Sauerstoff

Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Symbol O, Ordnungszahl 8, Siedepunkt –182,97 °C, Schmelzpunkt –218,79 °C, bei Normalbedingungen farb- und geruchloses Gas, tritt normalerweise als O2-Molekül auf, kann aber auch kurzzeitig atomar oder als O3-Molekül ( Ozon) auftreten. Es ist das häufigste Element auf der Erde (Erdrinde 46,5 Gew-%, Gewässer 89 Gew-%, Luft 23 Gew-%).

S. löst sich in Wasser (je nach Druck und Temperatur bis zu 8,5 mg/l). Bei vielen biomechanischen Reaktionen spielt S. eine Rolle.
Durch Photosynthese wird S. von grünen Pflanzen gebildet und von Mensch und Tier durch Atmung und Stoffwechsel verbraucht.

Die natürliche S.-erzeugung wird zwischen ca. 9*1010 t/a und 50*1010 t/a angegeben. Die S.-bilanz von Wäldern ist ausgeglichen.
S.-überschuss aus pflanzlicher Produktion besteht nur ín dem Maße, in dem Biomasse z.B. als Baumaterial, Möbel oder Kohle- bzw. Erdöllagerstätte konserviert wird. S. wird also nicht durch Erhalt von Wäldern "produziert", sondern bestenfalls durch Aufforstung vorübergehend in höherem Maße gebunden.

Dies geschieht aktuell auf der nördlichen Halbkugel verursacht durch einen leichten Anstieg des CO2 Gehaltes der Luft. Dieser fördert den Pflanzenwuchs. Es handelt sich also um ein Fliessgleichgewicht - je mehr CO2 durch die Verbrennung freigesetzt wird - (wodurch der
S.-gehalt der Luft beeinflusst wird) desto besser wachsen Pflanzen, was wiederum zur Minderung des CO2 Anteils und Erhöhung des S.-Anteils führt, solange die Pflanze nicht "verbrennt" (verrotted).

Bei einem S.-gehalt der Atemluft unter 3% tritt beim Menschen Tod durch Ersticken ein, weniger als 7% bewirken Bewusstlosigkeit. Zu hohe S.-konzentrationen in der Atemluft können ebenfalls zu Schädigungen führen. Fast alle Elemente (ausser die meisten Edelgase) reagieren mit S. zum Teil sehr heftig. Wegen seiner grossen Reaktionsfreudigkeit kann er Schadstoffe abbauen oder als Bleichmittel eingesetzt werden (S.-bleiche). Hauptanwendungen sind: Atemgas in der Medizin, Luft- und Raumfahrt sowie für Taucher, Schweissgas, grosstechnische Prozesse Aufbereitung von Trink- und Abwasser.

(Stand 08.2022)

 

Autor: KATALYSE Institut

PCB

P. (Polychlorierte Biphenyle) gehören zur Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe und sind nur schwer abbaubar. Trotz des langjährigen Verbots von P. sind sie ubiquitär in allen Umweltmedien nachzuweisen.

Die P. leiten sich vom Biphenyl ab, indem Wasserstoffatome durch Chlor ersetzt werden. Auf diese Weise sind insgesamt 209 verschiedene Chlorbiphenyle möglich. P. zählen zu den stabilsten organischen Verbindungen, wobei die Stabilität mit wachsender Anzahl von Chloratomen zunimmt. P. mit mehr als 4 Chloratomen sind nicht brennbar und oxidieren nicht.
Seit 1929 wurden die P. in der Elektroindustrie in Kondensatoren und Hochspannungs-Transformatoren wegen ihrer guten Isoliereigenschaften eingesetzt. P. wurden auch für Farben und Lacke verwendet, um sie feuersicher und beständiger zu machen, sowie als Weichmacher für Kunststoffe.
Bis heute wurden weltweit mehr als 1,5 Mio t P. produziert. Mitte der 60er Jahre wurden die Toxizität und ökologische Problematik der P. entdeckt. Heute findet man P. in Fischen, Vögeln und vielen Lebensmitteln, v.a. in Muttermilch und fetthaltigen Nahrungsmitteln. P. reichern sich über die Nahrungskette an und können bei langfristiger Aufnahme zu Leber-, Milz- und Nierenschäden führen.
1968 floss in einer japanischen Lebensmittelfabrik aus einer Kühlanlage flüssiges P. in einen Reisöltank. Das vergiftete Reisöl gelangte in den Handel und wurde als Tierfutter und Lebensmittel verkauft. Zunächst starben 100.000 Hühner, kurz darauf zeigten sich bei etwa 2.000 Menschen erste Vergiftungssymptome in Form von Hautveränderungen, Chlorakne und einer Dunkelfärbung der Pigmente (Yusho-Krankheit). Später kam es zu schweren Organschäden und zu Krebs. 90 Prozent der betroffenen Babys kamen als sogenannte schwarze Babys zur Welt.

P. sind bereits seit mehr als 20 Jahren ein Problem in Innenräumen öffentlicher Gebäude wie Schulen und Verwaltungen. Die Sanierung ist meist sehr kostspielig. Bei den PCB-Quellen in Gebäuden wird zwischen Primärquellen (wie Fugendichtungsmasen, Kabelummantelungen, Imprägniermittel usw.) und Sekundärquellen (PCB-freie Materialien, die durch aus Primärquellen stammende PCBs kontaminiert werden) unterschieden. So müssen Dichtungsmassen mit bis zu 50 Prozent P. durch Einfrieren und Abklopfen entfernt und Brandschutzanstriche mit dem Untergrund beseitigt werden. Kondensatoren, die P. enthalten, müssen in einer geschlossenen Aktion ausgebaut und als Sondermüll entsorgt werden.
Ein besonderes Problem stellen die Sekundärquellen dar, die trotz Entfernung aller Primärquellen die Innenräume stark belasten können. Neben Innenausbaumaterialien muss geprüft werden, ob der Putz und die oberste Betonschicht ebenfalls entfernt werden müssen. Vom ehemaligen Bundesgesundheitsamt wurden sofortige Maßnahmen festgelegt, wenn die Innenraumluftkonzentration 3.000 ng/m3 überschreitet, und ein Sanierungsziel von 300 ng/m3 formuliert. Unter dem Aspekt des vorbeugenden Gesundheitsschutzes von Risikogruppen (z.B. die Kinder in Schulen und Kindergärten) sind diesbezüglich 30 ng/m3 Raumluft anzustreben, um das Potential irreversibler Schädigungen möglichst klein zu halten.
P. sind insbesondere in fetthaltigen, tierischen Lebensmitteln, in der Muttermilch und im menschlichen Fettgewebe in teilweise bedenklichen Mengen enthalten. Die Durchschnittsaufnahme eines Erwachsenen wird heute mit 2 µg PCB/Tag angegeben. Säuglinge nehmen dagegen mehr als die zehnfache Menge auf: 25 µg PCB/Tag. V.a. bei Diäten und Unterkühlung kann es infolge Remobilisierung aus dem Fettgewebe zu kurzfristigen und erheblichen Erhöhungen der P.-Konzentrationen im Blut und folglich zu entsprechenden Leberschäden kommen. P. stehen in der MAK-Werte-Liste unter begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential; v.a. die coplanaren Kongenere; z.T. ist die Toxizität der P. auch auf Verunreinigungen mit Dioxinen und Furanen zurückzuführen. Eine besondere Gefahr stellt bei Müllverbrennung die Entstehung von Dioxinen aus P. dar. Darüber hinaus wurden Missbildungen an Versuchstieren in Einzelfällen beobachtet.
Seit 1973 dürfen P. in Deutschland nicht mehr in offenen Systemen und seit 1989 nicht mehr in geschlossenen Systemen (z.B. Transformatoren) verwendet werden. Seit 1983 werden in Deutschland keine PCBs mehr hergestellt. Seit 1989 ist in Deutschland ebenfalls das Inverkehrbringen von PCB-haltigen Produkten verboten, es gilt ein Grenzwert von unter 50 mg/kg. Erst im Jahr 2000 wurden PCB-haltige Kondensatoren verboten.

MAK-Werte am Arbeitsplatz

  • 0,1 ml/m3 bzw. 1 mg/m3 bei einem Chlorgehalt von 42 %
  • 0,05 ml/m3 bzw. 0,5 mg/m3 bei einem Chlorgehalt von 54 %.

Autor: KATALYSE Institut

Niedertemperatur-Heizsysteme

Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizsystemen werden N. mit Vorlauftemperaturen unter 55 Grad C betrieben.

Durch die niedrigeren Temperaturen treten v.a. bei der Verteilung der Wärme geringere Wärmeverluste auf. Um trotz der niedrigeren Vorlauftemperaturen die Wohnungen ausreichend erwärmen zu können, müssen großflächigere Heizkörper (Plattenheizkörper, Fußboden-, Wand- oder Fußleistenheizung) verwendet werden.

Großflächige Heizkörper tragen zu einem angenehmen Raumklima bei, da sie den Raum mehr als konventionelle Heizkörper über Infrarotstrahlung und nicht so sehr über Konvektion (warme Luft) erwärmen. Dabei wird bereits eine geringere Lufttemperatur als behaglich empfunden, was zu zusätzlichen Energieeinsparungen führt.
Moderne Heizkessel, wie z.B. der Brennwertkessel, haben bei N. den höchsten Wirkungsgrad.

Autor: KATALYSE Institut

Neonröhre

In N. werden Neon-Atome (Atom) durch Anregung der Elektronen direkt zur Abgabe von Licht stimuliert.

N. emittieren rotes Licht, die verwandten Argonröhren blaues Licht.
N. spielen nur noch in der Leuchtreklame eine Rolle. In der Alltagsanwendung kommen i.d.R. Leuchtstoffröhren zum Einsatz, die historisch bedingt oft fälschlicherweise N. genannt werden.

siehe auch: Licht, Atome, Elektronen, Licht

Autor: KATALYSE Institut

MRK

siehe Stichwort: Maximale Raumluftkonzentration

Autor: KATALYSE Institut

Lüften

Der Mensch verbraucht beim Atmen Sauerstoff und erzeugt Kohlendioxid. Zusätzlich wird die Raumluft mit anderen, dem Menschen nicht zuträglichen Stoffen beladen (Krankheitskeime, radioaktives Radon und giftige Ausgasungen aus Baustoffen, Möbeln und Dekorationen).

Deshalb muss beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen immer wieder Frischluft zugeführt werden, denn bereits bei einem Kohlendioxidgehalt der Luft von 0,07% und einem Sauerstoffgehalt unter 15% reagiert der Mensch mit Ermüdung, Leistungsminderung und Kopfschmerzen - bei einem Kohlendioxidgehalt von 5,4% in der Luft erstickt er. Der Frischluftbedarf des Menschen beträgt pro Person und Stunde im Mittel etwa 32 m³. Frischluft besteht aus ca. 21% Sauerstoff, ca. 79% Stickstoff und ca. 0,03% Kohlendioxid. Die erforderliche Luftwechselzahl für einen Raum wird aus der Größe des Raumes, der Personenzahl im Raum, der Art ihrer Tätigkeit und der Raumnutzung errechnet. Der notwendige Luftwechsel für Wohnräume um 20 m² liegt bei dem 0,4-0,8-fachen Rauminhalt pro Stunde und Person.

Bei Fensterlüftung wird mit folgendem stündlichen Luftwechsel gerechnet:
- Fenster und Türen geschlossen: 0-0,5/h (unkontrollierte Fugenlüftung);
- Fenster gekippt, ohne Rolladen: 0,8-4/h;
- Fenster halb geöffnet: 5-10/h;
- Fenster ganz geöffnet: 9-15/h;
- Durchzug zwischen Fenster und Tür ca. 40/h.
Energetisch ist das Stoßlüften am günstigsten. Neben der Fensterlüftung werden zum Luftaustausch auch Zwangsbe- und Entlüftungen eingesetzt.
Klimaanlagen, Raumklima, Fenster

Lit.: H.König: Wege zum gesunden Bauen, Staufen 1990

Autor: KATALYSE Institut

Licht

Licht gehört zur elektromagnetischen Strahlung, es umfasst den für Menschen sichtbaren Spektralbereich zwischen UV-Strahlung und Infrarotstrahlung.

Natürliches Tageslicht ist für das menschliche Wohlempfinden von grosser Bedeutung. Kein noch so ausgeklügeltes Beleuchtungssystem auf Kunstlichtbasis kann das natürliche Tageslicht (bis heute) ersetzen. In Räumen sollte daher für eine ausreichende Tageslichtnutzung gesorgt werden.
Licht nimmt in vielfältiger Weise Einfluss auf Hormonhaushalt und Stoffwechsel. Minderwertiges Kunstlicht, wie es zum Beispiel handelsübliche Leuchtstoffröhren abgeben, kann den Hormonhaushalt durcheinanderbringen. So steigt der Spiegel des Antriebs- und Stresshormons Cortisol, während der Körper gleichzeitig das beruhigende Hormon Melatonin produziert, das normalerweise die Sonne erst mit ihrem Abendlicht stimuliert. Ein solches hormonelles Wechselbad kann gesundheitliche Folgen haben.
Neben dem oft einseitig verschobenem Lichtspektrum können schlechte Ausleuchtung (Beleuchtung), Lichtblendung und Lichtflimmern eine Rolle spielen.
Auch wenn die medizinische Forschung über die Folgen unnatürlicher Beleuchtung noch in den Anfängen steckt, werden eine Reihe von Krankheiten mit Kunstlicht in Zusammenhang gebracht: verminderte Arbeits- und Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen und Augenbrennen, Anstieg von Stress und Reizbarkeit, Störungen im Biorhythmus, Gewichtszunahme und ganzjährige "Winterdepression".
Gegen Störungen des Biorhythmus bis hin zur Heilung von Depressionen wird besonders starkes Licht ausgewogener Spektralzusammensetzung in der Lichttherapie eingesetzt.
Zu welchem Leuchtmittel und welcher Lampenart bei der Wahl von Kunstlicht gegriffen werden soll, hängt in erster Linie von der konkreten Beleuchtungsfunktion ab. Eine generelle Empfehlung kann nicht ausgesprochen werden, da kein Lampensystem in Lichtqualität, Innenraumbelastung und Energieverbrauch überzeugen kann; vor allem Halogenlampen und Leuchtstoffröhren kommt es auf die richtige Systemwahl an, um mögliche gesundheitliche Schäden gering zu halten.
Licht ist einer der wichtigsten abiotischen faktoren. Das Lichtspektrum von 300 nm bis in den Infrarotbereich von 1.100 nm Wellenlänge kann von Pflanzen und Tieren verarbeitet werden. L. dient v.a. als Energiespender bei Pflanzen (Photosynthese) durch chemische Umwandlung.
Auch die Aktivität vieler Tiere wird durch den Hell-Dunkel-Wechsel gesteuert bzw. durch jahreszeitliche Veränderungen der Tageslänge.

Autor: KATALYSE Institut

Altstoffe

Altstoffe sind alle Chemikalien, die zwischen dem 1.Januar 1971 und dem 18.September 1981 auf dem Markt der Europäischen Gemeinschaft gemeldet wurden und im Europäischen Verzeichnis EINECS (Altstoffinventar) gelistet sind.

Alle in dieser Liste erfassten Stoffe werden umgangssprachlich als "Altstoffe" bezeichnet. Ihre Zahl beläuft sich auf ca. 100.000 {-Chemikalien}, von denen ca. 30.000 in relevanten Mengen (2.465 Chemikalien jeweils > 1.000 t/a, rund 10000 Chemikalien > 10 t/a und rund 20000 {-Chemikalien} 1-10 t/a) auf den Markt gebracht werden. Alt- und Neustoffe unterlagen bisher zwei unterschiedlichen Rechtssystemen.

Neustoffe müssen im Gegensatz zu den Altstoffen bereits seit 1981 auf mögliche Risiken für Mensch und Umwelt geprüft und beurteilt werden, bevor sie vermarktet werden dürfen. Nur ein geringer Teil der Altstoffe ist vollständig bewertet. Für die etwa 100 000 Altstoffe, das ist der Großteil der sich derzeit auf dem Markt befindlichen Chemikalien (über 90 Prozent der Gesamtmasse), liegen deshalb oft nur lückenhafte Daten vor.

Unter REACh gibt es die Unterscheidung nach Alt- und Neustoffen nicht mehr. Altstoffe werden hier zu Phase-in-Stoffen im Sinne des Art. 3 Nr.20. Für die Registrierung dieser Stoffe sieht die REACH-Verordnung Übergangsregelungen für die Registrierung vor. Diese können aber nur in Anspruch genommen werden, wenn in der Zeit vom 01. Juni 2008 bis zum 01. Dezember 2008 eine Vorregistrierung der Phase-in-Stoffe erfolgt.

Für vorregistrierte Phase-in-Stoffe sieht das REACh-System nach Art. 23 folgende Registrierungsfristen vor:

  •  01.Dezember 2010: Stoffe in Mengen von mehr als 1000 t/a, CMR-Stoffe in Mengen über1 t/a und umweltgefährliche Stoffe (R50/R53) in Mengen über 100 t/a
  •  01.Juni 2013: Stoffe in Mengen von mehr als 100 t/a
  •  01.Juni 2018: Stoffe in Mengen von mehr als 1 t/a

Quellen:
REACH-Verordnung: Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/site/de/oj/2006/l_396/l_39620061230de00010851.pdf
RIPs: http://ecb.jrc.it/reach/rip/
http://www.reach-helpdesk.info/fileadmin/reach/dokumente/REACHGlossar.pdf
http://www.reachhelpdesk.at/glossar/
http://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/fachinformationen/europ_chemikalienverordnung_reach/index.htm
http://www.wecf.de/cms/download/REACH/DU%20link%20to%20braucherverein.pdf
http://www.braunschweig.ihk.de/innovation_umwelt/umweltberatung/Empfehlung_der_5._Nieders._Regierungskommission_zur_REACH.-205.pdf
http://www.gisbau.de/service/SDB/lehrgang/dosisbeoekotox.htm
http://www.gisbau.de/service/SDB/lehrgang/stoff_verzei.htm
http://www.gisbau.de/service/SDB/lehrgang/pbt.htm
http://www.xfaweb.baden-wuerttemberg.de/chemfaweb/berichte/wb11/weissbuch0030.html
http://www.xfaweb.baden-wuerttemberg.de/chemfaweb/umgangChemikalien/iuclid5.html
http://www.reach-helpdesk.com/default.asp?id=1456
http://www.alufinish.de/reach.pdf
http://www.luwg.rlp.de/internet/nav/f08/51870fbf-3489-9401-be59-265f96529772
http://www.baua.de/de/Chemikaliengesetz-Biozidverfahren/Neue-Chemikalienpolitik/Helpdesk/Glossar.html__nnn=true
http://www.vci.de/default2~rub~738~tma~879~cmd~shd~docnr~88755~nd~~ond~n184~snd~n184~shmode~.htm
BRANDHOFER, P; HEITMANN, K.: REACH – Die neue Herausforderung für Ihr Unternehmen! 2007
AU, M.; RÜHL, R.: REACH-Verordnung. 2007

Autor: KATALYSE Institut

Schwesterchromatid-Austausch

Schwesterchromatiden sind die beiden gleichartigen DNA-Stücke, die in diesem Stadium des Zellzyklus parallel angeordnet sind.

Während dieser Phase kann ein Austausch von ganzen, mehr oder weniger großen Chromosomenstücken stattfinden. Einerseits weil die DNA-Stränge nahe beieinander liegen und andererseits weil die DNA-Moleküle von Enzymen auseinander gezogen werden, um für die neu entstehende Zelle verdoppelt zu werden, wobei es zu Spannungen im Molekül kommt. An diesen offenen Stellen, den Replikationsgabeln, finden die Überkreuzungen der Chromosomenstücke statt (crossing over). Dabei kommt es – auch unter natürlichen Bedingungen – zu Strangbrüchen, die vom Reparatursystem der Zelle wieder geflickt werden. Bei der Reparatur kann es passieren, dass „falsche“ Stücke zusammengefügt werden. Dadurch erhält die DNA neue Eigenschaften, ein normaler Vorgang in der Evolution. Es kommt auch zu Vernetzungen (cross-linking) der DNA-Moleküle, was zur Hemmung oder gar dem Verlust der DNA-Funktion führen kann. Die Vernetzungen sind wieder feste kovalente chemische Bindungen, die nicht leicht zu lösen sind.

Im Labor werden zur Erhöhung der Strangbruchraten Chemikalien eingesetzt wie z. B. Mitomycin C (seit langem gut bekannt als Auslöser von Schwesterchromatid-Austauschen) oder Phytohämagglutinin (eine Substanz aus Bohnen, die menschliche Blutzellen verklumpen –  agglutinieren – lässt und Lymphozyten zur Teilung anregt), um die Stabilität bzw. Anfälligkeit vom Chromosomen zu testen. Der Schwesterchromatid-Austausch-Test ist eine gängige Methode zur Charakterisierung der Chromosomeneigenschaften. Außer mutagenen Chemikalien kann auch ionisierende Strahlung (Röntgen- und UV-Strahlung) zu Strangbrüchen und Schwesterchromatid-Austausch führen. Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob auch hoch- und niederfrequente Felder solche Auswirkungen haben können. Viele Experimente sprechen dafür.

Nach der gängigen Vorstellung kann jeder Eingriff in die DNA-Struktur eine Entartung von Zellen zur Folge haben. Entartung bedeutet, dass Wachstum, Funktion und Absterben einer Zelle nicht mehr den eigentlichen Regeln.

Autor: KATALYSE Institut

Innenraumluftqualität

Für nicht gewerbliche Innenräume existieren keine Grenz- oder Richtwerte, anhand derer definitiv ungesunde Konzentrationen von Innenraumluftschadstoffen ausfindig gemacht werden können.

Weder sind die für den gewerblichen Bereich geltenden MAK-Werte zur Orientierung geeignet, noch die von der VDI-Kommission zur Reinhaltung der Luft festgelegten MIK-Werte. Die vom ehemaligen Bundesgesundheitsamt für einige Holzschutzmittel-Wirkstoffe festgelegten MRK-Werte (Maximale Raumluftkonzentration) wären vom Anspruch geeignet, aber in den Größenordnungen selbst nach Aussagen des Bundesgesundheitsamtes völlig unangemessen.
Zur Orientierung sind wohl die Luftgüteleitlinien der Weltgesundheitsorganisation zur Bewertung der I. am ehesten geeignet. Liegen keine Werte für identifizierte Stoffe in der Innenraumluft vor, so kann in erster Näherung ein MAK mal 10-3 als unbedenklich angesehen werden, ein MAK mal 10-2 und darüber bedarf zumindest der eingehenderen Analyse bis zur Formulierung als Eingriffsschwelle.
Zielwerte akzeptabler Innenraumluftkonzentrationen und Eingriffsschwellenwerte sollten aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes in einer Innenraumluft-Verordnung festgelegt werden.

Autor: KATALYSE Institut

Innenraumluftbelastung

Die I. ist ein bisher stark vernachlässigtes Teilgebiet des Umweltschutzes, obwohl man sich zu 80-90% der Zeit in Innenräumen aufhält.

Erklärbar dürfte dies auch durch die notwendige Einbeziehung des Reizthemas Rauchen als primäre Schadstoffquelle in Innenräumen sein (Tabakrauch, Passivrauchen). Erst in jüngerer Zeit ist eine zunehmende Sensibilisierung festzustellen, verknüpft z.B. mit den Themen Formaldehyd, Holzschutzmittel, WC-Reiniger, PCB, Asbest und Mineralwolle.
Normen für die Luftqualität in Innenräumen sind jedoch nicht Bestandteil des Umweltrechts, sondern des Gesundheitsrechts. Neuere Erkenntnisse über die Gefährlichkeit einzelner Schadstoffe haben einen erheblichen Regelungsbedarf erkennen lassen, der in der Fortschreibung von Rechtsvorschriften (z.B. Spanplatten), von Normen, von Gütezeichen (z.B. Holzschutzmittel) oder Produktempfehlungen (Umweltzeichen) bis hin zu allgemeinen Verbraucherempfehlungen (z.B. Verzicht auf chemische Luftverbesserer) verfolgt werden sollte.
Radioaktive Belastungen in Wohnräumen gehen in unterschiedlichem Ausmaß von fast allen mineralischen Baustoffen aus (Radon, radioaktive Baustoffe).

Autor: KATALYSE Institut

KATALYSE Institut

Das kölner KATALYSE Institut ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.

Der Name KATALYSE versinnbildlicht unseren Anspruch, Vorgänge zu beschleunigen oder in eine andere Richtung zu lenken.
Das KATALYSE Institut versteht sich als „Denkfabrik“ für zukunftsfähige Konzepte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeit ist dem Ansatz der sozial-ökologischen Forschung verpflichtet. Methoden und Instrumente aus der klassischen Umweltforschung werden bei der Bearbeitung der komplexen Fragestellungen einer sich globalisierenden Umwelt- und Entwicklungsproblematik hinzugezogen.

Die Unabhängigkeit des KATALYSE Instituts gewährleistet unsere kritische Arbeit in den Bereichen Umweltforschung und Verbraucherschutz. Als gemeinnützige Organisation finanzieren wir uns durch Zuwendungen für Projekte, Spenden, Fördermitgliedschaften und Auftragsarbeiten.

Das KATALYSE Institut berät Unternehmen, öffentliche Institutionen, Medien, Verbände und Privatpersonen. Unsere Teams werden problembezogen aus Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen zusammengestellt. Auf der Basis langjähriger Erfahrungen erarbeiten wir Grundlagen- und Fallstudien ebenso wie individuelle Lösungen im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung.

Unsere Arbeitsfelder sind:

Sozialökologische Forschung
Die sozialökologische Forschung wurde zur Stärkung einer transdisziplinär orientierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Programms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) "Forschung für die Umwelt" eingerichtet.

Der neue Förderschwerpunkt “Sozialökologische Forschung” trägt der Erkenntnis Rechnung, dass ökologische, ökonomische, soziale und technische Problemlagen eng mit einander verschränkt sind und zu ihrer Lösung transdisziplinäre, problemorientierte Forschungsansätze gefragt sind. Solche Ansätze, die naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche, universitäre und außeruniversitäre Forschung miteinander verzahnen, werden im Rahmen des neuen Förderschwerpunktes gezielt gefördert.

Das KATALYSE Institut stellte bereits 1994 erste Impulse für eine sozialökologische Forschung vor. Aber erst im Jahr 1999 wurde im Auftrag des BMBF mit den deutschen Ökoforums-Instituten (ISOE, Ökoinstitut, IÖW, KATALYSE) der neue Forschungsschwerpunkt erarbeitet.

Im Jahr 2001 hat das KATALYSE Institut eine der Sondierungsstudien (Biodiversitätsmanagement) zur Vorbereitung des neuen Forschungschwerpunktes erstellt. Mitte des Jahres 2002 nimmt der Arbeitsbereich Landwirtschaft und Ernährung mit vier anderen Ökoforumspartnern ein dreijähriges BMBF-Verbundvorhaben "Ernährungswende - Transformationen für eine nachhaltige Ernährung" auf.

Landwirtschaft und Ernährung
Im Zentrum des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Ernährung. Wir beraten Politik und Wirtschaft bei der Umsetzung der Agrarwende und nachhaltiger Ernährungskonzepte.

  • Wir erstellen Konzepte für eine nachhaltige Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen,
  • beraten Sie bei der Konzeption gesundheitlich und ökologisch verträglicher Verpflegungssysteme,
  • führen Untersuchungen durch zur Risikokommunikation und
  • entwickeln Strategien für eine nachhaltigere Ernährungskommunikation.

Konkrete Beispiele aus dem aktuellen Beratungs- und Dienstleistungsangebot des KATALYSE Instituts sind:

  • die Ausrichtung des "Förderpreis Ökologischer Landbau" für das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) und
  • die Entwicklung von Strategien für eine Ernährungswende im Rahmen des Förderschwerpunkts: Nachhaltige Entwicklung im Spannungsfeld „Umwelt-Ernährung-Gesundheit“ des Bundesforschungsministeriums (BMBF).

Bio- und Gentechnologie
Die Erkenntnisse und Methoden der klassischen Bio- und der neuen Gentechnologien bilden als Life Sciences heute die Grundlagen für eine Fülle technisch neuer, oft heftig umstrittener Anwendungen in Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion sowie in der Medizin und im Umweltschutz.

Unsere Wissenschaftler beteiligen sich seit Jahren aktiv an der kontroversen öffentlichen Diskussion um die Gentechnik. In Studien, Vorträgen und Publikationen beziehen unsere Experten Stellung in den aktuellen Debatten.

Als Beratungsunternehmen stehen wir zivilgesellschaftlichen Organisationen, staatlichen Institutionen und Unternehmen bei Projektbewertungen sowie Entscheidungsfindung und Positionierung zur Seite.

Typische Beispiele sind etwa die „Untersuchung biotechnologischer Innovationspotenziale für das Land NRW“ oder Risikoabschätzungen gentechnologischer Anwendungen.

  • Wir erstellen für Sie Risikostudien, Technikfolgenabschätzungen sowie Erhebungen und Umfragen, begutachten neue Verfahren und Produkte in Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung
  • entwickeln biotechnologische Anwendungen in Textilveredelung und Biogastechnik und konzipieren
    Weiterbildungsmaßnahmen.

Bauen und Wohnen
Im Mittelpunkt des Arbeitsfeldes steht die Entwicklung und der Einsatz energie- und ressourcenschonender, umwelt- und gesundheitsverträglicher Baumaterialien und Bau-weisen. Unsere Experten beraten Institutionen, Unternehmen und private Kunden in allen Fragen nachhaltigen Bauens und Wohnens. Unsere Leistungen für Sie:

  • Begutachtung umweltbezogener, gesundheitlicher und material-technischer Anforderungen an Baustoffe und Bauprodukte
  • Entwicklung von Schulungsmaterialien und Praxisleitfäden, wie z. B. im Praxisratgeber „Bauteilplanung mit ökologischen Baustoffen“
  • Bewertung und Zertifizierung von Gebäuden auf der Basis der von unseren Experten entwickelten Kriterien.

Wir beraten und begleiten Sie fachlich bei der Auswahl geeigneter Baustoffe für Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, der Planung und Durchführung ökologisch orientierter Bauvorhaben
und unterstützen Sie bei der Auswahl von Einrichtungsgegenständen durch Qualitäts- und Schadstoffprüfungen und die Vergabe des ÖkoControl-Zeichens des Europäischen Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser für schadstoffgeprüftes Mobiliar sowie die Produktprüfungen der Arbeitsgemeinschaft kontrolliert, deklarierte Rohstoffe (ARGE kdR).

Raumluftqualität und Elektrosmog
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schadstoffe und elektromagnetische Felder im Wohn- und Arbeitsumfeld gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ermittlung und Verringerung von Umweltbelastungen in Innenräumen ist eines unserer Kernarbeitsfelder.

Öffentliche Träger, gewerbliche Nutzer und private Bewohner von Gebäuden profitieren von der langjährigen Erfahrung unserer Teams im Bereich Innenraumschadstoffe und damit verbundener Gesundheitsprobleme. Unsere Mitarbeiter

  • beraten Sie zu Innenraumschadstoffen und Elektrosmog,
  • identifizieren für Sie Schadstoffquellen in öffentlichen Gebäuden, Büros und Wohnungen,
  • beproben und analysieren Innenraumschadstoffe (z. B. PCB, Asbest, Schimmelpilze),
  • messen elektromagnetische Felder,
  • bewerten Meßergebnisse und Belastungssituationen und
  • geben Handlungsempfehlungen zur Reduzierung und Vermeidung von Belastungen,
  • erstellen Sanierungskonzepte und begleiten deren technische Durchführung.

Umweltmanagement
Zielsetzung des Umweltmanagements ist es, Produkte, Herstellungsverfahren und Arbeitsabläufe hinsichtlich ihrer Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit so zu optimieren, dass Stoff-, Energieströme und Schadstoffbelastungen minimiert werden.

Das KATALYSE Institut unterstützt Unternehmen und Institutionen bei Schwachstellenanalyse, Entwicklung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen und allen Fragen des betrieblichen Umweltschutzes. Wir qualifizieren Ihre Mitarbeiter durch Fortbildungsmaßnahmen und unsere Experten begleiten Sie bei der Ausarbeitung von Kriterien und der Umsetzung von:

  • Öko- und Qualitäts-Auditing (ISO 14.000/EMAS),
  • Umweltcontrollingsystemen und betrieblichem Benchmarking/Umweltmanagementsystemen und
  • bereiten Sie auf die entsprechenden Zertifizierungen vor.

Wir erarbeiten für Sie:

  • Produkt- und produktlinienbezogene Ökobilanzen,
  • Konzepte zur umweltbezogenen Verfahrensoptimierung,
  • Konzepte zu umweltverträglichem Logistikmanagement,
  • Umweltverträgliche Beschaffung im Büro- und Baustoffbereich.

KATALYSE Institut e.V.
Institut für angewandte Umweltforschung
Beethovenstr. 6
50674 Köln
Tel: 0221-94 40 48-0
Fax: 0221-94 40 48-9
Email: info@katalyse.de
Internet: www.katalyse.de
Facebook
www.umweltjournal.de

(Stand 08.2022)

 

Autor: KATALYSE Institut

Demeter

Demeter ist das Markenzeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise.

Angeregt durch Rudolf Steiners "Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft" und anknüpfend an Goethes Methode der Naturerkenntnis betrachten Demeter-Bauern ihren Hof als lebendigen, einzigartigen Organismus. Sie haben nicht allein die konkreten materiellen Substanzen, die physischen Kräfte der Natur, im Blick, sondern auch die gestaltenden Kräfte des Kosmos.

Sensible Naturbeobachtungen schulen und beeinflussen die tägliche Arbeit. Im Bemühen um einen ganzheitlichen Ansatz und ein spirituelles Verständnis entwickeln die Demeter-Bauern auch eigene Strategien, mit Ressourcen umzugehen. Deshalb gibt es hier viele Vorreiter in Sachen alternative Energien und nachwachsende Rohstoffe.

Verantwortung für die Gesundheit von Mensch und Erde erfordert mehr als das Weglassen von Chemie, mehr als Kompostwirtschaft und Gründüngung - sie braucht die aktive Unterstützung und Gestaltung der Lebensprozesse 1924 hielt Steiner einige Vorträge. Der "Versuchsring anthroposophischer Landwirte" erprobt umgehend die Angaben Steiners in der landwirtschaftlichen Praxis.

Die "Verwertungsgenossenschaft für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsmethode" wird drei Jahre später gegründet. 1928 wurde das Demeter- Warenzeichen eingeführt. 1950 erschien die erste "Lebendige Erde", die Zeitschrift des Forschungsrings. Das "Institut für biologisch-dynamische Forschung" wird in Darmstadt gegründet woraus sich 1954 der; Demeter-Bund, konstituierte. Demeter International e.V. wurde 1997 als Zusammenschluss aller 19 Demeter- Organisationen gegründet, wodurch Demeter auf jedem Kontinent vertreten ist.

1999 richtet sich Demeter (der Verband wurde nach der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit benannt) auf den globalisierten Handel ein und die Verarbeitungsrichtlinien gelten weltweit, das Erscheinungsbild und das Markenzeichen werden überarbeitet. Mehr als 3500 Demeter- Produkte sind mittlerweile im Sortiment, 1350 Mitgliedsbetriebe sind in Deutschland tätig, die insgesamt 50,000 ha Anbaufläche bewirtschaften.

Kontakt:
Demeter-Bund e. V.
Brandschneise 1
64295 Darmstadt
Tel: 06155 - 84 69-0
Fax: 06155 - 84 69-11
E-Mail: info@demeter.de
www.demeter.de

Autor: KATALYSE Institut

Bakterien

Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern.

Nach ihrer äußeren Gestalt werden Bakterien in Kokken (Kugeln), Stäbchen und gekrümmte Stäbchen eingeteilt. Die Größe von Bakterien liegt in einem Bereich von 0,2-5 Mikrometer. Sie vermehren sich durch Zellteilung und haben unter optimalen Bedingungen eine Generationszeit von etwa 20 min (E.coli). Bakterien existieren fast überall, sowohl in arktischen Gebieten wie auch heißen Schwefelquellen und in hohen Luftschichten. Unter ungünstigen Lebensbedingungen können einige Arten Dauerformen ausbilden, die sogenannten Sporen.

Bakterien sind für die Stoffkreisläufe in der Natur und den Stoffwechsel vieler Organismen unentbehrlich wie z.B. Luftstickstoff-bindende Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchte oder die Darmbakterien des Menschen (E.coli). Einige Bakterien-Arten verursachen schwere Infektionen wie z.B. Tuberkulose, Typhus, Syphilis oder Lebensmittelvergiftungen.

Die Mehrzahl lebt heterotroph (nicht selbständig) und ernähren sich:
Saprophyten spalten die organischen Stoffe von toten Tieren und abgestorbenen Pflanzen. Im Fäulnisprozess zersetzen sich die Eiweißstoffen unter Luftabschluss oder im Verwesungsprozess unter Sauerstoffverbrauch oder im Gärungsprozess unter Energiegewinnung durch Spaltung energiereicher Stoffe.
Parasiten sind Krankheitserreger und zerstören Gewebe und vergiften den Organismus des Wirtes mit ihren Stoffwechselprodukten.
Symbionten leben z.B. im Darm von Pflanzenfressern und zerlegen dort die Zellulose.

Die selbstständigen (autotroph) Bakterien ernähren sich:
Mit Hilfe der Photosynthese können sie Chlorophyll assimilieren. Diese Photosynthese funktioniert nur unter anaeroben Bedingungen.
Bei der Chemosynthese oxidieren bestimmte Bakterien anorganische Verbindungen und gewinnen so Energie.

Die Bekämpfung schwerer bakterieller Infektionskrankheiten wurde mit der Entdeckung der
Antibiotika möglich; eine zunehmende Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika ist zu beobachten.

Der hohe Stoffumsatz und die große Vielfalt der Stoffwechselreaktionen machen die Bakterien in vielen Bereichen nutzbar, so z.B.

  • zur Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (Käse, Sauerkraut, Joghurt etc.),
  • zur Klärung von Abwässern in der biologische Stufe von Kläranlagen (Abwasserreinigung) oder
  • zur biotechnischen Produktion von Arzneimitteln und Lebensmittelzusatzstoffen (z.B. der Geschmacksverstärker Glutamat oder Vitamine).

Die vergleichsweise einfachen genetischen Strukturen, die Möglichkeit zur Übertragung genetischen Materials mit Hilfe von Plasmiden und die kurze Generationszeit haben Bakterien zu bevorzugten Objekten der Gentechnologie werden lassen.

Allgemein bekämpft man Bakterien, indem man sie abtötet oder in ihrer Entwicklung hemmt. Abtöten, keimfrei machen oder sterilisieren kann durch Ausglühen, Auskochen, mit Desinfektions- und Konservierungsmittel erfolgen. Pasteurisiert wird durch mehrmaliges Erhitzen auf 60°C und Abkühlen auf 10°C. Ungünstige Lebensbedingungen für Bakterien schafft man durch niedere Temperaturen (Kühlschrank), Räuchern, Einsalzen und Einlegen in Essig oder einer Zuckerlösung.

(Stand 08.2022)

 

Autor: KATALYSE Institut

Elektrosensible

Als Elektrosensible werden Menschen bezeichnet, die körperliche Beschwerden auf das Vorhandensein von elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Feldern (EMF) zurückführen.

Hierbei kann es sich um vielfältige ineinander übergehende Beschwerdebilder handeln, welche unter dem Begriff der Elektrosensibilität zusammengefasst sind.
Als konkrete Beschwerden werden regelmäßige Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen etc. benannt, aber auch diffuse Beschreibungen, die nicht näher spezifiziert werden können, aber die eine subjektive innere Logik erkennen lassen.
Für diese Definition spielt es keine Rolle, ob die Betroffenen genaue und denkbare Wirkmecha-nismen beschreiben oder naturwissenschaftlich „falsche“ Zusammenhänge konstruieren.

Autor: KATALYSE Institut

Dämmung

Unter Dämmung kann Wärmedämmung sowie Schalldämmung verstanden werden.

Wärmedämmung verrringert Wärmeverluste von Gebäuden an die Umgebung (Wärmetransport). Hierzu gehören u.a.: die Verwendung von schlecht wärmeleitenden Baustoffen (U-Wert) für Außenwände und Dächer, der Einbau von wärmedämmenden Fenstern (Wärmeschutzverglasung) sowie das Vermeiden von Wärmebrücken und unkontrolliertem Luftaustausch.

Ein 100 m2 großes ungedämmtes Einfamilienhaus Baujahr 1960 verbraucht pro Jahr ca. 3.700 Liter Heizöl, ein nach der Wärmeschutzverordnung 1982/84 gebautes Haus ca. 1.500 Liter, ein nach der Wärmeschutzverordnung 1995 etwa 1.000 Liter und ein nach dem aktuell errichtetes Niedrigenergiehaus nur noch etwa 500-700 Liter.

Unter Schalldämmung wird die Verhinderung bzw. Behinderung der Fortpflanzung von Schallwellen durch eine Trennfläche verstanden. Der Schall wird an der Trennfläche vorwiegend reflektiert, d.h. zum Ausgangsort zurückgeworfen. Sie ist nicht mit der Schalldämpfung zu verwechseln. Für eine funktionierende S. ist es wichtig, dass die Trennfläche möglichst dicht ist. Aufgrund der unterschiedlichen Übertragungswege wird zwischen der Dämmung von Luftschall und der von Körperschall unterschieden.

Autor: KATALYSE Institut

Bauplatz

Der Standort eines Hauses beeinflusst das individuelle Wohlbefinden, das von verschiedenen äußeren Faktoren abhängig ist.

Geländeform, Vegetation, Wasserflächen, Sonneneinstrahlung u.v.m. üben einen wesentlichen Einfluß auf das regionale und lokale Klima aus. Daneben gelten geologische Abnormalitäten wie Störfelder von Wasseradern (Wünschelrute) und geologische Bruchzonen, die zu erhöhten Radon-Emissionen führen können, aber auch Umweltbelastungen wie Lärm, Schadstoffe in Luft und Boden als bestimmend für eine Entscheidung. Auch das soziale Umfeld ist fester Bestandteil für die Wahl des geeigneten B..

Autor: KATALYSE Institut

Baubiologie

Die Baubiologie ist die Lehre von der ganzheitlichen Beziehung zwischen Lebewesen in der Wohn-Umwelt.

Der Schwerpunkt liegt bei der Baubiologie auf ganzheitlich im Sinne von umfassend oder integral. Ganzheitlich bringt das schöpferische Prinzip der Vollkommenheit, Reife und Freiheit zum Ausdruck. Erst in den letzten drei Jahrzehnten, in denen zunehmend der negative Einfluss künstlicher Baumaterialien und Versorgungssysteme sowie die Nachteile zeitsparender Bautechniken erkannt wurden, begann man dem gesunden, menschengerechten Bauen wieder Wert zu zuerkennen.

Häufig wird daher in der Baubiologie vom Raum/Gebäude als der "Dritten Haut" des Menschen gesprochen (1. Haut, 2. Kleidung). Einige der durch die Baubiologie gewonnenen Erkenntnisse sind naturwissenschaftlich nicht verifiziert. Die subjektive Erfahrung spielt bei der Baubiologie eine große Rolle, da z.B. Baustoffe oder die Raumgestaltung nicht allein objektiv beurteilt werden können.

Autor: KATALYSE Institut

Allergie

Spezifische Änderung der Immunitätslage im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit.

Allergien können sich in allen Organen manifestieren, am häufigsten sind jedoch Haut und Schleimhäute betroffen, die Grenzflächen an denen sich die Auseinandersetzung des Individuums mit seiner Umwelt zunächst unmittelbar abspielt. Den allergischen Krankheitserscheinungen geht eine Sensibilisierung mit einem an sich harmlosen Umweltstoff, dem Allergen, voraus.

Allergene sind Antigene im Sinne der immunologischen Reaktion, also meist Proteine oder kleine Moleküle, die an Proteine gebunden sind (Immunsystem). Bei Allergikern reagiert das Immunsystem auf Substanzen, die gewöhnlich keine übertriebenen Immunreaktionen auslösen, mit besonders starker Bildung der allergiespezifischen Immunglobulin E (IgE)-Antikörper.

Diese IgE-Antikörper sind an sogenannte Mastzellen gebunden, welche prall mit chemischen Botenstoffen, den Mediatoren, gefüllt sind. Trifft nach erfolgter Sensibilisierung wieder das gleiche Allergen auf einen dafür spezifischen IgE-Antikörper, so wird die allergische Reaktion ausgelöst.

Die "Brückenbildung", die das Allergen zwischen zwei IgE-Antikörpern hervorruft ist für die Mastzelle das Signal die entzündungsfördernden Substanzen, z.B. Histamin, freizusetzen. Histamin bewirkt u.a. eine Erweiterung der Blutgefäße und erhöht die Durchlässigkeit des Gewebes, so dass dieses anschwillt. Histamin ist auch für die juckenden Hautausschläge verantwortlich.

Die Vielzahl der von den Mastzellen und auch von den basophilen Granulocyten (Klasse der weißen Blutkörperchen) ausgeschütteten Mediatoren wie z.B. Histamin und Prostaglandine (=Gewebshormone) bewirken die allergischen Symptome. Die klinische Erscheinungsform ist von der Art des betroffenen Organs abhängig.

Man unterscheidet: Inhalationsallergien (Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis), Ingestionsallergien (Nahrungsmittelallergien, Urtikaria = Nesselsucht, Neurodermitis), exogene Allergien (Kontaktekzem auf der Haut) und Injektionsallergien (nach Medikamentengabe, auch anaphylaktischer Schock). Es gibt inzwischen auch Hinweise, dass immer mehr Menschen allergische Reaktionen aufweisen.

Die allergischen Symptome werden in vier Klassen eingeteilt:
Typ 1, die allergische Sofortreaktion: Symptomkomplex: Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Urtikaria, Nahrungs- und Insektengiftallergien, Neurodermitis.
Typ 2-4: Medikamentenallergie, Serumkrankheit, Arthritis, Kontaktekzeme u.v.a. Pseudoallergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen, die gleiche Symptome wie Allergien hervorrufen, aber über einen nicht immunologischen Mechanismus ablaufen, z.B. Überempfindlichkeiten auf Arzneimittel.

Therapie: In erster Linie Vermeidung des Allergens, falls dieses bekannt ist. Wohnraumsanierung bei Hausstauballergie; Hyposensibilisierung, d.h. es werden zunehmend größere Dosen des Allergens gespritzt oder oral verabreicht, wodurch eine zeitlich begrenzte Toleranz erreicht wird. Antihistaminika, die verhindern, dass die Mediatoren ihre Wirkung entfalten können; Mastzellblocker, Glukocorticoide, z.B. Cortison.

Alternative Behandlungsmethoden gewinnen immer mehr an Bedeutung: Klimakur, Diäten, Akupunktur, homöopathische Arzneien, Phytomedizin, um nur einige zu nennen. Zunehmend wird auch Psychotherapie angewendet, denn auch die aktuelle psychische Befindlichkeit kann die Reizschwelle für Allergene verändern. Manchmal kann eine Innenraumsanierung eine Verbesserung der Allergiesymptomatik bringen. In mehreren Studien sind Zusammenhänge zwischen der Häufigkeit von Allergien und der Schadstoffbelastung in Innenräumen nachgewiesen worden.

Insgesamt sind in der Frage nach Korrelationen zwischen Allergiehäufigkeit und Luftverschmutzung, Trinkwasserverseuchung oder Exposition gegenüber einer Vielzahl synthetisch hergestellter Substanzen erst vorläufige Ergebnisse erzielt worden. Dass schädigende Umwelteinflüsse die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems beeinträchtigen und damit den Allergien Vorschub leisten, scheint sich jedoch immer mehr zu bestätigen.

Prophylaxe: Bei erblich vorbelasteten Säuglingen kann der IgE-Spiegel im Nabelschnurblut der Neugeborenen bestimmt werden. Ist dieser erhöht, so kann man in den ersten Lebensmonaten versuchen, die Umgebung möglichst allergenarm zu halten. Dies bedeutet: möglichst langes ausschließliches Stillen (vier bis sechs Monate), Fernhalten von Hausstaub, Tierhaaren, Blütenstaub und Tabakrauch. Kinder, die zwischen Januar und April geboren sind bekommen 30 Prozent häufiger eine Blütenstauballergie als solche, die erst im Juni oder später geboren werden.

Das Risiko, eine Allergie auszubilden, hängt von der Anzahl und dem Verwandtschaftsgrad der an allergieerkrankten Familienmitgliedern ab. Zeigen beide Elternteile keine Allergie, so liegt die Allergie-Häufigkeit der Kinder bei 12,5 Prozent. Ist ein Elternteil Allergiker, so erhöht sich die Häufigkeit auf 20 Prozent. Sind beide Elternteile Allergiker, erkranken 43 Prozent der Kinder an Allergien.

Atopie, Neurodermitis, Asthma, Immunsystem, Nahrungsmittelallergie, Lebensmittelzusatzstoffe, Konservierungsstoffe, Hausstauballergie

Lit.: F. und E. Diel: Allergien, Düsseldorf 1990; J., Ring: Angewandte Allergologie, München 1991

Autor: KATALYSE Institut

Windeln

Beim Wickeln von Säuglingen unterscheidet man folgende Wickelmethoden: 1. Wickeln in Höschen-W. (Einmal- oder Wegwerf-W.), 2. Wickeln in Baumwoll-W. a) Waschen zu Hause, b) Waschen durch W.-Dienst, 3. W.-Höschen zum vielfachen Gebrauch mit Einmal-Vlies-Einlagen.

Wegwerf-W. machen 2,8 Gew.-% des westdeutschen Hausmülls aus. Die Verwendung von Wegwerf-W. erfordert viermal mehr Energieeinsatz als die von Baumwoll-W.. Den ökologischen Vorteilen der Baumwoll-W. steht der hohe Arbeitsaufwand dieser Methode gegenüber. W.-Dienste, deren Adressen bei Verbraucherzentralen oder kommunalen Umweltberatungen erfragt werden können, erhöhen beim Verbraucher die Akzeptanz der Baumwoll-W.. Durch eine Produktlinienanalyse wurde aufgezeigt, daß Höschen-W. in puncto Luft- und Wasserbelastung qualitativ und quantitativ schlechter abschneiden als andere W. (s.Tab.).

Baumwoll-W., die zu Hause gewaschen werden, rufen die geringste Umweltbelastung hervor. Bei den W.-Diensten ergeben sich die Hauptbelastungen der Luft aus der Anlieferung und Abholung der W. mit dem Auto .

In der Erprobung sind Kompostierungsverfahren von Wegwerf-W., bzw. Vlieseinlagen. Problematisch ist dabei der Plastikanteil der Höschen-W. und die Verwendung von zinkhaltigen Salben im W.-Bereich. In den von "Ökotest" untersuchten Höschen-W. konnten PVC, Pestizide, Formaldehyd, Bleichmittelrückstände, Konservierungsmittel oder optische Aufheller nicht mehr nachgewiesen werden. Parfüm wird nur noch selten verwendet.

Lit.: Öko-Test-Magazin 10/87; Globus 5/91; W.-A.Bast, S.Diehl: Produktlinienanalyse Babywindeln, Darmstadt 1990

Autor: KATALYSE Institut

Öko-Institut, Freiburg

Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie -

wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben, gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg. Derzeit arbeiten ca. 95 Mitarbeiter- und innen im Institut, aus welchen für jedes Forschungsprojekt ein passendes interdisziplinäres Projektteam zusammengestellt wird. Das Anliegen des Institutes ist es, Umweltprobleme zu analysieren und zu beurteilen, auf Risiken aufmerksam zu machen und Strategien und Maßnahmen für Problemlösungen zu entwickeln und zu verwirklichen. Dabei folgt die Arbeit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung und mit dem Grundsatz, dass Lösungsmodelle nur dann eine Chance haben, wenn sie ökologisch angemessen, gesellschaftlich gerechtfertigt und wirtschaftlich durchführbar sind. Darum verbindet die Forschung am Öko-Institut die Bereiche Grundlagenforschung, Konzeptionsentwicklung und Umsetzung in die Praxis.
Die Zahl der Mitglieder beträgt 4000. Das Öko-Institut arbeitet mit der Stiftung Zukunftserbe, der Forschungskooperation ökoforum, dem Verein Energie-Vision und dem Environmental Law Network International zusammen und verfügt außerdem über einen eigenen Verlag.
Die Forschungsschwerpunkte sind:
Risikoforschung: Arbeiten zu Analyse, Verständnis, Erfahrung und Kommunikation von Risiken in den Bereichen Klimaschutz, Gentechnik, Chemie und Kernenergie
Systemanalyse: Entwicklung und Evaluierung von Planungs- und Analyse-Instrumenten (z.B. Emissions- und Stoffstromanalysen), Szenarienentwicklung, Ermittlung volkswirtschaftlicher Effekte
Implementierung: Entwicklung, Verbesserung und Umsetzung von Instrumenten der Umweltpolitik und des Umweltmanagements (Gesetze, Abgaben, Finanzierungsmodelle, Managementleitfäden, Beteiligung an Planungsprozessen usw.)
Konzeptentwicklung: Entwicklung von sektoralen Konzepten zur Reduzierung von Umweltauswirkungen, insbesondere beim Klimaschutz, Verkehr und Müll; ökonomische und ökologische Auswirkungen
Umweltkommunikation: Wissenschaftliche Unterstützung von Mediationsverfahren, Leitung von "Runden Tischen" und Agendaprozessen, Ausrichtung von Kongressen und Workshops, Vortragstätigkeit, institutseigene Verlagstätigkeit
Ausschuss-, Gutachter- und Beratertätigkeit: UN-Arbeitsgruppen, Bundeskommissionen, Normungsausschüsse, Antragsbegutachtung, politische Beratung.

Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Auftragsforschung, v.a. für Ministerien, EU, Industrie und öffentliche Einrichtungen.

Kontakt:
Geschäftsstelle Freiburg
Postfach 6226
D-79038 Freiburg
Tel.: 0761-4 52 95-0
Fax: 0761-47 54 37
info@oeko.de
www.oeko.de

Autor: KATALYSE Institut