{"id":6948,"date":"2015-12-08T12:27:40","date_gmt":"2015-12-08T12:27:40","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6948"},"modified":"2015-12-08T12:27:40","modified_gmt":"2015-12-08T12:27:40","slug":"streumittel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6948","title":{"rendered":"Streumittel"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6948\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-6948-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6948-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-6948-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6948-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-6948-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Man unterscheidet abstumpfende (Splitt, Granulat, Sand, Kies o.\u00e4.) und auftauende S. (Streusalz, Harnstoff). <\/b><\/p>\n<div id=\"Brotschrift\">Bis in die 80er Jahre wurde in der BRD fast ausschlie\u00dflich Streusalz als S. verwendet. Dies wird haupts\u00e4chlich aus <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Kochsalz (NaCl) oder einem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Kochsalz-Kalziumchlorid-(NaCl-CaCl2)Gemisch hergestellt. Seinen H\u00f6hepunkt erreichte der Streusalzeinsatz in den strengen Wintern 1978\/79 und 1980\/81, als allein auf Bundesautobahnen und Bundesstra\u00dfen 770.000 bzw. 776.000 t Streusalz gestreut wurden.<br \/>Der \u00fcber Jahre hinweg hohe Streusalzeinsatz verursachte gro\u00dfe Sch\u00e4den an Pflanzen. Indirekt erfolgt eine Sch\u00e4digung durch eine \u00c4nderung der Bodeneigenschaften (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Bodenbelastung). Mit der Versalzung der B\u00f6den geht die Auswaschung von N\u00e4hrstoffionen, die Verdichtung des Bodens und eine Erh\u00f6hung des pH-Werts einher. Dadurch wird die N\u00e4hrstoffaufnahme der Pflanze gest\u00f6rt. Eine direkte Sch\u00e4digung erfolgt durch Kontakt mit dem Spritzwasser durch Wasserentzug im Wurzelbereich und einem \u00dcberangebot an <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Natrium und Chlorid. Folgen sind vorzeitiger Blattaustrieb, Blattnekrosen, vorzeitiger Laubabfall und letztendlich das Absterben der Pflanze. Besonders tausalzgef\u00e4hrdet sind Stra\u00dfenb\u00e4ume in den St\u00e4dten.<br \/>Weitere Folgen des Einsatzes von Streusalz: <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Anreicherung des Grundwassers mit Chlorid durch Auswaschung des Bodens, Korrosionssch\u00e4den an Betonfahrbahnen, Betonbr\u00fccken und Kraftfahrzeugen (Autow\u00e4sche). <br \/>Hauptargument f\u00fcr eine weitere Streusalzverwendung war immer die Verkehrssicherheit. Studien in Berlin und Hamburg haben jedoch belegt, dass ohne Streusalz die Verkehrssicherheit im Winter nicht sinkt. Die Wirkung von Streusalz ist nur kurzfristig. Wenn zu tiefe Temperaturen herrschen, k\u00f6nnen gesalzte Fl\u00e4chen vereisen. Mittlerweile ist in ca. 80% aller St\u00e4dte im alten Bundesgebiet der Einsatz von Streusalz verboten. Auf Stra\u00dfen, wo ein Streusalzeinsatz unvermeidbar ist, kann der Verbrauch durch eine Verbesserung des Winterdienstes (besser dosierende Streufahrzeuge) verringert werden.<br \/>Umweltfreundlichere Alternativen zu Streusalz sind die abstumpfenden S.. Von ihnen geht keine Pflanzensch\u00e4digung aus. Ihr Nachteil liegt jedoch darin, dass sie Stra\u00dfenmarkierungen aufreiben und der Verschlei\u00df von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><br \/> <\/span>Auto- und Fahrradreifen verst\u00e4rken (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Abrieb). Zudem m\u00fcssen sie nach jedem Winter von Stra\u00dfen und Wegen aufgekehrt, von anhaftenden Schwermetallen, \u00d6len etc. gereinigt oder deponiert werden, damit sie nicht die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Kanalisation verstopfen.<br \/>Da es das ideale S. nicht gibt, sollten Privatpersonen wie Kommunen sich Gedanken machen, wann und wo ein S.-Einsatz sinnvoll ist. Auf normalen Stra\u00dfen und Gehwegen sollte nur mit abstumpfenden S. gestreut werden und nur in Ausnahmef\u00e4llen oder potentiellen Gefahr- oder Unfallstellen (Steigungen, Kreuzungen, Treppen o.\u00e4.) sparsam gesalzen werden.<\/p>\n<p><\/div>\n<div class=\"styleRechts\">\u00a0<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-6948-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6948-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6948-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man unterscheidet abstumpfende (Splitt, Granulat, Sand, Kies o.\u00e4.) und auftauende S. (Streusalz, Harnstoff). Bis in die 80er Jahre wurde in der BRD fast ausschlie\u00dflich Streusalz als S. verwendet. 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