökologisch orientierter Bauvorhaben
und unterstützen Sie bei der Auswahl von Einrichtungsgegenständen durch Qualitäts- und Schadstoffprüfungen und die Vergabe des ÖkoControl-Zeichens des Europäischen Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser für schadstoffgeprüftes Mobiliar sowie die Produktprüfungen der Arbeitsgemeinschaft kontrolliert, deklarierte Rohstoffe (ARGE kdR).

Raumluftqualität und Elektrosmog
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schadstoffe und elektromagnetische Felder im Wohn- und Arbeitsumfeld gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ermittlung und Verringerung von Umweltbelastungen in Innenräumen ist eines unserer Kernarbeitsfelder.

Öffentliche Träger, gewerbliche Nutzer und private Bewohner von Gebäuden profitieren von der langjährigen Erfahrung unserer Teams im Bereich Innenraumschadstoffe und damit verbundener Gesundheitsprobleme. Unsere Mitarbeiter

  • beraten Sie zu Innenraumschadstoffen und Elektrosmog,
  • identifizieren für Sie Schadstoffquellen in öffentlichen Gebäuden, Büros und Wohnungen,
  • beproben und analysieren Innenraumschadstoffe (z. B. PCB, Asbest, Schimmelpilze),
  • messen elektromagnetische Felder,
  • bewerten Meßergebnisse und Belastungssituationen und
  • geben Handlungsempfehlungen zur Reduzierung und Vermeidung von Belastungen,
  • erstellen Sanierungskonzepte und begleiten deren technische Durchführung.

Umweltmanagement
Zielsetzung des Umweltmanagements ist es, Produkte, Herstellungsverfahren und Arbeitsabläufe hinsichtlich ihrer Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit so zu optimieren, dass Stoff-, Energieströme und Schadstoffbelastungen minimiert werden.

Das KATALYSE Institut unterstützt Unternehmen und Institutionen bei Schwachstellenanalyse, Entwicklung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen und allen Fragen des betrieblichen Umweltschutzes. Wir qualifizieren Ihre Mitarbeiter durch Fortbildungsmaßnahmen und unsere Experten begleiten Sie bei der Ausarbeitung von Kriterien und der Umsetzung von:

  • Öko- und Qualitäts-Auditing (ISO 14.000/EMAS),
  • Umweltcontrollingsystemen und betrieblichem Benchmarking/Umweltmanagementsystemen und
  • bereiten Sie auf die entsprechenden Zertifizierungen vor.

Wir erarbeiten für Sie:

  • Produkt- und produktlinienbezogene Ökobilanzen,
  • Konzepte zur umweltbezogenen Verfahrensoptimierung,
  • Konzepte zu umweltverträglichem Logistikmanagement,
  • Umweltverträgliche Beschaffung im Büro- und Baustoffbereich.

KATALYSE e.V.
Institut für angewandte Umweltforschung
Beethovenstraße 6
D-50674 Köln
Fon: 0221-94 40 48-0
Fax: 0221-94 40 48-9
Email: info@katalyse.de
Internet: www.katalyse.de

Autor: KATALYSE Institut

Auenlandschaft

A. setzen sich aus für die jeweilige Region charakteristischen Pflanzengesellschaften zusammen, die sich entlang von Bächen und Flüssen entwickeln.

Die Pflanzen und Tiere der Flußauen sind an die Bedingungen eines vielfach stark und unregelmäßig wechselnden Wasserstandes angepaßt. Die Bäume müssen auch längere Überflutungen vertragen, so daß Nadelbäume und die konkurrenzstärkste Baumart Mitteleuropas, die Buche, hier nicht gedeihen können.
A. unterliegen einer ständigen Veränderung. Das Hochwasser bringt zum einen neue, oft sehr fruchtbare Bodenteilchen mit sich, die sich ablagern; es reißt aber auch in der A. vorhandene Bodenpartikel mit sich.
A. haben durch den fruchtbaren Boden eine reiche, sehr vielfältige Vegetation und sind Aufenthaltsort und Winterquartier für viele Tiere. Die in unserer Landschaft vorhandenen Reste sind daher besonders schützenswert.
A. sind gefährdet durch menschliche Eingriffe wie Grundwasserabsenkung, Flußbegradigung oder auch durch übermäßige Erholungsnutzung (Feuchtgebiete).
Ein Beispiel für eine gefährdete A. sind die Rheinauen bei Ludwigshafen. Natürliche Altrheinarme wechseln hier mit künstlichen Kiesgruben, was zum einen einer reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt ein Leben ermöglicht, andererseits die Attraktivität dieser Landschaft als Naherholungsgebiet ausmacht.
Auwälder, für die Erlen- und Eschenwälder charakteristisch sind, gehören in Deutschland zu den durch menschliche Eingriffe (z.B. Flußregulierungen) am meisten gefährdeten Biotopen. Sie sind auf wenige kleine Gebiete zusammengeschrupft.
Bruchwälder wachsen in Geländesenken, die von Rinnsalen durchzogen werden und eine unterschiedlich mächtige Torf-Schicht besitzen. Häufigste Pflanzenvertreter der Bruchwälder sind Schwarzerle und Moorbirke.

Autor: KATALYSE Institut

Wasserhaushalt des Waldes

Die Wasserbilanz eines Waldes hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Der Anteil des Kronendurchlasses (das Wasser, das direkt durch die Lücken im Kronendach auf den Waldboden fällt) ist abhängig vom Baumalter, der Baumart und der Waldstruktur: Laubbäume 57-78%, Nadelbäume 70-80% bei Starkregen, bei Schwachregen 15-20%.

Die Interception ist der Teil des Niederschlages, der von Blättern, Nadeln und Ästen zunächst zurückgehalten wird. Sie beträgt je nach Baumart und Jahreszeit 10-40%. Davon verdunstet ein Teil, bevor er zu Boden gelangt, ein Teil tropft ab, ein Teil fließt am Stamm zu Boden. Der Niederschlag, der zu Boden kommt, fließt zu einem geringen Teil oberirdisch ab oder verdunstet wieder.
Der größte Teil sickert in den Boden, wird dort gefiltert, von den Bäumen aufgenommen oder fließt unterirdisch hangabwärts oder ins Grundwasser . Der W. unterscheidet sich wesentlich vom W. des Freilandes, nicht nur wegen des Einflusses des Kronendachs, sondern auch wegen der tiefen Durchwurzelung des Bodens und seiner großen Wasserspeicherkapazität.
Durch seine hohe Interception und Speicherfähigkeit verhindert der Wald Hochwasser, in Trockenzeiten liefert er eine gleichmäßige Wassermenge. Er hat also eine ausgleichende, regulierende und reinigende Wirkung, die durch die Immissionsschäden und Rodungen im tropischen Regenwald akut gefährdet ist.

siehe auch: Waldfläche, Waldfunktionen, Waldboden, Waldsterben, Deposition, Saurer Regen

Autor: KATALYSE Institut

Teich

siehe Gartenteich.

Autor: KATALYSE Institut