{"id":868,"date":"2015-03-19T14:17:58","date_gmt":"2015-03-19T14:17:58","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=868"},"modified":"2015-03-19T14:17:58","modified_gmt":"2015-03-19T14:17:58","slug":"lacke-und-anstrichfarben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=868","title":{"rendered":"Lacke und Anstrichfarben"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-868\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-868-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-868-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-868-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-868-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-868-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Lacke sind aus Filmbildnern, Farbstoffen bzw. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Pigmente, L\u00f6semitteln sowie Hilfsstoffen zusammengesetzt<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Filmbildner bestehen aus Bindemitteln, die auf dem Untergrund haften und die Farbmittel tragen, und aus Weichmachern, die eine Verspr\u00f6dung des Films verhindern sollen. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Bindemittel aus Naturharzen wie Kolophonium und Mastix oder Dammar enthalten nat\u00fcrliche Stoffe, die Weichmacherfunktion \u00fcbernehmen.<br \/>Kunstharzbindemittel m\u00fcssen von den sie bildenden Bausteinen, den Monomeren, gereinigt werden, weil diese oft gesundheitssch\u00e4dlich sind, so da\u00df extra <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Weichmacher hinzugesetzt werden m\u00fcssen, um den Film elastisch zu erhalten. Diese <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Weichmacher machen bis zu 50 Gewichtsprozent des Filmbildners aus.<br \/>Als Kunstharze werden Acrylatharze, Epoxidharze, Polyurethanharze, Polyesterharze u.a. verwendet.<br \/>Als halbsynthetische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Bindemittel werden Alkydharze und Nitrocelluloseharze bezeichnet, die durch chemische Umwandlung von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Lein\u00f6l bzw. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Zellulose hergestellt werden. Aus den Namen der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Bindemittel werden die Benennungen der Lacke abgeleitet, z.B. Alkydharzlacke oder Nitrocelluloselacke.<br \/>Im Filmbildner sind die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox32\"><\/span>Farbstoffe oder die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Pigmente sowie F\u00fcllstoffe enthalten, die die Deckkraft erh\u00f6hen sollen. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox33\"><\/span>Farbstoffe kommen in der Natur in gro\u00dfer Vielfalt vor und werden von alters her zum F\u00e4rben von Oberfl\u00e4chen oder Textilien verwendet. Bekannt sind <span id=\"AutoLinkDescriptionBox31\"><\/span>Henna, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Indigo, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox29\"><\/span>Krapp, Purpur und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Reseda. <br \/>Alle Abf\u00e4lle bei der Gewinnung nat\u00fcrlicher <span id=\"AutoLinkDescriptionBox34\"><\/span>Farbstoffe sind kompostierbar. Im Gegensatz dazu ist die Produktion k\u00fcnstlicher <span id=\"AutoLinkDescriptionBox35\"><\/span>Farbstoffe sehr abfallintensiv. W\u00e4hrend der Herstellung sind die Arbeiter h\u00e4ufig krebserzeugenden Arbeitsstoffen ausgesetzt, wie z.B. den aromatischen Aminen. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Pigmente sind feste, unl\u00f6sliche Teilchen, die in gr\u00f6\u00dferer Menge zugegeben werden m\u00fcssen, da nur die sichtbare Oberfl\u00e4che der Teilchen auch farbig wirkt.<br \/>Nat\u00fcrliche <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Pigmente sind <span id=\"AutoLinkDescriptionBox30\"><\/span>Kreide und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox38\"><\/span>Erdfarben, die ihre Namen h\u00e4ufig nach dem Gewinnungsort tragen. Synthetische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/span>Pigmente sind entweder <span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Salze von Schwermetallen wie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox27\"><\/span>Blei, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Cadmium, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox28\"><\/span>Chrom und Titan, die teilweise sehr gesundheitssch\u00e4dlich sind und daher mehr und mehr ersetzt werden durch synthetische organische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Pigmente, die aus Erd\u00f6lprodukten hergestellt werden.<br \/>Diese Mischung aus Bindemitteln mit Weichmachern und Farbstoffen oder Pigmenten wird nun in L\u00f6semitteln aufgenommen, um sie filmbildend und verflie\u00dfbar zu halten. Damit sie verarbeitet werden kann, wird noch mehr L\u00f6semittel hinzugegeben, so dass der Lack bis zu 70 Prozent aus L\u00f6semitteln besteht, die nach der Verarbeitung verdunsten und den Film entstehen lassen. Man kann aber auch diese Mischung mit Hilfe von Emulgatoren im <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Wasser fein verteilen und erh\u00e4lt somit eine <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Dispersion. Bei Wandfarben wurden schon immer Dispersionen verwendet, da sich <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Casein und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Leim sehr gut in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Wasser dispergieren lassen.<br \/>Erst seitdem L\u00f6semittel in die Gesundheits- und Umweltdiskussion geraten sind, werden auch bei Lacken Dispersionen hergestellt, und zwar haupts\u00e4chlich mit Acrylaten. Lacke, die weniger als zehn Prozent chemische L\u00f6semittel enthalten, k\u00f6nnen mit dem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox37\"><\/span>Umweltzeichen ausgezeichnet werden. Neben der L\u00f6semittelbeschr\u00e4nkung sind auch andere Stoffe begrenzt, so z.B. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Schwermetalle. Jedoch ist es nach wie vor erlaubt, bis 0,5 Prozent bleiorganische Verbindungen als Trockenstoffe zu verwenden, obwohl es andere, weniger sch\u00e4dliche schwermetallorganische Verbindungen gibt, die den Film durch katalytische Reaktion erh\u00e4rten lassen.<br \/>Als Hilfsstoffe finden noch sogenannte Topfkonservierer Verwendung, die die noch nicht verarbeiteten Lacke vor mikrobiellem Befall sch\u00fctzen. Fr\u00fcher wurde zu diesem Zweck <span id=\"AutoLinkDescriptionBox24\"><\/span>Formaldehyd verwendet, das ein starkes Allergen ist und im Verdacht steht, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox26\"><\/span>Krebs zu erzeugen. Heute werden zur Topfkonservierung Stoffe verwendet, die nach und nach <span id=\"AutoLinkDescriptionBox25\"><\/span>Formaldehyd in geringen Mengen freisetzen, die jedoch ausreichen, bei sensiblen Menschen Allergien auszul\u00f6sen. <br \/>Auch andere <span id=\"AutoLinkDescriptionBox36\"><\/span>Fungizide wie z.B. zinnorganische Verbindungen sind gesundheitssch\u00e4dlich und in der Innenraumluft gestrichener R\u00e4ume nachweisbar. Naturfarbenhersteller verzichten auf Topfkonservierer, da die verwendeten Balsamterpene pilzhemmende Eigenschaften haben. Innerhalb eines halben bis eines ganzen Jahres sollten Lacke jedoch verarbeitet werden.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-868-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-868-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-868-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lacke sind aus Filmbildnern, Farbstoffen bzw. Pigmente, L\u00f6semitteln sowie Hilfsstoffen zusammengesetztFilmbildner bestehen aus Bindemitteln, die auf dem Untergrund haften und die Farbmittel tragen, und aus Weichmachern, die eine Verspr\u00f6dung des Films verhindern sollen. 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