Geothermische Energie

Anlagen zur Nutzung von G. verwenden die im Erdinnern gespeicherte Erdwärme als Energiequelle. Dies ist nur in vulkanischen und geologisch mobilen Gebieten möglich, wo heiße Wasseradern (z.B. Thermalquellen) bis an die Erdoberfläche treten.

Das heiße Wasser kann zu Heizzwecken, der heiße Dampf zur Stromerzeugung (Strom) genutzt werden. Die weltweit umfangreichsten Nutzungen von G. finden sich in Kalifornien, wo 1987 etwa 2.100 MW elektrische Leistung genutzt werden, in der Toscana (Italien) versorgen G.-Kraftwerke von insgesamt 450 MW die gesamte Toscana und die italienische Eisenbahn mit Strom. In Island heizen 80% der Bevölkerung mit G.. Mögliche Gebiete zur Nutzung der G. in Deutschland sind das Norddeutsch-Polnische Becken, der obere Rheingraben und Süddeutschland.

Die in Norddeutschland und im Rheingraben genutzten G.-Vorkommen liegen im Temperaturbereich zwischen 40 und 100 Grad C und werden aus tiefliegenden Sandsteinschichten (1.000 bis 2.500 m Tiefe) gefördert. Umweltbelastungen treten insb. dann auf, wenn das zu Heizzwecken genutzte Wasser bzw. der in Kraftwerken zu Wasser kondensierte Dampf ungereinigt in Flüsse geleitet wird. Hierbei gelangen je nach Quelle große Mengen Salz, Schwefel und anderer Mineralien in die Umwelt.

Durch das Zurückpumpen des Wassers in den Erdboden können diese Belastungen und evtl. Bodenabsenkungen durch die Wasserentnahme vermieden werden. Die Rückführung des genutzten Wassers ist zudem oft eine wichtige Voraussetzung zur Erhaltung der Ressourcen. Arbeiter müssen vor den aus den Bohrlöchern entweichenden, teils giftigen Gasen (z.B. Schwefelwasserstoff) geschützt werden.

Siehe auch: Regenerative Energiequellen

Autor: KATALYSE Institut

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