Radioaktive Nuklide

R. sind instabile Atomkerne oder Nuklide, die dem radioaktiven Zerfall unterliegen (Radioaktivität). Sie wandeln sich direkt oder über radioaktive Zwischenprodukte (Tochternuklide) in stabile Nuklide um.

Jedes R. hat eine für sich charakteristische physikalische Halbwertszeit. Es gibt nur wenige natürlich vorkommende R., hierzu gehören: Kalium-40, Kohlenstoff-14 und Wasserstoff-3 sowie Nuklide der Uran- und Thoriumreihe (Natürliche
Strahlenbelastung). Die überwiegende Zahl kann nur künstlich hergestellt werden durch Kernspaltung (Kernkraftwerk) oder bestimmte Kernreaktionen.

Die radioaktiven Nuklide jedes chemischen Elementes liegen in einem bestimmten prozentualen Verhältnis zusammen mit ihren stabilen Isotopen vor. Sie werden mit der Nahrung, dem Trinkwasser oder durch Inhalation aufgenommen. Aus dieser Aufnahme resultiert eine jährliche Exposition von durchschnittlich 0,25 mSv (ohne Radon und seine Zerfallsprodukte), der größte Anteil entfällt dabei auf Kalium-40.

Jede Exposition gegenüber ionisierender Strahlung wie sie von Radionukliden ausgeht wirkt mutagen, dabei gibt es keinen Unterschied zwischen Strahlung natürlicher und künstlicher Quellen.
Die Anwesenheit von Radionukliden und anderer Komponenten der natürlichen Hintergrundstrahlung legen die Vermutung nahe, dass der Mensch Schutzmechanismen dagegen entwickeln konnte. Epidemologische Befunde weisen jedoch daraufhin, dass die Hintergrundstrahlung für einen Teil der sogenannten spontanen Krebsrate verantwortlich ist.

Autor: KATALYSE Institut

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