{"id":5834,"date":"2015-11-12T15:57:33","date_gmt":"2015-11-12T15:57:33","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5834"},"modified":"2015-11-12T15:57:33","modified_gmt":"2015-11-12T15:57:33","slug":"weichspueler","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5834","title":{"rendered":"Weichsp\u00fcler"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-5834\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-5834-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5834-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-5834-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5834-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-5834-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Mengenm\u00e4\u00dfig mit Abstand bedeutendste Gruppe der Waschhilfsmittel, werden die W. zur sog. \"Avivage\" eingesetzt.<\/b><\/p>\n<p>Sie unterdr\u00fccken den als Wasserstarre bezeichneten Effekt, wonach maschinengewaschene W\u00e4sche den durch die Waschmechanik hervorgerufenen Unordnungszustand der Fasern beim Trocknen in unbewegter <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Luft (z.B. Badezimmern) beibeh\u00e4lt. Dies macht sich als harter Griff insb. bei Frottierware bemerkbar. Der einfachste Weg zur Abhilfe ist Trocknen im Freien. Aber auch das Walken und Ziehen der schleuderfeuchten W\u00e4sche hilft beachtlich. Einen ganz \u00e4hnlichen Effekt erzielt das Trocknen im Tumbler. Trotzdem preist die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Industrie W. gerade auch f\u00fcr tumblergetrocknete W\u00e4sche an. Hier kommt deren zweiter Effekt zum tragen, die antistatische Ausr\u00fcstung der Fasern. Gerade Synthesefasern erleiden n\u00e4mlich sonst im W\u00e4schetrockner starke elektrostatische Aufladung.<br \/>Inzwischen bieten die W.-Hersteller sogar eine spezielle Anwendungsform des W. f\u00fcr Tumbler an, die Pfleget\u00fccher. Das sind pr\u00e4parierte L\u00e4ppchen, die w\u00e4hrend des Trocknungsvorgangs ihre Wirkstoffe auf die Textilien \u00fcbertragen. Die bei weitem h\u00e4ufigste Anwendung aber bleibt die Avivage im letzten Sp\u00fclbad des Waschprozesses. Verantwortlich f\u00fcr die Wirkung des W. sind kationische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Tenside, die aufgrund ihrer positiven Ladung eine hohe Affinit\u00e4t zu den negativ geladenen Textilfasern haben und auf diese aufziehen. Sie k\u00f6nnen nicht zusammen mit Waschmitteln angewandt werden, weil deren anionische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Tenside die W. unter Neutralsalzbildung inaktivieren w\u00fcrden. W. sind hochverd\u00fcnnte Produkte, die bis zu 95% <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Wasser enthalten. Seit einigen Jahren sind Konzentrate auf dem Markt.<br \/>Wegen der schlechten Wasserl\u00f6slichkeit der kationischen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Tenside enthalten W. noch Emulgatoren und L\u00f6semittel.<\/p>\n<p>Der W.-Absatz lag 1988 (konzentratbereinigt) bei 384.000 t, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 6,25 kg im Jahr entspricht.<br \/>Dabei sind 35% aller deutschen Verbraucher regelm\u00e4\u00dfige W.-Anwender. Im Westen greifen 38% gelegentlich und 27% nie zur Flasche. In den neuen Bundesl\u00e4ndern dagegen erfreuen sich die W. noch gr\u00f6\u00dferen Zuspruchs. Nur 16% der Verbraucher verweigern sich ihnen hartn\u00e4ckig.<br \/>Das Verh\u00e4ltnis von normalen W. zu Konzentraten, das in den 80er Jahren sich immer mehr zugunsten letzterer entwickelte, scheint sich in j\u00fcngster Zeit wieder erheblich zur\u00fcckverschoben zu haben.<br \/>Bis Ende 1991 war DSDMAC das meistbenutzte kationische Tensid. Wegen unbefriedigender Umweltvertr\u00e4glichkeit hatte das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Umweltbundesamt bei den Herstellern interveniert und diese zu einer Substitution des DSDMAC bewogen. Die heute eingesetzten Avivage-Wirkstoffe sind tats\u00e4chlich bedeutend besser abbaubar. Jedoch werden auch dadurch W. nicht zu empfehlenswerten Produkten. Nach wie vor stellen sie angesichts des Massenverbrauchs eine erhebliche Abwasserbelastung dar, w\u00e4hrend ihr Gebrauchsnutzen umstritten ist. Schlie\u00dflich beeintr\u00e4chtigen sie die Saugf\u00e4higkeit von Textilien, die Trageeigenschaften von Wetterschutzbekleidung und werden immer wieder als auff\u00e4llig in Zusammenhang mit Hautunvertr\u00e4glichkeiten genannt.<br \/>Daher fordern <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Umwelt- und Verbraucherverb\u00e4nde sowie das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Umweltbundesamt die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Konsumenten schon seit Jahren zum W.-Verzicht auf.<br \/>Wer gar nicht auf Avivage verzichten will, dem seien bestimmte Schichtsilikate (Bentonite) als umweltvertr\u00e4gliche Weichpfleger oder Seifenwaschmittel empfohlen, denn <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Seife ergibt auch einen angenehmen Griff.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-5834-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5834-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5834-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mengenm\u00e4\u00dfig mit Abstand bedeutendste Gruppe der Waschhilfsmittel, werden die W. zur sog. &#8222;Avivage&#8220; eingesetzt.Sie unterdr\u00fccken den als Wasserstarre bezeichneten Effekt, wonach maschinengewaschene W\u00e4sche den durch die Waschmechanik hervorgerufenen Unordnungszustand der Fasern beim Trocknen in unbewegter Luft (z.B. 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