{"id":905,"date":"2015-03-19T14:23:08","date_gmt":"2015-03-19T14:23:08","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=905"},"modified":"2015-03-19T14:23:08","modified_gmt":"2015-03-19T14:23:08","slug":"lehm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=905","title":{"rendered":"Lehm"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-905\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-905-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-905-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-905-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-905-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-905-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: justify;\"><b>L. und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Holz waren die einzigen Grundbaustoffe f\u00fcr den Hausbau der fr\u00fchen Germanen.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Baustoff L. ist ein Gemisch aus den Verwitterungsgesteinen Ton und Sand (Schluff bis Kies). L. kann von Ort zu Ort sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Enth\u00e4lt es viele bindige Bestandteile, d.h. feine, tonige Teilchen, so bezeichnet man ihn als \"fett\". L. mit hohem Sandanteil nennt man \"mager\". Die Farbe variiert von Braun- \u00fcber Rot- bis zu Gelbt\u00f6nen, je nachdem, welche im Ton enthaltenen Metallverbindungen \u00fcberwiegen. L. erh\u00e4rtet ausschlie\u00dflich durch Lufttrocknung. Da er nicht chemisch abbindet wie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Kalk oder Zement, besitzt er die Eigenschaft, bei erneuter Wasserzugabe wieder plastisch und formbar zu sein, also v\u00f6llig wiederverwendbar (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Recycling). Das bedeutet aber auch, da\u00df er nicht best\u00e4ndig ist gegen Feuchtigkeit. Durch konstruktive Ma\u00dfnahmen (d.h. gro\u00dfe <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Dach\u00fcberst\u00e4nde, Putze, Bekleidungen, Mauersockel) k\u00f6nnen Probleme durch Regen und Spritzwasser konstruktiv umgangen werden. <br \/>L. ist ein Wand- und Deckenbaustoff, der in weiten Teilen der Erde eine lange Tradition hat. Er eignet sich f\u00fcr die Herstellung von Steinen, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Putz, M\u00f6rtel, ganzen W\u00e4nden und zu Ausfachungen von Fachwerken und Gescho\u00dfdecken. In Deutschland gewinnt er wieder an Beliebtheit, v.a. aufgrund der guten bauphysikalischen und umweltfreundlichen Eigenschaften. L. ist sorptionsf\u00e4hig (Sorptionsverm\u00f6gen), <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>hygroskopisch, bindet Ger\u00fcche, regeneriert die Raumluft, gibt keine giftigen Gase und D\u00e4mpfe ab, brennt nicht, konserviert <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/p>\n<p> <\/span>Holz, hat ein gutes thermisches Verhalten, ist w\u00e4rmespeicherf\u00e4hig (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>k-Wert), hat gute Schallschutzeigenschaften, ist langfristig verf\u00fcgbar, ist wiederverwendbar, ist regional verf\u00fcgbar, ist vom Material her sehr billig und kann in Eigenleistung verbaut werden. Die gewerbsm\u00e4\u00dfige Verarbeitung scheitert meist an den hohen Lohnkosten.<br \/>L. wird in verschiedenen Ausf\u00fchrungen f\u00fcr den Hausbau verwendet. W\u00e4nde aus <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Stroh-L. oder Bl\u00e4hton-L. werden wegen der verbesserten W\u00e4rmed\u00e4mmeigenschaften bevorzugt als Au\u00dfenw\u00e4nde aufgebaut. Innenw\u00e4nde werden wegen erh\u00f6hter W\u00e4rmespeicherf\u00e4higkeit (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>k-Wert) aus Stampf-L. erstellt. Man unterscheidet drei verschiedene Bautechniken: an Ort und Einbaustelle in Schalung gestampfter L. oder L.-Gemisch, L. wird von Hand in einzelnen Steine, Platten und Bl\u00f6cke geformt, getrocknet und dann vermauert und Fachwerkausfachungen deren Geflecht z.B. aus Weidenruten mit L. beworfen werden.<br \/>Baubiologisch und \u00f6kologisch gesehen ist L. zusammen mit <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><br \/> <\/span>Holz das ideale Baumaterial.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-905-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-905-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-905-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L. und Holz waren die einzigen Grundbaustoffe f\u00fcr den Hausbau der fr\u00fchen Germanen.Der Baustoff L. ist ein Gemisch aus den Verwitterungsgesteinen Ton und Sand (Schluff bis Kies). 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