Leuchtfarben

L. für z.B. Zifferblätter in Uhren, Kompassen oder Flugzeuginstrumenten enthielten früher das radioaktive Radium-226 (Radioaktivität) als aktiven Stoff.

Arbeiterinnen, die die Farbe auftrugen (und ab und zu den Pinsel mit den Lippen anspitzten!), erlitten schwere Strahlenschäden bis hin zu tödlich verlaufenden Knochenkrebserkrankungen. Zifferblätter alter Uhren sollten nicht in den Mund genommen werden (Vorsicht bei Kindern!). Die Verwendung von Radium als L.-Zusatz wurde 1960 eingestellt. Aber auch heute werden radioaktive Stoffe zur Anregung von L. in Uhren und Anzeigeinstrumenten eingesetzt.
Verwendung finden in erster Linie Tritium und Promethium-147. Die Belastungen liegen zwar niedriger als beim Radium, jedoch kann Tritium aus den Uhren herausdiffundieren und über Inkorporation vom Menschen aufgenommen werden. Die Belastung der Beschäftigten in der L.-Industrie ist auch heute noch sehr hoch (Strahlenbelastung). I.d.R. werden heute jedoch nicht-radioaktive Stoffe als L. eingesetzt, Stoffe die eine Phosphoreszenz zeigen (Nachleuchten nach einer Bestrahlung mit Licht).

Autor: KATALYSE Institut

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