{"id":6832,"date":"2015-12-08T10:51:13","date_gmt":"2015-12-08T10:51:13","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6832"},"modified":"2015-12-08T10:51:13","modified_gmt":"2015-12-08T10:51:13","slug":"silikose","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6832","title":{"rendered":"Silikose"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6832\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-6832-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6832-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-6832-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6832-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-6832-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><strong>Die S. ist eine Staublungenerkrankung (Pneumokoniose) mit einer Bindegewebsneubildung.<\/p>\n<p><\/strong>Sie tritt als Folge der bindegewebsbildenden und bindegewebsl\u00f6senden Wirkung der freien kristallinen Kiesels\u00e4ure (SiO2) auf. Die S. kann auch als Folge der Einwirkung des Silikates Asbest (Asbestose) mit \u00e4hnlicher Wirkung auftreten. Zu unterscheiden sind die Quarzstaublunge (= reine S.) und die Mischstaublunge (= Misch-S.), v.a. der Kohlenbergarbeiter, der Eisenerzbergarbeiter (Siderose). Quarz ist h\u00e4ufig in mineralischen Mischst\u00e4uben enthalten, z.B. in Kohlenstaub und Talkum. Von der S. grunds\u00e4tzlich zu unterscheiden sind die sog. Lungenverstaubungen mit einer mehr oder weniger reaktionslosen Staubeinlagerung in das Lungenzwischengewebe. Voraussetzung f\u00fcr die Entwicklung einer S. ist eine entsprechend lange Einwirkung einer ausreichenden Konzentration quarzhaltigen Staubes. Dieser Staub muss so fein sein, dass er bis in die Lungenbl\u00e4schen vordringen kann. Mineralische Stoffe, welche freie kristalline Kiesels\u00e4ure enthalten, werden im Bergbau, der Stein-, Kies- und Sandindustrie gewonnen. Ihre weitere Be- und Verarbeitung erfolgt in zahlreichen Industrie- und Gewerbezweigen; so z.B. in der keramischen, der Eisen- und Stahlindustrie, im Baugewerbe, in der feinmechanischen und elektrotechnischen sowie der chemischen Industrie.<br \/>Die S. ist auch heute noch die h\u00e4ufigste aller Staublungenerkrankungen (Pneumokoniosen). Sie ist eine fortschreitende Erkrankung, die nicht heilbar ist. Sie zeigt sich zun\u00e4chst durch Atemnot, Reizhusten, Stechen auf der Brust oder R\u00fccken. Sie f\u00fchrt durch \u00dcberlastung des Herzens und Einschr\u00e4nkung von Atmung und Kreislauf zum Tod. Dieser Prozess kann Jahre dauern. Der Zeitraum zwischen Staubeinwirkung und Auftreten einer S. betr\u00e4gt heute etwa 20 Jahre. Arbeitspl\u00e4tze mit Einwirkung extrem hoher Quarzfeinstaubkonzentration (z.B. beim Behauen von Steinen, beim Sandstrahlen, beim S\u00e4gen feuerfester Steine sowie in der Scheuerpulverindustrie und im Stollenbau) k\u00f6nnen jedoch zu einer Fr\u00fch-S. bzw. akuten S. f\u00fchren, welche sich innerhalb von Monaten entwickelt und oftmals zum Tode f\u00fchrt. Eine gef\u00e4hrliche Komplikation der S. ist die aktive Lungentuberkulose, die sog. Silikotuberkulose. Etwa ein Zehntel der angezeigten S.-F\u00e4lle erkrankten auch an Tuberkulose. Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig ung\u00fcnstig. S. und Silikotuberkulose k\u00f6nnen zudem unter bestimmten Voraussetzungen zu Bronchialkrebs f\u00fchren. Obwohl die S. und die Silikotuberkulose in den letzten Jahren erheblich zur\u00fcckgegangen sind, wurden 1987 noch insgesamt 2.997 F\u00e4lle angezeigt (vgl. 1955: 23.000 angezeigte F\u00e4lle) und standen mit 18% an zweiter Stelle der erstmals entsch\u00e4digten Berufskrankheiten (nach der L\u00e4rmschwerh\u00f6rigkeit mit 27%). S. ist die am h\u00e4ufigsten auftretende Staublungenerkrankung unter den Berufskrankheiten. Die mittleren Gesamtkosten einer S.-Erkrankung werden mit etwa 250.000 DM beziffert. MAK-Wert f\u00fcr Quarzfeinstaub (Cristobalit, Tridymit): 0,15 mg\/m3, f\u00fcr quarzhaltigen Feinstaub (1-4% Gewichtsanteile Quarz): 4 mg\/m3.<br \/>Bergbau<strong><br \/><\/strong><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-6832-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6832-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6832-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die S. ist eine Staublungenerkrankung (Pneumokoniose) mit einer Bindegewebsneubildung.Sie tritt als Folge der bindegewebsbildenden und bindegewebsl\u00f6senden Wirkung der freien kristallinen Kiesels\u00e4ure (SiO2) auf. 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