{"id":6036,"date":"2015-11-17T12:01:34","date_gmt":"2015-11-17T12:01:34","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6036"},"modified":"2015-11-17T12:01:34","modified_gmt":"2015-11-17T12:01:34","slug":"nitrilotriacetat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=6036","title":{"rendered":"Nitrilotriacetat"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6036\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-6036-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6036-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-6036-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6036-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-6036-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>N. (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>NTA) ist ein stickstofforganischer Komplexbildner, der vielf\u00e4ltige Anwendung findet, z.B. in der Galvanik und der Fotoindustrie.<\/b><\/p>\n<p>Besondere Bedeutung hat N. aber als Phosphatersatzstoff in Wasch- und Reinigungsmitteln. So ist in der Schweiz, wo seit 1986 ein Phosphatverbot in Waschmitteln gilt, ein N.-Zusatz von bis zu 5% erlaubt. In Deutschland war es auf Grund offener Fragen zur Umweltvertr\u00e4glichkeit von N. zu einer freiwilligen Vereinbarung mit der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Industrie \u00fcber die Beschr\u00e4nkung des N.-Einsatzes in Waschmitteln gekommen, die aber praktisch nie ausgesch\u00f6pft worden ist. 1989 lag der Gesamtverbrauch bei 2.000 t. Da N. ein potenter Komplexbildner f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Schwermetalle ist, wurde Mitte der 80er Jahre ein umfangreiches Forschungsprogramm aufgelegt, das dringende Fragen zur Abbaubarkeit (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Abbau), zum Remobilisierungspotential und der Beeintr\u00e4chtigung der Trinkwasserversorgung abkl\u00e4ren sollte (Trinkwasseraufbereitung, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Remobilisierung).<br \/>Der Abschlussbericht wurde 1991 ver\u00f6ffentlicht, danach wird N.:<br \/>1. in mechanisch-biologischen Kl\u00e4ranlagen (Abwasserreinigung) temperaturunabh\u00e4ngig zu ca. 95% abgebaut. In Kleinkl\u00e4ranlagen, die heute noch immerhin knapp 8% der h\u00e4uslichen Abw\u00e4sser behandeln, sinkt dagegen die N.-Elimination im Winter stark ab. Unter anaeroben Bedingungen kommt der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Abbau offensichtlich auch zum Erliegen.<br \/>2. Auswirkungen auf die Mobilit\u00e4t von Schwermetallen werden nur und in relativ geringem Umfang bei der verringerten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Abscheidung von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Nickel in Kl\u00e4ranlagen und als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Remobilisierung von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Zink aus Gew\u00e4ssersedimenten festgestellt. Insgesamt wird bei den jetzigen N.-Gehalten in Flie\u00dfgew\u00e4ssern keine Gefahr h\u00f6herer Schwermetallgehalte f\u00fcr die Trinkwassergewinnung gesehen.<br \/>3. Durch N. wird das Wachstum von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Algen und anderen Wasserpflanzen, allerdings nur sehr schwach, beg\u00fcnstigt (Eutrophierung).<br \/>4. Eine vollst\u00e4ndige Entfernung von N. aus dem Trinkwasser ist nur unter bestimmten Bedingungen durch Ozonierung m\u00f6glich, die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Adsorption an Aktivkohle ist kaum wirksam.<br \/>5. Im M\u00fcndungsbereich der Fl\u00fcsse wird N. mit zunehmendem Salzgehalt und sinkender <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Temperatur immer schlechter abgebaut.<br \/>Zusammenfassend wird geschlossen, dass N. unter S\u00fc\u00dfwasserbedingungen eine biologisch gut abbaubare Substanz ist, deren begrenzter Einsatz tolerierbar und zum Ersatz st\u00e4rker umweltbelastender Stoffe geeignet ist.<br \/>Das Bundesgesundheitsamt hat aus trinkwasser- und gew\u00e4sserhygienischen Gr\u00fcnden im Falle des N. einen Leitwert von 20 mycrog\/l f\u00fcr Flie\u00dfgew\u00e4sser vorgeschlagen. Es wird erwartet, dass unter den gegebenen Umst\u00e4nden N. im Trinkwasser 3 mycrog\/l i.d.R. nicht \u00fcberschreitet.<br \/>Die aktuellen N.-Konzentrationen in deutschen Fl\u00fcssen liegen um 10 mycrog\/l und darunter, es treten aber auch Spitzen deutlich \u00fcber dem BGA-Leitwert auf.<br \/>Die aquatische Toxizit\u00e4t von N. ist m\u00e4\u00dfig und liegt bei Fischen und Daphnien im Bereich 80-1.000mg\/l (LC50- bzw. EC50-Werte) und ist abh\u00e4ngig von der Wasserh\u00e4rte.<br \/>Eine noch wesentlich gr\u00f6\u00dfere Umweltrelevanz als N. besitzt <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>EDTA.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-6036-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6036-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6036-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>N. (NTA) ist ein stickstofforganischer Komplexbildner, der vielf\u00e4ltige Anwendung findet, z.B. in der Galvanik und der Fotoindustrie.Besondere Bedeutung hat N. aber als Phosphatersatzstoff in Wasch- und Reinigungsmitteln. 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