{"id":6332,"date":"2015-11-27T16:15:02","date_gmt":"2015-11-27T16:15:02","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6332"},"modified":"2015-11-27T16:15:02","modified_gmt":"2015-11-27T16:15:02","slug":"polycarboxylate","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6332","title":{"rendered":"Polycarboxylate"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6332\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-6332-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6332-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-6332-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6332-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-6332-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Ist eine Gruppe von wasserl\u00f6slichen Polymeren auf der Basis von vorzugsweise Acryls\u00e4ure. <\/b><\/p>\n<p>Es gibt P. aus dem reinen Grundstoff (Monomeren ) Acryls\u00e4ure, aber auch gemischte Polymerisate, sogenannte,2. Copolymere aus Acryls\u00e4ure und z.B. Maleins\u00e4ure. Die P. unterscheiden sich nicht nur durch die Art, sondern auch die Anzahl der verkn\u00fcpften Monomeren. Letzteres wird ausgedr\u00fcckt durch die molare Masse. Diese kann bei wenigen tausend, aber auch \u00fcber eine Million liegen. Von diesen Faktoren h\u00e4ngt mit ab, f\u00fcr welchen Einsatzzweck die P. geeignet sind. So k\u00f6nnen P. v\u00f6llig entgegen gesetzte Wirkungen entfalten. P. mit gro\u00dfer molarer Masse werden in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Trinkwasseraufbereitung, Abwasserbehandlung und Phosphat- F\u00e4llung als Hilfsmittel zur <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Flockung eingesetzt. <\/p>\n<p>Mit dem Aufkommen der phosphatreduzierten und phosphatfreien <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Waschmittel wurde der Einsatz als Ger\u00fcststoff in Kombination mit dem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Zeolith A begonnen. Unter diesen Bedingungen bewirken P. eine <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Dispersion von Schmutzteilchen und Kristallkeimen, verhindern also gerade das Ausflocken. Die Gegenwart des Enth\u00e4rters <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Zeolith A. ist dabei unverzichtbar, weil sonst bei gro\u00dfer Wasserh\u00e4rte die unl\u00f6slichen Calciumsalze der P. ausfallen und somit die erw\u00fcnschte Wirkung zusammenbricht. F\u00fcr den Einsatz in Waschmitteln hat sich ein Copolymer aus Acryl- und Maleins\u00e4ure mit einer mittleren molaren Masse von 70.000 durchgesetzt. <\/p>\n<p>Vernetzte P. mit sehr hoher molarer Masse finden als sogenannte Superabsorber z.B. in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Windeln und anderen Hygieneprodukten Verwendung.<br \/>\u00dcber Restmonomer-Gehalte und m\u00f6gliche Polymerisationsadditive der P. ist nichts bekannt. Die Toxizit\u00e4t gegen\u00fcber Warmbl\u00fctern ist sehr gering. Auch die Wirkung gegen Wasserorganismen ist in der Regel gering. Nur in einigen Langzeittests wurden No effect levels von 6,2 mg\/Liter (Daphnien) bzw. 40 mg\/Liter (Zebrab\u00e4rbling, Embryolarven-Test) gefunden. Dem stehen berechnete Erwartungskonzentrationen von 0,05 mg\/Liter in Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern unter ung\u00fcnstigen Bedingungen gegen\u00fcber. <\/p>\n<p>P. sind schlecht biologisch abbaubar (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Abbau). Sie werden im Kl\u00e4rwerk (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Abwasserreinigung) durch F\u00e4llung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Calcium-Verbindungen und durch direkte <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Adsorption an den Kl\u00e4rschlamm zu 90 Prozent aus dem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Abwasser eliminiert. Der Rest unterliegt echtem biologischem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Abbau. Etwa zwei bis drei Prozent gelangen in den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Vorfluter. Unter Ber\u00fccksichtigung der realen Abwassersituation ergibt sich eine Gesamtelimination von \u00fcber 92 Prozent.<\/p>\n<p>Das Verhalten der P. beim Kl\u00e4rschlammaustrag auf landwirtschaftlich genutzten B\u00f6den zeigte bisher keine negativen Effekte, es findet allerdings auch dort kein nennenswerter biologischer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Abbau statt. Grunds\u00e4tzlich sollten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Chemikalien, jedoch leicht biologisch abbaubar sein.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-6332-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6332-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6332-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist eine Gruppe von wasserl\u00f6slichen Polymeren auf der Basis von vorzugsweise Acryls\u00e4ure. Es gibt P. aus dem reinen Grundstoff (Monomeren ) Acryls\u00e4ure, aber auch gemischte Polymerisate, sogenannte,2. Copolymere aus Acryls\u00e4ure und z.B. Maleins\u00e4ure. 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