{"id":6486,"date":"2015-12-02T09:35:59","date_gmt":"2015-12-02T09:35:59","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6486"},"modified":"2015-12-02T09:35:59","modified_gmt":"2015-12-02T09:35:59","slug":"radikale","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6486","title":{"rendered":"Radikale"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6486\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-6486-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6486-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-6486-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6486-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-6486-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p>Als freie Radikale bezeichnet man in der Chemie allgemein ein Molek\u00fcl oder Atom, das ein ungepaartes <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Elektron besitzt. Derartige Spaltungen k\u00f6nnen durch hohe Temperaturen oder energiereiche <span id=\"AutoLinkDescriptionBox30\"><\/span>Strahlung bei allen Molek\u00fclen erzwungen werden. Bei chemischen Reaktionen werden normalerweise Elektronenpaare \u00fcbertragen. Weil die Elektronen der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox28\"><\/span>Atome bzw. Molek\u00fcle gern gepaart durch die Welt ziehen, sind Radikale bestrebt, sich bei ihrer Entstehung unmittelbar ein <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Elektron aus der Umgebung zu greifen. Dadurch sind sie \u00e4u\u00dferst reaktionsfreudig und ver\u00e4ndern das n\u00e4chste Atom oder Molek\u00fcl, dessen sie habhaft werden k\u00f6nnen. Da sie dem betreffenden Partikel ein <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Elektron entziehen, machen sie dieses ebenfalls zum Radikal, womit eine <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Kettenreaktion in Gang kommt. Beenden kann eine solche <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Kettenreaktion ein anderes Molek\u00fcl, das als <b>Radikalf\u00e4nger<\/b> bezeichnet wird. Zu diesen geh\u00f6ren die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Vitamine A, C und E sowie bestimmte Schutzenzyme. Diese Molek\u00fcle stellen sich sozusagen als Elektronengeber zur Verf\u00fcgung, und die Kette bricht ab. Eine andere M\u00f6glichkeit ist die Reaktion zweier Radikale miteinander, wobei sich die beiden Molek\u00fcle zusammenlagern und fest verbinden.<\/p>\n<div>\n<p>Die Folge dieser Radikal-Aktion ist, dass die gekaperten Molek\u00fcle oder <span id=\"AutoLinkDescriptionBox29\"><\/span>Atome in ihren Eigenschaften ver\u00e4ndert werden. Da diese Abl\u00e4ufe in bestimmten Membranen der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Zelle vor sich gehen, werden folglich die Zellmembranen gesch\u00e4digt. Denn die Radikale reagieren vor allem mit den Fettstoffen, die einen wesentlichen Anteil der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Membran selbst bilden (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Membran-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox33\"><\/span>Lipide). Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox24\"><\/span>Membran einer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Zelle ist im Prinzip die \u201eHaut\u201c der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Zelle, die genau kontrolliert, welche Stoffe in die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Zelle hinein und aus ihr heraus d\u00fcrfen. Bei gesch\u00e4digten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox25\"><\/span>Membran-Lipiden kann diese Funktion nicht mehr ausge\u00fcbt werden. So k\u00f6nnen unerw\u00fcnschte Stoffe in die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Zelle eindringen oder ben\u00f6tigte Substanzen am Eindringen gehindert werden. Bei starker Sch\u00e4digung geht die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/span>Zelle zugrunde.<\/p>\n<p>Radikalbildung ist einerseits ein nat\u00fcrlicher Vorgang beim normalen Stoffwechsel, der z. B. beim Fettabbau vorkommt. Bei einigen Stoffwechsel-Reaktionen werden Radikale sogar gebraucht. Zum Abfangen der Radikale m\u00fcssen deshalb Schutzstoffe zur Verf\u00fcgung stehen, weshalb wir z. B. die oben erw\u00e4hnten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Vitamine mit der Nahrung aufnehmen m\u00fcssen. K\u00fcnstlich erzeugte Radikale entstehen durch energiereiche, ionisierende <span id=\"AutoLinkDescriptionBox31\"><\/span>Strahlung und auch, wie man seit einiger Zeit wei\u00df, durch nicht-ionisierende <span id=\"AutoLinkDescriptionBox32\"><\/span>Strahlung oder aus molekularem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Sauerstoff (O<sub>2<\/sub>).<\/p>\n<p>Beim <span id=\"AutoLinkDescriptionBox26\"><\/span>Abbau von Fetten in den Zellen entstehen freie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Sauerstoff-Radikale, diese holen sich ein <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Elektron von einem anderen Molek\u00fcl, und zwar von Fettstoffen in der Zellmembran. Das Fetts\u00e4ure-Radikal reagiert mit molekularem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Sauerstoff zu einem Peroxy-Fetts\u00e4ure-Radikal <b>(Lipid-Peroxidation)<\/b>, das sich ein <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Elektron von einer anderen Fetts\u00e4ure holt und es kommt zur oben beschriebenen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Kettenreaktion, die durch Schutzstoffe abgebrochen wird.<\/p>\n<p>Viele wichtige Herstellungsprozesse in der Chemie benutzen Radikale. Mit Radikalen k\u00f6nnen Verbindungen wie die chlorierten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Kohlenwasserstoffe hergestellt werden, die sonst in der Natur nicht vorkommen und daher in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Umwelt praktisch nicht abgebaut werden ( <span id=\"AutoLinkDescriptionBox27\"><\/span>Abbau, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox34\"><\/span>Persistenz).\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-6486-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6486-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6486-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als freie Radikale bezeichnet man in der Chemie allgemein ein Molek\u00fcl oder Atom, das ein ungepaartes Elektron besitzt. 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