Solarium

Ein S. ist ein Raum, in dem man unter künstlicher Lichtquelle „Sonnenbäder“ nehmen kann.

Nach vorsichtigen Schätzungen der Niedersächsischen Akademie für Photomedizin und Gesundheitsbildung, besuchen rund zehn Millionen Bundesbürger einmal in der Woche ein Sonnenstudio, Kosmetiksalon, Sauna oder lassen sich zu Hause mit UV-Strahlung aus S. bestrahlen. In den alten Bundesländern werden schätzungsweise mehr als 10.000 Bräunungsstudios betrieben, und mehr als 1 Mio Haushalte sind mit einem Heim-S. ausgestattet, wobei deren Bestrahlungsstärke mit 20-50 mW/cm2 um ein Vielfaches über dem natürlichen Strahlungspegel liegen kann. Die Hautbräunung im S. beruht auf der abgegebenen UV-Strahlung (Sonnenbaden). Auch wenn S. nur die relativ energiearme UV-A-Strahlung verwenden, führt jedes Sonnenbad im S. zu einem erhöhten Risiko für Hautschädigungen und Hautkrebs (Sonnenbaden, Hautkrebs, UV-Strahlung). Wer im S. seine Augen nicht schließt (bzw. keine Schutzbrille trägt), geht zusätzlich die Gefahr einer Linsentrübung ein (Grauer Star). S. sollten grundsätzlich weder zu kosmetischen Zwecken, noch zur Steigerung des Wohlbefindens, noch zur nicht medizinischen Gesundheitsprophylaxe genutzt werden. Gerade helle Hauttypen sind besonders gefährdet und sollten diese Art der Bräunung gänzlich meiden.
Leider bekommt man bei einem Großteil der Bräunungsstudios in Deutschland keine qualifizierte Kundenberatung. Oft wird zum locken als Beispiel der Zusammenhang zwischen Sonnenlicht und der Vitamin-D3-Entstehung im menschlichen Körper genannt, wodurch der Knochenkrankheit Rachitis vorgebeugt wird. Zwar ist Sonnenlicht dafür unerlässlich, aber es reicht, wenn Handrücken und Gesicht dreimal in der Woche für zehn Minuten der Sonne ausgesetzt sind. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft rät, ob im S. oder unter freiem Himmel, pro Jahr nicht mehr als 50 Sonnenbäder zu nehmen.

Autor: KATALYSE Institut

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