Bodensanierung

Bei der B. wird eine Bodenbelastung entweder behoben oder gemildert.

Ziel der B. ist die Verhinderung einer Schadstoffaufnahme durch Kulturpflanzen, einer Grundwasserkontamination und/oder einer Schädigung von Pflanzenbewuchs und Bodenorganismen. Die Schadstoffe werden entweder aus dem Boden entfernt oder im Boden eliminiert, immobilisiert bzw. verdünnt (Remobilisierung).
Die Entfernung erfolgt durch Auswaschen löslicher Stoffe mit Wasser (z.B. Auswaschen von Salzen bei einem versalzten Boden) oder Absaugen flüchtiger Stoffe.

Die Eliminierung erfolgt durch biologischen Abbau (z.B. von organischen Schadstoffen). Dieser läßt sich durch Verbesserung der Lebensbedingungen der Bodenorganismen fördern, d.h. durch organische und ggf. mineralische Düngung, Belüftung oder Bewässerung. Die Effizienz des Abbaus wird z.T. durch eine Bodenimpfung mit schadstoffadaptierten Bakterien oder Pilzen erhöht.

Die Immobilisierung erfolgt durch Pufferung, d.h. durch Adsorption an Austauschern oder Fällung nach Reaktion mit bodeneigenen Stoffen. Der Zusatz von Adsorbentien (Humus, Tonminerale, Sesquioxide) oder Fällungsmitteln (z.B. Phosphat für Blei-Ionen) verbessert die Immobilisierung. Adsorption und Fällung sind oft abhängig vom pH-Wert, da eine pH-Erhöhung z.B. durch Kalkung die Mobilität der Schwermetalle senkt.

Die Verdünnung (Senkung der Konzentration) erfolgt durch Mischen kontaminierter Bodenlagen mit nichtkontaminierten, z.B. durch (Tief)pflügen oder durch Auftrag eines Fremdbodens.
Alle B.-Schritte erfordern den Einsatz aufwendiger und kostenintensiver Technologien und bergen die Gefahr, daß zusammen mit den Schadstoffen auch Bodenorganismen vernichtet werden.
Altlasten

Lit.: BMU: Maßnahmen zum Bodenschutz, Bonn 1987; BMI: Bodenschutzkonzeption der Bundesregierung, Stuttgart 1985

Siehe auch: Bodenbelastung, Bodenschutz.

Autor: KATALYSE Institut

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