Energiesparlampen

E., auch Kompaktleuchtstofflampen genannt, stellen eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Leuchtstoffröhre dar (Funktionsprinzip Leuchtstoffröhre) und können dank ihrer kompakten Bauweise anstelle herkömmlicher Glühbirnen verwendet werden.

Im Vergleich zu Glühbirnen sind E. extrem sparsam und langlebig. E. verbrauchen bei gleicher Helligkeit nur etwa ein Fünftel an Energie, gleichzeitig liegt ihre Lebensdauer mit 6.000 bis 8.000 Brennstunden um das bis zu Achtfache über der Lebensdauer von Glühbirnen. Trotz ihres hohen Anschaffungspreises sparen E. so über ihre Lebensdauer eine beachtliche Menge Geld (vgl. Graphik).

Infolge ihres geringen Stromverbrauchs entlasten E. die Umwelt. Insb. die Emissionen von Kohlendioxid, dem Hauptverursacher des Treibhauseffekts, können durch Verwendung von E. anstelle von Glühbirnen reduziert werden. Über eine Brenndauer von 8.000 Stunden werden pro E. 288 kg CO2 eingespart. Auf die 24 Mio Haushalte der alten Bundesländer hochgerechnet, ergibt dies einen CO2-Einspareffekt von 5,6 Mio t innerhalb von 8.000 Brennstunden.
Die Lichtfarbe von E. ähnelt i.a. dem Glühlampenlicht und wird als angenehm empfunden, obwohl es die Qualität von Glühlampen und besten Leuchtstoffröhren nicht erreicht.

E. benötigen zum Betrieb ein Vorschaltgerät, das i.d.R. in das Gehäuse der E. integriert ist. Bevorzugen sollte man unbedingt elektronische Vorschaltgeräte, wie sie in modernen E. üblich sind. Diese arbeiten völlig flimmerfrei (integrierter Hochfrequenzwandler) und sind schaltfest, d.h. auch häufiges An- und Ausschalten verkürzt ihre Lebensdauer nur unwesentlich. Darüber hinaus benötigen sie keine radioaktiven Gase zum Zünden der Gasentladung. Ältere Modelle verwenden geringe Mengen Tritium oder Krypton zum Zünden (Radioaktivität). Die mögliche radioaktive Belastung liegt aber auch hier weit unter der Belastung durch Baustoffe (radioaktive Baustoffe) und Radon.

E. enthalten etwa 8 mg Quecksilber. Sie dürfen nicht zerstört werden, da dann giftige Quecksilberdämpfe freigesetzt werden. Die sachgerechte Entsorgung erfolgt über Schadstoffsammelstellen, die E. einem Quecksilber-Recycling zuführen.

Siehe auch: Licht, Leuchtstoffröhre, Glühbirnen 

Autor: KATALYSE Institut

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